Lewatit S 108 H
Art.Nr.: S108HLL
EUR 134,01 - EUR 138,15
Preis netto: EUR 116,09
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Liter |
|---|---|---|
| 1-4 | EUR 138,15 | EUR 5,53 |
| >= 5 -3 % | EUR 134,01 | EUR 5,36 |
Zahlungsweisen
Datenblätter
Produktbeschreibung
Lewatit MonoPlus S 108 H Ionenaustauscherharz
Lewatit MonoPlus S 108 H ist ein starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn Kationen aus dem Wasser entfernt und gegen Wasserstoffionen ausgetauscht werden sollen.
Das Harz besitzt eine monodisperse, gleichförmige Kornstruktur und ist für Anwendungen mit hoher mechanischer, osmotischer und chemischer Belastung ausgelegt. Dadurch eignet es sich für Entsalzungsanlagen, Vollentsalzungsstrecken, Feinreinigungsstufen, Multistep-Anlagen und regenerierbare Mischbett- beziehungsweise Polishing-Systeme.
Starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form
Funktion im Ionenaustausch
Lewatit MonoPlus S 108 H ist ein starksaures Kationenaustauscherharz mit Sulfonsäuregruppen. In der Lieferform H+ ist das Harz für den Betrieb in Entsalzungs- und Vollentsalzungsprozessen vorgesehen.
Im Betrieb nimmt das Harz Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen oder andere positiv geladene Ionen auf und gibt dafür Wasserstoffionen ab. In Kombination mit einem passenden Anionenaustauscher können die entstehenden Säureanteile anschließend neutralisiert beziehungsweise in einer nachgeschalteten Anionenstufe entfernt werden.
Dadurch unterscheidet sich Lewatit MonoPlus S 108 H grundlegend von einem Kationenaustauscher in Na-Form. Die H-Form wird nicht für eine klassische Enthärtung mit Natriumabgabe eingesetzt, sondern als Kationenstufe in Entsalzungs-, Vollentsalzungs- und Feinreinigungsprozessen.
Unterschied zur Na-Form
Bei einem Kationenaustauscher in Natriumform werden Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Das Wasser wird enthärtet, die Leitfähigkeit sinkt dabei jedoch in der Regel nicht wesentlich.
Lewatit MonoPlus S 108 H arbeitet dagegen in Wasserstoffform. Der Austausch gegen H+-Ionen ist für Entsalzungsprozesse relevant, bei denen gelöste Kationen entfernt und in Kombination mit einer passenden Anionenstufe niedrige Leitfähigkeiten erreicht werden sollen.
Die Lewatit MonoPlus S 108 Na ist die passende Na-Form für Enthärtungsanwendungen. Lewatit MonoPlus S 108 H ist dagegen die H-Form für Entsalzung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen, regenerierbare Mischbettanlagen und Feinreinigungssysteme.
Die Auswahl zwischen Na-Form und H-Form hängt vom Verfahren ab. Für Weichwassererzeugung ist üblicherweise die Na-Form relevant. Für Kationenstufen in Vollentsalzungsanlagen, Multistep-Systemen oder regenerierbaren Mischbettanlagen wird die H-Form benötigt.
Monodisperse Harzstruktur
Lewatit MonoPlus S 108 H besitzt eine gleichförmige, monodisperse Kornverteilung. Diese Struktur unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung des Harzbetts, eine schärfere Arbeitszone und ein stabiles Regenerationsverhalten.
Durch den geringen Anteil an Feinkorn können niedrige Differenzdrücke und eine gleichmäßige hydraulische Belastung über die Harzbetthöhe erreicht werden. Das ist besonders relevant bei größeren Behältern, höheren Schichthöhen, Gegenstromverfahren und Anlagen mit definierten Betriebs- und Regenerationsgeschwindigkeiten.
