Lewatit M 600

Art.Nr.: M600LL

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Lewatit M 600 Anionenaustauscherharz

Lewatit M 600 ist ein starkbasisches Anionenaustauscherharz Typ 2. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn Anionen aus dem Wasser entfernt werden sollen und ein gelförmiger, starkbasischer Anionenaustauscher mit hoher Betriebskapazität und guter Regeneriereffizienz benötigt wird.

Durch die gelförmige Polystyrol-Divinylbenzol-Matrix, die gleichförmige Korngrößenverteilung und die hohe chemische sowie mechanische Stabilität eignet sich Lewatit M 600 für Entsalzungsanlagen, Vollentsalzungsanlagen, industrielle Dampferzeugung, Gegenstromverfahren, Multistep-Anlagen, Mischbettfilter und Kondensatreinigung in Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen.

Starkbasischer Anionenaustauscher Typ 2

Funktion im Ionenaustausch

Lewatit M 600 ist ein starkbasisches Anionenaustauscherharz mit quartären Ammoniumgruppen vom Typ 2. Anionenaustauscher nehmen negativ geladene Ionen aus dem Wasser auf und geben dafür abhängig von Lieferform, Regeneration und Betriebsform andere Gegenionen ab.

Anionenaustauscher werden in Entsalzungs- und Vollentsalzungsverfahren eingesetzt, um Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat im Rahmen eines passenden Anlagenkonzepts zu reduzieren. Die konkrete Austauschleistung hängt von Wasseranalyse, Harzform, Regeneration, Kontaktzeit, Durchfluss und Zielwasserqualität ab.

Lewatit M 600 ist kein Kationenaustauscher. Es entfernt keine Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Eisen. Für diese Aufgabe ist eine passende Kationenaustauscherstufe erforderlich.

Starkbasisch Typ 2

Lewatit M 600 besitzt quartäre Ammoniumgruppen vom Typ 2. Starkbasische Anionenaustauscher vom Typ 2 werden häufig eingesetzt, wenn hohe Betriebskapazität, gute Regeneriereffizienz und wirtschaftlicher Chemikalienverbrauch im Vordergrund stehen.

Typ-2-Anionenaustauscher sind besonders für viele Entsalzungs- und Vollentsalzungsanwendungen geeignet. Bei Wässern mit erhöhtem Silikat- oder CO₂-Anteil muss jedoch geprüft werden, ob ein Typ-2-Harz ausreicht oder ob ein starkbasischer Typ-1-Anionenaustauscher besser geeignet ist.

Die Auswahl hängt von Rohwasseranalyse, Silikat, CO₂, Hydrogencarbonat, organischer Belastung, Zielwasserqualität, Regeneration und Anlagenverfahren ab.

Unterschied zu Lewatit M 500 Typ 1

Lewatit M 600 ist ein starkbasischer Anionenaustauscher Typ 2. Lewatit M 500 ist dagegen ein starkbasischer Anionenaustauscher Typ 1.

Typ-1-Anionenaustauscher werden häufig bevorzugt, wenn eine höhere Silikatentfernung, sehr niedrige Restanionenwerte oder anspruchsvolle Reinstwasser- und Dampferzeugungsanwendungen im Fokus stehen. Typ-2-Anionenaustauscher können bei geeigneter Wasserzusammensetzung Vorteile bei Betriebskapazität und Regeneriereffizienz bieten.

Lewatit M 600 sollte deshalb nicht pauschal mit Lewatit M 500 gleichgesetzt werden. Entscheidend ist, ob Typ 1 oder Typ 2 zum vorhandenen Anlagenverfahren, zur Rohwasseranalyse und zur geforderten Zielwasserqualität passt.

Abgrenzung zu schwachbasischen Anionenaustauschern

Lewatit M 600 ist starkbasisch. Schwachbasische Anionenaustauscher arbeiten anders und werden je nach Verfahren vor allem zur Entfernung starker Säuren beziehungsweise zur Entlastung nachfolgender starkbasischer Anionenstufen eingesetzt.

Als schwachbasisches Anionenaustauscherharz kann zum Beispiel Lewatit MP 68 geprüft werden. Die Auswahl zwischen Lewatit M 600, Lewatit M 500, Lewatit MP 68 oder einer Kombination mehrerer Anionenharze hängt von Rohwasseranalyse, Anionenbelastung, organischer Belastung, Silikat, CO₂, Regeneration und geforderter Zielwasserqualität ab.

Lewatit M 600 sollte deshalb immer nach Funktion im Anlagenkonzept und nicht nur nach der Bezeichnung „Anionenaustauscher“ ausgewählt werden.

