Lewatit M 500

Art.Nr.: M500LL

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Lewatit M 500 Anionenaustauscherharz

Lewatit M 500 ist ein starkbasisches Anionenaustauscherharz in Cl-Form. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn Anionen aus dem Wasser entfernt und gegen Chloridionen ausgetauscht werden sollen.

Durch die gelförmige Polystyrol-Divinylbenzol-Matrix, die gleichförmige Korngrößenverteilung und die hohe chemische sowie mechanische Stabilität eignet sich Lewatit M 500 für Entsalzungsanlagen, Vollentsalzungsanlagen, industrielle Dampferzeugung, Multistep-Anlagen und Feinreinigungssysteme in Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen.

Starkbasischer Anionenaustauscher in Cl-Form

Funktion im Ionenaustausch

Lewatit M 500 ist ein starkbasisches Anionenaustauscherharz mit quartären Ammoniumgruppen vom Typ 1. In der Lieferform Cl- kann das Harz Anionen aus dem Wasser aufnehmen und gegen Chloridionen austauschen.

Anionenaustauscher werden in Entsalzungs- und Vollentsalzungsverfahren eingesetzt, um negativ geladene Ionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat im Rahmen eines passenden Anlagenkonzepts zu entfernen. Die konkrete Austauschleistung hängt von Wasseranalyse, Harzform, Regeneration, Kontaktzeit, Durchfluss und Zielwasserqualität ab.

Lewatit M 500 ist kein Kationenaustauscher. Es entfernt keine Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Eisen. Für diese Aufgabe ist eine passende Kationenaustauscherstufe erforderlich.

Starkbasisch Typ 1

Lewatit M 500 besitzt quartäre Ammoniumgruppen vom Typ 1. Starkbasische Anionenaustauscher vom Typ 1 werden häufig eingesetzt, wenn auch schwach dissoziierte Anionen und Silikat im Rahmen eines geeigneten Entsalzungsverfahrens berücksichtigt werden müssen.

Die Typ-1-Funktionalität ist besonders relevant bei Vollentsalzung, Dampferzeugung, Reinstwasseraufbereitung und Feinreinigung. Dabei muss das Harz jedoch immer im Zusammenhang mit Kationenstufe, Rohwasserqualität, Regeneration und Zielwerten bewertet werden.

Je nach Anlagenkonzept kann die Betriebsform von der Lieferform abweichen. Für Entsalzungsprozesse wird ein starkbasischer Anionenaustauscher üblicherweise in dafür ausgelegten Anlagen regeneriert und in die passende Betriebsform überführt.

Gelförmige Harzstruktur

Lewatit M 500 besitzt eine gelförmige Matrix auf Basis von vernetztem Polystyrol. Gelförmige Anionenaustauscherharze sind für viele technische Entsalzungsanwendungen geeignet, wenn Wasserqualität, Hydraulik und Regeneration zur Harzcharakteristik passen.

Die gleichförmige Korngrößenverteilung unterstützt eine stabile Durchströmung des Harzbetts, eine gleichmäßige Arbeitszone und ein reproduzierbares Regenerationsverhalten. Niedrige Druckverluste und ein gleichmäßiger Durchsatz von Regeneriermittel, Wasser und Spüllösungen setzen eine passende Anlagenhydraulik voraus.

Die tatsächliche Leistung hängt nicht nur vom Harz ab. Behältergeometrie, Betthöhe, Düsensystem, Strömungsgeschwindigkeit, Regeneration, Rückspülung, Temperatur und Wasserqualität müssen zur Anwendung passen.

Abgrenzung zu schwachbasischen Anionenaustauschern

Lewatit M 500 ist starkbasisch. Schwachbasische Anionenaustauscher arbeiten anders und werden je nach Verfahren vor allem zur Entfernung starker Säuren beziehungsweise zur Entlastung nachfolgender starkbasischer Anionenstufen eingesetzt.

Als schwachbasisches Anionenaustauscherharz kann zum Beispiel Lewatit MP 68 geprüft werden. Die Auswahl zwischen Lewatit M 500, Lewatit MP 68 oder einer Kombination beider Harztypen hängt von Rohwasseranalyse, Anionenbelastung, organischer Belastung, Silikat, CO₂, Regeneration und geforderter Zielwasserqualität ab.

Lewatit M 500 sollte deshalb nicht pauschal mit schwachbasischen Anionenaustauschern gleichgesetzt werden. Entscheidend ist, ob ein starkbasischer Anionenaustauscher Typ 1 im Anlagenverfahren vorgesehen ist.

