Calciumchlorid Lösung
Calciumchlorid-Lösung (CaCl2) 33% - 34%
Calciumchlorid-Lösung wird in der Wasseraufbereitung eingesetzt, wenn die Calcitlösekapazität gezielt abgesenkt und das Wasser stabilisiert werden soll. Besonders bei Trinkwasseranwendungen kann dies erforderlich sein, wenn Wasser nach Enthärtung, Nitratentfernung oder anderer Aufbereitung weiterhin kalklösend wirkt.
In dieser Kategorie finden Sie Calciumchlorid-Lösung mit 33–34 % CaCl₂ in Nahrungsmittelqualität. Für die kontrollierte Zugabe ist je nach Anwendung eine passende Dosiertechnik erforderlich. Weitere Betriebsstoffe finden Sie in der Kategorie Chemikalien für Wasseraufbereitung.
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Calciumchlorid-Lösung richtig einsetzen
Wofür Calciumchlorid in der Wasseraufbereitung verwendet wird
Calciumchlorid wird eingesetzt, um den Calciumgehalt im Wasser gezielt zu erhöhen. Dadurch kann die Calcitlösekapazität abgesenkt und das Wasser weniger kalklösend eingestellt werden. Das ist besonders dann relevant, wenn das Wasser nach einer Aufbereitung zwar bestimmte Zielwerte erfüllt, aber korrosionschemisch noch nicht ausreichend stabil ist.
Typische Anwendungen sind Trinkwasserbehandlung, Stabilisierung nach Enthärtung, Stabilisierung nach Nitratentfernung, pH- und Härtekorrektur in technischen Anlagen sowie Anwendungen, bei denen Calcium gezielt nachdosiert werden muss.
Calcitlösekapazität und Trinkwasser
Die Calcitlösekapazität beschreibt, wie stark Wasser Calciumcarbonat lösen kann. Ist sie zu hoch, kann das Wasser korrosiv wirken und Kalk aus Werkstoffen oder Schutzschichten lösen. Für Trinkwasser ist dieser Wert deshalb wichtig.
Auf der Seite wird beschrieben, dass die Trinkwasserverordnung eine maximale Calcitlösekapazität von 5 mg/l vorgibt. Bei einem pH-Wert von mindestens 7,7 gilt dieser Grenzwert als erfüllt. Liegt der pH-Wert darunter, muss die Calcitlösekapazität unter 5 mg/l liegen. Calciumchlorid-Lösung kann eingesetzt werden, um diesen Wert gezielt abzusenken.
Anwendung nach Enthärtung
Nach einer Enthärtungsanlage kann das Wasser sehr niedrige Calcium- und Magnesiumgehalte aufweisen. Wenn anschließend Trinkwasserqualität oder korrosionschemische Stabilität relevant ist, kann eine Nachbehandlung erforderlich werden.
Calciumchlorid-Lösung kann in solchen Fällen eingesetzt werden, um Calcium wieder gezielt zuzuführen. Dadurch wird das Wasser stabilisiert, ohne dass Rohwasser über einen Verschnitt zugemischt werden muss. Das kann besonders dann sinnvoll sein, wenn ein Verschnitt aus anderen Gründen nicht erwünscht oder nicht möglich ist.
Anwendung nach Nitratentfernung
Bei Nitratentfernungsanlagen wird häufig über Ionenaustausch gearbeitet. Je nach Wasserzusammensetzung und Verschnitt kann die Calcitlösekapazität nach der Aufbereitung kritisch bleiben. In solchen Fällen reicht eine reine Nitratreduzierung nicht aus, wenn das Wasser anschließend als Trinkwasser genutzt werden soll.
Calciumchlorid-Lösung kann dann zur Stabilisierung eingesetzt werden. Die Dosierung muss zur Wasseranalyse, zur Calcitlösekapazität, zum pH-Wert und zur gewünschten Ausgangsqualität passen. Eine pauschale Dosiermenge ist ohne Analyse nicht belastbar.
Abgrenzung zur Entsäuerung
Eine Entsäuerungsanlage hebt den pH-Wert über mineralisches Filtermaterial an und kann dadurch die Calcitlösekapazität verringern. Das funktioniert besonders bei saurem Wasser und ausreichend niedrigen pH-Werten.
Wenn der pH-Wert jedoch bereits neutral ist oder wenn die Calcitlösekapazität durch Enthärtung oder Nitratentfernung weiterhin zu hoch ist, kann eine Entsäuerung allein nicht ausreichend wirken. In solchen Fällen kann eine mengenproportionale Dosierung von Calciumchlorid die passendere technische Lösung sein.
Mengenproportionale Dosierung
Calciumchlorid-Lösung sollte kontrolliert und gleichmäßig dosiert werden. Dafür werden volumengesteuerte bzw. mengenproportionale Dosieranlagen eingesetzt. Ein Wasserzähler erfasst die durchfließende Wassermenge und die Dosierpumpe gibt entsprechend eine definierte Menge Calciumchlorid-Lösung zu.