Kombination mit Kationenaustauschern

In Vollentsalzungs- und Entsalzungsanlagen wird ein Anionenaustauscher in der Regel mit einer passenden Kationenaustauscherstufe kombiniert. Die Kationenaustauscherstufe entfernt die positiv geladenen Ionen. Die Anionenaustauscherstufe entfernt die negativ geladenen Ionen.

Als starksaures, makroporöses Kationenaustauscherharz in H-Form kann zum Beispiel Lewatit MonoPlus SP 112 H geprüft werden, wenn Harztyp, Ionenform, Anlagenfreigabe und Verfahren dazu passen.

Ein einzelnes Anionenaustauscherharz erzeugt allein kein vollentsalztes Wasser. Die gewünschte Wasserqualität entsteht erst durch die korrekte Kombination der Harze, die passende Regeneration und die richtige Anlagenhydraulik.

Einsatz in technischen Ionenaustauscheranlagen

Ionenaustauscheranlagen

Lewatit M 600 kann in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt werden, wenn das Verfahren ein starkbasisches Anionenaustauscherharz Typ 2 vorsieht. Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.

Die Eignung hängt von Rohwasserzusammensetzung, Zielwasserqualität, Regenerationsverfahren, Betriebsrichtung, Harzschichtung und Anlagenhydraulik ab. Lewatit M 600 sollte deshalb nicht nur nach Harzname, sondern nach vorhandener Anlagenfunktion und Betriebsbedingungen ausgewählt werden.

Entsalzung und Vollentsalzung

In Vollentsalzungsanlagen kann Lewatit M 600 je nach Anlagenverfahren als starkbasische Anionenaustauscherstufe eingesetzt werden. Für eine vollständige Entsalzung ist zusätzlich eine passende Kationenaustauscherstufe erforderlich.

Bei der Vollentsalzung übernimmt der Anionenaustauscher die Entfernung negativ geladener Ionen. Dazu gehören je nach Wasserzusammensetzung unter anderem Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat und Silikat. Die erreichbare Wasserqualität hängt von Harzkombination, Regeneration, Schichthöhe, Kontaktzeit und Zielwerten ab.

Ein einzelnes Anionenaustauscherharz ist keine vollständige Vollentsalzungsanlage. Es ist ein Funktionsbaustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts.

Industrielle Dampferzeugung

Lewatit M 600 kann in Entsalzungsanlagen für die industrielle Dampferzeugung eingesetzt werden, wenn die Anlage auf starkbasische Typ-2-Anionenaustauscher ausgelegt ist und die Rohwasserzusammensetzung dazu passt.

Bei Dampferzeugungsanlagen sind niedrige Leitfähigkeit, geringe Restanionenwerte und stabile Betriebsbedingungen wichtig. Lewatit M 600 kann innerhalb eines geeigneten Anlagenkonzepts dazu beitragen, die Anionenbelastung zu reduzieren.

Bei erhöhten Silikat- oder CO₂-Anteilen sollte geprüft werden, ob Lewatit M 600 ausreicht oder ob ein Typ-1-Anionenaustauscher wie Lewatit M 500 besser geeignet ist. Entscheidend sind Rohwasseranalyse, Speisewasserzielwerte, Regeneration, nachgeschaltete Feinreinigung und kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität.

Gleichstrom, Gegenstrom und moderne Bettverfahren

Lewatit M 600 kann in Gleichstromverfahren und besonders in modernen Gegenstromverfahren eingesetzt werden, wenn die Anlage auf diesen Harztyp und die entsprechende Betriebsweise ausgelegt ist.

Gegenstromverfahren können bei passender Auslegung hohe Regenerationseffizienz, niedrige Schlupfwerte und geringeren Spülwasserbedarf unterstützen. Für Schwebebett-, Liftbett- oder Rinsebett-Systeme müssen Harztyp, Korngrößenverteilung, Dichteverhalten, Anlagenhydraulik und Regenerationsführung zusammenpassen.

Bei Multistep-Anlagen werden mehrere funktionale Ionenaustauscherstufen in einem abgestimmten Verfahren kombiniert. Lewatit M 600 kann dort als starkbasische Anionenstufe eingesetzt werden, wenn Harzschichtung, Regeneration, Hydraulik und Zielwerte darauf ausgelegt sind.

Mischbettfilter und Feinreinigung

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Mischbettfiltern als Feinreinigungsstufe zur Herstellung nahezu ionenfreien Wassers. In Mischbett- oder Feinreinigungssystemen muss Lewatit M 600 mit einem passenden Kationenaustauscher kombiniert werden.

