Mischbettpatrone für Heißwasser
Mischbettpatrone für max. 80°C
Mischbettpatronen für Heißwasser werden eingesetzt, wenn warmes oder heißes Wasser bis 80 °C vollentsalzt bzw. nachbehandelt werden soll. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen eine normale Vollentsalzungspatrone aufgrund der Temperatur nicht passend ist.
In dieser Kategorie finden Sie Edelstahl-Mischbettpatronen für Heißwasser bis 80 °C, passendes Mischbettharz, Leitfähigkeitsmessgeräte und Zubehör zum Befüllen der Patrone. Für Standardanwendungen mit kaltem Leitungswasser ist die Mischbettpatrone zur Vollentsalzung relevant. Für Heizungsbefüllung nach VDI 2035 ist die Kategorie Vollentsalzungspatrone für Heizungsbefüllung passend.
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Heißwasser mit Mischbettpatronen vollentsalzen
Wofür Heißwasser-Mischbettpatronen eingesetzt werden
Heißwasser-Mischbettpatronen werden eingesetzt, wenn Wasser bei erhöhter Temperatur entsalzt werden soll. Typische Anwendungen sind Kondensatbehandlung, Heißwasseraufbereitung, Nachbehandlung von Heizungswasser, technische Kreisläufe, Spülprozesse und industrielle Anwendungen mit warmem Wasser.
Der Einsatz ist besonders dann sinnvoll, wenn die Entsalzung nicht vor der Erwärmung erfolgen kann oder wenn Kondensat bzw. warmes Prozesswasser nachträglich auf niedrige Leitfähigkeit gebracht werden soll.
Temperaturbeständigkeit bis 80 °C
Der wesentliche Unterschied zu normalen Mischbettpatronen ist die Temperaturbeständigkeit. Die auf der Seite sichtbaren Patronen sind für Heißwasser bis 80 °C vorgesehen.
Standard-Mischbettpatronen sind nicht automatisch für solche Temperaturen geeignet. Bei Heißwasser müssen Behälterwerkstoff, Dichtungen, Verteilerkopf, Harz und Anschlüsse zur Temperatur passen. Deshalb sollte bei warmem oder heißem Wasser ausdrücklich eine dafür geeignete Ausführung gewählt werden.
Edelstahlpatrone für höhere Temperaturbelastung
Die Heißwasser-Mischbettpatronen sind als Edelstahlpatronen ausgeführt. Edelstahl ist für solche Anwendungen robuster als typische Standardausführungen für kaltes Wasser.
Die Ausführung ist besonders relevant, wenn die Patrone regelmäßig mit warmem oder heißem Wasser beaufschlagt wird. Neben der Temperatur müssen auch Betriebsdruck, Anschluss, Durchfluss und Wasserzusammensetzung zur Patrone passen.
Mischbettharz als Feinreinigungsstufe
Das Mischbettharz entfernt gelöste Salze aus dem Wasser und senkt dadurch die Leitfähigkeit. Die Seite beschreibt die Heißwasser-Mischbettpatrone als nachgeschaltete Feinreinigungsstufe, zum Beispiel bei Heizungswasser oder anderen Vollentsalzungsverfahren mit Heißwasser.
Die Patrone ist daher besonders geeignet, wenn bereits aufbereitetes oder teilaufbereitetes Wasser weiter poliert werden soll. Je höher die Salzfracht im Eingangswasser ist, desto schneller ist das Harz erschöpft.
Einsatz bei Kondensat
Bei Kondensatanwendungen kann eine Mischbettpatrone genutzt werden, um gelöste Ionen und leitfähigkeitsrelevante Bestandteile zu reduzieren. Das kann sinnvoll sein, wenn Kondensat wiederverwendet oder in einen technischen Kreislauf zurückgeführt werden soll.
Entscheidend ist die Zusammensetzung des Kondensats. Öle, organische Stoffe, Partikel, Korrosionsprodukte oder chemische Zusätze können das Harz belasten. In solchen Fällen muss geprüft werden, ob Vorfiltration oder eine andere Vorbehandlung erforderlich ist.
Leitfähigkeit kontrollieren
Die Leitfähigkeit ist der zentrale Kontrollwert beim Betrieb einer Mischbettpatrone. Sie zeigt, ob das Harz noch arbeitet und ob die gewünschte Wasserqualität erreicht wird.
