Membranelemente
Membranelemente für Membrananlagen
Membranelemente sind die zentrale Trennstufe in Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen. Sie bestimmen maßgeblich Permeatleistung, Salzrückhaltung, Ausbeute, Betriebsdruck und erreichbare Wasserqualität.
In dieser Kategorie finden Sie Membranelemente verschiedener Hersteller und Baugrößen, unter anderem für 2540-, 4021-, 4040- und 8040-Druckrohre. Passende Druckrohre und Membrangehäuse, Zubehör und Ersatzteile für Umkehrosmoseanlagen sowie komplette Umkehrosmoseanlagen sind ebenfalls erhältlich.
EUR 976,63
UVP EUR 1.086,23
Sie sparen 10.1% (EUR 109,60)
Preis netto: EUR 820,70
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
Membranelemente richtig auswählen
Aufgabe eines Membranelements
Ein Membranelement trennt Wasser unter Druck in Permeat und Konzentrat. Das Permeat ist der aufbereitete Wasseranteil, das Konzentrat enthält die zurückgehaltenen Salze und Inhaltsstoffe in höherer Konzentration. Die Membran ist damit das eigentliche Funktionselement der Umkehrosmoseanlage.
Die Auswahl des passenden Membranelements beeinflusst nicht nur die Wasserqualität, sondern auch Energieverbrauch, Abwassermenge, Vorbehandlung, Betriebsdruck und Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage. Ein Austausch sollte deshalb nicht nur nach Baugröße erfolgen.
Membrangröße und Druckrohr
Gängige Membrangrößen sind 2540, 4021, 4040 und 8040. Die ersten beiden Ziffern beschreiben den ungefähren Durchmesser, die letzten beiden die ungefähre Länge des Membranelements in Zoll. Ein 4040-Element hat also etwa 4 Zoll Durchmesser und 40 Zoll Länge.
Das Membranelement muss mechanisch zum vorhandenen Druckrohr passen. Zusätzlich müssen Permeatadapter, Dichtungen, Brinedichtung, Elementanzahl, Flussrichtung und Anlagenhydraulik stimmen. Ein Membranelement gleicher Baugröße ist daher nicht automatisch mit jeder Anlage kompatibel.
Niederdruck-, Brackwasser- und Seewassermembranen
Niederdruckmembranen werden eingesetzt, wenn bei geeignetem Rohwasser mit reduziertem Betriebsdruck gearbeitet werden soll. Sie können helfen, Energie zu sparen, sind aber nicht für jede Wasserqualität oder jeden Zielwert geeignet.
Brackwassermembranen sind für salzhaltigeres Rohwasser und höhere Rückhalteanforderungen ausgelegt. Seewassermembranen benötigen in der Regel deutlich höhere Betriebsdrücke und sind für Wasser mit sehr hoher Salzbelastung vorgesehen. Welche Membran passt, hängt von Rohwasseranalyse, gewünschter Permeatqualität, Druckbereich und Anlagenaufbau ab.
Nanofiltrationsmembranen
In der Produktliste sind auch Nanofiltrationsmembranen erhältlich. Nanofiltrationsanlagen arbeiten selektiver als Umkehrosmoseanlagen. Sie reduzieren vor allem mehrwertige Ionen, Härtebildner und größere organische Moleküle, erzeugen aber keine Reinstwasserqualität.
Nanofiltrationsmembranen dürfen nicht ohne technische Prüfung gegen Umkehrosmosemembranen ausgetauscht werden. Rückhalterate, Betriebsdruck, Ausbeute, Permeatqualität und Konzentratführung unterscheiden sich deutlich.
High-Purity-Water-Elemente
High-Purity-Water-Elemente werden eingesetzt, wenn eine besonders niedrige Leitfähigkeit oder eine hohe Permeatqualität erreicht werden soll. Das betrifft zum Beispiel Vorstufen für Reinstwasser, Laborwasser, Prozesswasser oder technische Anwendungen mit hoher Anforderung an die Wasserqualität.
Eine Umkehrosmose allein ist jedoch keine vollständige Reinstwasserstufe. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten können nachgeschaltete Verfahren wie Reinstwassererzeugung mit EDI oder Mischbetttechnik erforderlich sein.
Schmutzwasser- und Spezialmembranen
Für belastetere Wässer können spezielle Schmutzwasser- oder Fouling-resistentere Membranelemente eingesetzt werden. Sie sind auf robustere Betriebsbedingungen ausgelegt, ersetzen aber keine notwendige Vorbehandlung.
Eisen, Mangan, Trübstoffe, Öl, Biofilm, organische Belastungen oder hohe Feststofffrachten können Membranen stark belasten. In solchen Fällen müssen Vorfiltration, Enteisenung, Enthärtung, Antiscalant-Dosierung, Aktivkohle oder andere Vorbehandlungen geprüft werden.
