Semidol Körnung 2
(2,0 - 4,5 mm)
25 kg Sack

Neutralisations- Entsäuerungsmaterial

Art.Nr.: FM-SD-K2

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EUR 41,59 - EUR 50,00
Preis netto: EUR 42,02

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Anzahl Einzelpreis pro Kilogramm
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Datenblätter

Produktbeschreibung

Semidol K2 zur Entsäuerung und Aufhärtung
Körnung 2,0 - 4,5 mm

Semidol K2 ist ein Neutralisations- und Entsäuerungsmaterial für die Wasseraufbereitung. Das Filtermaterial wird eingesetzt, wenn saures Wasser entsäuert, der pH-Wert angehoben und die Wasserhärte erhöht werden soll.

Semidol K2 basiert auf teilkalziniertem Dolomit und bringt bei der Reaktion Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Ionen in das Wasser ein. Dadurch kann aggressives Wasser stabilisiert und die Korrosionsneigung in Rohrleitungen reduziert werden.

Einsatzbereich von Semidol K2

Semidol K2 wird in Entsäuerungsfiltern, Neutralisationsfiltern und Aufhärtungsstufen eingesetzt. Die Körnung 2,0–4,5 mm ist gröber als Semidol K1 und kann bei entsprechenden Filteraufbauten, größeren Schichthöhen oder hydraulisch robusteren Anwendungen sinnvoll sein.

Typische Anwendungen:

  • Entsäuerung von Brunnenwasser
  • Neutralisation von saurem Wasser
  • pH-Wert-Anhebung in der Wasseraufbereitung
  • Aufhärtung von weichem Wasser
  • Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen
  • Entsäuerung und Filtration von Kreislaufwasser
  • Neutralisation von sauren Abwässern
  • Trinkwasseraufbereitung bei passenden Wasserwerten
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Schwimmbadwasseraufbereitung

Die konkrete Eignung hängt von pH-Wert, freier Kohlensäure, Säurekapazität, Wasserhärte, Sulfat, Eisen, Mangan, Kontaktzeit, Durchfluss, Schichthöhe und gewünschter Zielqualität ab.

Unterschied zwischen Semidol K1 und Semidol K2

Semidol K1 und Semidol K2 bestehen aus demselben Materialtyp, unterscheiden sich aber in der Körnung. Semidol K1 hat die feinere Körnung 0,5–2,5 mm. Semidol K2 hat die gröbere Körnung 2,0–4,5 mm.

Die Körnung beeinflusst die hydraulischen Eigenschaften und die Kontaktfläche im Filterbett. Eine feinere Körnung bietet mehr Oberfläche, erzeugt aber in der Regel einen höheren Strömungswiderstand. Eine gröbere Körnung ist hydraulisch durchlässiger, benötigt aber je nach Anwendung ausreichend Kontaktzeit und passende Schichthöhe.

Die Auswahl zwischen K1 und K2 sollte daher nicht nur nach Verfügbarkeit erfolgen. Entscheidend sind Filtertyp, Schichthöhe, Durchfluss, Rückspülung, Kontaktzeit und gewünschte Wasserqualität.

Entsäuerung und Aufhärtung mit teilkalziniertem Dolomit

Semidol K2 wirkt über Kontaktreaktion im Filterbett. Das Wasser durchströmt die Schüttung und löst das Material abhängig von freier Kohlensäure, pH-Wert, Wasserzusammensetzung und Kontaktzeit an.

Dabei werden Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Ionen gebildet. Der pH-Wert steigt, aggressive Kohlensäure wird reduziert und die Wasserhärte nimmt zu. Diese Aufhärtung ist bei korrosivem, saurem Wasser häufig gewünscht.

Semidol K2 ist ein Verbrauchsmaterial. Die Füllhöhe muss im Betrieb kontrolliert und bei Bedarf ergänzt werden.