Auf der Seite ist ein Handmessgerät für Leitfähigkeit sichtbar. Eine regelmäßige Messung ist besonders wichtig, weil die Harzkapazität bei hoher Eingangsfracht schnell erschöpft sein kann. Wenn die Leitfähigkeit am Ausgang steigt, muss das Mischbettharz gewechselt oder die Patrone neu befüllt werden.
Patronengrößen MB25 bis MB100
Auf der Seite sind Heißwasser-Mischbettpatronen in den Größen MB25, MB50, MB75 und MB100 sichtbar. Die Zahl steht für das Harzvolumen in Litern.
Eine größere Patrone bietet mehr Harzvolumen und damit mehr Kapazität. Welche Größe passt, hängt von Temperatur, Leitfähigkeit des Eingangswassers, gewünschter Ausgangsleitfähigkeit, Durchfluss und benötigter Wassermenge ab.
Mischbettharz nachfüllen
Das Mischbettharz ist ein Verbrauchsmaterial. Wenn die Leitfähigkeit am Ausgang ansteigt, ist die Austauschkapazität erschöpft und das Harz muss ersetzt werden.
Auf der Seite ist ION-TEC-PLUS A6K4 Mischbettharz als 25-l-VPE sichtbar. Beim Harzwechsel müssen Harztyp, Füllmenge, Temperaturbereich und Anwendung zusammenpassen. Einfülltrichter erleichtern das saubere Befüllen der Patrone.
Durchfluss und Kontaktzeit
Auch bei Heißwasser benötigt das Wasser ausreichend Kontaktzeit mit dem Mischbettharz. Wird die Patrone mit zu hohem Durchfluss betrieben, kann die gewünschte Ausgangsleitfähigkeit unter Umständen nicht sicher erreicht werden.
Deshalb müssen Patronengröße, Harzvolumen und Durchfluss zusammenpassen. Bei sehr niedrigen Zielwerten sollte die Anlage nicht zu knapp ausgelegt werden.
Betriebsdruck und Einbausituation
Neben der Temperatur müssen auch Betriebsdruck und Einbausituation geprüft werden. Die Patrone muss sicher aufgestellt, spannungsfrei angeschlossen und für Wartung sowie Harzwechsel zugänglich sein.
Bei Heißwasseranwendungen ist außerdem auf Verbrühungsschutz, Druckentlastung und sichere Entleerung zu achten. Arbeiten an heißwasserführenden Leitungen sollten nur durchgeführt werden, wenn die Anlage drucklos und ausreichend abgekühlt ist.
Abgrenzung zur normalen Mischbettpatrone
Normale Mischbettpatronen sind für typische VE-Wasser-Anwendungen mit kaltem oder mäßig temperiertem Wasser vorgesehen. Sie sind nicht automatisch für Heißwasser geeignet.
Wenn die Temperatur deutlich erhöht ist, sollte eine Heißwasser-Mischbettpatrone gewählt werden. Sie ist für den Einsatz bis 80 °C ausgelegt und damit die passendere Lösung für Heißwasser- und Kondensatanwendungen.
Abgrenzung zur Heizungsbefüllpatrone
Heizungsbefüllpatronen nach VDI 2035 sind auf Füll- und Ergänzungswasser für Heizungsanlagen ausgelegt. Dort stehen Leitfähigkeit, pH-Wert, Anlagenvolumen, Werkstoffe und Anforderungen der Heizungsanlage im Vordergrund.
Die Heißwasser-Mischbettpatrone auf dieser Seite ist dagegen für die Behandlung von warmem oder heißem Wasser bis 80 °C ausgelegt. Sie kann im Umfeld von Heizungswasser eingesetzt werden, ersetzt aber nicht automatisch die Auswahl einer Heizungsbefüllpatrone nach VDI 2035.
Abgrenzung zu Vollentsalzungsanlagen
Bei dauerhaft hohen Wassermengen kann eine einzelne Mischbettpatrone unwirtschaftlich werden. Dann sollte geprüft werden, ob eine stationäre Vollentsalzungsanlage, eine Umkehrosmoseanlage mit nachgeschaltetem Mischbett oder eine kundenspezifische Lösung sinnvoller ist.
Die Heißwasser-Mischbettpatrone ist vor allem für begrenzte Mengen, Nachbehandlung, Feinreinigung oder spezielle Heißwasseranwendungen geeignet.