Rohwasseranalyse und Vorbehandlung
Die Rohwasseranalyse ist entscheidend für die Membranauswahl. Wichtige Werte sind Leitfähigkeit, Härte, pH-Wert, Eisen, Mangan, Silikat, Chlorid, Sulfat, Nitrat, Trübung, TOC, Temperatur und mikrobiologische Belastung. Ohne diese Werte lässt sich nicht belastbar bewerten, welche Membran dauerhaft zuverlässig arbeitet.
Bei Stadtwasser kann eine Umkehrosmoseanlage oft gut betrieben werden, wenn Vorfilter, Enthärtung oder Antiscalant richtig ausgelegt sind. Bei Brunnenwasser ist die Prüfung deutlich wichtiger, weil Eisen, Mangan, Trübstoffe, organische Stoffe oder Keime die Membranleistung beeinträchtigen können.
Permeatleistung, Druck und Ausbeute
Die Permeatleistung eines Membranelements hängt von Rohwasserqualität, Temperatur, Betriebsdruck, Verschmutzungszustand und Anlagenausbeute ab. Herstellerangaben beziehen sich auf definierte Testbedingungen und lassen sich nicht ohne Korrektur auf jede Anlage übertragen.
Ein höherer Druck kann die Permeatleistung erhöhen, ist aber nicht automatisch die richtige Lösung. Druckrohr, Pumpe, Membran, Vorbehandlung und Konzentratführung müssen dafür ausgelegt sein. Auch die Ausbeute muss zur Wasseranalyse passen, da bei zu hoher Aufkonzentrierung Scaling oder Fouling entstehen kann.

Membranwechsel und Standzeit
Ein Membranwechsel wird erforderlich, wenn Permeatleistung, Leitfähigkeit, Salzrückhaltung oder Betriebssicherheit nicht mehr passen. Typische Hinweise sind sinkende Permeatleistung, steigender Differenzdruck, schlechtere Permeatqualität oder häufigere Reinigungsintervalle.
Die Standzeit hängt stark von Rohwasserqualität, Vorbehandlung, Betriebszeit, Reinigung, Stillstand, Temperatur und Anlagenbetrieb ab. In vielen Anwendungen kann eine Membran mehrere Jahre betrieben werden. Eine pauschale Lebensdauer ist jedoch nicht belastbar.
Membranreiniger und Reinigung
Wenn die Membranleistung nachlässt, sollte zunächst geprüft werden, welche Art von Verschmutzung vorliegt. Mineralische Ablagerungen, organisches Fouling, Biofilm, Kolloide oder Eisenablagerungen benötigen unterschiedliche Reinigungsstrategien.
Passende Umkehrosmose-Membranreiniger können helfen, Membranen zu reinigen und die Leistung teilweise wiederherzustellen. Eine falsche Reinigung kann jedoch wirkungslos sein oder die Membran zusätzlich belasten. Deshalb sollten Betriebsdaten und Verschmutzungsursache bewertet werden.
Auswahl nach Hersteller und Typ
Membranelemente verschiedener Hersteller können sich trotz gleicher Baugröße deutlich unterscheiden. Rückhalterate, Permeatleistung, Druckbedarf, Feed Spacer, Fouling-Verhalten, pH-Beständigkeit und Reinigbarkeit können abweichen.
Wenn ein bestehendes Membranelement ersetzt werden soll, ist die genaue Typenbezeichnung wichtig. Alternativ kann geprüft werden, ob ein anderer Membrantyp technisch sinnvoll ist. Ein Wechsel kann Abwasser, Stromverbrauch oder Vorbehandlungskosten reduzieren, muss aber zur vorhandenen Anlage passen.
Angaben für die Auswahl
Für die Auswahl eines passenden Membranelements sind folgende Angaben hilfreich:
- vorhandener Membrantyp und Hersteller
- Membrangröße, zum Beispiel 2540, 4021, 4040 oder 8040
- Anzahl der Membranen und Anlagenkonfiguration
- vorhandenes Druckrohr und Druckstufe
- Anwendung: Umkehrosmose, Nanofiltration oder Spezialanwendung
- aktuelle Rohwasseranalyse
- vorhandene Voraufbereitung
- gewünschte Permeatleistung
- gewünschte Permeatqualität bzw. Leitfähigkeit
- Pumpendruck und Betriebsdruck
- Ausbeute bzw. Konzentratmenge
- Wassertemperatur
- Betriebszeiten und Stillstandszeiten
- bisherige Probleme wie Scaling, Fouling, Biofilm oder Leistungsabfall
- Fotos von Typenschild, Membranetikett, Druckrohr und Anlage
Wenn der vorhandene Membrantyp nicht bekannt ist, sollten Fotos von Membranetikett, Druckrohr und Anlagenaufbau geprüft werden. So lässt sich vermeiden, dass ein mechanisch passendes, aber verfahrenstechnisch falsches Element ausgewählt wird.
