Umkehrosmose Membranreiniger

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Umkehrosmose Membranreiniger

Membranreiniger für Umkehrosmoseanlagen

Membranreiniger werden eingesetzt, wenn Membranelemente in Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen durch Ablagerungen, Biofilm, organische Stoffe, Metalle, Calciumcarbonat oder Feststoffe belastet sind. Die richtige Reinigungschemikalie hängt von der Art der Verschmutzung, dem Membrantyp und den Betriebsdaten der Anlage ab.

In dieser Kategorie finden Sie saure, alkalische, biofilmlösende und Mehrkomponenten-Membranreiniger für Umkehrosmoseanlagen. Passende Membranelemente, Druckrohre und Membrangehäuse, VE-Wasser und weiteres Zubehör für Umkehrosmoseanlagen sind ebenfalls erhältlich.



Alkalischer Membranreiniger<br>RoClean L212<br>20 kg Kanister

Alkalischer Membranreiniger
RoClean L212
20 kg Kanister

EUR 197,78
Preis netto: EUR 166,20

EUR 9,89 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Saurer Membranreiniger<br>RoClean L403<br>20 kg Kanister

Saurer Membranreiniger
RoClean L403
20 kg Kanister

EUR 197,78
Preis netto: EUR 166,20

EUR 9,89 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Bioflim Membranreiniger<br>Kuriverter IK-220<br>20kg Kanister

Bioflim Membranreiniger
Kuriverter IK-220
20kg Kanister

EUR 141,37
Preis netto: EUR 118,80

EUR 7,07 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mehrkomponenten Membranreiniger<br>RoClean P111

Mehrkomponenten Membranreiniger
RoClean P111

EUR 527,79
Preis netto: EUR 443,52

EUR 26,39 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Saurer Membranreiniger<br>RoClean L504

Saurer Membranreiniger
RoClean L504

EUR 398,84
Preis netto: EUR 335,16

EUR 19,94 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Membranreiniger richtig auswählen

Umkehrosmosemembrane

Warum Membranen gereinigt werden müssen

Membranelemente verlieren im Betrieb mit der Zeit an Leistung. Ursachen können mineralische Ablagerungen, organisches Fouling, Biofilm, Kolloide, Metallablagerungen oder Feststoffe sein. Dadurch sinkt die Permeatleistung, der Differenzdruck steigt oder die Permeatqualität verschlechtert sich.

Eine Membranreinigung kann helfen, Ablagerungen zu lösen und die Anlagenleistung wieder zu verbessern. Sie ersetzt jedoch keine Ursachenprüfung. Wenn die gleiche Verschmutzung nach kurzer Zeit erneut auftritt, müssen Rohwasserqualität, Vorbehandlung, Ausbeute, Betriebsweise und Stillstandszeiten geprüft werden.

Saure Membranreiniger

Saure Membranreiniger werden eingesetzt, wenn mineralische Ablagerungen oder Metallablagerungen entfernt werden sollen. Typische Anwendungen sind Calciumcarbonat, Eisen, Metalloxide oder andere anorganische Beläge.

Auf der Seite werden unter anderem saure Membranreiniger für Metallablagerungen und Calciumcarbonat angeboten. Ob ein saurer Reiniger geeignet ist, hängt von Membrantyp, pH-Beständigkeit, Belagart, Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit ab. Die Produktdatenblätter und Anwendungshinweise müssen beachtet werden.

Alkalische Membranreiniger

Alkalische Membranreiniger werden häufig bei organischen Belastungen, Biofilm, biologischen Ablagerungen und Feststoffen eingesetzt. Sie können helfen, organische Beläge zu lösen und Partikel zu dispergieren.

Auf der Seite wird ein alkalischer Membranreiniger für Biofilm und Feststoffe geführt. Bei starkem Biofouling kann jedoch eine einmalige Reinigung nicht ausreichen. Dann müssen auch Ursachen wie unzureichende Vorfiltration, lange Stillstandszeiten, Nährstoffeintrag, ungeeignete Konservierung oder fehlende Desinfektionsstrategie geprüft werden.