Abgrenzung zu Calcite

Calcite Calciumcarbonat besteht überwiegend aus Calciumcarbonat. Semidol K2 basiert dagegen auf teilkalziniertem Dolomit mit Calcium- und Magnesiumanteilen.

Der Unterschied ist für die Wasserchemie relevant. Calcite bringt hauptsächlich Calcium in das Wasser ein. Semidol K2 kann zusätzlich Magnesium eintragen und besitzt durch den Anteil an freiem MgO eine andere Reaktionscharakteristik.

Welche Variante besser passt, hängt von Rohwasseranalyse und Zielwert ab. Entscheidend sind pH-Wert, freie Kohlensäure, gewünschte Calcium- und Magnesiumhärte, Kontaktzeit, Filtergeschwindigkeit und Nachfüllverhalten.

Abgrenzung zu Akdolit Magno-Dol

Akdolit Magno-Dol CM1 und Akdolit Magno-Dol CM2 sind ebenfalls dolomitische Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterialien.

Für die Auswahl sind Körnung, Reaktivität, Schichthöhe, Filtergeschwindigkeit und gewünschte Wasserchemie entscheidend. Semidol K2 sollte daher nicht pauschal gegen Akdolit, Calcite oder andere Entsäuerungsmaterialien ausgetauscht werden.

Wenn eine vorhandene Anlage bereits auf ein bestimmtes Material ausgelegt wurde, sollten Füllmenge, Körnung, Rückspülleistung und Wasserwerte vor einem Materialwechsel geprüft werden.

Abgrenzung zu anderen Filtermedien

Semidol K2 ist ein Entsäuerungs-, Neutralisations- und Aufhärtungsmaterial. Es ist nicht mit Adsorptionsmedien, Stützschichten oder Enteisenungsmedien zu verwechseln.

Bei Partikeln, Trübung oder Stützschichten ist je nach Filteraufbau ein gewaschener Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm zu prüfen. Eine Kiesstützschicht kann je nach Filteraufbau erforderlich sein.

Bei organischen Stoffen, Geruch, Geschmack, Chlor oder Ozon ist Aktivkohle FA 100 ein Adsorptionsmedium. Aktivkohle hebt keinen pH-Wert an und ist kein Entsäuerungsmaterial.

Bei Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff ist Greensand Plus ein spezielles Filtermedium für entsprechende Greensand-Anlagen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.

BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.

Einsatz in Entsäuerungsanlagen

Semidol K2 wird in Entsäuerungsanlagen als Verbrauchsmaterial eingesetzt. Das Wasser durchströmt das Filterbett und reagiert mit dem Material. Dabei werden aggressive Kohlensäure reduziert, pH-Wert angehoben und Calcium- sowie Magnesiumhärte in das Wasser eingebracht.

Die Filteranlage muss zur gewünschten Wassermenge, Schichthöhe, Kontaktzeit und Rückspülung passen. Wird das Material zu schnell durchströmt, kann die Entsäuerung unzureichend sein. Ist die Anlage zu klein, verkürzt sich das Nachfüllintervall.

Bei Brunnenwasser mit niedrigem pH-Wert und nachgeschalteten Filteranlagen sollte die Entsäuerung ausreichend groß ausgelegt werden, weil sie auch das Rückspülwasser nachgeschalteter Anlagen behandeln muss.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Semidol K2
Artikelnummer FM-SD-K2
Produkttyp Neutralisations- und Entsäuerungsmaterial
Materialbasis teilkalzinierter Dolomit
Chemische Basis MgO · CaCO₃
Norm DIN EN 1017, Typ A
Körnung 2,0–4,5 mm
Verpackungseinheit 25 kg Sack
Schüttdichte 1,1–1,2 t/m³
Filtergeschwindigkeit offene Filter 5–15 m/h
Filtergeschwindigkeit geschlossene Filter 10–30 m/h
Schichthöhe offene Filter 600–2.000 mm
Schichthöhe geschlossene Filter 1.500–4.000 mm
Aufhärtung ca. 1 °dH je 10 mg/l CO₂
Verbrauch ca. 1,2–1,3 g je g CO₂
Porosität ca. 14,4 %
Gewicht 25,02 kg
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen
Datenblatt Semidol-K1-K2-Datenblatt.pdf

