Lewatit MP 68
Art.Nr.: MP68LL
EUR 312,56 - EUR 322,22
Preis netto: EUR 270,77
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Liter |
|---|---|---|
| 1-4 | EUR 322,22 | EUR 12,89 |
| >= 5 -3 % | EUR 312,56 | EUR 12,50 |
Zahlungsweisen
Datenblätter
Datenblatt-MP-68.pdf (0.07 MB)
Produktbeschreibung
Lewatit MonoPlus MP 68 Anionenaustauscherharz
Lewatit MonoPlus MP 68 ist ein schwachbasisches, makroporöses Anionenaustauscherharz mit tertiären Amingruppen und monodisperser Korngrößenverteilung. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn eine schwachbasische Anionenstufe mit hoher Kinetik, guter Kapazitätsausnutzung und stabiler hydraulischer Durchströmung benötigt wird.
Durch die makroporöse Polystyrol-Divinylbenzol-Matrix, die gleichförmige Kornstruktur und die hohe chemische sowie mechanische Stabilität eignet sich Lewatit MonoPlus MP 68 besonders für Entsalzungsanlagen, industrielle Dampferzeugung, moderne Gegenstromverfahren, Multistep-Anlagen und Galvanikspülwasseraufbereitung in Kombination mit passenden Kationen- und Anionenaustauscherharzen.
Schwachbasischer Anionenaustauscher mit monodisperser Struktur
Funktion im Ionenaustausch
Lewatit MonoPlus MP 68 ist ein schwachbasisches Anionenaustauscherharz. Schwachbasische Anionenaustauscher arbeiten anders als starkbasische Anionenaustauscher und werden nicht pauschal für jede Vollentsalzungs-, Reinstwasser- oder Mischbettanwendung eingesetzt.
Schwachbasische Anionenaustauscher können in geeigneten Anlagenverfahren zur Entfernung starker Säuren beziehungsweise bestimmter Anionenbelastungen eingesetzt werden. Sie werden häufig als Entlastungsstufe oder als Teil einer mehrstufigen Entsalzungsanlage eingesetzt.
Die konkrete Austauschleistung hängt von Wasseranalyse, pH-Wert, Anionenbelastung, organischer Belastung, Harzform, Regeneration, Kontaktzeit, Durchfluss und Zielqualität ab.
Schwachbasisch statt starkbasisch
Lewatit MonoPlus MP 68 ist kein starkbasischer Anionenaustauscher. Starkbasische Anionenaustauscher besitzen quartäre Ammoniumgruppen und werden typischerweise eingesetzt, wenn sehr niedrige Restanionenwerte, Silikatentfernung, Reinstwasserqualität oder definierte Mischbettfunktionen im Vordergrund stehen.
Als starkbasischer Typ-1-Anionenaustauscher kann zum Beispiel Lewatit M 500 geprüft werden. Als starkbasischer Typ-2-Anionenaustauscher steht Lewatit M 600 zur Verfügung. Für monodisperse Typ-1-Anwendungen kann Lewatit MonoPlus M 800 relevant sein.
Die Auswahl zwischen schwachbasischem und starkbasischem Anionenaustauscher hängt von Rohwasseranalyse, Anionenspektrum, Silikat, CO₂, organischer Belastung, pH-Wert, Regenerationsverfahren und Zielwasserqualität ab.
Abgrenzung zu Lewatit MP 62 WS
Lewatit MonoPlus MP 68 und Lewatit MP 62 WS gehören beide zu den schwachbasischen, makroporösen Anionenaustauscherharzen. Sie sind jedoch nicht automatisch austauschbar.
Lewatit MonoPlus MP 68 ist auf hohe Austauschgeschwindigkeit, sehr gute Kapazitätsausnutzung, gleichmäßige Arbeitszone und moderne Gegenstromverfahren ausgelegt. Lewatit MP 62 WS wird dagegen stärker für spezielle Prozessaufgaben, WS-/VWS-Systeme und Anwendungen mit niedriger Basizität beschrieben.
Die Auswahl zwischen Lewatit MonoPlus MP 68 und Lewatit MP 62 WS hängt von funktioneller Gruppe, Basizität, Korngrößenverteilung, Anlagenfreigabe, Regeneration, Zielanwendung und vorhandener Prozesstechnik ab.