Biofilm- und Mehrkomponentenreiniger

Biofilmlösende Reiniger werden eingesetzt, wenn mikrobiologische Beläge oder schleimige Ablagerungen auf der Membran vermutet werden. Sie können Biofilm aufbrechen und die Ablösung von organischen Belägen unterstützen.

Mehrkomponentenreiniger sind für komplexere Verschmutzungen vorgesehen, bei denen mehrere Belastungsarten gleichzeitig auftreten können. Auf der Seite wird ein Mehrkomponenten-Membranreiniger für Biologie, Huminsäure, Organik und Kolloide genannt. Solche Anwendungen sollten anhand der Betriebsdaten und der Wasseranalyse bewertet werden.

Verschmutzungsart richtig erkennen

Die Auswahl des Reinigers sollte nicht nach Vermutung erfolgen. Wichtige Hinweise liefern Anlagenwerte wie Permeatleistung, Leitfähigkeit, Differenzdruck, Druckverlust, Ausbeute, Konzentratverhalten und zeitlicher Verlauf der Störung.

Ein steigender Differenzdruck spricht häufig für Partikel, Kolloide oder Biofilm. Eine sinkende Permeatleistung bei relativ stabiler Salzrückhaltung kann auf Scaling oder Fouling hindeuten. Eine schlechtere Permeatqualität kann auf Membranschädigung, Leckage, Dichtungsproblem oder starke Belagbildung hinweisen. Die genaue Ursache muss technisch bewertet werden.

Reinigung mit VE-Wasser

Die auf der Seite genannten Reinigungschemikalien sind hoch konzentriert und werden vor der Anwendung mit VE-Wasser verdünnt. Dafür sollte geeignetes demineralisiertes oder vollentsalztes Wasser verwendet werden, damit keine zusätzlichen Härtebildner, Salze oder Verunreinigungen in die Membranreinigung eingebracht werden.

Die Ansatzkonzentration, Temperatur, pH-Wert, Umwälzzeit, Spülung und Entsorgung richten sich nach Produktdatenblatt, Membrantyp und Anlagenzustand. Eine falsche Verdünnung kann die Reinigungswirkung verschlechtern oder Membranen und Anlagenteile belasten.

Ablauf einer Membranreinigung

Eine Membranreinigung erfolgt in der Regel über einen Reinigungskreislauf. Die Reinigungslösung wird angesetzt, über die Membranstufe umgewälzt und nach einer definierten Einwirk- bzw. Umlaufzeit wieder ausgespült. Je nach Verschmutzung können mehrere Reinigungsschritte notwendig sein, zum Beispiel erst alkalisch und anschließend sauer oder umgekehrt.

Die Reihenfolge hängt von der Belagart ab. Organische Beläge, Biofilm und Feststoffe werden anders behandelt als mineralische Ablagerungen. Zwischen unterschiedlichen Reinigern muss ausreichend gespült werden. Chemikalien dürfen nicht unkontrolliert gemischt werden.

Materialverträglichkeit und Membrantyp

Nicht jeder Reiniger ist für jede Membran geeignet. Membranelemente unterscheiden sich in pH-Beständigkeit, Temperaturbeständigkeit, Chlorbeständigkeit, Dichtungen, Klebstoffen und Feed-Spacer-Ausführung. Auch Pumpen, Schläuche, Dichtungen, Druckrohre und Armaturen müssen chemikalienbeständig sein.

Vor der Reinigung sollten deshalb Membrantyp, Herstellerangaben und Produktdatenblatt geprüft werden. Bei Unsicherheit ist eine technische Rückfrage sinnvoll, bevor die Membran oder Anlagenteile durch falsche Reinigung beschädigt werden.

Abgrenzung zu Antiscalant

Antiscalant wird im laufenden Betrieb dosiert, um mineralisches Scaling auf Membranen zu reduzieren. Es entfernt vorhandene Ablagerungen jedoch nicht.