Diese Betriebsweise ist wichtig, weil der Calciumgehalt passend zur tatsächlich entnommenen Wassermenge angehoben werden muss. Eine manuelle oder ungleichmäßige Zugabe ist für Trinkwasser- und Anlagenanwendungen in der Regel nicht ausreichend kontrollierbar.
Konzentration und Lieferform
Die auf der Seite angebotene Calciumchlorid-Lösung enthält 33–34 % CaCl₂. Sie wird flüssig im 20-l-Kanister mit Schraubdeckel geliefert. Ein Liter enthält 165 g Calcium.
Die Haltbarkeit wird auf der Seite mit 6–8 Monaten angegeben. Die Lösung sollte vor Erwärmung geschützt werden. Lagerung, Entnahme und Dosierung müssen so ausgeführt werden, dass keine Verunreinigung der Lösung oder der Dosiertechnik entsteht.
Nahrungsmittelqualität E509
Die Calciumchlorid-Lösung wird auf der Seite als natürliches Calciumchlorid in Nahrungsmittelqualität E509 beschrieben. Das ist für Anwendungen relevant, bei denen eine hohe Produktqualität erforderlich ist.
Trotzdem muss die Anwendung technisch geprüft werden. Entscheidend ist nicht nur die Qualität des Calciumchlorids, sondern auch die korrekte Dosierung, hygienische Gebindeentnahme, geeignete Dosiertechnik und passende Einbindung in die Wasseraufbereitungsanlage.
Einfluss auf Wasserqualität und Analysewerte
Durch Calciumchlorid-Dosierung steigt der Calciumgehalt im Wasser. Gleichzeitig wird Chlorid eingebracht. Deshalb müssen sowohl Calcium als auch Chlorid in der Wasseranalyse berücksichtigt werden.
Eine zu hohe Dosierung kann die Wasserqualität ungünstig verändern. Besonders bei Trinkwasseranwendungen sollten Grenzwerte, Geschmack, Korrosionsverhalten und Leitfähigkeit beachtet werden. Die Dosierung sollte daher immer aus Wasseranalyse und Zielwert abgeleitet werden.
Dosiertechnik und Werkstoffe
Für Calciumchlorid-Lösung müssen Dosierpumpe, Sauglanze, Druckleitung, Impfventil, Dichtungen und Gebindeanschluss zur Lösung passen. Auch die Dosierstelle sollte so gewählt werden, dass eine ausreichende Vermischung erreicht wird.
Bei regelmäßiger Dosierung ist eine sichere Gebindeaufstellung wichtig. Je nach Anwendung können Auffangwanne, Füllstandskontrolle, Leermeldung oder Dosierüberwachung sinnvoll sein. Passende Tanks und Lagerbehälter oder IBC-Zubehör können bei größeren Mengen relevant sein.
Kombination mit anderen Aufbereitungsverfahren
Calciumchlorid-Dosierung ist häufig eine Nachbehandlung. Sie wird nicht eingesetzt, um Eisen, Mangan, Nitrat, Ammonium, Trübstoffe oder Keime zu entfernen. Diese Stoffe müssen vorher mit passenden Verfahren behandelt werden.
Je nach Wasseranalyse können vor der Stabilisierung Enthärtung, Nitratentfernung, Entsäuerung, Filtration oder andere Aufbereitungsstufen erforderlich sein. Bei Brunnenwasser sollte deshalb immer die vollständige Analyse bewertet werden, bevor eine Calciumchlorid-Dosierung ausgelegt wird.
Kontrolle im Betrieb
Nach der Dosierung sollten relevante Wasserwerte kontrolliert werden. Dazu gehören pH-Wert, Calcium, Härte, Leitfähigkeit, Chlorid und Calcitlösekapazität. Bei Trinkwasseranwendungen kann eine Laboranalyse erforderlich sein, um die Stabilisierung sicher zu bewerten.
Für einzelne Kontrollwerte können Messbestecke zur Wasseranalyse hilfreich sein. Die Calcitlösekapazität selbst wird jedoch in der Regel rechnerisch oder analytisch anhand mehrerer Wasserparameter bewertet.
Sicherheit und Lagerung
Calciumchlorid-Lösung ist im Vergleich zu stark ätzenden Laugen oder Säuren einfacher zu handhaben, sollte aber trotzdem sachgerecht gelagert und dosiert werden. Gebinde müssen sauber, geschlossen und geschützt gelagert werden. Die Lösung sollte vor Erwärmung geschützt werden.
Vor Einsatz sollten Produktinformation, Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachtet werden. Bei Dosieranlagen ist darauf zu achten, dass keine Verwechslung mit anderen Chemikalien möglich ist und dass Leitungen und Gebinde eindeutig gekennzeichnet sind.
