Umkehrosmose Membranelement LFC3-LD 8040

Zolltarifnummer 84219990

Art.Nr.: EMUOLFC3

« Zurück zur Kategorie

EUR 991,27
Preis netto: EUR 833,00

inkl. 19 % USt

  • Lieferzeit ca. 1-2 Wochen
  • Gewicht 30 kg


Zahlungsweisen

PayPal Vorkasse Kreditkarten Lastschrift Sofortüberweisung

Bewertung: 0.0 von 5

Datenblätter

Produktbeschreibung

LFC3-LD 8040 Membranelement für schwieriges Speisewasser

Das LFC3-LD 8040 ist ein 8"-Umkehrosmose-Membranelement von Nitto Hydranautics für kommunale und industrielle Anwendungen mit anspruchsvoller Speisewasserqualität. Die Membrane ist für 8040-Druckrohre vorgesehen und wird eingesetzt, wenn ein hoher Permeatfluss, gute Salzrückhaltung und reduzierte Foulingneigung kombiniert werden sollen.

Die LFC-Baureihe steht für Low Fouling Composite. Sie ist auf Speisewässer ausgelegt, die stärker zu Fouling, organischer Belastung oder Verschmutzung neigen können als klassisch gut vorbehandeltes Stadt- oder Brackwasser. Damit unterscheidet sich die LFC3-LD 8040 von reinen Niederdruck-Brackwassermembranen wie der ESPA2-LD 8040 und von Seewassermembranen wie der SWC5-LD 8040.

Einsatzbereich der LFC3-LD 8040

Umkehrosmose Membrane einbauen

Low-Fouling-Membrane für kommunale und industrielle Anwendungen

Die LFC3-LD 8040 eignet sich für Anwendungen, bei denen das Speisewasser technisch anspruchsvoller ist und eine Membrane mit reduzierter Foulingneigung benötigt wird. Typische Einsatzbereiche sind kommunales Abwasser nach geeigneter Vorbehandlung, industrielle Prozesswässer, Wasserwiederverwendung und Anwendungen mit schwierigerem Speisewasser.

Die Membrane ersetzt keine Vorbehandlung, kann aber bei richtig ausgelegter Anlage helfen, Foulingneigung, Reinigungsaufwand und Differenzdruckanstieg besser zu kontrollieren. Entscheidend bleiben Wasseranalyse, Vorbehandlung, SDI, Trübung, organische Belastung, Biofoulingrisiko, Scalingpotenzial und Anlagenbetrieb.

8"-Membrane für 8040-Druckrohre

Die LFC3-LD 8040 ist ein 8"-Spiralwickelelement für geeignete 8040-Druckrohre. Diese Baugröße wird vor allem in größeren gewerblichen und industriellen Umkehrosmoseanlagen eingesetzt.

Vor dem Austausch müssen Druckrohr, Dichtungen, Verbindungselemente, Fließrichtung, vorhandene Adapter und die Anlagenhydraulik geprüft werden. Die Baugröße 8040 allein sagt noch nicht aus, ob die Membrane zur Anwendung passt.

Abgrenzung zu anderen Membranelementen

Unterschied zur ESPA2-LD 8040

Die ESPA2-LD 8040 ist eine 8"-Niederdruck-Brackwassermembrane. Die LFC3-LD 8040 ist dagegen stärker auf schwieriges Speisewasser und reduzierte Foulingneigung ausgerichtet.

Wenn ein möglichst energieeffizienter Betrieb mit gut vorbehandeltem Brackwasser im Vordergrund steht, kann eine ESPA2-LD-Membrane passend sein. Wenn die Foulingneigung des Speisewassers stärker im Fokus steht, ist die LFC3-LD 8040 die spezifischere Ausführung.

Unterschied zur SWC5-LD 8040

Die SWC5-LD 8040 ist eine Seewasser-Umkehrosmosemembrane für höhere Salzfrachten. Die LFC3-LD 8040 ist keine Seewassermembrane, sondern für kommunale und industrielle Anwendungen mit schwierigerem Speisewasser vorgesehen.

Ein Austausch zwischen LFC-, ESPA- und SWC-Membranen sollte nicht nur nach Baugröße erfolgen. Salzgehalt, Betriebsdruck, Permeatqualität, Recovery, Vorbehandlung und Anlagenkonzept müssen zum Membrantyp passen.

Unterschied zu Nanofiltrationsmembranen

Die LFC3-LD 8040 ist eine Umkehrosmosemembrane und keine Nanofiltrationsmembrane. Nanofiltrationsmembranen werden zur selektiven Teilentsalzung eingesetzt und haben andere Rückhalteeigenschaften.