Monodisperse und makroporöse Harzstruktur
Lewatit MonoPlus MP 68 besitzt eine makroporöse Matrix und eine gleichförmige, monodisperse Korngrößenverteilung. Dadurch kann das Harzbett gleichmäßiger durchströmt werden als bei heterodispersen Harzen mit breiterer Kornverteilung.
Die gleichförmige Kornstruktur unterstützt eine schärfer ausgebildete Arbeitszone, niedrige Druckverluste und einen gleichmäßigen Durchsatz von Regeneriermittel, Wasser und Spüllösungen. In passenden Anlagenkonzepten kann dadurch eine gute Kapazitätsausnutzung, ein geringer Waschwasserbedarf und ein stabiles Regenerationsverhalten erreicht werden.
Die tatsächliche Leistung hängt jedoch nicht nur vom Harz ab. Behältergeometrie, Betthöhe, Düsensystem, Strömungsgeschwindigkeit, Regeneration, Rückspülung, Temperatur und Wasserqualität müssen zur Anwendung passen.
Kombination mit Kationenaustauschern und starkbasischen Anionenaustauschern
In Entsalzungs- und Vollentsalzungsanlagen wird ein schwachbasischer Anionenaustauscher häufig mit einer passenden Kationenaustauscherstufe und einer starkbasischen Anionenstufe kombiniert.
Die Kationenaustauscherstufe entfernt positiv geladene Ionen. Die schwachbasische Anionenstufe kann je nach Verfahren starke Säuren entfernen und die nachfolgende starkbasische Anionenstufe entlasten. Eine starkbasische Stufe kann anschließend für Restanionen, Silikat und niedrige Zielwerte relevant sein.
Als starksaures, makroporöses Kationenaustauscherharz in H-Form kann zum Beispiel Lewatit MonoPlus SP 112 H geprüft werden, wenn Harztyp, Ionenform, Anlagenfreigabe und Verfahren dazu passen.
Ein einzelnes schwachbasisches Anionenaustauscherharz erzeugt allein kein vollentsalztes Wasser. Die gewünschte Wasserqualität entsteht erst durch die korrekte Kombination der Harze, die passende Regeneration und die richtige Anlagenhydraulik.
Einsatz in technischen Ionenaustauscheranlagen
Ionenaustauscheranlagen
Lewatit MonoPlus MP 68 kann in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt werden, wenn das Verfahren ein schwachbasisches, makroporöses Anionenaustauscherharz mit monodisperser Kornstruktur vorsieht. Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.
Die Eignung hängt von Wasserzusammensetzung, Zielqualität, Regenerationsverfahren, Betriebsrichtung, Harzschichtung und Anlagenhydraulik ab. Lewatit MonoPlus MP 68 sollte deshalb nicht nur nach Harzname, sondern nach vorhandener Anlagenfunktion und Betriebsbedingungen ausgewählt werden.
Entsalzung und industrielle Dampferzeugung
Lewatit MonoPlus MP 68 kann in Entsalzungsanlagen für die industrielle Dampferzeugung eingesetzt werden, wenn die Anlage auf eine schwachbasische Anionenstufe in Kombination mit passenden weiteren Harzen ausgelegt ist.
In modernen Gegenstromverfahren kann Lewatit MonoPlus MP 68 in Kombination mit starkbasischen Anionenaustauschern eingesetzt werden. Besonders relevant ist dabei die Entlastung der nachgeschalteten Stufe bei Wässern mit hoher Belastung durch Huminsäuren oder andere organische Inhaltsstoffe.
In Vollentsalzungsanlagen übernimmt Lewatit MonoPlus MP 68 je nach Anlagenverfahren eine Teilfunktion. Für eine vollständige Entsalzung sind zusätzlich eine passende Kationenaustauscherstufe und je nach Zielwert eine starkbasische Anionenstufe oder ein Mischbettfilter erforderlich.
Gegenstromverfahren und Multistep
Lewatit MonoPlus MP 68 ist für moderne Gegenstromverfahren geeignet, wenn die Anlage auf diesen Harztyp und die entsprechende Betriebsweise ausgelegt ist.
