Ammonium Filteranlagen

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Ammonium Filteranlagen

Ammonium-Filteranlagen für Brunnenwasser

Ammonium-Filteranlagen werden eingesetzt, wenn Brunnenwasser erhöhte Ammoniumwerte aufweist und gezielt aufbereitet werden soll. Ammonium kann auf landwirtschaftliche Einflüsse, organische Belastungen, Abwasserzutritt oder ungünstige mikrobiologische Bedingungen im Brunnenumfeld hinweisen.

In dieser Kategorie finden Sie Lösungen zur Ammoniumreduzierung im Brunnenwasser, insbesondere Ecomix-Anlagen. Für Brunnenwasser mit weiteren Belastungen ist die Kategorie Brunnenwasser filtern der passende Einstieg. Bei erhöhtem Eisen oder Mangan sollten zusätzlich Eisen- und Manganfilter geprüft werden.

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Ammonium im Brunnenwasser richtig behandeln

Warum Ammonium im Brunnenwasser kritisch ist

Ammonium ist ein wichtiger Hinweisparameter in der Brunnenwasseranalyse. Erhöhte Werte können auf organische Belastung, landwirtschaftliche Einträge, Abwasserbeeinflussung, reduzierende Bedingungen im Grundwasser oder mikrobiologische Prozesse hinweisen.

Für Trinkwasser ist Ammonium besonders zu beachten. Der Grenzwert nach Trinkwasserverordnung liegt bei 0,5 mg/l. Wird dieser Wert überschritten, sollte nicht nur die technische Entfernung betrachtet werden. Auch die Ursache der Belastung und die übrigen Wasserwerte müssen bewertet werden.

Ammonium, Nitrit und mikrobiologische Zusammenhänge

Ammonium steht im Stickstoffkreislauf in engem Zusammenhang mit Nitrit und Nitrat. Unter bestimmten Bedingungen kann Ammonium mikrobiologisch zu Nitrit und weiter zu Nitrat umgewandelt werden. Besonders Nitrit ist bei Trinkwassernutzung kritisch zu bewerten.

Deshalb sollte bei erhöhtem Ammonium nicht nur dieser Einzelwert betrachtet werden. Nitrit, Nitrat, pH-Wert, Keime, organische Belastung, Eisen, Mangan und Trübung gehören zur Gesamtbewertung. Eine vollständige Wasseranalyse ist die Grundlage für eine belastbare technische Empfehlung.

Ecomix-Anlagen zur Ammoniumreduzierung

Ecomix Doppelanlage Brunnenwasser
 

Ecomix-Anlagen können Ammonium im Brunnenwasser reduzieren und gleichzeitig weitere Wasserprobleme behandeln. Das Filtermaterial kombiniert mehrere Funktionen und kann je nach Wasseranalyse Härte, Eisen, Mangan, Ammonium und organische Belastungen reduzieren.

Auf der Seite wird eine Reduzierung des Ammoniumgehalts bis etwa 90 % genannt. Außerdem sollte ein Rohwasserwert von 4 mg/l Ammonium nicht überschritten werden, damit der Grenzwert nach der Aufbereitung sicher eingehalten werden kann. Der tatsächliche Wirkungsgrad hängt von Wasserzusammensetzung, pH-Wert, Begleitstoffen, Harzbelastung, Durchfluss und Regeneration ab.

Regeneration mit Salztabletten

Ecomix-Anlagen regenerieren mit Salztabletten. Nach einer bestimmten Wassermenge ist die Kapazität des Filtermaterials erschöpft und die Anlage regeneriert automatisch. Dabei werden die aufgenommenen Stoffe ausgespült und das Filtermaterial wieder betriebsbereit gemacht.

Für den Betrieb werden ein Solebehälter, geeignete Regeneriersalztabletten und ein Abwasseranschluss benötigt. Die Regeneration muss zur Wasseranalyse und zur tatsächlichen Belastung passen. Je höher Ammonium, Härte, Eisen oder Mangan sind, desto stärker wird die Anlage belastet.

Ecomix und Wasserhärte

Ecomix reduziert nicht nur Ammonium, sondern enthärtet das Wasser auch sehr stark. In der Praxis entsteht dadurch nahezu 0 °dH. Das muss bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Ein Verschnitt mit Rohwasser ist bei Brunnenwasser mit Eisen, Mangan oder Ammonium meist nicht sinnvoll, weil über den Verschnitt genau die unerwünschten Rohwasserbestandteile wieder in das aufbereitete Wasser gelangen würden. Bei hoher Rohwasserhärte können außerdem die laufenden Salzkosten deutlich steigen, weil die Anlage immer vollständig enthärtet.

