Umkehrosmose Membranelement ESPA2 MAX 8040

Zolltarifnummer 84219990

Art.Nr.: EMUOESPA2MAX

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EUR 916,30
Preis netto: EUR 770,00

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Hydranautics ESPA2 MAX Umkehrosmose-Membranelement

Das Hydranautics ESPA2 MAX ist ein 8"-Umkehrosmose-Membranelement für industrielle Wasseraufbereitungsanlagen. Es wird eingesetzt, wenn hohe Permeatleistung, hoher Salzrückhalt und wirtschaftlicher Anlagenbetrieb kombiniert werden sollen.

Das Membranelement eignet sich besonders für Anwendungen mit größeren Volumenströmen, bei denen eine stabile Entsalzungsleistung und eine hohe Permeatausbeute gefordert sind. Durch die hohe aktive Membranfläche von 440 ft² kann das ESPA2 MAX eine hohe Wasserleistung bei vergleichsweise effizientem Betrieb erreichen.

Für industrielle Umkehrosmoseanlagen

Das ESPA2 MAX ist für den Einsatz in 8"-Druckrohren vorgesehen und wird in gewerblichen sowie industriellen Umkehrosmoseanlagen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Prozesswasser, Kesselspeisewasser, Vorentsalzung, VE-Wasser-Erzeugung, technische Wasserkreisläufe und allgemeine Entsalzungsaufgaben.

Typische Einsatzbereiche:

  • industrielle Umkehrosmoseanlagen
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Kesselspeisewasser-Vorbehandlung
  • VE-Wasser-Erzeugung
  • technische Produktionsprozesse
  • Nachspeisewasser für Kühlkreisläufe
  • Wasseraufbereitung vor EDI-Anlagen
  • Wasseraufbereitung vor Mischbett-Polishern
  • Ersatzmembran für bestehende 8"-RO-Anlagen

Die Eignung muss anhand von Rohwasseranalyse, Anlagenauslegung, Druckrohrkonfiguration, Vorbehandlung, Betriebsdruck, Ausbeute und gewünschter Permeatqualität geprüft werden.

Hohe Permeatleistung bei hohem Salzrückhalt

Das ESPA2 MAX ist auf hohe Wasserleistung und hohe Entsalzungsleistung ausgelegt. Die spezifizierte Permeatleistung beträgt 12.000 gpd bzw. 45,4 m³/d. Der Salzrückhalt liegt bei 99,6 %, mindestens 99,5 %.

Diese Werte gelten unter definierten Testbedingungen mit 1.500 ppm NaCl, 150 psig Prüfdruck, 25 °C, 15 % Permeatausbeute und pH 6,5–7,0. Im realen Anlagenbetrieb können Permeatleistung und Salzrückhalt je nach Rohwasser, Temperatur, Druck, Vorbehandlung und Anlagenkonfiguration abweichen.

Niederdruck-Membran für energieeffizienten Betrieb

Die ESPA-Serie von Hydranautics ist für effiziente Umkehrosmoseanwendungen bekannt. Das ESPA2 MAX kann in vielen Anlagen helfen, bei vergleichsweise moderatem Betriebsdruck eine hohe Permeatleistung zu erreichen.

Das ist besonders interessant, wenn Energiekosten, Pumpenleistung und Betriebskosten eine wichtige Rolle spielen. Die tatsächliche Energieeinsparung hängt jedoch immer von der gesamten Anlage ab: Rohwasserqualität, Vorbehandlung, Druckrohrbelegung, Ausbeute, Pumpentechnik und Regelung müssen zusammen betrachtet werden.

Einsatz als Ersatzmembran

Das ESPA2 MAX kann als Ersatzmembran in bestehenden Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn Baugröße, Betriebsdaten und Anlagenanforderungen passen. Vor dem Austausch sollte geprüft werden, ob vorhandene Druckrohre, Adapter, Interconnectoren, Dichtungen und Strömungsbedingungen zum Membranelement passen.

Wichtige Prüfpunkte vor dem Austausch:

  • vorhandene Membrangröße
  • Druckrohrdurchmesser und Druckrohrlänge
  • Anzahl der Membranelemente je Druckrohr
  • vorhandene Spacer- und Dichtungsausführung
  • Betriebsdruck
  • Feed-Volumenstrom
  • Konzentrat-Volumenstrom
  • Permeatqualität
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandene Vorbehandlung
  • bisherige Fouling- oder Scalingprobleme

Ein Membranaustausch sollte nicht nur nach Artikelbezeichnung erfolgen. Entscheidend ist, ob die neue Membran hydraulisch und verfahrenstechnisch zur bestehenden Anlage passt.