Wasserwerte und Einsatzgrenzen

Semidol K2 muss zur Rohwasserqualität passen. Besonders wichtig sind pH-Wert, freie Kohlensäure, Sulfat, Eisen, Mangan und mögliche oxidierende Stoffe.

Die Produktseite nennt als Anwendungshinweise:

  • Sulfat sollte 150 mg/l nicht überschreiten
  • Eisen ist bis 2 mg/l zulässig, bei erhöhter Einsatzmenge von Semidol
  • Mangan sollte 0,05 mg/l nicht überschreiten
  • bei höheren Konzentrationen sind Maßnahmen zur Reduzierung vor dem Semidolfilter zu prüfen
  • oxidierende Substanzen sollten vor dem Semidolfilter bewertet bzw. reduziert werden

Diese Werte ersetzen keine Auslegung. Sie zeigen, dass Semidol K2 nicht als alleinige Lösung für stark eisen-, mangan- oder sulfatbelastetes Wasser betrachtet werden sollte.

Rückspülung und Schichtaufbau

Eine regelmäßige Rückspülung ist erforderlich, um das Filterbett hydraulisch durchlässig zu halten und Ablagerungen auszutragen. Die Rückspülung lockert das Bett, reduziert Kanalbildung und unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung.

Die gröbere Körnung von Semidol K2 muss zur Rückspülgeschwindigkeit, Filtergröße und Schichthöhe passen. Wird das Filterbett nicht ausreichend rückgespült, können Ablagerungen und ungleichmäßige Durchströmung entstehen. Wird es zu stark rückgespült, kann Material ausgetragen werden.

Beim Filteraufbau ist zu prüfen, ob eine Stützschicht erforderlich ist. Dafür kann je nach Anlage ein geeigneter Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm eingesetzt werden.

Für das Befüllen von GFK-Drucktanks kann ein Einfülltrichter sinnvoll sein. Nach dem Befüllen muss die Anlage gründlich gespült und die Rückspülfunktion geprüft werden.

Verbrauch und Nachfüllung

Semidol K2 wird im Betrieb verbraucht. Der Verbrauch hängt von Kohlensäuregehalt, pH-Wert, Wassermenge, Kontaktzeit und Zielqualität ab. Die Produktseite nennt einen Verbrauch von ca. 1,2–1,3 g pro g CO₂.

Die Füllhöhe muss regelmäßig kontrolliert werden. Sinkt die Materialhöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und der gewünschte pH-Wert wird möglicherweise nicht mehr erreicht.

Beim Nachfüllen sind Tankgröße, vorhandene Restfüllung, Schichthöhe, Stützschicht und Rückspülverhalten zu prüfen. Zusätzlich sollte die Wasserqualität vor und nach der Entsäuerung kontrolliert werden.

Wirkung auf Eisen und Mangan

Durch die pH-Wert-Anhebung können Eisen- und Mangankonzentrationen im Wasser beeinflusst werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Semidol K2 eine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsanlage ersetzt.

Bei erhöhtem Eisen oder Mangan muss geprüft werden, ob nach der Entsäuerung eine geeignete Filterstufe erforderlich ist. Je nach Wasserwerten können Greensand-Anlagen, BIRM-Filter oder andere Verfahren relevant sein.

Bei Brunnenwasser sollte die Reihenfolge der Aufbereitungsstufen anhand der Analyse festgelegt werden. Bei niedrigem pH-Wert ist eine Entsäuerung vor nachgeschalteten Enteisenungs- oder Entmanganungsstufen häufig sinnvoll.