Kombination mit Kationenaustauschern

In Vollentsalzungs- und Entsalzungsanlagen wird ein Anionenaustauscher in der Regel mit einer passenden Kationenaustauscherstufe kombiniert. Die Kationenaustauscherstufe entfernt die positiv geladenen Ionen. Die Anionenaustauscherstufe entfernt die negativ geladenen Ionen.

Als starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form kann zum Beispiel Lewatit MonoPlus S 108 H geprüft werden, wenn Harztyp, Ionenform, Anlagenfreigabe und Verfahren dazu passen.

Ein einzelnes Anionenaustauscherharz erzeugt allein kein vollentsalztes Wasser. Die gewünschte Wasserqualität entsteht erst durch die korrekte Kombination der Harze, die passende Regeneration und die richtige Anlagenhydraulik.

Einsatz in technischen Ionenaustauscheranlagen

Ionenaustauscheranlagen

Lewatit M 500 kann in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt werden, wenn das Verfahren ein starkbasisches Anionenaustauscherharz Typ 1 vorsieht. Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.

Die Eignung hängt von Rohwasserzusammensetzung, Zielwasserqualität, Regenerationsverfahren, Betriebsrichtung, Harzschichtung und Anlagenhydraulik ab. Lewatit M 500 sollte deshalb nicht nur nach Harzname, sondern nach vorhandener Anlagenfunktion und Betriebsbedingungen ausgewählt werden.

Entsalzung und Vollentsalzung

In Vollentsalzungsanlagen kann Lewatit M 500 je nach Anlagenverfahren als starkbasische Anionenaustauscherstufe eingesetzt werden. Für eine vollständige Entsalzung ist zusätzlich eine passende Kationenaustauscherstufe erforderlich.

Bei der Vollentsalzung übernimmt der Anionenaustauscher die Entfernung negativ geladener Ionen. Dazu gehören je nach Wasserzusammensetzung unter anderem Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat und Silikat. Die erreichbare Wasserqualität hängt von Harzkombination, Regeneration, Schichthöhe, Kontaktzeit und Zielwerten ab.

Ein einzelnes Anionenaustauscherharz ist keine vollständige Vollentsalzungsanlage. Es ist ein Funktionsbaustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts.

Industrielle Dampferzeugung

Lewatit M 500 kann in Entsalzungsanlagen für die industrielle Dampferzeugung eingesetzt werden, wenn die Anlage auf starkbasische Anionenaustauscher ausgelegt ist.

Bei Dampferzeugungsanlagen sind niedrige Leitfähigkeit, geringe Kieselsäure- beziehungsweise Silikatwerte und stabile Restanionenwerte besonders wichtig. Lewatit M 500 kann innerhalb eines geeigneten Anlagenkonzepts dazu beitragen, die Anionenbelastung zu reduzieren.

Entscheidend sind Rohwasseranalyse, Betriebsdruck des Dampfsystems, Zielwerte für Speisewasser und Kesselwasser, Regeneration, nachgeschaltete Feinreinigung und die kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität.

Gegenstromverfahren und Multistep

Lewatit M 500 kann in modernen Gegenstromverfahren eingesetzt werden, wenn die Anlage auf diesen Harztyp und die entsprechende Betriebsweise ausgelegt ist. Gegenstromverfahren können bei passender Auslegung eine hohe Regenerationseffizienz, niedrige Schlupfwerte und geringeren Spülwasserbedarf unterstützen.

Bei Multistep-Anlagen werden mehrere funktionale Ionenaustauscherstufen in einem abgestimmten Verfahren kombiniert. Lewatit M 500 kann dort als starkbasische Anionenstufe eingesetzt werden, wenn Harzschichtung, Regeneration, Hydraulik und Zielwerte darauf ausgelegt sind.

Besonders relevant sind dabei Regenerationswirkungsgrad, gleichmäßige Durchströmung, niedrige Restleitfähigkeit, Silikatverhalten und geringe Spülwassermengen.

Mischbettfilter und Feinreinigung

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Mischbettfiltern als Feinreinigungsstufe zur Herstellung nahezu ionenfreien Wassers. In Mischbett- oder Feinreinigungssystemen muss Lewatit M 500 mit einem passenden Kationenaustauscher kombiniert werden.

Bei regenerierbaren Mischbettanlagen ist die Trennung von Kationen- und Anionenaustauscherharz vor der Regeneration ein zentraler technischer Punkt. Ob Lewatit M 500 in einer konkreten Anlage eingesetzt werden kann, hängt von Harzkombination, Dichteunterschieden, