ION-TEC-PLUS A6K4
Mischbettharz
zur Wasservollentsalzung
Art.Nr.: A6K4-25
EUR 123,85 - EUR 136,23
Preis netto: EUR 114,48
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Liter |
|---|---|---|
| 1-4 | EUR 136,23 | EUR 5,45 |
| 5-14 -3 % | EUR 132,14 | EUR 5,29 |
| 15-39 -6 % | EUR 128,06 | EUR 5,12 |
| >= 40 -9 % | EUR 123,85 | EUR 4,95 |
Zahlungsweisen
Mischbettharz 5
Datenblätter
Mischbettharz-A6K4-Datenblatt.pdf (0.22 MB)
Produktbeschreibung
ION-TEC-PLUS A6K4 Mischbettharz
ION-TEC-PLUS A6K4 ist ein regenerierbares Mischbettharz zur Wasservollentsalzung. Es besteht aus einem stark sauren Kationenaustauscher und einem stark basischen Anionenaustauscher in der Lieferform H/OH.
Das Mischungsverhältnis von 60 % Anionenharz und 40 % Kationenharz ist auf Anwendungen ausgelegt, bei denen neben niedriger Leitfähigkeit auch eine gute Entfernung von Kieselsäure beziehungsweise Silikat und Kohlendioxid relevant ist. Bei passender Anlagenhydraulik und geeigneter Vorbehandlung können sehr niedrige Leitfähigkeiten bis etwa 0,06 µS/cm erreicht werden.
Regenerierbares Mischbettharz A6K4 zur Vollentsalzung
Funktion im Mischbett
In einem Mischbettfilter arbeiten Kationenaustauscher und Anionenaustauscher gemeinsam in einer Harzschüttung. Der Kationenaustauscher entfernt Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium oder Kalium und gibt Wasserstoffionen ab. Der Anionenaustauscher entfernt Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat, Silikat oder Kohlendioxid-bedingte Anionenbestandteile und gibt Hydroxidionen ab.
Wasserstoffionen und Hydroxidionen verbinden sich zu Wasser. Dadurch werden gelöste Salze aus dem Wasser entfernt und die Leitfähigkeit sinkt deutlich. ION-TEC-PLUS A6K4 wird deshalb zur Herstellung von vollentsalztem Wasser, VE-Wasser und in geeigneten Anlagenkonzepten auch für Reinstwasseranwendungen eingesetzt.
Das Harz ist kein Enthärtungsharz in Natriumform. Es tauscht nicht nur Calcium und Magnesium gegen Natrium aus, sondern arbeitet als Mischbett zur Entsalzung in H/OH-Form.
A6K4-Mischungsverhältnis mit erhöhtem Anionenanteil
ION-TEC-PLUS A6K4 besitzt ein Mischungsverhältnis von 60 % Anionenharz und 40 % Kationenharz. Damit unterscheidet es sich von klassischen 50/50-Mischbettharzen.
Der erhöhte Anionenanteil ist besonders relevant, wenn Kieselsäure, Silikat und Kohlendioxid stärker berücksichtigt werden müssen. Diese Stoffe können bei Standardmischungen begrenzend wirken, insbesondere wenn sehr niedrige Leitfähigkeiten oder stabile Reinstwasserqualitäten gefordert sind.
Die konkrete Leistung hängt von Rohwasserqualität, Vorbehandlung, CO₂-Gehalt, Silikatgehalt, Durchfluss, Betthöhe, Kontaktzeit, Harzmenge und Anlagenaufbau ab. Das A6K4-Verhältnis ersetzt keine Auslegung der Anlage, bietet aber eine technisch sinnvolle Harzmischung für anspruchsvollere Vollentsalzungs- und Feinreinigungsaufgaben.
Regenerierbar und auch für Einweg-Kartuschen geeignet
ION-TEC-PLUS A6K4 ist als regenerierbares Mischbettharz beschrieben. Es kann in geeigneten regenerierbaren Mischbettanlagen eingesetzt werden, wenn Harztrennung, Regeneration und Rückmischung verfahrenstechnisch vorgesehen sind.
Das Harz ist außerdem für nicht regenerierbare Kartuschen geeignet. Bei Einwegpatronen wird die Harzfüllung nach Erschöpfung ausgetauscht. Bei regenerierbaren Systemen müssen die einzelnen Harzkomponenten sauber getrennt, getrennt regeneriert und anschließend wieder homogen gemischt werden.
Ob eine Regeneration technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von Harzmenge, Anlagenbauart, Regenerationschemikalien, Abwasserbehandlung, Arbeitsaufwand und geforderter Wasserqualität ab.