Vorbehandlung ist entscheidend

Die Lebensdauer einer RO-Membran hängt stark von der Vorbehandlung ab. Partikel, Eisen, Mangan, Härte, organische Belastung, Biofouling, freies Chlor oder ungeeignete Antiscalant-Dosierung können Membranen beschädigen oder die Leistung stark reduzieren.

Für einen stabilen Betrieb sind je nach Rohwasserqualität Vorfilter, Enthärtung, Antiscalant-Dosierung, Aktivkohle, Enteisenung, Entmanganung oder weitere Vorbehandlungsschritte erforderlich.

Besonders wichtig:

  • freies Chlor vermeiden
  • SDI und Trübung niedrig halten
  • Scaling durch Härte und Salze verhindern
  • Biofouling durch geeignete Betriebsweise reduzieren
  • ausreichenden Konzentratstrom sicherstellen
  • Betriebsdaten regelmäßig kontrollieren

Das ESPA2 MAX ist ein hochwertiges Membranelement. Die mögliche Leistung wird aber nur erreicht, wenn Rohwasser, Vorbehandlung und Anlagenbetrieb zur Membran passen.

Chlorbeständigkeit beachten

Das Membranelement besteht aus Composite-Polyamid. Polyamidmembranen sind empfindlich gegenüber freiem Chlor und oxidierenden Chemikalien. Der maximale Chlorgehalt im Zulauf liegt bei < 0,1 ppm.

Wenn im Rohwasser Chlor vorhanden ist, muss dieses vor der Membran sicher entfernt werden. Dafür kommen je nach Anwendung Aktivkohle, Dosierung geeigneter Reduktionsmittel oder andere Aufbereitungsschritte infrage.

Ein Chlorschaden ist meist nicht reversibel und kann zu dauerhaft schlechterem Salzrückhalt führen.

Betriebsgrenzen einhalten

Für eine lange Membranstandzeit sollten die zulässigen Betriebsgrenzen eingehalten werden. Dazu gehören maximaler Betriebsdruck, Temperatur, pH-Bereich, Trübung, SDI, Feed-Volumenstrom, Konzentrat-Volumenstrom und Druckverlust.

Besonders kritisch ist ein zu geringer Konzentratstrom. Wenn die Mindestüberströmung unterschritten wird, steigt das Risiko für Scaling, Fouling und lokale Aufkonzentration an der Membranoberfläche. Dadurch können Leistung und Lebensdauer deutlich sinken.

Technische Daten

Merkmal Wert
Hersteller Hydranautics / Nitto
Typ ESPA2 MAX
Membrantyp Umkehrosmose-Membranelement
Bauart Spiral-Wound
Membranpolymer Composite Polyamide
Aktive Membranfläche 440 ft² / 40,9 m²
Permeatleistung 12.000 gpd / 45,4 m³/d
Salzrückhalt 99,6 %
Mindest-Salzrückhalt 99,5 %
Elementlänge A 40,0" / 1.016 mm
Elementdurchmesser B 7,89" / 200 mm
Permeatrohr C 1,125" / 28,6 mm

Testbedingungen

Merkmal Wert
Testlösung 1.500 ppm NaCl
Prüfdruck 150 psig / 1,03 MPa
Temperatur 25 °C
Permeatausbeute 15 %
pH-Wert 6,5–7,0
Einlaufzeit vor Bewertung mindestens 10 Minuten

Die Permeatleistung einzelner Membranelemente kann fertigungsbedingt abweichen. Der Hersteller gibt eine mögliche Abweichung von ±15 % zur spezifizierten Permeatleistung an.

Einsatzgrenzen

Merkmal Wert
Max. Betriebsdruck 600 psig / 4,14 MPa
Max. Chlorkonzentration < 0,1 ppm
Max. Betriebstemperatur 45 °C
pH-Bereich Dauerbetrieb 2–10,6
pH-Bereich Reinigung 1–12
Max. Trübung im Zulauf 1,0 NTU
Max. SDI, 15 Minuten 5,0
Max. Feed-Volumenstrom 75 gpm / 17,0 m³/h
Min. Konzentratstrom 12 gpm / 2,7 m³/h
Max. Druckverlust je Element 15 psi / 0,10 MPa

Lieferzustand und Verpackung

Das Membranelement wird mit Brine Seal, Interconnector und O-Ringen geliefert. Die Membran ist in einem verschlossenen Polyethylenbeutel verpackt. Der Beutel enthält eine Konservierungslösung mit weniger als 1,0 % Natriummetabisulfit. Anschließend wird das Element im Karton verpackt.

