Enthärtungspatrone mit Verteilerkopf
Enthärtungspatronen zur Weichwasserherstellung
Enthärtungspatronen erzeugen aus hartem Rohwasser enthärtetes Weichwasser mit 0 °dH. Sie sind sofort einsatzbereit, mit hochwertigem Ionenaustauscherharz befüllt und eignen sich für Anwendungen, bei denen kurzfristig oder flexibel weiches Wasser benötigt wird.
Durch den Verteilerkopf mit Entlüftungsfunktion wird das Rohwasser gleichmäßig über das Harzbett verteilt. Nach Erschöpfung der Patrone kann das Harz ausgetauscht werden, sodass die Patrone wieder mit voller Kapazität genutzt werden kann.
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Enthärtungspatronen für flexibles Weichwasser
Sofort einsatzbereite Patronen zur Wasserenthärtung
Enthärtungspatronen werden eingesetzt, wenn ohne fest installierte Enthärtungsanlage schnell und einfach enthärtetes Wasser benötigt wird. Sie arbeiten mit stark saurem Kationenaustauscherharz und entfernen Calcium- und Magnesiumionen aus dem Wasser. Dadurch wird hartes Rohwasser zu Weichwasser mit 0 °dH.
Die Patronen sind bereits mit hochwertigem Enthärtungsharz befüllt und verschlossen. Sie können überall dort eingesetzt werden, wo ausreichend Wasserdruck zur Verfügung steht. Typische Anwendungen sind technische Befüllungen, Serviceeinsätze, temporäre Wasserenthärtung, kleinere gewerbliche Anwendungen oder mobile Einsätze.
Aufbau der Enthärtungspatrone
Die Enthärtungspatrone besteht aus einem robusten GFK-Drucktank mit PE-Innenbehälter. Der Verteilerkopf mit Entlüftungsfunktion sorgt dafür, dass das Rohwasser gleichmäßig über das Harzbett geführt wird. Dadurch wird die vorhandene Harzmenge gut genutzt und ein stabiles Enthärtungsergebnis erreicht.
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Behälter | GFK-Drucktank |
| Innenbehälter | PE |
| Verteilerkopf | PE/PVC mit Entlüftungsfunktion |
| Anschlüsse | 2 x 3/4" |
| Füllung | stark saures Kationenaustauscherharz |
| Auslieferung | nur EHP25 befüllt und verschlossen, größere Baureihen werden nach der Aufstellung befüllt |
| Ergebnis | Weichwasser mit 0 °dH |
Verfügbare Größen
Die Enthärtungspatronen sind in verschiedenen Harzvolumen erhältlich. Die Kapazität steigt mit der Harzmenge und hängt direkt von der Rohwasserhärte ab.
| Patrone | Harzvolumen | Anschluss | Kapazität bei 10 °dH |
| EHP25 | 25 Liter | 3/4" | bis zu 10.000 Liter |
| EHP50 | 50 Liter | 3/4" | bis zu 20.000 Liter |
| EHP75 | 75 Liter | 3/4" | bis zu 30.000 Liter |
| EHP100 | 100 Liter | 3/4" | bis zu 40.000 Liter |
Berechnung der Kapazität
Die Kapazitätsangaben beziehen sich auf 1 °dH. Zur Berechnung der tatsächlichen Wassermenge wird die angegebene Kapazität durch die Rohwasserhärte geteilt.
Beispiel:
Eine Enthärtungspatrone hat eine Kapazitätsangabe von 100 m³ bei 1 °dH.
Bei einer Rohwasserhärte von 10 °dH ergibt sich:
100 m³ / 10 °dH = 10 m³
Nach etwa 10 m³ ist die Patrone erschöpft und muss neu befüllt werden.
Vorteile und Hauptnutzen
Enthärtungspatronen sind besonders einfach zu handhaben. Sie benötigen keine elektrische Steuerung, keinen Salztank und keine automatische Regeneration. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen, bei denen eine kompakte, sofort verfügbare und flexible Lösung zur Weichwasserherstellung benötigt wird.
Ein weiterer Vorteil ist die Wiederbefüllbarkeit. Nach Erschöpfung der Patrone kann das Harz ausgetauscht werden. Dadurch muss nicht die komplette Patrone ersetzt werden.
Harzwechsel und Wiederbefüllung
Nach Erschöpfung der Enthärtungspatrone wird das Ionenaustauscherharz ausgetauscht. Danach steht wieder die volle Kapazität zur Verfügung.
Für das saubere Befüllen ist ein geeigneter Einfülltrichter hilfreich. Dadurch lässt sich das Harz einfacher in den Drucktank einfüllen und Materialverlust wird reduziert. Nach dem Harzwechsel sollte die Patrone gespült und die Wasserqualität kontrolliert werden.