Bei regenerierbaren Mischbettanlagen ist die Trennung von Kationen- und Anionenaustauscherharz vor der Regeneration ein zentraler technischer Punkt. Lewatit M 600 kann dort nur eingesetzt werden, wenn Harzkombination, Dichteunterschiede, Korngrößenverteilung, Rückspülgeschwindigkeit, Regenerationstechnik und Anlagenaufbau zueinander passen.

Bei nicht regenerierbaren Mischbettpatronen wird in der Regel eine fertig gemischte Harzfüllung eingesetzt. Lewatit M 600 ist dagegen ein einzelnes Anionenaustauscherharz und muss zur jeweiligen Harzkombination passen.

Reinstwasseraufbereitung

Bei der Reinstwasseraufbereitung ist Lewatit M 600 ein möglicher Baustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden häufig mehrere Verfahren kombiniert, zum Beispiel Vorfiltration, Enthärtung oder Entkarbonisierung, Umkehrosmose, Kationenaustauscher, Anionenaustauscher, EDI, Mischbettfilter oder Polishing-Stufen.

Für stabile Reinstwasserqualität sind Zulaufleitfähigkeit, CO₂-Gehalt, Silikat, organische Belastung, Temperatur, Durchfluss, Betthöhe und Leitfähigkeitsüberwachung entscheidend.

Kondensataufbereitung

In der Kondensataufbereitung kann Ionenaustausch je nach Kondensatqualität und Zielwerten zur Reinigung oder Feinreinigung eingesetzt werden. Lewatit M 600 kann dort verwendet werden, wenn das Anlagenkonzept eine starkbasische Typ-2-Anionenaustauscherstufe vorsieht.

Bei Kondensatanwendungen sind Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Ammoniak, Kohlensäure, Silikat, Eisen, Kupfer, Partikel, organische Belastung, Ölspuren und mögliche Prozessverunreinigungen kritisch. Die Auswahl des Harzes muss deshalb auf Wasseranalyse, Betriebsbedingungen und Anlagenverfahren abgestimmt werden.

Harztausch und Anlagenservice

Prüfung vor dem Harzwechsel

Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Schichthöhen, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.

Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf oder schwankender Wasserqualität.

Regeneration starkbasischer Anionenaustauscher

Lewatit M 600 ist ein starkbasischer Anionenaustauscher. Die Regeneration erfolgt in dafür ausgelegten Anlagen mit geeigneter Lauge, sofern das Anlagenverfahren dafür vorgesehen ist.

Regeneriermittelmenge, Konzentration, Kontaktzeit, Regeneriergeschwindigkeit, Spülwassermenge, Betriebsrichtung und Schichthöhe müssen zur Anlage passen. Eine unvollständige Regeneration kann zu Kapazitätsverlust, erhöhtem Anionenschlupf, Silikatdurchbruch oder instabiler Wasserqualität führen.

Der Umgang mit Regenerierchemikalien erfordert geeignete Anlagentechnik, Arbeitsschutz, Werkstoffauswahl und Abwasserbetrachtung.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkt Lewatit M 600
Artikelnummer M600LL
Hersteller Lanxess
Verpackungseinheit 25 Liter Sack
Gewicht 19 kg
Harztyp starkbasischer Anionenaustauscher
Typ Typ 2
Funktionelle Gruppe quartäres Ammoniumsalz, Typ 2
Matrix vernetztes Polystyrol
Struktur gelförmig
Farbe gelb, transparent
Korngrößenverteilung gleichförmig
Kinetik sehr gute Kinetik
Material Styrol-Divinylbenzol-Copolymer
Eigenschaften chemisch und mechanisch sehr stabil
Hauptanwendung Entsalzung, Vollentsalzung, industrielle Dampferzeugung, Gegenstromverfahren, Multistep, Feinreinigung
Abgrenzung kein Kationenaustauscher, kein Mischbettharz, kein schwachbasischer Anionenaustauscher, kein Selektivaustauscher

Besondere technische Eigenschaften

Lewatit M 600 ist für starkbasische Typ-2-Anionenaustauscheranwendungen ausgelegt. Die gelförmige Harzstruktur und die Typ-2-Funktionalität können bei passender Anlagenhydraulik folgende Eigenschaften unterstützen:

  • hohe Austauschgeschwindigkeit bei Regeneration und Beladung
  • sehr gute Ausnutzung der Totalkapazität
  • hohe Betriebskapazität
  • sehr gute Regeneriereffizienz
  • geringer Waschwasserbedarf
  • gleichmäßiger Durchsatz von Regeneriermitteln, Wasser und Lösungen
  • gleichmäßig ausgebildete Arbeitszone
  • niedriger Differenzdruck
  • nahezu linearer Druckverlust über die Harzbetthöhe
  • Betrieb bei größeren Schichthöhen
  • Einsatz in Gleichstrom- und Gegenstromverfahren
  • Einsatz in Entsalzungsanlagen für industrielle Dampferzeugung
  • Verwendung in Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
  • Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen

Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine Wasseranalyse, keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine geeignete Vorbehandlung und keine messtechnische Kontrolle der Wasserqualität.