Anwendung nach Umkehrosmoseanlagen

Semidol K2 kann zur Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn eine definierte pH-Wert-Anhebung und Mineralisierung gewünscht ist. Dabei muss beachtet werden, dass Permeat nur geringe Pufferkapazität besitzt und empfindlich auf CO₂-Eintrag und Aufhärtungsmaterialien reagieren kann.

Die Auswahl hängt von gewünschtem pH-Wert, Zielhärte, Durchfluss, Kontaktzeit und Anwendung ab. Für technische Anwendungen kann auch ein anderes Aufhärtungs- oder Dosierkonzept sinnvoll sein.

Anwendung bei saurem Abwasser

Semidol K2 kann zur Neutralisation von saurem Abwasser eingesetzt werden, wenn Säurefracht, Durchflussmenge und geforderte Zielqualität zum Material passen. Bei stark schwankenden pH-Werten, hohen Säurefrachten oder Dokumentationspflichten kann eine geregelte Neutralisationsanlage erforderlich sein.

Semidol K2 ersetzt keine automatisch geregelte pH-Dosierung, wenn exakte Einleitwerte dauerhaft dokumentiert und eingehalten werden müssen.

Handhabung und Lagerung

Semidol K2 sollte trocken gelagert und vor Verunreinigung geschützt werden. Beim Umgang mit Filtermaterialien sind Staubentwicklung, saubere Arbeitsweise und geeignete persönliche Schutzausrüstung zu beachten.

Wichtige Hinweise:

  • trocken lagern
  • Verpackung geschlossen halten
  • Staubentwicklung vermeiden
  • Material sauber einfüllen
  • nicht mit ungeeigneten Chemikalien verunreinigen
  • beim Befüllen Steigrohr und Dichtflächen schützen
  • Füllhöhe nach Inbetriebnahme kontrollieren
  • Rückspülfunktion nach Befüllung prüfen
  • Wasserqualität nach der Inbetriebnahme kontrollieren

Das Material ist ein Verbrauchsmaterial. Füllstand und Wasserqualität sollten regelmäßig geprüft werden.

Grenzen von Semidol K2

Semidol K2 ist nicht für jede pH-Korrektur geeignet. Bei sehr stark saurem Wasser, hoher Säurefracht oder stark schwankenden pH-Werten kann die Kontaktzeit oder Reaktionsleistung nicht ausreichen.

Semidol K2 entfernt keine Keime, kein Nitrat, kein Ammonium und keine organischen Stoffe. Für diese Belastungen müssen andere Verfahren geprüft werden.

Bei Eisen und Mangan ist besonders zu beachten, dass Semidol K2 keine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsstufe ersetzt. Es kann die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern, muss aber anhand der Wasseranalyse eingeordnet werden.

Angaben für die technische Prüfung

Für die Auswahl und Auslegung von Semidol K2 sind folgende Angaben hilfreich:

  • Anwendung: Trinkwasser, Brunnenwasser, Prozesswasser, Permeat oder Abwasser
  • vollständige Wasseranalyse
  • pH-Wert
  • freie Kohlensäure
  • Säurekapazität
  • Calcium und Magnesium
  • Gesamthärte und Karbonathärte
  • Sulfat
  • Eisen und Mangan
  • Trübung und Feststoffe
  • gewünschter pH-Wert nach der Aufbereitung
  • gewünschte Härte nach der Aufbereitung
  • Durchflussleistung
  • Tagesmenge
  • vorhandene Filteranlage
  • Tankgröße und Füllmenge
  • vorhandene Stützschicht
  • Rückspülleistung der Pumpe
  • Abwasseranschluss für Rückspülung
  • nachgeschaltete Anlagen
  • gewünschtes Nachfüllintervall

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Semidol K2 das passende Entsäuerungsmaterial ist oder ob ein anderes Verfahren erforderlich wird.

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