Umkehrosmose Membranelement SWC5 LD 8040

Art.Nr.: EMUOSWC5LD

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Datenblätter

Produktbeschreibung

SWC5-LD 8040 Seewasser-Membrane für 8040-Druckrohre

Das SWC5-LD 8040 ist ein 8"-Umkehrosmose-Membranelement von Nitto Hydranautics für Seewasserentsalzung und Anwendungen mit hohem Salzgehalt. Es wird eingesetzt, wenn eine leistungsfähige Seewasser-RO-Membrane für 8040-Druckrohre benötigt wird.

Die Membrane unterscheidet sich deutlich von Niederdruck-Brackwassermembranen wie ESPA2-LD. Sie ist für höhere Salzfrachten ausgelegt und wird typischerweise in Meerwasserentsalzung, industrieller Abwasserbehandlung mit hohem TDS und Anlagen mit anspruchsvoller Salzrückhaltung eingesetzt.

Einsatzbereich der SWC5-LD 8040

Umkehrosmose Membrane einbauen

Seewasserentsalzung und hoher TDS

Die SWC5-LD 8040 ist für Anwendungen vorgesehen, bei denen Brackwasser- oder Niederdruckmembranen nicht ausreichen. Dazu gehören Seewasserentsalzung, salzhaltige Prozesswässer und industrielle Anwendungen mit hoher gelöster Salzfracht.

Der Einsatzbereich muss immer anhand der Wasseranalyse und Anlagenbedingungen geprüft werden. Entscheidend sind Salzgehalt, Temperatur, Betriebsdruck, Vorbehandlung, gewünschte Permeatqualität, Ausbeute und vorhandene Druckrohre.

8"-Membrane für größere Anlagen

Die Baugröße 8040 ist für 8"-Druckrohre vorgesehen und wird in größeren gewerblichen oder industriellen Umkehrosmoseanlagen eingesetzt. Gegenüber 4040-Elementen bietet ein 8040-Membranelement deutlich mehr Membranfläche und ist für höhere Anlagenleistungen ausgelegt.

Wenn ein vorhandenes 8040-Druckrohr genutzt wird, müssen Druckrohrtyp, Endadapter, Fließrichtung, Dichtungen und Verbindungselemente zur Membrane passen. Die Baugröße allein reicht nicht aus, um die technische Eignung sicher festzulegen.

Abgrenzung zu anderen Membranelementen

Unterschied zur ESPA2-LD 8040

Die ESPA2-LD 8040 ist eine Niederdruck-Brackwassermembrane. Die SWC5-LD 8040 ist dagegen eine Seewasser-Umkehrosmosemembrane. Beide haben zwar die Baugröße 8040, sind aber für unterschiedliche Rohwasserqualitäten und Betriebsbedingungen ausgelegt.

Ein Austausch zwischen Brackwasser- und Seewassermembranen sollte nicht nur nach Baugröße erfolgen. Betriebsdruck, Salzgehalt, Permeatqualität, Ausbeute und Anlagenkonzept müssen zur Membrane passen.

Unterschied zur SWC5-LD 4040

Die SWC5-LD 4040 ist die kleinere 4"-Ausführung für 4040-Druckrohre. Die SWC5-LD 8040 ist die größere 8"-Ausführung für 8040-Druckrohre und größere Anlagenleistungen.

Wenn bereits ein Druckrohr vorhanden ist, entscheidet die vorhandene Baugröße. Eine 8040-Membrane kann nicht in ein 4040-Druckrohr eingebaut werden und umgekehrt.

Unterschied zu Nanofiltrationsmembranen

Die SWC5-LD 8040 ist keine Nanofiltrationsmembrane. Nanofiltrationsmembranen werden zur selektiven Teilentsalzung eingesetzt und haben andere Rückhalteeigenschaften.

Wenn eine Teilentsalzung, Härtereduzierung oder selektive Rückhaltung bestimmter Ionen gewünscht ist, muss eine passende Nanofiltrationsmembrane geprüft werden. Für Seewasserentsalzung und hohe Salzfrachten ist eine geeignete Seewasser-RO-Membrane erforderlich.

LD-Ausführung und Foulingverhalten

Low-Differential-Technologie

Die Produktseite beschreibt die LD-Ausführung als Membrantechnologie mit geringem Verschmutzungsgrad, optimiertem Durchfluss und niedrigem Energieverbrauch. Bei Hydranautics-SWC-Membranen steht der Einsatz in anspruchsvollen Entsalzungsanwendungen im Vordergrund.