Ammonium mit Eisen und Mangan

Filtration Wasseraufbereitung
 

Ammonium tritt im Brunnenwasser häufig nicht allein auf. Wenn gleichzeitig Eisen und Mangan erhöht sind, muss die Verfahrensauswahl sorgfältig geprüft werden. Ecomix kann mehrere dieser Parameter gemeinsam behandeln, ist aber nicht in jedem Fall die wirtschaftlichste oder technisch sinnvollste Lösung.

Bei bestimmten Wasserwerten kann auch eine Greensand-Anlage sinnvoll sein, weil Greensand neben Eisen und Mangan Ammonium teilweise mit reduzieren kann. Ob das ausreicht, hängt von Ammoniumwert, Eisen- und Manganbelastung, pH-Wert, Durchfluss, Zielqualität und Kapazität ab.

pH-Wert und Vorbehandlung

Der pH-Wert beeinflusst viele Aufbereitungsverfahren im Brunnenwasser. Bei niedrigem pH-Wert können Enteisenung, Entmanganung und andere Filterprozesse schlechter funktionieren. Außerdem kann saures Wasser Korrosion in Leitungen und Armaturen fördern.

Wenn der pH-Wert zu niedrig ist, sollte eine pH-Wert-Anhebung vor der eigentlichen Filteranlage geprüft werden. Das gilt besonders, wenn neben Ammonium auch Eisen und Mangan entfernt werden sollen.

Trinkwasser, Brauchwasser und Gartenwasser

Bei Trinkwassernutzung muss die gesamte Wasseranalyse bewertet werden. Ammonium allein reicht für eine technische und hygienische Beurteilung nicht aus. Besonders Nitrit, Nitrat, Keime, pH-Wert, organische Belastung, Eisen, Mangan und Trübung sind relevant.

Bei Brauchwasser oder Gartenwasser können die Anforderungen niedriger sein. Trotzdem kann Ammonium auf eine Belastungsquelle hinweisen, die technisch und hygienisch bewertet werden sollte. Für Tiertränken, Lebensmittelbereiche oder sensible Anwendungen gelten wiederum höhere Anforderungen als für reine Bewässerung.

Keime und UV-Anlagen

Eine Ammonium-Filteranlage ist keine Desinfektionsanlage. Sie reduziert Ammonium und je nach Verfahren weitere Wasserinhaltsstoffe, tötet aber keine Keime ab. Wenn in der Wasseranalyse Keime nachgewiesen wurden, kann nach geeigneter Vorfiltration zusätzlich eine UV-Anlage für Brunnenwasser erforderlich sein.

Die UV-Anlage wird in der Regel am Ende der Wasseraufbereitung installiert. Vorher müssen Trübstoffe, Eisen, Mangan und andere störende Stoffe soweit reduziert werden, dass die UV-Desinfektion zuverlässig arbeiten kann.

Kontrolle der Wasserwerte

Für den laufenden Betrieb sind Messbestecke zur Wasseranalyse hilfreich. Sie können einzelne Werte wie Eisen, Mangan, Nitrat, pH-Wert oder Härte kontrollieren. Für Ammonium und mikrobiologische Parameter ist jedoch häufig eine Laboranalyse sinnvoll.

Gerade bei Trinkwassernutzung sollte die Wasserqualität regelmäßig überprüft werden. Brunnenwasser kann saisonal schwanken. Eine Anlage, die bei einer Analyse passend erscheint, muss bei veränderten Rohwasserwerten eventuell neu bewertet oder anders eingestellt werden.

Grenzen der Ammoniumentfernung

Eine Ammonium-Filteranlage ersetzt keine Ursachenprüfung. Wenn Ammonium durch Abwasser, Undichtigkeiten, organische Belastung oder landwirtschaftliche Einträge verursacht wird, sollte auch der Brunnenzustand und das Umfeld betrachtet werden.

Außerdem ist die Ammoniumreduzierung abhängig von Rohwasserwert und Begleitstoffen. Bei hohen Ammoniumwerten, organischer Belastung, Keimen, niedrigem pH-Wert oder gleichzeitig hohen Eisen- und Manganwerten kann eine einzelne Anlage nicht automatisch alle Anforderungen erfüllen. Dann müssen mehrere Aufbereitungsstufen oder eine Brunnenprüfung berücksichtigt werden.