Angaben für die Auslegung
Für die Auswahl und Dosierung von Calciumchlorid-Lösung sind folgende Angaben hilfreich:
- vollständige Wasseranalyse
- pH-Wert
- Calcium, Magnesium und Gesamthärte
- Carbonathärte bzw. Säurekapazität
- Chloridwert
- Calcitlösekapazität, sofern berechnet oder analysiert
- vorhandene Aufbereitungsanlage, zum Beispiel Enthärtung oder Nitratentfernung
- gewünschte Zielqualität
- Durchfluss und Tagesmenge
- Betriebsweise: kontinuierlich oder schwankende Entnahme
- vorhandene Dosiertechnik oder gewünschte Dosieranlage
- Dosierstelle und Mischstrecke
- Anforderungen an Trinkwasser, Dokumentation oder Kontrolle
- Lager- und Gebindesituation
Ohne Wasseranalyse und Zielwert lässt sich die Dosiermenge nicht sinnvoll bestimmen. Besonders bei Trinkwasseranwendungen sollte die Einstellung analytisch überprüft werden.
Häufige Fragen zu Calciumchlorid-Lösung
Wofür wird Calciumchlorid-Lösung in der Wasseraufbereitung eingesetzt?
Calciumchlorid-Lösung wird eingesetzt, um Calcium gezielt nachzudosieren und die Calcitlösekapazität abzusenken. Dadurch kann Wasser stabilisiert werden, wenn es nach einer Aufbereitung noch kalklösend wirkt.
Was bedeutet Calcitlösekapazität?
Die Calcitlösekapazität beschreibt, wie stark Wasser Calciumcarbonat lösen kann. Ist sie zu hoch, kann das Wasser korrosiv wirken. Für Trinkwasser muss dieser Wert begrenzt werden.
Wann ist Calciumchlorid nach einer Enthärtung sinnvoll?
Calciumchlorid kann nach einer Enthärtung sinnvoll sein, wenn das Wasser zu calciumarm und dadurch korrosionschemisch nicht ausreichend stabil ist. Die Dosierung muss anhand der Wasseranalyse ausgelegt werden.
Wann ist Calciumchlorid nach einer Nitratentfernung sinnvoll?
Nach einer Nitratentfernung kann die Calcitlösekapazität weiterhin kritisch sein. Wenn Entsäuerung oder Verschnitt nicht ausreichen oder nicht passen, kann Calciumchlorid zur Stabilisierung dosiert werden.
Ersetzt Calciumchlorid eine Entsäuerungsanlage?
Nein. Eine Entsäuerungsanlage hebt den pH-Wert über mineralisches Filtermaterial an. Calciumchlorid erhöht gezielt den Calciumgehalt. Welches Verfahren passt, hängt von pH-Wert, Calcitlösekapazität und Wasseranalyse ab.
Wird Calciumchlorid manuell dosiert?
Für kontrollierte Anwendungen sollte Calciumchlorid mengenproportional dosiert werden. Eine Dosieranlage gibt abhängig von der durchfließenden Wassermenge eine definierte Menge zu.
Welche Konzentration hat die Lösung?
Die auf der Seite angebotene Calciumchlorid-Lösung enthält 33–34 % CaCl₂. Ein Liter enthält 165 g Calcium.
Ist die Calciumchlorid-Lösung für Lebensmittelanwendungen geeignet?
Die Lösung wird auf der Seite als Calciumchlorid in Nahrungsmittelqualität E509 beschrieben. Für die konkrete Anwendung müssen trotzdem Dosierung, Hygiene und technische Einbindung geprüft werden.
Was muss bei der Lagerung beachtet werden?
Die Lösung sollte geschlossen, sauber und vor Erwärmung geschützt gelagert werden. Auf der Seite wird eine Haltbarkeit von 6–8 Monaten genannt.
Welche Wasserwerte müssen kontrolliert werden?
Wichtig sind pH-Wert, Calcium, Magnesium, Gesamthärte, Carbonathärte bzw. Säurekapazität, Chlorid, Leitfähigkeit und Calcitlösekapazität. Bei Trinkwasseranwendungen sollte die Kontrolle analytisch erfolgen.
Entfernt Calciumchlorid Eisen, Mangan oder Nitrat?
Nein. Calciumchlorid entfernt keine Wasserinhaltsstoffe. Es wird zur Stabilisierung und Calciumzugabe eingesetzt. Eisen, Mangan, Nitrat, Ammonium, Trübstoffe oder Keime müssen mit anderen Verfahren behandelt werden.
Welche Angaben werden für eine technische Rückfrage benötigt?
Hilfreich sind vollständige Wasseranalyse, Calcitlösekapazität, pH-Wert, Calcium, Magnesium, Chlorid, vorhandene Aufbereitungsanlage, gewünschter Durchfluss, Tagesmenge, Dosiertechnik und Zielqualität.
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