Membranreiniger werden dagegen eingesetzt, wenn bereits Beläge oder Verblockungen vorhanden sind. Wenn regelmäßig saure Reinigung wegen Scaling erforderlich ist, sollte die Antiscalant-Dosierung, Vorbehandlung, Ausbeute oder Wasseranalyse geprüft werden. Reinigung behebt dann nur die Folge, nicht die Ursache.

Abgrenzung zu Desinfektionsmitteln

Desinfektionsmittel werden zur hygienischen Behandlung von Anlagen, Behältern oder Leitungen eingesetzt. Sie sind nicht automatisch als Membranreiniger geeignet.

Bei Biofilm auf Membranen muss geprüft werden, ob ein biofilmlösender Membranreiniger, eine Desinfektion oder eine Kombination aus Reinigung und hygienischer Maßnahme erforderlich ist. Entscheidend sind Membrantyp, Materialverträglichkeit, Einwirkzeit und Herstellerfreigaben.

Wann ein Membranwechsel sinnvoller ist

Eine Reinigung ist nicht immer wirtschaftlich oder technisch erfolgreich. Wenn die Membran mechanisch beschädigt ist, die Salzrückhaltung deutlich nachgelassen hat, interne Leckagen vorliegen oder die Leistung nach Reinigung nicht ausreichend zurückkehrt, kann ein Membranwechsel sinnvoller sein.

Auch stark gealterte oder dauerhaft verblockte Membranen lassen sich nicht immer wiederherstellen. In solchen Fällen sollten Betriebsdaten, Membrantyp, Rohwasseranalyse und Vorbehandlung geprüft werden, bevor neue Membranelemente eingesetzt werden.

Reinigung durch Servicetechniker

Auf der Seite wird darauf hingewiesen, dass die Reinigung bei Bedarf auch durch Servicetechniker durchgeführt werden kann. Das ist besonders sinnvoll bei größeren Anlagen, unbekannter Verschmutzung, empfindlichen Membranen, fehlendem Reinigungskreislauf oder wenn die Anlage nach der Reinigung dokumentiert wieder in Betrieb gehen soll.

Für eine technische Bewertung sind Betriebsdaten vor und nach der Reinigung wichtig. Dazu gehören Drücke, Durchflüsse, Leitfähigkeiten, Temperatur, Ausbeute, Differenzdruck und Zustand der Vorbehandlung.

Arbeitsschutz und Entsorgung

Membranreiniger sind konzentrierte Chemikalien. Beim Umgang sind Produktdatenblatt, Sicherheitsdatenblatt, Etikett und Anwendungshinweise zu beachten. Je nach Produkt können Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Gesichtsschutz, geeignete Kleidung und gute Belüftung erforderlich sein.

Verbrauchte Reinigungslösung darf nicht unkontrolliert entsorgt werden. pH-Wert, Inhaltsstoffe, gelöste Beläge und örtliche Abwasservorgaben müssen berücksichtigt werden. Bei sauren oder alkalischen Lösungen kann eine Neutralisation erforderlich sein.

Angaben für die Auswahl

Für die Auswahl eines passenden Membranreinigers sind folgende Angaben hilfreich:

  • Anlagentyp: Umkehrosmose oder Nanofiltration
  • Membrantyp, Hersteller und Baugröße
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandene Vorbehandlung
  • Permeatleistung aktuell und im Neuzustand
  • Permeatleitfähigkeit aktuell und im Neuzustand
  • Betriebsdruck und Differenzdruck
  • Ausbeute und Konzentratmenge
  • Wassertemperatur
  • Betriebsstunden und Stillstandszeiten
  • vermutete Verschmutzung: Scaling, Biofilm, Organik, Kolloide, Eisen, Metalle oder Feststoffe
  • bisherige Reinigungen und eingesetzte Chemikalien
  • vorhandener Reinigungskreislauf
  • Möglichkeit zur Spülung und Entsorgung

Ohne Betriebsdaten und Membrantyp lässt sich der passende Reiniger nur eingeschränkt auswählen. Bei unklarer Ursache sollte zuerst die Verschmutzungsart eingegrenzt werden.
 