Typische Anwendungen

Lewatit M 600 kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:

  • starkbasische Anionenaustauscherstufen Typ 2
  • Entsalzungsanlagen
  • Vollentsalzungsanlagen
  • Entsalzungsanlagen für industrielle Dampferzeugung
  • Gleichstromverfahren
  • moderne Gegenstromverfahren
  • Schwebebett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Liftbett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Rinsebett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
  • Mischbett- und Feinreinigungssysteme in Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen
  • Reinstwasseraufbereitung als Teil eines mehrstufigen Anlagenkonzepts
  • Kondensataufbereitung nach technischer Prüfung

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Temperatur, Harzkombination, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.

Hinweise zur Auslegung

Die Auslegung einer Anlage mit Lewatit M 600 hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Rohwasseranalyse
  • Anionenbelastung
  • Chlorid
  • Sulfat
  • Nitrat
  • Hydrogencarbonat
  • Silikat
  • CO₂-Gehalt
  • organische Belastung
  • Leitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • gewünschte Restleitfähigkeit
  • gewünschter Silikatgrenzwert
  • Tagesverbrauch
  • Spitzenvolumenstrom
  • Filter- oder Behälterdurchmesser
  • Harzmenge und Betthöhe
  • Korngrößenverteilung im Verhältnis zum Düsensystem
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Kontaktzeit
  • Rückspülgeschwindigkeit
  • Spülwassermenge
  • Betriebs- und Regenerationsrichtung
  • Gegenstrom- oder Gleichstromverfahren
  • Temperaturbelastung
  • vorhandene Kationenaustauscherstufe
  • vorhandene Vorbehandlung oder nachgeschaltete Aufbereitungsstufen
  • Entscheidung zwischen Typ-1- und Typ-2-Anionenaustauscher

Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe, beschädigtem Düsensystem, ungeeigneter Betriebsrichtung oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust, Druckverlustproblemen, Silikatdurchbruch oder schwankender Wasserqualität kommen.

Grenzen und Hinweise

Lewatit M 600 ist ein starkbasischer Anionenaustauscher Typ 2. Es ist nicht mit einem Kationenaustauscherharz gleichzusetzen und entfernt keine Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Eisen.

Das Harz ist kein klassisches Enthärtungsharz. Wenn Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.

Lewatit M 600 ist kein Mischbettharz. In Mischbett- oder Feinreinigungsanwendungen muss es mit einem passenden Kationenaustauscher kombiniert und in einer dafür ausgelegten Anlage betrieben werden.

Lewatit M 600 ist kein schwachbasischer Anionenaustauscher. Bei organisch belasteten Wässern, hoher Huminsäurebelastung oder speziellen Entsalzungsverfahren kann ein schwachbasischer Anionenaustauscher oder eine Kombination aus schwachbasischer und starkbasischer Stufe erforderlich sein.

Bei erhöhtem Silikat- oder CO₂-Anteil kann ein starkbasischer Typ-1-Anionenaustauscher besser geeignet sein. Die Auswahl muss anhand der Wasseranalyse und der Zielwasserqualität geprüft werden.

Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung, Ölspuren oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Wasseranalyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.

Angaben für Rückfragen

Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Anlagentyp
  • Hersteller und Typenschild der Anlage
  • Filter- oder Behälterdurchmesser
  • Filter- oder Behälterhöhe
  • vorhandene Harzmenge
  • vorhandene Harzbezeichnung
  • Harzschichtung und weitere Harztypen
  • Rohwasseranalyse
  • Chlorid
  • Sulfat
  • Nitrat
  • Hydrogencarbonat
  • Silikat
  • CO₂-Gehalt
  • organische Belastung
  • pH-Wert
  • Zulaufleitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • gewünschte Restleitfähigkeit
  • gewünschter Silikatgrenzwert
  • Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
  • Temperaturbereich
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
  • Gleichstrom- oder Gegenstromverfahren
  • vorhandene Rückspülleistung
  • vorhandene Kationenaustauscherstufe
  • vorhandene Vorbehandlung oder nachgeschaltete Aufbereitungsstufen
  • Anwendung, zum Beispiel Vollentsalzung, Dampferzeugung, Multistep, Mischbett, Polisher, Reinstwasser oder Kondensataufbereitung
  • ob Typ 1 oder Typ 2 in der bestehenden Anlage vorgesehen ist
  • ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist

 

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