Die LD-Ausführung kann den Betrieb unterstützen, ersetzt aber keine Vorbehandlung. Gerade bei Seewasser oder industriellem Abwasser mit hohem TDS sind Trübung, SDI, Biofouling, organische Belastung, Eisen, Mangan, Öl, Schwebstoffe und Scalingrisiken technisch zu bewerten.

Feed Spacer

Auf der Produktseite wird ein Feed Spacer von 0,864 mm genannt. Der Abstandshalter beeinflusst Strömungsführung, Druckverlust, Reinigbarkeit und Foulingverhalten innerhalb des Spiralwickelelements.

Trotz angepasstem Feed Spacer bleibt eine passende Vorbehandlung entscheidend. Wenn die Speisewasserqualität nicht passt, kann auch eine LD-Membrane durch Fouling, Scaling oder Biofouling schnell an Leistung verlieren.

Technische Daten der SWC5-LD 8040

Merkmal Wert
Produkt Umkehrosmose Membranelement SWC5-LD 8040
Hersteller / Baureihe Nitto Hydranautics SWC5-LD
Artikelnummer EMUOSWC5LD
Membrantyp Seewasser-Umkehrosmosemembrane
Baugröße 8040 / 8"-Spiralwickelelement
Membranpolymer Verbundpolyamid
Aktiver Membranbereich 400 ft²
Feed Spacer 0,864 mm
Gewicht laut Shop 30 kg
Lieferzeit laut Shop ca. 4–6 Wochen
Lieferumfang laut Produktseite Membranelement mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen
Verpackung laut Produktseite versiegelter Polyethylen-Beutel mit < 1,0 % Natriummetabisulfit-Lösung, Karton
Kategorie Membranelemente für Umkehrosmoseanlagen
Empfohlenes Zubehör laut Produktseite Antiscalant VITEC 3000
Kunden kauften auch Codeline Druckrohr Größe 8040 Typ 80E30 300 psi
Datenblatt auf Produktseite Datenblatt SWC5 LD 8040.pdf
Zertifikat auf Produktseite Zertifikat-Hydranautics-Membrane.pdf

Vorwasserqualität und Membranschutz

Vorbehandlung bei Seewasser und hohem Salzgehalt

Bei Seewasser-Umkehrosmose ist die Vorbehandlung besonders wichtig. Trübung, Schwebstoffe, organische Belastung, Biofouling, Kolloide, Eisen, Mangan und Scaling können die Membrane stark belasten.

Je nach Rohwasser können Vorfiltration, Ultrafiltration, Aktivkohle, Antiscalant-Dosierung, pH-Korrektur, Desinfektion mit anschließender Entchlorung oder weitere Behandlungsstufen erforderlich sein. Die konkrete Auslegung hängt von Wasseranalyse, Entnahmequelle, Jahreszeit, Temperatur und Anlagenbetrieb ab.

Chlor und Oxidationsmittel

Die SWC5-LD 8040 besteht aus Verbundpolyamid. Polyamidmembranen sind empfindlich gegenüber freiem Chlor und anderen Oxidationsmitteln. Speisewasser darf deshalb nicht ungeprüft chlorhaltig auf die Membrane geführt werden.

Wenn Chlorung oder Oxidation in der Vorbehandlung eingesetzt wird, muss vor der Membrane eine geeignete Entchlorung bzw. Absicherung erfolgen. Andernfalls kann die Membrane dauerhaft geschädigt werden.

Antiscalant und Scaling-Schutz

Auf der Produktseite wird Antiscalant VITEC 3000 als empfohlenes Zubehör angezeigt. Antiscalant kann eingesetzt werden, um mineralische Ausfällungen in Umkehrosmoseanlagen zu reduzieren.

Ob Antiscalant ausreichend ist, hängt von Wasseranalyse, Salzgehalt, Recovery, pH-Wert, Temperatur und Betriebsweise ab. Bei Seewasser- oder Hoch-TDS-Anwendungen sollte die Dosierung nicht pauschal gewählt werden, sondern anhand der Anlagenplanung und Wasserchemie erfolgen.

Einbau, Austausch und Betrieb

Einbau in 8040-Druckrohre

Vor dem Einbau muss geprüft werden, ob das vorhandene Druckrohr für ein 8040-Membranelement geeignet ist. Außerdem müssen Dichtungen, Verbindungselement, O-Ringe, Permeatadapter, Fließrichtung und Druckrohrzustand kontrolliert werden.