Häufige Fragen zu Membranreinigern

FAQ Membranreiniger Umkehrosmoseanlage

Wofür werden Membranreiniger eingesetzt?

Membranreiniger werden eingesetzt, um Ablagerungen und Verblockungen auf Membranelementen zu lösen. Sie können bei Scaling, Biofilm, Organik, Kolloiden, Metallablagerungen oder Feststoffen erforderlich sein.

Was ist der Unterschied zwischen saurem und alkalischem Membranreiniger?

Saure Membranreiniger werden vor allem bei mineralischen Ablagerungen, Calciumcarbonat und Metallbelägen eingesetzt. Alkalische Reiniger werden häufiger bei organischen Belastungen, Biofilm und Feststoffen verwendet.

Welcher Membranreiniger ist der richtige?

Das hängt von Membrantyp, Verschmutzung, Betriebsdaten und Wasseranalyse ab. Ohne diese Angaben sollte kein Reiniger pauschal ausgewählt werden.

Kann ich Membranreiniger direkt verwenden?

Nein. Die auf der Seite genannten Reiniger sind hoch konzentriert und müssen vor der Anwendung mit VE-Wasser nach Produktvorgabe verdünnt werden.

Warum wird VE-Wasser zum Ansetzen verwendet?

VE-Wasser verhindert, dass zusätzliche Härtebildner, Salze oder Verunreinigungen in die Reinigungslösung eingebracht werden. Dadurch wird die Reinigungswirkung besser kontrollierbar.

Kann ein Membranreiniger eine beschädigte Membran reparieren?

Nein. Ein Membranreiniger kann Beläge lösen, aber keine mechanisch beschädigte Membran reparieren. Wenn die Salzrückhaltung durch Membranschädigung oder Leckage verloren gegangen ist, hilft meist nur ein Membranwechsel.

Wann sollte eine Membran gereinigt werden?

Eine Reinigung ist sinnvoll, wenn Permeatleistung sinkt, Differenzdruck steigt, Leitfähigkeit schlechter wird oder Betriebsdaten auf Fouling oder Scaling hinweisen. Der genaue Zeitpunkt hängt von Anlagenhersteller, Membrantyp und Betriebsgrenzen ab.

Kann ich saure und alkalische Reiniger mischen?

Nein. Reinigungschemikalien dürfen nicht unkontrolliert gemischt werden. Unterschiedliche Reinigungsschritte müssen getrennt durchgeführt und dazwischen ausreichend gespült werden.

Ersetzt Membranreinigung Antiscalant?

Nein. Antiscalant dient der Vorbeugung gegen mineralisches Scaling im laufenden Betrieb. Membranreiniger werden eingesetzt, wenn bereits Ablagerungen vorhanden sind.

Ersetzt Membranreiniger Desinfektionsmittel?

Nicht automatisch. Membranreiniger lösen Beläge und Verblockungen. Desinfektionsmittel dienen der hygienischen Behandlung. Je nach Problem können Reinigung, Desinfektion oder beide Schritte erforderlich sein.

Wann ist ein Membranwechsel besser als Reinigung?

Ein Membranwechsel ist sinnvoll, wenn die Membran mechanisch beschädigt ist, die Salzrückhaltung stark nachgelassen hat, die Reinigung keine Verbesserung bringt oder die Membran dauerhaft verblockt ist.

Welche Angaben werden für eine technische Rückfrage benötigt?

Hilfreich sind Membrantyp, Anlagenkonfiguration, Rohwasseranalyse, Vorbehandlung, aktuelle und ursprüngliche Permeatleistung, Leitfähigkeit, Betriebsdruck, Differenzdruck, Ausbeute, Temperatur, vermutete Verschmutzung und bisherige Reinigungen.

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