Wenn Härte, Sulfat oder bestimmte organische Bestandteile gezielt reduziert werden sollen, kann eine passende Nanofiltration technisch passender sein. Für eine stärkere Entsalzung wird dagegen eine geeignete Umkehrosmosemembrane benötigt.

LFC-Technologie und Foulingverhalten

Low Fouling Composite

Die LFC3-LD gehört zur Low-Fouling-Composite-Baureihe von Hydranautics. Diese Membrantechnologie ist für Speisewässer vorgesehen, bei denen Fouling, organische Belastung oder kommunale und industrielle Wasserwiederverwendung eine größere Rolle spielen.

Durch die Low-Fouling-Ausführung kann der Betrieb stabiler werden und der Reinigungsbedarf sinken. Trotzdem müssen Vorbehandlung, Betriebsparameter und Reinigungsstrategie zur tatsächlichen Wasserqualität passen.

Feed Spacer und Delta P

Die Membrane besitzt einen Feed Spacer von 0,864 mm. Der dickere Soleabstandshalter unterstützt die Strömungsführung im Membranelement und kann helfen, den Differenzdruck zu reduzieren.

Ein niedrigerer Differenzdruck ist besonders bei foulinganfälligem Speisewasser relevant. Wenn sich Partikel, Biofilm oder organische Beläge im Element aufbauen, steigt der Druckverlust. Deshalb sollten Differenzdruck, Permeatleistung und Permeatleitfähigkeit regelmäßig kontrolliert werden.

Technische Daten der LFC3-LD 8040

Merkmal Wert
Produkt Umkehrosmose Membranelement LFC3-LD 8040
Hersteller / Baureihe Nitto Hydranautics LFC3-LD
Artikelnummer EMUOLFC3
Membrantyp Low-Fouling-Umkehrosmosemembrane
Baugröße 8040 / 8"-Spiralwickelelement
Membranpolymer Verbundpolyamid
Aktiver Membranbereich 400 ft²
Feed Spacer 0,864 mm
Permeatleistung 41,6 m³/Tag
Nominale Salzabweisung 99,7 %
Gewicht 30 kg
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen
Lieferumfang Membranelement mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen
Verpackung versiegelter Polyethylen-Beutel mit < 1,0 % Natriummetabisulfit-Lösung, Karton
Einsatzbereich schwieriges Speisewasser, kommunale und industrielle Anwendungen
Kategorie Membranelemente für Umkehrosmoseanlagen
Empfohlenes Zubehör Antiscalant VITEC 3000
Datenblatt Hydranautics-LFC3-LD-Datenblatt.pdf
Zolltarifnummer 84219990

Vorwasserqualität und Membranschutz

Vorbehandlung bleibt erforderlich

Auch eine Low-Fouling-Membrane benötigt geeignet vorbehandeltes Speisewasser. Trübung, SDI, Schwebstoffe, organische Belastung, Biofouling, Eisen, Mangan, Öl, Härteausfällungen und kolloidale Stoffe können die Membrane belasten.

Je nach Rohwasser können Vorfilter, Ultrafiltration, Aktivkohle, Antiscalant-Dosierung, pH-Korrektur, Enthärtung, Enteisenung, Entmanganung oder biologische Stabilisierung erforderlich sein. Die konkrete Auslegung hängt von Wasseranalyse, Recovery, Temperatur, Betriebsdruck und Anlagenkonzept ab.

Kommunales Abwasser und Wasserwiederverwendung

Bei kommunalem Abwasser oder Wasserwiederverwendung ist die Vorbehandlung besonders wichtig. Organische Reststoffe, Biofoulingrisiko, Partikel, Kolloide und schwankende Wasserqualität können die Standzeit der Membrane beeinflussen.

Die LFC3-LD 8040 kann für solche Anwendungen geeignet sein, wenn die Vorbehandlung und Betriebsweise entsprechend ausgelegt sind. Ohne stabile Speisewasserqualität kann auch eine Low-Fouling-Membrane schnell verschmutzen.

Chlor und Oxidationsmittel

Die LFC3-LD 8040 besteht aus Verbundpolyamid. Polyamidmembranen sind empfindlich gegenüber freiem Chlor und anderen Oxidationsmitteln.

Wenn in der Vorbehandlung Chlor, Oxidationsmittel oder Desinfektionschemikalien eingesetzt werden, muss vor der Membrane eine sichere Entchlorung bzw. Absicherung erfolgen. Eine chemische Schädigung ist in der Regel nicht rückgängig zu machen.