Kontrolle der Wasserhärte
Damit die Patrone zuverlässig genutzt werden kann, sollte die Wasserhärte regelmäßig geprüft werden. Die Rohwasserhärte ist wichtig zur Berechnung der Kapazität. Die Resthärte nach der Patrone zeigt, ob noch Weichwasser erzeugt wird oder ob die Patrone erschöpft ist.
Für diese Kontrolle eignen sich Messbestecke für Gesamthärte und Resthärte-Messbesteck. Besonders bei technischen Anwendungen sollte die Resthärte regelmäßig überwacht werden, damit eine Erschöpfung der Patrone rechtzeitig erkannt wird.
Einsatzbereiche
Enthärtungspatronen eignen sich für Anwendungen, bei denen schnell, flexibel oder zeitweise Weichwasser benötigt wird.
| Einsatzbereich | Typischer Nutzen |
| Technische Befüllung | Herstellung von Weichwasser ohne feste Anlage |
| Serviceeinsätze | mobile oder vorübergehende Enthärtung |
| Versuche und Testbetrieb | Prüfung von Wasserqualität oder Prozessen |
| Kleine gewerbliche Anwendungen | flexible Versorgung mit 0 °dH |
| Vorübergehender Anlagenersatz | Nutzung bei Ausfall oder Umbau |
| Mobile Wasseraufbereitung | Einbindung in mobile Anlagenkonzepte |
| Einzelverbraucher | gezielte Versorgung eines bestimmten Verbrauchers |
Abgrenzung zu Enthärtungsanlagen
Eine Enthärtungspatrone ist eine einfache und flexible Lösung zur Herstellung von Weichwasser. Sie ist jedoch keine vollautomatische Enthärtungsanlage. Es gibt keinen automatischen Regenerationszyklus, keinen Salztank und keine Steuerung, die die Kapazität überwacht.
Für dauerhafte Anwendungen mit regelmäßigem Wasserverbrauch ist eine fest installierte Enthärtungsanlage häufig sinnvoller. Für flexible, mobile oder zeitlich begrenzte Anwendungen ist eine Enthärtungspatrone dagegen eine einfache und wirtschaftliche Lösung.
Zubehör für Enthärtungspatronen
Für Betrieb, Kontrolle und Wiederbefüllung sind vor allem folgende Zubehörteile sinnvoll:
| Zubehör | Nutzen |
| Ionenaustauscherharz | Austauschfüllung nach Erschöpfung der Patrone |
| Messbestecke | Kontrolle der Rohwasserhärte |
| Resthärte-Messbesteck | Kontrolle der Resthärte nach der Patrone |
| Einfülltrichter | sauberes Befüllen mit Harz |
| Anschlusszubehör | Einbindung in Schlauch- oder Rohrleitungssysteme |
| Anschlussset und Zubehör | ergänzende Komponenten für Installation und Betrieb |
Häufige Fragen zu Enthärtungspatronen
Auswahl und Kapazität
Welche Enthärtungspatrone ist für meine Anwendung passend?
Die passende Enthärtungspatrone richtet sich nach Rohwasserhärte, benötigter Wassermenge, gewünschter Standzeit und Durchfluss. Je höher die Rohwasserhärte und je größer die benötigte Wassermenge, desto größer sollte das Harzvolumen der Patrone sein.
Für kurze Einsätze oder kleinere Mengen reicht häufig eine kleinere Patrone aus. Bei größerem Wasserbedarf oder längeren Einsätzen ist eine größere Patrone sinnvoll, damit die Kapazität nicht zu schnell erschöpft ist.
Welche Angaben werden für die Auswahl benötigt?
Für die Auswahl sind vor allem folgende Angaben wichtig:
| Angabe | Bedeutung |
| Rohwasserhärte | Grundlage für die Kapazitätsberechnung |
| Benötigte Wassermenge | bestimmt die erforderliche Patronengröße |
| Gewünschte Resthärte | bei Enthärtungspatronen in der Regel 0 °dH |
| Durchfluss | wichtig für die hydraulische Belastung |
| Einsatzdauer | relevant für Kapazität und Harzwechsel |
| Anwendung | bestimmt, ob eine Patrone oder eine feste Anlage sinnvoller ist |
| Anschlussbedingungen | wichtig für Einbindung und Schlauchanschluss |
Wie berechne ich die Kapazität der Enthärtungspatrone?
Die Kapazitätsangabe der Patrone wird durch die Rohwasserhärte geteilt.
Beispiel:
Eine Patrone hat eine Kapazität von 200 m³ bei 1 °dH.
Das Rohwasser hat 10 °dH.
200 m³ / 10 °dH = 20 m³
Die Patrone kann in diesem Beispiel etwa 20 m³ Weichwasser erzeugen, bevor sie erschöpft ist.