Gegenstromverfahren können bei passender Auslegung hohe Regenerationseffizienz, niedrige Schlupfwerte und geringeren Spülwasserbedarf unterstützen. Dafür müssen Harztyp, Korngrößenverteilung, Dichteverhalten, Anlagenhydraulik und Regenerationsführung zusammenpassen.
Bei Multistep-Anlagen werden mehrere funktionale Ionenaustauscherstufen in einem abgestimmten Verfahren kombiniert. Lewatit MonoPlus MP 68 kann dort als schwachbasische Anionenstufe eingesetzt werden, wenn Harzschichtung, Regeneration, Hydraulik und Zielwerte darauf ausgelegt sind.
Galvanikspülwasseraufbereitung
Lewatit MonoPlus MP 68 kann in der Aufbereitung von Galvanikspülwässern eingesetzt werden, wenn die Wasserzusammensetzung und das Anlagenverfahren zum Harz passen.
Bei der Kreislaufführung von Spülwässern sind Leitfähigkeit, pH-Wert, Metallbelastung, Komplexbildner, organische Zusätze, Tenside, Temperatur, Anionenspektrum und gewünschte Rückhalte- beziehungsweise Regenerationsstrategie entscheidend.
Solche Anwendungen sind verfahrenstechnisch anspruchsvoll. Die Eignung von Lewatit MonoPlus MP 68 muss deshalb anhand der Spülwasseranalyse, der Zielwerte und der vorhandenen Anlagentechnik geprüft werden.
Reinstwasseraufbereitung
Bei der Reinstwasseraufbereitung ist Lewatit MonoPlus MP 68 nur ein möglicher Baustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden häufig mehrere Verfahren kombiniert, zum Beispiel Vorfiltration, Enthärtung oder Entkarbonisierung, Umkehrosmose, Kationenaustauscher, starkbasische Anionenaustauscher, EDI, Mischbettfilter oder Polishing-Stufen.
Lewatit MonoPlus MP 68 sollte in Reinstwasseranwendungen nicht isoliert bewertet werden. Entscheidend ist, welche Funktion das Harz innerhalb der gesamten Aufbereitungskette übernimmt.
Mischbettfilter und Feinreinigung
Bei Mischbettfiltern ist Lewatit MonoPlus MP 68 nicht als fertig gemischtes Mischbettharz zu verstehen. In Mischbett- oder Feinreinigungssystemen muss geprüft werden, ob ein schwachbasischer Anionenaustauscher für das Verfahren überhaupt vorgesehen ist.
Für sehr niedrige Restleitfähigkeiten oder Silikatgrenzwerte sind häufig starkbasische Anionenaustauscher oder definierte Mischbettkombinationen erforderlich. Die Eignung von Lewatit MonoPlus MP 68 muss deshalb anlagenspezifisch geprüft werden.
Bei nicht regenerierbaren Mischbettpatronen wird in der Regel eine fertig gemischte Harzfüllung eingesetzt. Lewatit MonoPlus MP 68 ist dagegen ein einzelnes schwachbasisches Anionenaustauscherharz und muss zur jeweiligen Harzkombination passen.
Kondensataufbereitung
In der Kondensataufbereitung kann Ionenaustausch je nach Kondensatqualität und Zielwerten zur Reinigung oder Feinreinigung eingesetzt werden. Lewatit MonoPlus MP 68 kann dort nur verwendet werden, wenn das Anlagenkonzept ausdrücklich eine schwachbasische Anionenaustauscherstufe vorsieht.
Bei Kondensatanwendungen sind Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Ammoniak, Kohlensäure, Silikat, Eisen, Kupfer, Partikel, organische Belastung, Ölspuren und mögliche Prozessverunreinigungen kritisch. Die Auswahl des Harzes muss deshalb auf Wasseranalyse, Betriebsbedingungen und Anlagenverfahren abgestimmt werden.
Harztausch und Anlagenservice
Prüfung vor dem Harzwechsel
Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Schichthöhen, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.
Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.
Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf, Zielstoffdurchbruch oder schwankender Wasserqualität.