Einbau, Austausch und Betrieb

Einbau in 8040-Druckrohre

Vor dem Einbau muss geprüft werden, ob das vorhandene Druckrohr für ein 8040-Membranelement geeignet ist. Außerdem müssen Dichtungen, Verbindungselemente, O-Ringe, Permeatadapter, Fließrichtung und Druckrohrzustand kontrolliert werden.

Das Membranelement wird mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen geliefert. Beim Austausch sollten Druckrohr, Endadapter und Dichtflächen gereinigt und auf Beschädigungen geprüft werden.

Inbetriebnahme nach dem Membranwechsel

Nach dem Einbau sollte die Anlage gespült und kontrolliert in Betrieb genommen werden. Dabei sind Betriebsdruck, Permeatleistung, Konzentratfluss, Permeatleitfähigkeit, Recovery und Differenzdruck zu prüfen.

Bei Anwendungen mit schwierigerem Speisewasser sollten die Betriebswerte besonders sorgfältig dokumentiert werden. So lässt sich früh erkennen, ob Fouling, Scaling oder Biofouling zunimmt.

Betriebskontrolle

Im laufenden Betrieb sollten Permeatleistung, Permeatleitfähigkeit, Zulaufdruck, Konzentratdruck, Differenzdruck, Temperatur und Recovery regelmäßig überwacht werden.

Sinkende Permeatleistung, steigender Differenzdruck oder zunehmende Permeatleitfähigkeit können Hinweise auf Fouling, Scaling, Biofouling, chemische Schädigung oder mechanische Probleme sein. Die Ursache sollte geprüft werden, bevor nur die Membrane getauscht wird.

Reinigung und Lebensdauer

Reinigung bei Fouling

Bei steigender Druckdifferenz, sinkender Permeatleistung oder verschlechterter Permeatqualität kann eine chemische Reinigung erforderlich sein. Reinigungsverfahren und Chemikalien müssen zur Membrane und zum Foulingtyp passen.

Bei organischem Fouling, Biofouling, Scaling oder Partikelbelastung sind unterschiedliche Reinigungsstrategien erforderlich. Eine pauschale Reinigung ohne Ursachenbewertung kann zu unzureichendem Ergebnis oder zusätzlicher Belastung der Membrane führen.

Ursache vor dem Austausch prüfen

Wenn eine vorhandene Membrane ersetzt wird, sollte der Grund für den Austausch geprüft werden. Wenn Fouling, Scaling, Biofouling oder chemische Schädigung durch die Betriebsweise verursacht wurden, kann auch ein neues LFC3-LD 8040 Membranelement schnell wieder belastet werden.

Für eine technische Bewertung sind Rohwasseranalyse, Vorbehandlung, Betriebsdaten, Reinigungsverlauf und Entwicklung von Differenzdruck, Permeatleistung und Permeatleitfähigkeit wichtig.

Grenzen und nicht geeignete Anwendungen

Keine Seewassermembrane

Die LFC3-LD 8040 ist nicht als Seewassermembrane zu betrachten. Für Meerwasserentsalzung oder sehr hohe Salzfrachten sind Seewassermembranen wie die SWC5-LD 8040 oder andere geeignete Seewasser-Membranelemente zu prüfen.

Eine Low-Fouling-Membrane ersetzt keine Membrane für hohe Salzgehalte. Druckniveau, Salzrückhaltung, Permeatqualität und Anlagenkonzept müssen zur Anwendung passen.

Keine Nanofiltration

Die LFC3-LD 8040 ist keine Nanofiltrationsmembrane. Wenn eine selektive Teilentsalzung oder gezielte Härtereduzierung gefordert ist, sollte eine passende Nanofiltration geprüft werden.

Die Auswahl zwischen Umkehrosmose und Nanofiltration richtet sich nach gewünschter Wasserqualität, Rohwasseranalyse und Rückhalteanforderung.

Keine Lösung ohne Vorbehandlung

Die LFC3-LD 8040 ist für schwierigeres Speisewasser geeignet, aber nicht für ungeeignet vorbehandeltes Rohwasser. Besonders bei Abwasserwiederverwendung, Oberflächenwasser, Brunnenwasser oder industriellem Prozesswasser muss die Vorbehandlung zur Belastung passen.

Ohne passende Vorbehandlung können Fouling, Scaling, Biofouling oder chemische Schädigung die Standzeit deutlich verkürzen.

Passende Ergänzungen

Zubehör und Druckrohre

Für Betrieb und Austausch können passende Druckrohre und Membrangehäuse, Vorfilter, Dichtungen, Endadapter und eine geeignete Antiscalant-Dosierung erforderlich sein.