Warum ist die Rohwasserhärte so wichtig?
Die Rohwasserhärte bestimmt, wie schnell die Enthärtungspatrone erschöpft ist. Je härter das Wasser, desto mehr Calcium und Magnesium müssen vom Harz aufgenommen werden. Dadurch sinkt die nutzbare Wassermenge.
Ohne Kenntnis der Rohwasserhärte lässt sich die Kapazität nur grob abschätzen. Deshalb sollte die Wasserhärte vor der Auswahl oder spätestens vor dem Betrieb gemessen werden.
Funktion und Betrieb
Wie funktioniert eine Enthärtungspatrone?
Eine Enthärtungspatrone arbeitet mit Ionenaustausch. Das enthaltene Harz nimmt Calcium- und Magnesiumionen aus dem Wasser auf und gibt dafür Natriumionen ab. Dadurch wird die Wasserhärte reduziert.
Das Ergebnis ist enthärtetes Wasser mit 0 °dH, solange die Patrone noch ausreichend Kapazität besitzt.
Benötigt die Enthärtungspatrone Strom?
Nein. Eine Enthärtungspatrone benötigt keine elektrische Steuerung. Sie arbeitet rein hydraulisch über den vorhandenen Wasserdruck.
Dadurch ist sie einfach einzusetzen und auch für mobile Anwendungen geeignet.
Benötigt die Enthärtungspatrone Salztabletten?
Im normalen Betrieb benötigt die Enthärtungspatrone keine Salztabletten, weil sie nicht automatisch vor Ort regeneriert wird.
Wenn die Patrone erschöpft ist, wird das Harz ausgetauscht. Salztabletten werden vor allem für vollautomatische Enthärtungsanlagen mit Regeneration benötigt.
Wie erkenne ich, dass die Patrone erschöpft ist?
Eine erschöpfte Patrone erkennt man daran, dass die Resthärte nach der Patrone ansteigt. Das Wasser ist dann nicht mehr vollständig enthärtet.
Die Resthärte sollte deshalb regelmäßig mit einem geeigneten Resthärte-Messbesteck kontrolliert werden. Besonders bei technischen Anwendungen sollte nicht erst nach sichtbaren Ablagerungen reagiert werden.
Harz und Wiederbefüllung
Kann die Enthärtungspatrone wiederbefüllt werden?
Ja. Nach Erschöpfung der Patrone kann das Ionenaustauscherharz ausgetauscht werden. Danach steht wieder die volle Kapazität zur Verfügung.
Wichtig ist, dass geeignetes Enthärtungsharz verwendet wird und die Patrone nach dem Befüllen korrekt gespült wird.
Welches Harz wird für Enthärtungspatronen verwendet?
Für Enthärtungspatronen wird stark saures Kationenaustauscherharz in Natriumform eingesetzt. Dieses Harz ist für die Entfernung von Calcium und Magnesium aus dem Wasser ausgelegt.
Harztyp, Qualität und Füllmenge sollten zur Patrone passen, damit Kapazität und Wasserqualität zuverlässig erreicht werden.
Wann sollte das Harz ausgetauscht werden?
Das Harz sollte ausgetauscht werden, wenn die Patrone erschöpft ist und die Resthärte nach der Patrone ansteigt.
Ein Austausch kann auch erforderlich sein, wenn das Harz verschmutzt, verblockt oder durch ungeeignete Wasserinhaltsstoffe belastet wurde.
Kann das Harz regeneriert werden?
Technisch kann Kationenaustauscherharz mit Salzlösung regeneriert werden. Bei diesen Enthärtungspatronen ist jedoch der Harzwechsel die einfache und praktische Lösung nach Erschöpfung.
Für Anwendungen mit regelmäßigem Wasserverbrauch und automatischer Regeneration ist eine vollautomatische Enthärtungsanlage meist besser geeignet.
Wasserqualität und Kontrolle
Welche Wasserqualität erzeugt eine Enthärtungspatrone?
Eine korrekt arbeitende Enthärtungspatrone erzeugt Weichwasser mit 0 °dH. Dabei wird die Wasserhärte entfernt, die Leitfähigkeit des Wassers wird jedoch nicht deutlich reduziert.
Wenn zusätzlich eine niedrige Leitfähigkeit benötigt wird, sind andere Verfahren wie Umkehrosmose, Vollentsalzung oder Mischbetttechnik erforderlich.
Entfernt eine Enthärtungspatrone Salze aus dem Wasser?
Nein. Eine Enthärtungspatrone entfernt nicht die gesamte Salzfracht des Wassers. Sie tauscht Calcium und Magnesium gegen Natrium aus.