Regeneration schwachbasischer Anionenaustauscher
Lewatit MonoPlus MP 68 ist ein schwachbasischer Anionenaustauscher. Die Regeneration erfolgt nur in dafür ausgelegten Anlagen und muss zum eingesetzten Verfahren passen.
Regeneriermittel, Konzentration, Kontaktzeit, Regeneriergeschwindigkeit, Spülwassermenge, Betriebsrichtung und Schichthöhe müssen zur Anlage und zur Anwendung passen. Eine unvollständige Regeneration kann zu Kapazitätsverlust, erhöhtem Durchbruch oder instabiler Prozessqualität führen.
Der Umgang mit Regenerierchemikalien und Prozesslösungen erfordert geeignete Anlagentechnik, Arbeitsschutz, Werkstoffauswahl und Abwasserbetrachtung.
Technische Daten
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Produkt | Lewatit MonoPlus MP 68 |
| Artikelnummer | MP68LL |
| Hersteller | Lanxess |
| Verpackungseinheit | 25 Liter Sack |
| Gewicht | 19 kg |
| Harztyp | schwachbasischer Anionenaustauscher |
| Beladung | Cl-Form, freie Base |
| Funktionelle Gruppe | quartäres Ammoniumsalz, tertiäres Amin |
| Matrix | vernetztes Polystyrol |
| Struktur | makroporös |
| Farbe | beige, opak |
| Korngrößenverteilung | gleichförmig, monodispers |
| Kinetik | sehr gute Kinetik |
| Material | Styrol-Divinylbenzol-Copolymere |
| Eigenschaften | chemisch und mechanisch sehr stabil |
| Hauptanwendung | Entsalzung, Gegenstromverfahren, industrielle Dampferzeugung, Galvanikspülwasseraufbereitung |
| Abgrenzung | kein Kationenaustauscher, kein starkbasischer Anionenaustauscher, kein Mischbettharz, kein Selektivaustauscher für Standardanwendungen |
Besondere technische Eigenschaften
Lewatit MonoPlus MP 68 ist für schwachbasische Anionenaustauscheranwendungen in modernen Entsalzungsanlagen ausgelegt. Die monodisperse und makroporöse Harzstruktur kann bei passender Anlagenhydraulik folgende Eigenschaften unterstützen:
- hohe Austauschgeschwindigkeit bei Regeneration und Beladung
- sehr gute Ausnutzung der Gesamtkapazität
- hohe Betriebskapazität im passenden Anlagenverfahren
- geringerer Waschwasserbedarf
- gleichmäßiger Durchsatz von Regeneriermitteln, Wasser und Lösungen
- gleichmäßig ausgebildete Arbeitszone
- nahezu linearer Druckverlust über die gesamte Schichthöhe
- Betrieb bei größeren Schichthöhen
- Einsatz in modernen Gegenstromverfahren
- Kombination mit starkbasischen Anionenaustauschern nach technischer Prüfung
- Eignung für Wässer mit erhöhter organischer Belastung nach technischer Prüfung
- Einsatz in Galvanikspülwasseraufbereitung nach technischer Prüfung
Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine Wasser- oder Prozessanalyse, keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine geeignete Vorbehandlung und keine messtechnische Kontrolle der Zielqualität.
Typische Anwendungen
Lewatit MonoPlus MP 68 kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:
- schwachbasische Anionenaustauscherstufen
- Entsalzung von Wässern für industrielle Dampferzeugung
- moderne Gegenstromverfahren
- Schwebebettverfahren nach technischer Prüfung
- Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
- Wässer mit erhöhter Belastung durch Huminsäuren und andere organische Inhaltsstoffe nach technischer Prüfung
- Galvanikspülwasseraufbereitung
- Kreislaufführung von Galvanikspülwässern nach technischer Prüfung
- mehrstufige Ionenaustauscheranlagen mit schwachbasischer Anionenstufe
- Kombination mit passenden starkbasischen Anionenaustauscherharzen
- Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen
Die konkrete Eignung hängt von Wasser- oder Prozessqualität, Zielwerten, Volumenstrom, Temperatur, Harzkombination, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart, Chemikalienverträglichkeit und Betriebsbedingungen ab.