Antiscalant VITEC 3000 kann bei geeigneter Auslegung eingesetzt werden, um mineralische Ausfällungen in der Umkehrosmoseanlage zu reduzieren.

Prüfung im Anlagenkontext

Die Membrane sollte immer im Zusammenhang mit der gesamten Umkehrosmoseanlage betrachtet werden. Dazu gehören Vorbehandlung, Druckrohre, Hochdruckpumpe, Antiscalant-Dosierung, Spülung, Reinigung, Mess- und Regeltechnik sowie Entsorgung des Konzentrats.

Gerade bei schwierigerem Speisewasser entscheidet nicht nur die Membrane, sondern die gesamte Verfahrenskette über Betriebssicherheit und Standzeit.

Angaben für eine technische Prüfung

Für die Prüfung, ob die LFC3-LD 8040 zur Anlage passt, sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Membrantyp
  • vorhandenes Druckrohr und Druckstufe
  • Anzahl der Membranelemente
  • Rohwasseranalyse
  • Leitfähigkeit bzw. Salzgehalt im Zulauf
  • TOC, CSB oder organische Belastung
  • Trübung und SDI
  • gewünschte Permeatleistung
  • gewünschte Permeatqualität
  • Betriebsdruck
  • Zulauftemperatur
  • Recovery bzw. Ausbeute
  • vorhandene Vorbehandlung
  • vorhandene Antiscalant-Dosierung
  • Differenzdruck über Druckrohr oder Element
  • aktuelle Permeatleistung und Permeatleitfähigkeit
  • bisherige Reinigungsintervalle
  • Grund für den Membrantausch
  • Fotos von Typenschild, Druckrohr und vorhandener Membrane

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob die Membrane als Ersatz oder für eine neue Auslegung geeignet ist.
 

Häufige Fragen zur LFC3-LD 8040

FAQ LFC3 LD 8040

Wofür wird die LFC3-LD 8040 eingesetzt?

Die LFC3-LD 8040 wird für kommunale und industrielle Umkehrosmoseanwendungen mit schwierigerem Speisewasser eingesetzt. Sie ist auf reduzierte Foulingneigung und hohe Permeatleistung ausgelegt.

Was ist der Unterschied zur ESPA2-LD 8040?

Die ESPA2-LD 8040 ist eine Niederdruck-Brackwassermembrane. Die LFC3-LD 8040 ist stärker auf schwieriges Speisewasser und Low-Fouling-Anwendungen ausgelegt.

Was ist der Unterschied zur SWC5-LD 8040?

Die SWC5-LD 8040 ist eine Seewassermembrane für höhere Salzfrachten. Die LFC3-LD 8040 ist keine Seewassermembrane, sondern eine Low-Fouling-Umkehrosmosemembrane für kommunale und industrielle Speisewässer.

Passt die LFC3-LD 8040 in jedes 8040-Druckrohr?

Die Baugröße ist für 8040-Druckrohre vorgesehen. Trotzdem müssen Druckrohrtyp, Druckstufe, Dichtungen, Verbindungselemente, Fließrichtung und Anlagenhydraulik geprüft werden.

Ist die LFC3-LD 8040 für Abwasserwiederverwendung geeignet?

Sie kann für Wasserwiederverwendung und kommunale Anwendungen geeignet sein, wenn Vorbehandlung, Speisewasserqualität und Betriebsweise passend ausgelegt sind. Unbehandeltes oder stark schwankendes Abwasser darf nicht direkt auf die Membrane geführt werden.

Welche Permeatleistung hat die Membrane?

Die Permeatleistung beträgt 41,6 m³/Tag. Der tatsächliche Wert im Betrieb hängt von Druck, Temperatur, Rohwasserqualität, Recovery, Verschmutzungszustand und Anlagenhydraulik ab.

Welche Salzabweisung erreicht die LFC3-LD 8040?

Die nominale Salzabweisung beträgt 99,7 %. Im Anlagenbetrieb kann der Wert je nach Wasserqualität, Druck, Temperatur und Betriebsweise abweichen.

Wird die Membrane mit Dichtungen geliefert?

Das Membranelement wird mit Dichtung, Verbindungselement und O-Ringen geliefert.

Wann sollte die Membrane gereinigt oder ersetzt werden?

Hinweise sind sinkende Permeatleistung, steigender Differenzdruck oder steigende Permeatleitfähigkeit. Vor dem Austausch sollte die Ursache geprüft werden, damit die neue Membrane nicht erneut belastet wird.

WHG<br />Fachbetrieb WHG
Fachbetrieb