Einsatz in Vollentsalzung und Reinstwasseraufbereitung
Vollentsalzungsanlagen
ION-TEC-PLUS A6K4 kann in Vollentsalzungsanlagen eingesetzt werden, wenn eine sehr niedrige Leitfähigkeit und eine hohe Entsalzungsleistung benötigt werden. Das Mischbettharz arbeitet dabei als Feinreinigungsstufe, Polisher oder als Harzfüllung in passenden Mischbettpatronen.
Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Mischbettfiltern und deren Einsatz zur Feinentsalzung nach Umkehrosmose, Vollentsalzung oder anderen Vorbehandlungsstufen.
Mischbettharze werden häufig dort eingesetzt, wo die Restleitfähigkeit nach der Vorbehandlung weiter reduziert werden muss. Das kann zum Beispiel nach einer Umkehrosmose, nach einer zweistraßigen Vollentsalzung oder als Endpolisher vor sensiblen Verbrauchern erforderlich sein.
Reinstwasseraufbereitung
Bei der Reinstwasseraufbereitung kann ION-TEC-PLUS A6K4 als Polisher oder Kartuschenfüllung eingesetzt werden, wenn die Vorbehandlung bereits eine geeignete Wasserqualität liefert. Besonders wichtig sind dabei niedrige Restleitfähigkeit, begrenzte organische Belastung, geringe Partikelbelastung und eine stabile hydraulische Betriebsweise.
Ein Mischbettharz erzeugt die beste Wasserqualität, wenn das Zulaufwasser bereits gut vorbehandelt ist. Je höher die Leitfähigkeit, der CO₂-Gehalt, die organische Belastung oder der Silikatgehalt im Zulauf, desto schneller wird die Harzkapazität verbraucht.
Für stabile Reinstwasserqualität sollte die Leitfähigkeit nach dem Mischbett kontinuierlich oder regelmäßig überwacht werden. Dafür kann ein analoges Leitfähigkeitsmessgerät im niedrigen Messbereich eingesetzt werden.
Ionenaustauscheranlagen und Kondensataufbereitung
Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.
In der Kondensataufbereitung kann ein Mischbett je nach Anlagenkonzept zur Feinreinigung eingesetzt werden. Entscheidend sind dabei Kondensatqualität, Temperatur, organische Belastung, Leitfähigkeit, Partikel, Prozessanforderungen und die vorhandene Vorbehandlung.
ION-TEC-PLUS A6K4 ist dabei nicht pauschal für jede Kondensatanwendung geeignet. Die Eignung muss anhand der tatsächlichen Wasseranalyse, Temperaturbelastung, Betriebsweise und Zielqualität geprüft werden.
Technische Daten
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Produkt | ION-TEC-PLUS A6K4 |
| Artikelnummer | A6K4-25 |
| Produkttyp | regenerierbares Mischbettharz |
| Anwendung | Wasservollentsalzung, VE-Wasser, Feinentsalzung |
| Verpackungseinheit | 25 Liter Sack |
| Harzzusammensetzung | stark basisches Anionenharz und stark saures Kationenharz |
| Anionenanteil / Kationenanteil | 60 / 40 % |
| Lieferform / Beladung | H / OH |
| Matrix | vernetztes Polystyrol |
| Polymerstruktur | vernetzter Gel Typ I |
| Physische Form | feuchte Kugelperlen |
| Effektive Größe | ca. 0,5–0,6 mm |
| Korngrößenverteilung | gleichförmig |
| Kinetik | sehr gute Austauschgeschwindigkeit |
| Eigenschaften | chemisch und mechanisch sehr stabil |
| Temperaturstabilität regenerativ | max. 60 °C |
| Temperaturstabilität Einweg | max. 100 °C |
| Mögliche Leitfähigkeit | bis ca. 0,06 µS/cm bei passenden Betriebsbedingungen |
| Besonderheit | erhöhter Anionenanteil für verbesserte Silikat- und CO₂-Betrachtung |
| Abgrenzung | kein Enthärtungsharz, kein reiner Kationenaustauscher, kein reiner Anionenaustauscher |
Typische Anwendungen
ION-TEC-PLUS A6K4 kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:
- Mischbettfilter
- Vollentsalzungspatronen
- VE-Wasser-Erzeugung
- Reinstwasseraufbereitung
- Feinreinigung nach Umkehrosmose
- Feinreinigung nach Vollentsalzungsanlagen
- Polishing-Stufen in technischen Wasseraufbereitungsanlagen
- Laborwasser und Prozesswasser nach technischer Prüfung
- chemische Industrie und industrielle Wasseraufbereitung
- Aquaristik, wenn Wasserqualität und Anwendung passen
Für kleine Systeme kann das Harz zum Beispiel in passenden Mischbettpatronen eingesetzt werden. Eine geeignete Patrone wie die Vollentsalzungspatrone Mischbett MB12 muss zur benötigten Harzmenge, Durchflussleistung und gewünschten Wasserqualität passen.