Grenzen der Heißwasser-Mischbettpatrone
Eine Heißwasser-Mischbettpatrone entfernt gelöste Ionen. Sie ist keine Partikelfiltration, keine Entölung und keine Desinfektionsstufe. Wenn das Kondensat oder Heißwasser Partikel, Öl, Korrosionsprodukte oder organische Belastungen enthält, müssen weitere Aufbereitungsstufen geprüft werden.
Auch die Temperaturgrenze ist zu beachten. Die auf der Seite sichtbaren Patronen sind bis 80 °C ausgelegt. Höhere Temperaturen sollten nicht ohne technische Prüfung angesetzt werden.
Angaben für die Auswahl
Für die Auswahl einer Heißwasser-Mischbettpatrone sind folgende Angaben hilfreich:
- Anwendung: Heißwasser, Kondensat, Heizungswasser oder Prozesswasser
- maximale Wassertemperatur
- benötigte Wassermenge
- Durchfluss
- Leitfähigkeit am Eingang
- gewünschte Leitfähigkeit am Ausgang
- Betriebsdruck
- Anschlussgröße
- vorhandene Vorbehandlung
- mögliche Partikel, Öl, Korrosionsprodukte oder organische Belastung
- regelmäßiger oder gelegentlicher Betrieb
- gewünschte Patronengröße
- Bedarf an Leitfähigkeitsmessung
- Bedarf an Ersatzharz oder Harzwechsel
Ohne Temperatur, Durchfluss, Eingangswasserqualität und Ziel-Leitfähigkeit lässt sich die passende Patronengröße nicht sicher auswählen.
Häufige Fragen zu Heißwasser-Mischbettpatronen
Wofür wird eine Heißwasser-Mischbettpatrone eingesetzt?
Sie wird eingesetzt, um warmes oder heißes Wasser bis 80 °C zu vollentsalzen oder nachzubehandeln. Typische Anwendungen sind Kondensat, Heißwasser, technische Kreisläufe und nachgeschaltete Feinreinigung.
Was ist der Unterschied zur normalen Mischbettpatrone?
Normale Mischbettpatronen sind nicht automatisch für hohe Temperaturen geeignet. Heißwasser-Mischbettpatronen sind für den Betrieb mit Wasser bis 80 °C ausgelegt.
Kann die Patrone für Kondensat eingesetzt werden?
Ja, wenn Temperatur, Wasserzusammensetzung und Belastung passen. Bei Öl, Partikeln, Korrosionsprodukten oder organischen Stoffen muss eine Vorbehandlung geprüft werden.
Welche Patronengrößen gibt es?
Auf der Seite sind MB25, MB50, MB75 und MB100 als Heißwasser-Mischbettpatronen sichtbar. Die Auswahl hängt von Wassermenge, Leitfähigkeit, Durchfluss und gewünschter Wasserqualität ab.
Warum ist die Leitfähigkeit wichtig?
Die Leitfähigkeit zeigt, ob das Mischbettharz noch ausreichend arbeitet. Steigt der Leitwert am Ausgang, ist das Harz erschöpft oder die gewünschte Wasserqualität wird nicht mehr erreicht.
Kann das Mischbettharz gewechselt werden?
Ja. Das Mischbettharz ist ein Verbrauchsmaterial und kann bei Erschöpfung ersetzt werden. Harztyp, Füllmenge und Temperaturbereich müssen zur Patrone passen.
Ist die Patrone für Heizungsbefüllung nach VDI 2035 gedacht?
Nicht primär. Für Heizungsbefüllung nach VDI 2035 sind spezielle Heizungsbefüllpatronen passender. Die Heißwasser-Mischbettpatrone ist für warmes oder heißes Wasser bis 80 °C ausgelegt.
Ist das erzeugte Wasser steril?
Nein. Die Patrone entfernt gelöste Ionen, erzeugt aber kein steriles Wasser. Für sterile oder pharmazeutische Anwendungen ist eine gesonderte Wasserqualität erforderlich.
Welche Temperatur ist maximal zulässig?
Die sichtbaren Heißwasser-Mischbettpatronen sind für Wasser bis 80 °C ausgelegt. Höhere Temperaturen sollten nicht ohne technische Prüfung verwendet werden.
WHGFachbetrieb