Hinweise zur Auslegung
Die Auslegung einer Anlage mit Lewatit MonoPlus MP 68 hängt von mehreren Faktoren ab:
- Wasser- oder Prozessanalyse
- Anionenbelastung
- pH-Wert
- Leitfähigkeit
- organische Belastung
- Huminsäuren
- Chlorid
- Sulfat
- Nitrat
- Hydrogencarbonat
- Silikat und nachgeschaltete starkbasische Stufe
- Zielstoffe und Begleitstoffe
- gewünschte Zielqualität
- Tagesverbrauch oder Prozessstrommenge
- Spitzenvolumenstrom
- Filter- oder Behälterdurchmesser
- Harzmenge und Betthöhe
- Korngrößenverteilung im Verhältnis zum Düsensystem
- Regenerationsmittel und Regeneriermenge
- Kontaktzeit
- Rückspülgeschwindigkeit
- Spülwassermenge
- Betriebs- und Regenerationsrichtung
- Gegenstrom- oder Gleichstromverfahren
- Temperaturbelastung
- vorhandene Kationenaustauscherstufe
- vorhandene starkbasische Anionenstufe
- vorhandene Vorbehandlung
- nachgeschaltete Aufbereitungsstufen
- Werkstoffverträglichkeit bei Prozessströmen
- rechtliche und arbeitssicherheitstechnische Anforderungen
Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe, beschädigtem Düsensystem, ungeeigneter Betriebsrichtung oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust, Druckverlustproblemen oder schwankender Zielqualität kommen.
Grenzen und Hinweise
Lewatit MonoPlus MP 68 ist ein schwachbasischer Anionenaustauscher. Es ist nicht mit einem starkbasischen Typ-1- oder Typ-2-Anionenaustauscher gleichzusetzen.
Das Harz ist kein Kationenaustauscher und entfernt keine Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Eisen. Für diese Aufgabe ist eine passende Kationenaustauscherstufe erforderlich.
Lewatit MonoPlus MP 68 ist kein klassisches Enthärtungsharz. Wenn Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.
Lewatit MonoPlus MP 68 ist kein fertig gemischtes Mischbettharz. In Mischbett- oder Feinreinigungsanwendungen muss geprüft werden, ob ein schwachbasischer Anionenaustauscher für das Verfahren überhaupt vorgesehen ist.
Für sehr niedrige Restleitfähigkeiten, definierte Silikatgrenzwerte oder anspruchsvolle Reinstwasseranwendungen kann ein starkbasischer Anionenaustauscher oder eine definierte Mischbettkombination erforderlich sein.
Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, Ölspuren, starker organischer Belastung oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Analyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.
Bei Galvanikspülwässern, organisch belasteten Wässern oder Prozesslösungen müssen Chemikalienbeständigkeit, Arbeitsschutz, Abwasserbehandlung, Regeneration und Entsorgung gesondert bewertet werden.
Angaben für Rückfragen
Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:
- vorhandener Anlagentyp
- Hersteller und Typenschild der Anlage
- Filter- oder Behälterdurchmesser
- Filter- oder Behälterhöhe
- vorhandene Harzmenge
- vorhandene Harzbezeichnung
- Harzschichtung und weitere Harztypen
- Wasseranalyse oder Prozessanalyse
- pH-Wert
- Leitfähigkeit
- Anionenbelastung
- Huminsäuren oder andere organische Belastungen
- Chlorid
- Sulfat
- Nitrat
- Hydrogencarbonat
- Silikat
- Zielstoffe
- Begleitstoffe
- gewünschte Zielqualität
- Tagesverbrauch oder Prozessstrommenge
- Spitzenvolumenstrom
- Temperaturbereich
- Regenerationsmittel und Regeneriermenge
- Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
- Gleichstrom- oder Gegenstromverfahren
- vorhandene Rückspülleistung
- vorhandene Kationenaustauscherstufe
- vorhandene starkbasische Anionenstufe
- vorhandene Vorbehandlung oder nachgeschaltete Aufbereitungsstufen
- Anwendung, zum Beispiel Gegenstromanlage, Dampferzeugung, Multistep, Galvanikspülwasser, Vollentsalzung oder Spezialanwendung
- ob ein schwachbasischer oder starkbasischer Anionenaustauscher in der bestehenden Anlage vorgesehen ist
- ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist
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