Die Produktseite nennt die Lieferung mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen. Beim Austausch sollten Dichtflächen, Endadapter und Druckrohr vor dem Einbau gereinigt und geprüft werden.

Inbetriebnahme nach dem Membranwechsel

Nach dem Einbau sollte die Anlage gespült und kontrolliert in Betrieb genommen werden. Dabei sind Betriebsdruck, Konzentratfluss, Permeatleistung, Permeatleitfähigkeit, Recovery und Differenzdruck zu prüfen.

Bei Seewasseranwendungen ist ein stabiler Betrieb nur möglich, wenn Vorbehandlung, Druckstufe, Pumpenleistung und Membranauslegung zusammenpassen. Abweichungen sollten frühzeitig bewertet werden, damit die neue Membrane nicht durch falsche Betriebsbedingungen belastet wird.

Betriebskontrolle

Im laufenden Betrieb sollten Permeatleistung, Permeatleitfähigkeit, Differenzdruck, Betriebsdruck, Temperatur und Ausbeute regelmäßig dokumentiert werden. Veränderungen dieser Werte können auf Fouling, Scaling, Biofouling, chemische Schädigung oder hydraulische Probleme hinweisen.

Eine sinkende Permeatleistung oder steigende Permeatleitfähigkeit bedeutet nicht automatisch, dass nur die Membrane verbraucht ist. Häufig liegen die Ursachen in Vorbehandlung, Betriebsweise oder Rohwasserqualität.

Reinigung und Lebensdauer

Reinigung der Seewassermembrane

Bei steigender Druckdifferenz, sinkender Permeatleistung oder verschlechterter Permeatqualität kann eine chemische Reinigung erforderlich sein. Reinigungsverfahren und Chemikalien müssen zur Membrane, zum Foulingtyp und zur Anlagenkonstruktion passen.

Vor einer Reinigung sollte möglichst geklärt werden, ob mineralisches Scaling, organisches Fouling, Biofouling, Partikelbelastung oder eine chemische Schädigung vorliegt. Nur dann kann die passende Reinigungsstrategie gewählt werden.

Ursache vor dem Austausch prüfen

Wenn eine vorhandene Membrane ersetzt wird, sollte der Grund für den Austausch geprüft werden. Wird die Ursache für Fouling, Scaling oder chemische Schädigung nicht beseitigt, kann auch ein neues SWC5-LD 8040 Membranelement schnell wieder Leistungsprobleme zeigen.

Für eine technische Bewertung sind Betriebsdaten, Rohwasseranalyse und Verlauf von Permeatleistung, Leitfähigkeit und Differenzdruck besonders wichtig.

Grenzen und nicht geeignete Anwendungen

Keine Brackwasser-Niederdruckmembrane

Die SWC5-LD 8040 ist für Seewasser- und Hochsalzanwendungen vorgesehen. Wenn eine energieeffiziente Brackwasser-Niederdruckmembrane gesucht wird, sind andere Membrantypen wie ESPA2-LD oder vergleichbare Brackwassermembranen zu prüfen.

Eine Seewassermembrane kann nicht pauschal als bessere Brackwassermembrane betrachtet werden. Anlagenbetrieb, Druckniveau, Permeatleistung und Energieverbrauch müssen zur Membrane passen.

Keine Nanofiltration

Die SWC5-LD 8040 ist nicht für selektive Teilentsalzung ausgelegt. Wenn gezielt Härte, Sulfat, organische Moleküle oder bestimmte Ionen reduziert werden sollen, kann eine Nanofiltrationsmembrane technisch passender sein.

Die Auswahl sollte anhand der gewünschten Wasserqualität und der Rohwasseranalyse erfolgen.

Keine Lösung ohne Vorbehandlung

Die SWC5-LD 8040 sollte nicht mit ungeeignetem Rohwasser betrieben werden. Besonders bei offenem Seewasser, Brunnenwasser, Oberflächenwasser oder industriellem Abwasser ist eine passende Vorbehandlung erforderlich.

Ohne Vorbehandlung können Partikel, Biofouling, Scaling oder chemische Belastungen die Membrane schnell schädigen oder die Standzeit deutlich verkürzen.

Passende Ergänzungen

Zubehör und Druckrohre

Für Betrieb und Austausch können passende Druckrohre und Membrangehäuse, Zubehör und Ersatzteile für Umkehrosmoseanlagen, Vorfilter, Dichtungen, Endadapter und Antiscalant-Dosiertechnik erforderlich sein.

Auf der Produktseite wird als Zubehör Antiscalant VITEC 3000 angezeigt. Als häufig mitgekauftes Produkt wird ein Codeline 8040-Druckrohr Typ 80E30 300 psi genannt. Ob dieses Druckrohr zur Anwendung passt, hängt von Druckstufe, Anzahl der Elemente und Anlagenkonzept ab.

Prüfung im Anlagenkontext

Die Membrane sollte immer im Zusammenhang mit der gesamten Umkehrosmoseanlage betrachtet werden. Dazu gehören Hochdruckpumpe, Druckrohre, Vorbehandlung, Antiscalant-Dosierung, Spülung, Reinigung, Mess- und Regeltechnik sowie Entsorgung des Konzentrats.

Besonders bei Seewasseranlagen ist die Membrane nur ein Teil der technischen Auslegung. Druckniveau, Recovery, Vorbehandlung und Permeatqualität müssen zusammen geplant werden.

Angaben für eine technische Prüfung

Für die Prüfung, ob die SWC5-LD 8040 zur Anlage passt, sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Membrantyp
  • vorhandenes Druckrohr und Druckstufe
  • Anzahl der Membranelemente
  • Rohwasseranalyse
  • Salzgehalt bzw. Leitfähigkeit im Zulauf
  • gewünschte Permeatleistung
  • gewünschte Permeatqualität
  • Betriebsdruck
  • Zulauftemperatur
  • Recovery bzw. Ausbeute
  • vorhandene Vorbehandlung
  • vorhandene Antiscalant-Dosierung
  • Differenzdruck über Druckrohr oder Element
  • aktuelle Permeatleistung und Permeatleitfähigkeit
  • Konzentratanfall und Entsorgungssituation
  • Grund für den Membrantausch
  • Fotos von Typenschild, Druckrohr und vorhandener Membrane

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob die Membrane als Ersatz oder für eine neue Auslegung geeignet ist.
 

Häufige Fragen zur SWC5-LD 8040

FAQ SWC5 LD 8040

Ist die SWC5-LD 8040 eine Seewassermembrane?

Ja. Die Produktseite beschreibt die SWC5-LD 8040 als Seewasser-Umkehrosmose-Membranelement. Sie ist für Seewasserentsalzung und Anwendungen mit hohem Salzgehalt vorgesehen.

Was ist der Unterschied zur ESPA2-LD 8040?

Die ESPA2-LD 8040 ist eine Niederdruck-Brackwassermembrane. Die SWC5-LD 8040 ist dagegen eine Seewassermembrane für höhere Salzfrachten und andere Betriebsbedingungen.

Was ist der Unterschied zur SWC5-LD 4040?

Die SWC5-LD 4040 ist die kleinere 4"-Ausführung für 4040-Druckrohre. Die SWC5-LD 8040 ist die größere 8"-Ausführung für 8040-Druckrohre und größere Anlagenleistungen.

Passt die SWC5-LD 8040 in jedes 8040-Druckrohr?

Die Baugröße ist für 8040-Druckrohre vorgesehen. Trotzdem müssen Druckrohrtyp, Druckstufe, Dichtungen, Fließrichtung, Verbindungselemente und Anlagenhydraulik geprüft werden.

Ist die Membrane für Brackwasser sinnvoll?

Nicht pauschal. Für Brackwasser sind häufig Brackwasser- oder Niederdruckmembranen besser geeignet. Eine Seewassermembrane sollte nur eingesetzt werden, wenn Salzgehalt, Druckniveau und gewünschte Wasserqualität dazu passen.

Welche Vorbehandlung ist erforderlich?

Das hängt vom Rohwasser ab. Bei Seewasser und hohem TDS sind in der Regel Filtration, Scaling-Schutz, Kontrolle von Biofouling und sichere Entfernung von Oxidationsmitteln wichtig.

Wird die Membrane mit Dichtungen geliefert?

Laut Produktseite wird das Membranelement mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen geliefert.

Wann sollte die Membrane gereinigt oder ersetzt werden?

Hinweise sind sinkende Permeatleistung, steigender Differenzdruck oder steigende Permeatleitfähigkeit. Vor dem Austausch sollte die Ursache geprüft werden, damit die neue Membrane nicht erneut belastet wird.

 

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