Umkehrosmose Membranelement ESPA4 MAX 8040

Zolltarifnummer 84219990

Art.Nr.: EMUOESPA4MAX

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Hydranautics ESPA4 MAX Umkehrosmose-Membranelement 8040

Das Hydranautics ESPA4 MAX ist ein 8"-Umkehrosmose-Membranelement für industrielle Wasseraufbereitungsanlagen. Es ist auf hohe Permeatleistung bei niedrigem Betriebsdruck ausgelegt und eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen große Wassermengen wirtschaftlich entsalzt werden sollen.

Das Membranelement wird in 8"-Druckrohren eingesetzt und kann als Ersatzmembran oder für neue Umkehrosmoseanlagen verwendet werden, wenn Baugröße, Betriebsbedingungen und Wasserqualität zur Membran passen.

Niederdruckmembran für hohe Wasserleistung

Das ESPA4 MAX erreicht eine spezifizierte Permeatleistung von 13.200 gpd bzw. 50 m³/d. Der Salzrückhalt liegt bei 99,2 %, mindestens 99,0 %.

Die Testbedingungen liegen bei 500 ppm NaCl, 100 psig Prüfdruck, 25 °C, 15 % Permeatausbeute und pH 6,5–7,0. Damit ist das ESPA4 MAX besonders auf hohe Durchsatzleistung bei vergleichsweise niedrigem Prüfdruck ausgelegt.

Im realen Anlagenbetrieb hängen Permeatleistung und Salzrückhalt von Rohwasserqualität, Temperatur, Betriebsdruck, Ausbeute, Vorbehandlung, Druckrohranordnung und Membranzustand ab.

Einsatzbereich

Das ESPA4 MAX eignet sich für industrielle und gewerbliche Umkehrosmoseanlagen, bei denen hohe Permeatleistung und niedriger Energiebedarf wichtig sind.

Typische Anwendungen:

  • industrielle Umkehrosmoseanlagen
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Vorentsalzung
  • VE-Wasser-Erzeugung
  • Wasseraufbereitung vor EDI-Anlagen
  • Wasseraufbereitung vor Mischbett-Polishern
  • Kesselspeisewasser-Vorbehandlung
  • Kühlkreislauf-Nachspeisung
  • Produktionswasser
  • Ersatzmembran für bestehende 8"-RO-Anlagen

Die Eignung muss anhand von Rohwasseranalyse, Anlagenauslegung, Druckrohrkonfiguration, Vorbehandlung, Betriebsdruck, Ausbeute und gewünschter Permeatqualität geprüft werden.

Unterschied zu ESPA2 MAX

Das ESPA4 MAX ist stärker auf hohen Durchsatz bei niedrigem Druck ausgerichtet. Die spezifizierte Permeatleistung liegt bei 50 m³/d, der Salzrückhalt bei 99,2 %.

Das Hydranautics ESPA2 MAX besitzt dagegen einen höheren Salzrückhalt von 99,6 %, aber eine niedrigere spezifizierte Permeatleistung von 45,4 m³/d.

Vereinfacht:

  • ESPA4 MAX: höhere Permeatleistung, niedrigerer Prüfdruck, geringerer Salzrückhalt
  • ESPA2 MAX: höherer Salzrückhalt, etwas geringere Permeatleistung, höherer Prüfdruck

Welche Membran besser passt, hängt von der gewünschten Permeatqualität, Anlagenleistung, Rohwasserleitfähigkeit und vorhandenen Betriebsdaten ab.

Einsatz als Ersatzmembran

Das ESPA4 MAX kann als Ersatzmembran in bestehenden 8"-Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn die hydraulischen und verfahrenstechnischen Bedingungen passen.

Vor dem Austausch sollten geprüft werden:

  • vorhandene Membranbezeichnung
  • Druckrohrgröße
  • Anzahl der Membranelemente je Druckrohr
  • vorhandene Adapter und Interconnectoren
  • Brine-Seal-Ausführung
  • Betriebsdruck
  • Feed-Volumenstrom
  • Konzentrat-Volumenstrom
  • Permeatleistung
  • Permeatleitfähigkeit
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandene Vorbehandlung
  • bisherige Fouling- oder Scalingprobleme

Ein Membranwechsel sollte nicht nur nach Baugröße erfolgen. Entscheidend ist, ob das neue Membranelement zur bestehenden Anlage und zur gewünschten Wasserqualität passt.

