pH Neutralisationsanlagen

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Neutralisationsanlagen

pH Neutralisationsanlagen für Abwasser

Neutralisationsanlagen werden eingesetzt, wenn saure oder alkalische Abwässer vor der Einleitung in die Kanalisation auf einen zulässigen pH-Wert gebracht werden müssen. Typische Einsatzbereiche sind Industrie, Gewerbe, Labore, Galvanik, Chemie, Flaschenspülwasser und andere Anwendungen mit schwankenden pH-Werten.

In dieser Kategorie finden Sie Neutralisationsanlagen für unterschiedliche Abwassermengen und Betriebsweisen: von der Durchlauf-Neutralisationsanlage für saure Abwässer bis zur Chargen-Neutralisationsanlage für saure und alkalische Abwässer. Passendes Zubehör für Neutralisationsanlagen ist ebenfalls erhältlich.



Chargen Neutralisationsanlage für max. 2.000 l/h - für saure und alkalische Abwässer

Chargen Neutralisationsanlage für max. 2.000 l/h - für saure und alkalische Abwässer

EUR 46.086,32
Preis netto: EUR 38.728,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Chargen Neutralisationsanlage für max. 8.000 l/h - für saure und alkalische Abwässer

Chargen Neutralisationsanlage für max. 8.000 l/h - für saure und alkalische Abwässer

EUR 67.413,50
Preis netto: EUR 56.650,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Durchlauf Neutralisationsanlage für max. 2.500 l/h - für saure Abwässer

Durchlauf Neutralisationsanlage für max. 2.500 l/h - für saure Abwässer

EUR 2.302,65
Preis netto: EUR 1.935,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Neutralisationsanlagen richtig auslegen

Neutralisationsanlagen

Wann eine Neutralisationsanlage erforderlich ist

Eine Neutralisationsanlage ist erforderlich, wenn Abwasser nicht direkt in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet werden darf, weil der pH-Wert außerhalb des zulässigen Bereichs liegt. Das betrifft sowohl saure als auch alkalische Abwässer. Je nach Herkunft des Abwassers können Menge, pH-Wert, Temperatur, Inhaltsstoffe und Schwankungen stark variieren.

Die Aufgabe der Anlage besteht darin, das Abwasser kontrolliert zu erfassen, den pH-Wert zu messen und durch Dosierung von Säure oder Lauge in den vorgegebenen Grenzwertbereich zu bringen. Erst wenn der pH-Wert im zulässigen Bereich liegt, wird das neutralisierte Abwasser abgeführt.

Durchlaufanlage oder Chargenanlage

Bei der Auswahl ist zu unterscheiden, ob das Abwasser kontinuierlich im Durchlauf neutralisiert werden kann oder ob eine Chargenbehandlung erforderlich ist. Eine Durchlaufanlage eignet sich vor allem für saure Abwässer mit vergleichsweise gut abschätzbarer Belastung und passender Durchflussmenge. Hier erfolgt die Neutralisation während des Durchströmens der Anlage.

Eine Chargen-Neutralisationsanlage arbeitet dagegen mit einem Neutralisationsbehälter. Das Abwasser wird gesammelt, unter ständiger pH-Wert-Erfassung umgewälzt und durch Dosierung von Säure oder Lauge neutralisiert. Erst nach Erreichen des eingestellten pH-Bereichs wird abgepumpt. Wenn sich der pH-Wert während des Abpumpens durch nachströmendes Abwasser wieder verändert, schaltet die Anlage zurück in den Regelbetrieb.

pH-Wert-Erfassung und Dokumentation

Für viele gewerbliche und industrielle Anwendungen reicht eine einfache pH-Korrektur ohne Dokumentation nicht aus. Entscheidend ist, dass der pH-Wert zuverlässig erfasst, überwacht und bei Bedarf dokumentiert wird. Das ist besonders dann wichtig, wenn behördliche Vorgaben einzuhalten sind oder der Betreiber die Einleitwerte nachvollziehbar nachweisen muss.

Unsere Neutralisationsanlagen können mit moderner Steuerungs- und Regeltechnik ausgestattet werden. Die pH-Werte bei der Einleitung lassen sich digital aufzeichnen und können als Dokumentation gegenüber Behörden oder internen Verantwortlichen genutzt werden.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Für die Auslegung einer Neutralisationsanlage reicht die maximale Abwassermenge allein nicht aus. Entscheidend ist, wie stark sauer oder alkalisch das Abwasser ist, wie schnell der pH-Wert schwankt und welche Chemikalien zur Neutralisation eingesetzt werden sollen.