Angaben für die Auslegung

Für eine belastbare Auswahl einer Ammonium-Filteranlage sind folgende Angaben erforderlich:

  • vollständige Wasseranalyse
  • Ammoniumwert im Rohwasser
  • Nitrit- und Nitratwert
  • Eisen- und Manganwert
  • pH-Wert
  • Trübung und organische Belastung
  • mikrobiologischer Befund, sofern vorhanden
  • Nutzung als Trinkwasser, Brauchwasser, Gartenwasser, Tiertränke oder Prozesswasser
  • gewünschter maximaler Durchfluss
  • Tagesmenge und Verbrauchsspitzen
  • vorhandener Wasserdruck und Pumpenleistung
  • vorhandener Abwasseranschluss für Regeneration und Rückspülung
  • Platzverhältnisse am Aufstellort
  • gewünschte Zielqualität nach der Aufbereitung

Ohne vollständige Wasseranalyse lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Ecomix, Greensand oder eine Kombination mehrerer Verfahren sinnvoll ist. Ohne Durchfluss, Tagesmenge und Pumpenleistung kann die Anlagengröße nicht belastbar ausgewählt werden.
 

Häufige Fragen zu Ammonium-Filteranlagen

Ammonium Brunnenwasseraufbereitung

Wann brauche ich eine Ammonium-Filteranlage?

Eine Ammonium-Filteranlage wird benötigt, wenn Brunnenwasser erhöhte Ammoniumwerte aufweist und für die gewünschte Nutzung aufbereitet werden soll. Bei Trinkwasser ist der Grenzwert von 0,5 mg/l zu beachten.

Wie wird Ammonium aus Brunnenwasser entfernt?

Ammonium kann je nach Verfahren über spezielle Filter- oder Ionenaustauschmaterialien reduziert werden. In dieser Kategorie stehen vor allem Ecomix-Anlagen im Vordergrund, die Ammonium zusammen mit weiteren Wasserproblemen behandeln können.

Entfernt Ecomix Ammonium vollständig?

Nicht pauschal. Auf der Seite wird eine Reduzierung bis etwa 90 % genannt. Der tatsächliche Wert hängt von Rohwasseranalyse, Ammoniumgehalt, Begleitstoffen, Durchfluss, Regeneration und Betriebsbedingungen ab.

Bis zu welchem Ammoniumwert ist Ecomix sinnvoll?

Auf der Seite wird genannt, dass ein Rohwasserwert von 4 mg/l Ammonium nicht überschritten werden sollte. Bei höheren Werten muss die Aufbereitung gesondert geprüft werden.

Entfernt Ecomix auch Eisen und Mangan?

Ja, Ecomix kann je nach Wasseranalyse auch Eisen und Mangan reduzieren. Ob das im konkreten Fall ausreicht, hängt von Eisenwert, Manganwert, pH-Wert, Durchfluss und gewünschter Zielqualität ab.

Enthärtet Ecomix das Wasser?

Ja. Ecomix enthärtet das Wasser sehr stark und erzeugt praktisch 0 °dH. Ein Verschnitt mit Rohwasser ist bei Ammonium-, Eisen- oder Manganbelastung meist nicht sinnvoll, weil dadurch Rohwasserbestandteile wieder zugemischt würden.

Wird für die Regeneration Salz benötigt?

Ja. Ecomix-Anlagen regenerieren mit Salztabletten. Dafür werden ein Solebehälter und ein geeigneter Abwasseranschluss benötigt.

Kann Greensand auch Ammonium reduzieren?

Greensand kann Ammonium je nach Wasserwerten etwas mit reduzieren. Die Hauptaufgabe von Greensand ist jedoch die Enteisenung und Entmanganung. Ob Greensand allein ausreicht, muss anhand der vollständigen Wasseranalyse geprüft werden.

Warum ist Nitrit bei Ammonium wichtig?

Ammonium kann unter bestimmten Bedingungen mikrobiologisch zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit ist bei Trinkwasser besonders kritisch. Deshalb sollten bei erhöhtem Ammonium immer auch Nitrit, Nitrat und mikrobiologische Werte betrachtet werden.

Ist eine Ammonium-Filteranlage eine vollständige Brunnenwasseraufbereitung?

Nein. Sie behandelt gezielt Ammonium und je nach Verfahren weitere Stoffe. Eisen, Mangan, Trübung, niedriger pH-Wert, Nitrat, Nitrit oder Keime müssen separat bewertet und gegebenenfalls mit weiteren Verfahren behandelt werden.

Wann ist zusätzlich eine UV-Anlage erforderlich?

Eine UV-Anlage ist erforderlich oder sinnvoll, wenn Keime nachgewiesen wurden oder eine mikrobiologische Absicherung gewünscht ist. Sie wird nach der Filtration und nach den eigentlichen Aufbereitungsstufen eingebaut.

Welche Angaben werden für eine Empfehlung benötigt?

Benötigt werden vollständige Wasseranalyse, Ammoniumwert, Nitrit, Nitrat, Eisen, Mangan, pH-Wert, Trübung, mikrobiologische Befunde, Nutzung, Durchfluss, Tagesmenge, Pumpenleistung, Abwasseranschluss und Einbausituation.