Vorbehandlung und Betrieb

Die Standzeit einer RO-Membran hängt stark von der Vorbehandlung und Betriebsweise ab. Partikel, Eisen, Mangan, Härte, organische Belastung, Biofouling, freies Chlor oder unzureichende Überströmung können Leistung und Lebensdauer deutlich reduzieren.

Für einen stabilen Betrieb sind je nach Rohwasserqualität folgende Punkte relevant:

  • geeignete Vorfiltration
  • niedrige Trübung
  • niedriger SDI-Wert
  • Schutz vor freiem Chlor
  • Scalingvermeidung durch Antiscalant oder Enthärtung
  • Kontrolle von Eisen und Mangan
  • ausreichender Konzentratstrom
  • regelmäßige Betriebsdatenerfassung
  • rechtzeitige Reinigung bei Leistungsabfall

Eine hochwertige Membran kann ihre Leistung nur erreichen, wenn Rohwasser, Vorbehandlung und Betriebsweise entsprechend ausgelegt sind.

Chlor unbedingt vermeiden

Das ESPA4 MAX besteht aus Composite-Polyamid. Polyamidmembranen sind empfindlich gegenüber freiem Chlor und oxidierenden Chemikalien. Der maximale Chlorgehalt im Zulauf liegt bei < 0,1 ppm.

Wenn im Rohwasser Chlor vorhanden ist, muss dieses vor der Membran sicher entfernt werden. Geeignete Maßnahmen können Aktivkohle, Reduktionsmitteldosierung oder andere Vorbehandlungsschritte sein.

Ein Chlorschaden ist in der Regel nicht reversibel und führt häufig zu dauerhaft verschlechtertem Salzrückhalt.

Überströmung und Konzentratstrom beachten

Neben Betriebsdruck und Permeatleistung ist der Konzentratstrom entscheidend. Wird die Mindestüberströmung unterschritten, steigt das Risiko für Scaling, Fouling und lokale Aufkonzentration an der Membranoberfläche.

Der Mindest-Konzentratstrom beträgt 12 gpm bzw. 2,7 m³/h je Element. Der maximale Feed-Volumenstrom beträgt 75 gpm bzw. 17,0 m³/h.

Bei der Auslegung muss deshalb nicht nur die Permeatleistung betrachtet werden. Feed-, Permeat- und Konzentratvolumenstrom müssen zusammen zur Druckrohranordnung und Anlagenfahrweise passen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Hersteller Hydranautics / Nitto
Typ ESPA4 MAX
Baugröße 8040
Membrantyp Umkehrosmose-Membranelement
Bauart Spiral-Wound
Membranpolymer Composite Polyamide
Aktive Membranfläche 440 ft² / 40,9 m²
Permeatleistung 13.200 gpd / 50 m³/d
Salzrückhalt 99,2 %
Mindest-Salzrückhalt 99,0 %
Elementlänge A 40,0" / 1.016 mm
Elementdurchmesser B 7,89" / 200 mm
Permeatrohr C 1,125" / 28,6 mm

Testbedingungen

Merkmal Wert
Testlösung 500 ppm NaCl
Prüfdruck 100 psig / 0,7 MPa
Temperatur 25 °C
Permeatausbeute 15 %
pH-Wert 6,5–7,0
Einlaufzeit vor Bewertung mindestens 10 Minuten

Die Permeatleistung einzelner Membranelemente kann fertigungsbedingt abweichen. Der Hersteller gibt eine mögliche Abweichung von ±15 % zur spezifizierten Permeatleistung an.

Einsatzgrenzen

Merkmal Wert
Max. Betriebsdruck 600 psig / 4,14 MPa
Max. Chlorkonzentration < 0,1 ppm
Max. Betriebstemperatur 45 °C
pH-Bereich Dauerbetrieb 2–10
pH-Bereich Reinigung 1–12
Max. Trübung im Zulauf 1,0 NTU
Max. SDI, 15 Minuten 5,0
Max. Feed-Volumenstrom 75 gpm / 17,0 m³/h
Min. Konzentratstrom 12 gpm / 2,7 m³/h
Max. Druckverlust je Element 15 psi / 0,10 MPa

Lieferzustand und Verpackung

Das Membranelement wird mit Brine Seal, Interconnector und O-Ringen geliefert. Die Membran ist in einem verschlossenen Polyethylenbeutel verpackt. Der Beutel enthält eine Konservierungslösung mit weniger als 1,0 % Natriummetabisulfit. Anschließend wird das Element im Karton verpackt.