Für Anwendungen, bei denen die Leitfähigkeit oder der Gesamtsalzgehalt reduziert werden muss, sind Umkehrosmoseanlagen, Vollentsalzungsanlagen oder Mischbettanlagen besser geeignet.
Ist enthärtetes Wasser aus der Patrone Trinkwasser?
Die Enthärtungspatrone reduziert die Wasserhärte. Das aufbereitete Wasser entspricht weiterhin der Trinkwasserverordnung, allerdings ist der Natriumgehalt erhöht und das Wasser kann leicht salzig schmecken. Ob das aufbereitete Wasser als Trinkwasser genutzt werden kann, hängt zudem von der Rohwasserqualität, der Installation und den geltenden Anforderungen ab.
Die Patronen werden häufig für technische Anwendungen eingesetzt. Bei Trinkwasseranwendungen müssen die entsprechenden Vorgaben und Installationsbedingungen eingehalten werden.
Wie kontrolliere ich die Resthärte?
Die Resthärte wird mit einem geeigneten Resthärte-Messbesteck nach der Patrone geprüft. Sobald die Resthärte ansteigt, ist die Patrone erschöpft oder kurz vor der Erschöpfung.
Für eine zuverlässige Nutzung sollte die Kontrolle regelmäßig erfolgen, besonders wenn die Patrone nahe an ihrer berechneten Kapazitätsgrenze betrieben wird.
Einsatzgrenzen und Hinweise
Kann eine Enthärtungspatrone bei Brunnenwasser eingesetzt werden?
Grundsätzlich kann eine Enthärtungspatrone auch bei Brunnenwasser eingesetzt werden. Vorher sollte jedoch geprüft werden, ob Eisen, Mangan, Trübstoffe oder andere störende Inhaltsstoffe vorhanden sind.
Diese Stoffe können das Harz belasten oder die Patrone beeinträchtigen. Bei solchen Wasserwerten kann eine vorgeschaltete Filtrationstechnik oder eine spezielle Brunnenwasseraufbereitung erforderlich sein.
Entfernt eine Enthärtungspatrone Eisen oder Mangan?
Nein. Eine Enthärtungspatrone ist für die Entfernung von Wasserhärte ausgelegt. Eisen, Mangan, Trübstoffe, Geruch oder Färbung werden dadurch nicht zuverlässig entfernt.
Für diese Stoffe sind je nach Wasseranalyse andere Aufbereitungsverfahren erforderlich.
Kann eine Enthärtungspatrone dauerhaft eine Enthärtungsanlage ersetzen?
Für kleine Mengen, mobile Einsätze oder zeitlich begrenzte Anwendungen kann eine Enthärtungspatrone eine sehr praktische Lösung sein.
Bei dauerhaftem Wasserbedarf, hohem Verbrauch oder regelmäßiger Nutzung ist eine vollautomatische Enthärtungsanlage meist wirtschaftlicher und komfortabler, weil sie automatisch regeneriert und kontinuierlich betrieben werden kann.
Was passiert bei zu hohem Durchfluss?
Wenn der Durchfluss zu hoch ist, kann das Wasser zu schnell durch das Harzbett strömen. Dadurch kann die Enthärtungsleistung nachlassen und die Resthärte ansteigen.
Die Patrone sollte deshalb passend zur benötigten Wassermenge und zum geplanten Durchfluss ausgewählt werden.
Wartung und Kontrolle
Welche Kontrollen sind regelmäßig sinnvoll?
Regelmäßig kontrolliert werden sollten:
| Kontrolle | Bedeutung |
| Resthärte nach der Patrone | zeigt, ob noch Weichwasser erzeugt wird |
| Rohwasserhärte | Grundlage für Kapazitätsberechnung |
| Durchfluss | verhindert hydraulische Überlastung |
| Dichtheit | Kontrolle von Anschlüssen und Verteilerkopf |
| Harzzustand | wichtig bei wiederbefüllbaren Patronen |
| Entlüftung | wichtig für gleichmäßigen Betrieb |
Was tun, wenn die Patrone kein Weichwasser mehr liefert?
Wenn die Patrone kein Weichwasser mehr liefert, sollte zuerst die Resthärte gemessen werden. Ist die Patrone erschöpft, muss das Harz ausgetauscht werden.
Wenn die Patrone rechnerisch noch Kapazität haben müsste, sollten Durchfluss, Rohwasserhärte, Anschlussrichtung, Entlüftung und mögliche Verschmutzungen geprüft werden.
Wie lagere ich eine Enthärtungspatrone?
Die Patrone sollte frostfrei, sauber und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Sie sollte nicht austrocknen und nicht mit ungeeigneten Chemikalien oder verschmutztem Wasser belastet werden.
Vor erneuter Nutzung sollte die Patrone gespült und die Wasserqualität kontrolliert werden.
WHGFachbetrieb