Die monodisperse Harzmatrix unterstützt außerdem schnelle Austauschgeschwindigkeiten bei Beladung und Regeneration. Dadurch kann das Harz in passenden Anlagenkonzepten hohe nutzbare Kapazitäten, niedrige Schlupfwerte und eine effiziente Regeneration erreichen.
Einsatz in Entsalzungs- und Vollentsalzungsanlagen
Ionenaustauscheranlagen
Lewatit MonoPlus S 108 H wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn das Anlagenverfahren eine Kationenstufe in H-Form vorsieht. Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.
Die Eignung hängt von Rohwasserzusammensetzung, Zielwasserqualität, Regenerationsverfahren, Harzkombination, Betriebsrichtung und Anlagenhydraulik ab. Ein H-Form-Kationenaustauscher darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist immer Bestandteil eines definierten Ionenaustauscherverfahrens.
Vollentsalzung
In Vollentsalzungsanlagen kann Lewatit MonoPlus S 108 H als Kationenaustauscherstufe eingesetzt werden. Zusammen mit passenden Anionenaustauschern lassen sich gelöste Salze aus dem Wasser entfernen und niedrige Leitfähigkeiten erreichen.
In klassischen Vollentsalzungsstrecken übernimmt die Kationenstufe die Entfernung positiv geladener Ionen. Die nachgeschaltete Anionenstufe entfernt die entsprechenden Anionen. Je nach Anlagenkonzept kann anschließend ein Mischbettfilter als Polisher eingesetzt werden, um die Restleitfähigkeit weiter zu senken.
Entscheidend ist, dass Harztyp, Ionenform, Regenerationsmittel, Kontaktzeit, Schichthöhe und hydraulische Auslegung zur gewünschten Wasserqualität passen.
Multistep-Anlagen
Bei Multistep-Anlagen werden mehrere funktionale Ionenaustauscherstufen in einem abgestimmten Verfahren kombiniert. Lewatit MonoPlus S 108 H kann je nach Auslegung Teil einer solchen mehrstufigen Entsalzungs- oder Feinreinigungsstrecke sein.
Besonders relevant sind dabei Regenerationswirkungsgrad, Trennverhalten der Harze, hydraulische Schichtung und geringe Schlupfwerte. Die monodisperse Struktur kann in solchen Verfahren Vorteile bei gleichmäßiger Durchströmung, Regeneration und Druckverlustverhalten bieten.
Ob Lewatit MonoPlus S 108 H in einer konkreten Multistep-Anlage eingesetzt werden kann, hängt von der bestehenden Harzkombination, der Regenerationstechnik und den Zielwerten ab.
Mischbettfilter und Feinreinigung
Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Mischbettfiltern als Feinreinigungsstufe zur Herstellung nahezu ionenfreien Wassers. In regenerierbaren Mischbettanlagen ist die Trennung von Kationen- und Anionenaustauscherharz vor der Regeneration ein zentraler technischer Punkt.
Lewatit MonoPlus S 108 H besitzt durch seine gleichförmige, monodisperse Kornstruktur günstige Voraussetzungen für eine saubere hydraulische Trennung von Kationen- und Anionenaustauscherharz.
Ob diese Eigenschaft in einer konkreten Anlage genutzt werden kann, hängt von Harzkombination, Dichteunterschieden, Korngrößenverteilung, Rückspülgeschwindigkeit, Regenerationstechnik und Anlagenaufbau ab.
Bei nicht regenerierbaren Mischbettpatronen wird in der Regel eine fertig gemischte Harzfüllung eingesetzt. Lewatit MonoPlus S 108 H ist dagegen ein einzelnes Kationenaustauscherharz und muss zur jeweiligen Harzkombination passen.
Einsatz in Reinstwasser und Kondensataufbereitung
Reinstwasseraufbereitung
Bei der Reinstwasseraufbereitung kann Lewatit MonoPlus S 108 H ein Baustein innerhalb einer mehrstufigen Aufbereitung sein. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden häufig mehrere Verfahren kombiniert, zum Beispiel Vorfiltration, Enthärtung oder Entkarbonisierung, Umkehrosmose, EDI, Mischbettfilter oder Polishing-Stufen.