Vor dem Einbau muss die Membran fachgerecht gespült und in Betrieb genommen werden. Die Konservierungslösung darf nicht in den Prozess gelangen.

Inbetriebnahme und Kontrolle

Nach dem Einbau sollte die Membran gespült und eingefahren werden. Betriebsdaten wie Feed-Druck, Konzentratdruck, Permeatdruck, Permeatleistung, Leitfähigkeit, Temperatur und Ausbeute sollten dokumentiert werden.

Wichtige Betriebshinweise:

  • Membran vor freiem Chlor schützen
  • Rohwasseranalyse prüfen
  • Vorbehandlung kontrollieren
  • ausreichenden Konzentratstrom sicherstellen
  • Grenzwerte für SDI und Trübung einhalten
  • Permeatleistung temperaturkorrigiert bewerten
  • Leitfähigkeit regelmäßig messen
  • Druckverlust überwachen
  • Reinigungsbedarf rechtzeitig erkennen
  • Anlage nach Stillstand korrekt spülen oder konservieren

Für die Kontrolle der Permeatqualität ist ein Handmessgerät zur Leitfähigkeitsmessung sinnvoll. Bei größeren Anlagen sollte eine feste Leitfähigkeitsüberwachung vorgesehen werden.

Abgrenzung zu kompletter Umkehrosmoseanlage

Dieses Produkt ist ein einzelnes Membranelement. Für den Betrieb wird eine geeignete Umkehrosmoseanlage mit Druckrohr, Hochdruckpumpe, Vorbehandlung, Armaturen, Steuerung, Mess- und Sicherheitstechnik benötigt.

Wenn eine komplette Anlage benötigt wird, sind Umkehrosmoseanlagen oder eine projektspezifische Auslegung zu prüfen. Für Rein- oder Reinstwasseranwendungen können zusätzlich EDI, Mischbett-Polisher oder Vollentsalzungsstufen erforderlich sein.

Membranauswahl und Auslegung

Die Auswahl des passenden Membranelements hängt von mehreren Faktoren ab. Ein hoher Nenndurchfluss allein reicht nicht für eine sichere Auslegung.

Für die Auslegung sind wichtig:

  • Rohwasseranalyse
  • gewünschte Permeatqualität
  • benötigte Permeatleistung
  • vorhandene Druckrohrkonfiguration
  • Anzahl der Membranen
  • geplante Ausbeute
  • Temperaturbereich
  • vorhandene Vorbehandlung
  • Scaling- und Foulingrisiko
  • Reinigungsstrategie
  • Betriebsstunden und Lastprofil

Bei Ersatzmembranen sollten vorhandene Betriebsdaten der Anlage mit geprüft werden. Wenn eine Membran frühzeitig verblockt, ist häufig nicht die Membran selbst die Ursache, sondern Vorbehandlung, Ausbeute, Überströmung, Reinigung oder Betriebsweise.

Lagerung

RO-Membranen müssen originalverpackt, frostfrei, kühl und geschützt gelagert werden. Die Membran darf nicht austrocknen. Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen und Beschädigungen der Verpackung sind zu vermeiden.

Wenn eine Membran längere Zeit gelagert oder eine Anlage stillgesetzt wird, müssen geeignete Konservierungs- und Spülmaßnahmen berücksichtigt werden.

Angaben für Rückfragen

Für Rückfragen zur Eignung oder zum Austausch sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandene Membranbezeichnung
  • Anzahl der Membranen
  • Druckrohrgröße und Druckrohranordnung
  • Permeatleistung der Anlage
  • Rohwasseranalyse
  • Leitfähigkeit im Rohwasser und Permeat
  • Betriebsdruck
  • Ausbeute
  • Feed-, Permeat- und Konzentratvolumenstrom
  • Temperatur
  • vorhandene Vorbehandlung
  • aktuelle Störung oder Austauschgrund
  • gewünschte Wasserqualität

So lässt sich prüfen, ob das ESPA4 MAX zum bestehenden System passt oder ob eine andere Membran bzw. eine Anpassung der Vorbehandlung sinnvoller ist.

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