Vor dem Einbau muss die Membran entsprechend den Vorgaben gespült und in Betrieb genommen werden. Die Konservierungslösung darf nicht in den Prozess gelangen.

Inbetriebnahme und Betrieb

Nach dem Einbau sollte die Membran fachgerecht gespült und eingefahren werden. Betriebsdaten wie Feed-Druck, Konzentratdruck, Permeatdruck, Permeatleistung, Leitfähigkeit, Temperatur und Ausbeute sollten dokumentiert werden.

Wichtige Betriebshinweise:

  • Membran vor freiem Chlor schützen
  • Rohwasseranalyse prüfen
  • Vorbehandlung kontrollieren
  • ausreichenden Konzentratstrom sicherstellen
  • Grenzwerte für SDI und Trübung einhalten
  • Permeatleistung temperaturkorrigiert bewerten
  • Leitfähigkeit regelmäßig messen
  • Druckverlust überwachen
  • Reinigungsbedarf rechtzeitig erkennen
  • Anlage nach Stillstand korrekt spülen oder konservieren

Für die Kontrolle der Permeatqualität ist ein Handmessgerät zur Leitfähigkeitsmessung sinnvoll. Bei größeren Anlagen sollte eine feste Leitfähigkeitsüberwachung vorgesehen werden.

Abgrenzung zu kompletter Umkehrosmoseanlage

Dieses Produkt ist ein einzelnes Membranelement. Für den Betrieb wird eine geeignete Umkehrosmoseanlage mit Druckrohr, Hochdruckpumpe, Vorbehandlung, Armaturen, Steuerung, Mess- und Sicherheitstechnik benötigt.

Wenn eine komplette Anlage benötigt wird, sind Umkehrosmoseanlagen oder eine projektspezifische Auslegung zu prüfen. Für Rein- oder Reinstwasseranwendungen können zusätzlich EDI, Mischbett-Polisher oder Vollentsalzungsstufen erforderlich sein.

Membranauswahl und Auslegung

Die Auswahl des passenden Membranelements hängt von mehreren Faktoren ab. Ein hoher Nenndurchfluss allein reicht nicht für eine sichere Auslegung.

Für die Auslegung sind wichtig:

  • Rohwasseranalyse
  • gewünschte Permeatqualität
  • benötigte Permeatleistung
  • vorhandene Druckrohrkonfiguration
  • Anzahl der Membranen
  • geplante Ausbeute
  • Temperaturbereich
  • vorhandene Vorbehandlung
  • Scaling- und Foulingrisiko
  • Reinigungsstrategie
  • Betriebsstunden und Lastprofil

Bei Ersatzmembranen sollten vorhandene Betriebsdaten der Anlage mit geprüft werden. Wenn eine Membran frühzeitig verblockt, ist häufig nicht die Membran selbst die Ursache, sondern Vorbehandlung, Ausbeute, Überströmung, Reinigung oder Betriebsweise.

Lagerung

RO-Membranen müssen originalverpackt, frostfrei, kühl und geschützt gelagert werden. Die Membran darf nicht austrocknen. Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen und Beschädigungen der Verpackung sind zu vermeiden.

Wenn eine Membran längere Zeit gelagert oder eine Anlage stillgesetzt wird, müssen geeignete Konservierungs- und Spülmaßnahmen berücksichtigt werden.

Angaben für Rückfragen

Für Rückfragen zur Eignung oder zum Austausch sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandene Membranbezeichnung
  • Anzahl der Membranen
  • Druckrohrgröße und Druckrohranordnung
  • Permeatleistung der Anlage
  • Rohwasseranalyse
  • Leitfähigkeit im Rohwasser und Permeat
  • Betriebsdruck
  • Ausbeute
  • Feed-, Permeat- und Konzentratvolumenstrom
  • Temperatur
  • vorhandene Vorbehandlung
  • aktuelle Störung oder Austauschgrund
  • gewünschte Wasserqualität

So lässt sich prüfen, ob das ESPA2 MAX zum bestehenden System passt oder ob eine andere Membran bzw. eine Anpassung der Vorbehandlung sinnvoller ist.

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