Ein einzelnes Kationenaustauscherharz in H-Form erzeugt allein kein Reinstwasser. Die Wasserqualität entsteht erst durch die passende Kombination mit Anionenaustauschern, Mischbettfiltern oder weiteren Verfahren.
Für stabile Reinstwasserqualität sind Zulaufleitfähigkeit, CO₂-Gehalt, Silikat, organische Belastung, Temperatur, Durchfluss, Betthöhe und Leitfähigkeitsüberwachung entscheidend.
Kondensataufbereitung
In der Kondensataufbereitung kann Ionenaustausch je nach Kondensatqualität und Zielwerten zur Reinigung oder Feinreinigung eingesetzt werden. Lewatit MonoPlus S 108 H kann dabei nur dann verwendet werden, wenn das Anlagenkonzept eine Kationenstufe in H-Form vorsieht.
Besonders kritisch sind bei Kondensatanwendungen Temperatur, Eisen- und Kupferanteile, Ammoniak, organische Belastung, Ölspuren, Leitfähigkeit und mögliche Prozessverunreinigungen. Die Auswahl des Harzes muss deshalb auf Wasseranalyse, Betriebsbedingungen und Anlagenverfahren abgestimmt werden.
Lewatit MonoPlus S 108 H ist nicht pauschal für jede Kondensatanwendung geeignet. Die konkrete Eignung muss anhand der vorhandenen Anlage und der geforderten Kondensatqualität geprüft werden.
Harztausch und Anlagenservice
Technische Prüfung vor dem Harzwechsel
Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Regenerationsmittelverteilung, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.
Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.
Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf oder schwankender Wasserqualität.
Regeneration in H-Form
Lewatit MonoPlus S 108 H ist ein Kationenaustauscher in Wasserstoffform. Die Regeneration erfolgt in passenden Anlagen mit Säure, sofern das Anlagenverfahren dafür ausgelegt ist.
Regeneriermittelmenge, Konzentration, Kontaktzeit, Regeneriergeschwindigkeit, Spülwassermenge, Betriebsrichtung und Schichthöhe müssen zur Anlage passen. Eine unvollständige Regeneration kann zu Kapazitätsverlust, erhöhtem Kationenschlupf und instabiler Wasserqualität führen.
Der Umgang mit Regenerierchemikalien erfordert geeignete Anlagentechnik, Arbeitsschutz, Werkstoffauswahl und Abwasserbetrachtung.
Technische Daten
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Produkt | Lewatit MonoPlus S 108 H |
| Artikelnummer | S108HLL |
| Hersteller | Lanxess |
| Verpackungseinheit | 25 Liter Sack |
| Harztyp | starksaures Kationenaustauscherharz |
| Lieferform | H-Form |
| Funktionelle Gruppe | Sulfonsäure |
| Matrix | vernetztes Polystyrol |
| Struktur | gelförmig |
| Material | Styrol-Divinylbenzol-Copolymer |
| Farbe | schwarz |
| Korngrößenverteilung | gleichförmig, monodispers |
| Kinetik | sehr gute Austauschgeschwindigkeit bei Betrieb und Regeneration |
| Eigenschaften | chemisch, osmotisch und mechanisch sehr stabil |
| Hauptanwendung | Entsalzung, Kationenstufe, Vollentsalzung, Feinreinigung |
| Regeneration | mit Säure in dafür ausgelegten Anlagenverfahren |
| Abgrenzung | kein Enthärtungsharz in Na-Form, kein Anionenaustauscher, kein Mischbettharz, kein Selektivaustauscher |
Besondere technische Eigenschaften
Lewatit MonoPlus S 108 H ist auf stabile Betriebsbedingungen und effiziente Regeneration ausgelegt. Die gleichförmige Harzmatrix kann bei passender Anlagenhydraulik folgende Vorteile unterstützen:
- hohe nutzbare Kapazitäten
- niedrige Schlupfwerte
- hohe Regeneriereffizienz
- schnelle Austauschgeschwindigkeiten im Betrieb
- schnelle Austauschgeschwindigkeiten bei der Regeneration
- geringer Waschwasserbedarf
- niedriger Differenzdruck
- gleichmäßige Durchströmung von Wasser, Regeneriermittel und Spüllösungen
- nahezu linearer Druckverlust über die Harzbetthöhe
- gute Eignung für größere Schichthöhen
- geringe TOC-Abgabe
- gute Beständigkeit gegenüber oxidativen Belastungen im Rahmen der zulässigen Einsatzbedingungen
- günstige Voraussetzungen für die hydraulische Trennung in regenerierbaren Mischbettanlagen
Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine saubere Regeneration und keine geeignete Vorbehandlung.
