Durchlauf Neutralisationsanlage
Leistung max. 2.500 l/h
Art.Nr.: NS-2500
EUR 2.302,65
Preis netto: EUR 1.935,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Leistung max. 2.500 l/h 5
Produktbeschreibung
Durchlauf-Neutralisationsanlage 2.500 l/h für saure Abwässer
Diese Durchlauf-Neutralisationsanlage ist für saure Abwässer ausgelegt, bei denen der pH-Wert ohne separate Chemikaliendosierung angehoben werden soll. Das Abwasser strömt kontinuierlich durch ein Bett aus Juraperle. Dabei reagiert das saure Wasser mit dem calciumcarbonathaltigen Neutralisationsmaterial und wird vor der Einleitung in Richtung Kanal neutralisiert.
Die Anlage ist eine einfache, robuste Lösung für Anwendungen mit saurem Abwasser und vergleichsweise gleichmäßigem Zulauf. Sie arbeitet ohne SPS, ohne Dosierpumpen und ohne Säure- oder Laugenbehälter. Auf unserer Homepage finden Sie ergänzende Informationen zur Planung und Funktion von Neutralisationsanlagen.
Kontinuierliche Neutralisation über Juraperle
Im Gegensatz zu einer Chargenanlage wird das Abwasser hier nicht gesammelt, aktiv geregelt und anschließend freigegeben. Die Behandlung erfolgt im Durchlauf über das Neutralisationsmaterial.
Das saure Abwasser wird über zwei 2"-Anschlüsse im Schraubdeckel des IBC in die Anlage eingeleitet. Im Inneren verteilt ein Düsensystem das Wasser gleichmäßig über die Filterfläche. Eine Kiesschicht dient als Stützschicht und trennt das Entsäuerungsmaterial von den Düsen.
Das Abwasser strömt von oben nach unten durch das Juraperlen-Bett. Während der Kontaktzeit wird Säurekapazität abgebaut und der pH-Wert angehoben. Der Auslauf ist so angeordnet, dass der Wasserstand im Behälter über den statischen Druck geführt wird. Ein Notüberlauf schützt die Anlage vor Überfüllung.
Für saure Abwässer ohne aktive pH-Dosierung
Die Anlage ist besonders dann geeignet, wenn saure Abwässer ohne aufwendige Dosier- und Steuertechnik behandelt werden sollen. Die Neutralisation erfolgt über den Verbrauch des Filtermaterials. Dadurch entfallen Dosierpumpen, Chemikalienvorratsbehälter, pH-Regelung im Behälter und SPS-Programmierung.
Geeignet ist dieses Verfahren vor allem bei sauren Abwässern mit überschaubaren Schwankungen. Bei stark wechselnden pH-Werten, hohen Säurefrachten oder behördlich geforderter Messwertdokumentation sollte geprüft werden, ob eine aktiv geregelte Chargen-Neutralisationsanlage die bessere Lösung ist.
Typische Einsatzbereiche
- saure Spülabwässer
- Abwasser aus Ionenaustauscheranlagen nach saurer Regeneration
- saure Prozessabwässer mit gleichmäßigem Zulauf
- Laborabwässer mit sauren Bestandteilen
- Kondensate mit abgesenktem pH-Wert
- einfache pH-Anhebung vor Einleitung in die Schmutzwasserkanalisation
Aufbau im 1.000-Liter-IBC
Die Anlage basiert auf einem 1.000-Liter-IBC, der mit 600 Litern Juraperle und einer Kiesschicht ausgestattet ist. Die Verrohrung innerhalb der Anlage besteht aus PVC-U DN32. Der Zulauf erfolgt über die Anschlüsse im Schraubdeckel, der Ablauf über die angehobene Auslaufstrecke.
Für Wartung und Reinigung kann die Anlage über den Überlauf im Gegenstrom rückgespült werden. Stadtwasser wird dafür am Kanalanschluss über einen Kugelhahn zugeführt. Dieser Anschluss kann im Normalbetrieb auch zur Beprobung genutzt werden. Eine vollständige Entleerung ist über den Ablauf am tiefsten Punkt möglich.
Juraperle als Verbrauchsmaterial
Das Neutralisationsmaterial wird während des Betriebs verbraucht und muss abhängig von Abwassermenge, pH-Wert und Säurefracht nachgefüllt werden. Die Anlage enthält eine Erstfüllung mit 600 Litern Juraperle.
Zur Nachfüllung kann Juraperle Körnung 0,5 - 1,2 mm eingesetzt werden. Der Zustand des Materials und der pH-Wert im Ablauf sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Optionale pH-Überwachung
Optional kann am Kanalausgang ein pH-Messsystem mit Datenaufzeichnung installiert werden. Diese Ergänzung ist sinnvoll, wenn pH-Werte dokumentiert oder gegenüber Betreiber, Abwasserbehörde oder interner Qualitätssicherung nachvollziehbar erfasst werden müssen.
Die Abstimmung der Messstelle, Grenzwerte und Dokumentationsanforderungen sollte vor der Ausführung mit den zuständigen Stellen erfolgen.
Lieferumfang
- 1 IBC-Behälter mit 1.000 Liter Neutralisationsvolumen
- 600 Liter Juraperle als Erstfüllung
- Kiesschicht als Stützschicht
- 2 Anschlüsse 2" im IBC-Schraubdeckel
- internes Verteilungssystem mit Düsen
- PVC-U-Verrohrung DN32
- Auslaufstrecke zur Wasserstandsführung
- integrierter Notüberlauf
- Rückspülmöglichkeit über den Überlauf im Gegenstrom
- Kugelhahn zur Stadtwasserzuführung und Beprobung
- Entleerungsanschluss am tiefsten Punkt
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anlagentyp | Durchlauf-Neutralisationsanlage |
| Einsatzbereich | saure Abwässer |
| Max. Leistung | 2.500 l/h |
| Neutralisationsverfahren | Durchströmung von Juraperle |
| Neutralisationsmaterial | Juraperle |
| Erstfüllung | 600 Liter Juraperle |
| Behältervolumen | 1.000 Liter |
| Verrohrung | PVC-U DN32 |
| Zulaufanschlüsse | 2 x 2" im IBC-Schraubdeckel |
| Stützschicht | Kies, inklusive |
| Betrieb | ohne aktive Chemikaliendosierung |
| pH-Messung / Schreiber | optional am Kanalausgang |
| Gewicht | ca. 1.010 kg |
Hinweise zur Auslegung
Für eine sichere Auslegung sollten Abwassermenge, pH-Minimum, Säurefracht, Temperatur, Feststoffanteile und Einleitbedingungen geprüft werden. Die Standzeit der Juraperle hängt direkt von der Säurebelastung und der behandelten Wassermenge ab.
Bei stark schwankendem Zulauf, hohen Säurefrachten, alkalischen Abwässern oder geforderter automatischer Grenzwertfreigabe ist eine Durchlaufanlage nicht immer ausreichend. In solchen Fällen sollte eine aktiv geregelte Neutralisationsanlage geprüft werden.
Für zusätzliche Vorlage- oder Sammelbehälter stehen geeignete Tanks und Lagerbehälter zur Verfügung.
Bewertungen
Angaben zum Hersteller
WHGFachbetrieb