Wichtige Angaben für die Auslegung sind:

  • Abwassermenge pro Stunde und pro Tag
  • Minimaler und maximaler pH-Wert
  • Art des Abwassers und Herkunft der Belastung
  • Saure, alkalische oder wechselnde Abwasserströme
  • Temperatur des Abwassers
  • Gewünschter pH-Grenzbereich bei der Einleitung
  • Vorhandener Abwasseranschluss
  • Platzverhältnisse am Aufstellort
  • Erforderliche Dokumentation und behördliche Vorgaben
  • Vorhandene Chemikalienlagerung oder gewünschte Dosierchemikalien

Neutralisation als Teil der Abwasserbehandlung

Eine Neutralisationsanlage korrigiert den pH-Wert. Sie ersetzt jedoch nicht automatisch andere Behandlungsstufen. Wenn das Abwasser zusätzlich Feststoffe, Trübstoffe, Schwermetalle, organische Belastungen, Öl, Fett oder adsorbierbare Stoffe enthält, müssen weitere Verfahren geprüft werden.

Je nach Aufgabenstellung können vorgeschaltete oder nachgeschaltete Kiesfilteranlagen, Aktivkohlefilter, Absetzbehälter, Dosiertechnik oder andere Abwasserbehandlungsstufen erforderlich sein. Die Neutralisation ist damit häufig ein zentraler, aber nicht immer der einzige Behandlungsschritt.

Kundenspezifische Planung

Abwasserneutralisation ist häufig anlagenspezifisch. Besonders bei industriellen Prozessen, Laborabwasser, Galvanik, chemischer Produktion oder wechselnden Abwasserströmen sollte die Anlage nicht nur nach Nenndurchfluss ausgewählt werden. Abwasserzusammensetzung, pH-Verlauf, Einleitgrenzwerte, Betriebszeiten und Platzverhältnisse müssen zur Anlagentechnik passen.

Neben Standardanlagen können Neutralisationsanlagen auch kundenspezifisch geplant und an vorhandene Abwassermengen, Aufstellbedingungen und Dokumentationsanforderungen angepasst werden. Je nach Anwendung wird dabei auch die passende Dosierung von Säure, Lauge oder weiteren Chemikalien berücksichtigt.
 

Häufige Fragen zu Neutralisationsanlagen

FAQ Neutralisationsanlagen

Was macht eine Neutralisationsanlage?

Eine Neutralisationsanlage korrigiert den pH-Wert von saurem oder alkalischem Abwasser. Dazu wird der pH-Wert gemessen und durch Dosierung von Lauge oder Säure in den vorgegebenen Grenzbereich gebracht.

Wann brauche ich eine Neutralisationsanlage?

Eine Neutralisationsanlage wird benötigt, wenn Abwasser vor der Einleitung in die Kanalisation einen zulässigen pH-Bereich einhalten muss. Das betrifft zum Beispiel Laborabwasser, Industrieabwasser, Galvanik, chemische Prozesse oder Reinigungs- und Spülabwässer.

Was ist der Unterschied zwischen Durchlauf- und Chargen-Neutralisation?

Bei einer Durchlaufanlage wird das Abwasser während des Durchströmens neutralisiert. Bei einer Chargenanlage wird das Abwasser zunächst in einem Behälter gesammelt, umgewälzt, gemessen und erst nach Erreichen des eingestellten pH-Bereichs abgepumpt. Chargenanlagen sind besonders sinnvoll bei schwankenden pH-Werten oder wechselnden Abwasserströmen.

Können saure und alkalische Abwässer behandelt werden?

Ja, je nach Anlagentyp können saure und alkalische Abwässer neutralisiert werden. Für saure Abwässer wird in der Regel Lauge dosiert, für alkalische Abwässer Säure. Bei wechselnden Abwasserströmen muss die Anlage entsprechend ausgelegt und geregelt werden.

Reicht die Neutralisation für die Einleitung aus?

Nicht immer. Eine Neutralisationsanlage stellt den pH-Wert ein. Wenn zusätzlich Feststoffe, Schwermetalle, organische Belastungen, Öl, Fett oder andere Stoffe enthalten sind, können weitere Behandlungsschritte erforderlich sein. Die Anforderungen hängen vom Abwasser und den behördlichen Vorgaben ab.

Welche Angaben werden für die Auslegung benötigt?

Benötigt werden vor allem Abwassermenge, minimaler und maximaler pH-Wert, Abwasserart, Temperatur, Betriebszeiten, gewünschter Grenzwertbereich, vorhandene Anschlüsse, Platzverhältnisse und Anforderungen an die pH-Dokumentation.

Können pH-Werte dokumentiert werden?

Ja, bei entsprechenden Anlagen können die pH-Werte digital aufgezeichnet werden. Unsere digitalen Schreiber sind vom Abwasseramt zugelassen. Das ist sinnvoll, wenn Einleitwerte gegenüber Behörden oder intern dokumentiert werden müssen.

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