Hinweise zur Auslegung
Die Leistung eines Mischbettharzes hängt stark vom Zulaufwasser ab. Entscheidend sind insbesondere:
- Leitfähigkeit des Zulaufwassers
- CO₂-Gehalt
- Silikat beziehungsweise Kieselsäure
- Natrium, Calcium, Magnesium und andere Kationen
- Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat und andere Anionen
- organische Belastung
- Partikel und Trübstoffe
- Temperatur
- Durchfluss
- Betthöhe
- Kontaktzeit
- Harzmenge
- gewünschte Endleitfähigkeit
- Mess- und Überwachungstechnik
Bei sehr hohen Leitfähigkeiten, hohem CO₂-Gehalt oder hoher Silikatbelastung kann die Kapazität schneller erschöpft sein. Eine geeignete Vorbehandlung kann die Standzeit des Mischbetts deutlich verbessern.
Geruch und Erstspülung
Neues Mischbettharz kann materialbedingt einen leichten aminartigen Eigengeruch aufweisen. Dieser Geruch kann je nach Produktionscharge und Lagerdauer unterschiedlich stark wahrnehmbar sein. Nach ausreichender Erstspülung ist der Geruch in der Regel nicht mehr relevant.
Der anfängliche Eigengeruch ist kein sicherer Hinweis auf eine schlechte Wasserqualität. Entscheidend sind nach der Inbetriebnahme die gemessene Leitfähigkeit, der Spülzustand und die Wasserqualität im Betrieb.
Vor der ersten Nutzung sollte das Harz gründlich gespült werden, bis das Spülwasser klar ist und die gewünschte Leitfähigkeit erreicht wird. Bei sehr niedrigen Leitfähigkeitsanforderungen kann eine längere Erstspülung erforderlich sein.
Chlor, Chloramine und Oxidationsmittel
Ionenaustauscherharze sind empfindlich gegenüber Oxidationsmitteln. Freies Chlor oder Chloramine im Zulauf können Harzleistung, Geruch und Standzeit negativ beeinflussen.
Bei chlorhaltigem Stadtwasser sollte vor dem Mischbett eine geeignete Entchlorung geprüft werden. Das gilt besonders bei empfindlichen Reinstwasseranwendungen oder wenn das Harz möglichst lange Standzeiten erreichen soll.
Regeneration und Harztrennung
Bei regenerierbaren Mischbettanlagen müssen Kationenharz und Anionenharz vor der Regeneration voneinander getrennt werden. Anschließend werden die Harze mit geeigneten Chemikalien regeneriert, gespült und wieder gemischt.
Die Regeneration erfordert eine dafür ausgelegte Anlage. Wichtig sind unter anderem Harzdichte, Trennschärfe, Rückspülgeschwindigkeit, Regenerationsmittel, Kontaktzeit, Spülwassermenge und Wiedervermischung.
In nicht regenerierbaren Kartuschen entfällt diese Regeneration. Dort wird die erschöpfte Harzfüllung ersetzt.
Grenzen und Hinweise
ION-TEC-PLUS A6K4 entfernt gelöste Ionen, ist aber kein Partikelfilter und keine Desinfektionsstufe. Trübstoffe, Eisen- oder Manganpartikel, organische Belastungen und mikrobiologische Auffälligkeiten müssen bei Bedarf vor dem Mischbett behandelt werden.
Das Harz ist nicht für eine reine Wasserenthärtung in Natriumform vorgesehen. Wenn nur Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.
Bei Anwendungen mit dauerhaft hoher Temperatur muss zwischen regenerativem Betrieb und Einweg-Betrieb unterschieden werden. Die angegebene Temperaturstabilität ist entsprechend zu beachten.
Angaben für Rückfragen
Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:
- vorhandener Anlagentyp
- vorhandene Harzmenge
- vorhandene Harzbezeichnung
- Zulaufleitfähigkeit
- gewünschte Endleitfähigkeit
- CO₂-Gehalt, falls bekannt
- Silikat beziehungsweise Kieselsäure, falls relevant
- Rohwasseranalyse oder Permeatanalyse
- vorhandene Vorbehandlung, zum Beispiel Umkehrosmose oder Vollentsalzung
- Volumenstrom
- Betriebszeit und gewünschte Standzeit
- Temperatur
- Einsatzbereich, zum Beispiel VE-Wasser, Reinstwasser, Prozesswasser oder Kondensataufbereitung
- ob das Harz in einer regenerierbaren Anlage oder in einer Einweg-Kartusche eingesetzt werden soll
Bewertungen
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Geschrieben von Gast am 09.06.2023
Sehr gutes Mischbettharz
Wir haben das Mischbettharz als Ersatzfüllung für die vorhandenen Mischbettpatronen eingesetzt. Sehr gute Ergebnisse und stabile lange Laufzeit. Vielen Dank für die tolle Beratung.
www.wasseraufbereitung-shop24.de:
Vielen Dank für die Rückmeldung
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