Häufige Fragen zu Membranelementen
Was ist ein Membranelement?
Ein Membranelement ist die zentrale Trennstufe einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage. Es trennt das Wasser unter Druck in Permeat und Konzentrat und reduziert dabei gelöste Stoffe je nach Membrantyp.
Was bedeutet 2540, 4040 oder 8040?
Diese Bezeichnungen beschreiben die Baugröße des Membranelements. Die ersten beiden Ziffern stehen für den ungefähren Durchmesser, die letzten beiden für die ungefähre Länge in Zoll. Ein 8040-Element hat etwa 8 Zoll Durchmesser und 40 Zoll Länge.
Kann ich jede 4040-Membran in jede 4040-Anlage einbauen?
Nein. Die Baugröße muss passen, aber auch Membrantyp, Druckbereich, Permeatadapter, Dichtung, Anlagenhydraulik, Vorbehandlung und gewünschte Wasserqualität müssen stimmen. Ein Austausch sollte technisch geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Niederdruckmembran und Brackwassermembran?
Niederdruckmembranen sind auf geringeren Betriebsdruck und Energieeinsparung ausgelegt. Brackwassermembranen sind für höhere Salzbelastungen und höhere Rückhalteanforderungen vorgesehen. Welche Membran passt, hängt von Rohwasser und Zielqualität ab.
Wann brauche ich eine Seewassermembran?
Eine Seewassermembran wird bei sehr hoher Salzbelastung eingesetzt. Sie benötigt in der Regel deutlich höhere Betriebsdrücke als Niederdruck- oder Brackwassermembranen. Druckrohr, Pumpe und Anlagenaufbau müssen dafür ausgelegt sein.
Kann ich eine Nanofiltrationsmembran statt einer Umkehrosmosemembran einsetzen?
Nicht ohne technische Prüfung. Nanofiltration und Umkehrosmose haben unterschiedliche Rückhalteraten, Betriebsdrücke und Zielqualitäten. Der Austausch kann Permeatqualität, Ausbeute und Anlagenbetrieb stark verändern.
Wann muss ein Membranelement gewechselt werden?
Ein Membranelement sollte gewechselt werden, wenn Permeatleistung, Salzrückhaltung oder Wasserqualität nicht mehr ausreichen oder wenn Reinigung keine ausreichende Verbesserung bringt. Auch mechanische Schäden oder dauerhafte Verblockung können einen Austausch erforderlich machen.
Wie lange hält eine Umkehrosmosemembran?
Die Standzeit hängt von Rohwasserqualität, Vorbehandlung, Betriebszeit, Reinigung und Stillstand ab. In vielen Anwendungen sind mehrere Jahre möglich, aber eine pauschale Lebensdauer ist nicht belastbar.
Warum reicht die Herstellerleistung nicht für die Auslegung?
Herstellerdaten beziehen sich auf definierte Testbedingungen. In der realen Anlage beeinflussen Temperatur, Rohwasserqualität, Druck, Ausbeute, Verschmutzung und Vorbehandlung die tatsächliche Permeatleistung.
Welche Vorbehandlung ist vor Membranen wichtig?
Das hängt vom Rohwasser ab. Häufig relevant sind Vorfilter, Enthärtung, Antiscalant-Dosierung, Aktivkohle, Enteisenung, Entmanganung oder pH-Wert-Korrektur. Eisen, Mangan, Trübung, Organik und Biofilm können Membranen stark belasten.
Kann eine Membran gereinigt werden?
Ja, je nach Verschmutzung kann eine Membran chemisch gereinigt werden. Der passende Reiniger hängt davon ab, ob mineralische Ablagerungen, organisches Fouling, Biofilm oder andere Beläge vorliegen. Nicht jede verschmutzte Membran lässt sich vollständig regenerieren.
Welche Angaben werden für eine technische Rückfrage benötigt?
Hilfreich sind vorhandener Membrantyp, Baugröße, Hersteller, Anlagenkonfiguration, Rohwasseranalyse, Voraufbereitung, Permeatleistung, Betriebsdruck, Ausbeute, Permeatqualität und Fotos von Membranetikett, Druckrohr und Anlage.
WHGFachbetrieb





