Typische Anwendungen
Lewatit MonoPlus S 108 H kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:
- Entsalzungsanlagen
- Kationenstufen in Vollentsalzungsanlagen
- Entsalzungsanlagen für Dampferzeugungsanlagen
- Prozesswasseraufbereitung
- Reinstwasseraufbereitung als Teil eines mehrstufigen Konzepts
- Kondensataufbereitung nach technischer Prüfung
- Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
- regenerierbare Mischbett- oder Feinreinigungssysteme nach technischer Prüfung
- industrielle Ionenaustauscheranlagen mit passender Regenerationstechnik
Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Regenerationsverfahren, Harzkombination, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.
Hinweise zur Auslegung
Die Auslegung einer Anlage mit Lewatit MonoPlus S 108 H hängt von mehreren Faktoren ab:
- Rohwasserzusammensetzung
- Kationenbelastung
- Anionenbelastung und nachgeschaltete Anionenstufe
- gewünschte Leitfähigkeit oder Zielwasserqualität
- Tagesverbrauch
- Spitzenvolumenstrom
- Behälterdurchmesser
- Harzmenge und Betthöhe
- Regenerationsmittel und Regeneriermenge
- Kontaktzeit
- Rückspülgeschwindigkeit
- Spülwassermenge
- Düsensystem und Verteilertechnik
- Betriebs- und Regenerationsrichtung
- gewünschtes Regenerationsverfahren, zum Beispiel Gleichstrom oder Gegenstrom
- vorhandene Vorbehandlung
- Temperatur und chemische Belastung
Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust oder schwankender Wasserqualität kommen.
Grenzen und Hinweise
Lewatit MonoPlus S 108 H ist ein Kationenaustauscher in H-Form. Es entfernt keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat. Dafür ist eine passende Anionenaustauscherstufe oder ein anderes Verfahren erforderlich.
Das Harz ist nicht für eine klassische Enthärtung in Natriumform vorgesehen. Wenn Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.
Lewatit MonoPlus S 108 H ist kein Mischbettharz. In Mischbettanwendungen muss es mit einem passenden Anionenaustauscher kombiniert und in einer dafür ausgelegten Anlage betrieben werden.
Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Wasseranalyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.
Angaben für Rückfragen
Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:
- vorhandener Anlagentyp
- Hersteller und Typenschild der Anlage
- Behälterdurchmesser und Behälterhöhe
- vorhandene Harzmenge
- vorhandene Harzbezeichnung
- Harzschichtung und weitere Harztypen
- Rohwasseranalyse
- Zulaufleitfähigkeit
- gewünschte Zielwasserqualität
- gewünschte Endleitfähigkeit
- Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
- Regenerationsmittel und Regeneriermenge
- Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
- vorhandene Rückspülleistung
- vorhandene Anionenstufe oder Mischbettstufe
- Anwendung, zum Beispiel Vollentsalzung, Prozesswasser, Kondensataufbereitung, Multistep oder Feinreinigung
- ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist
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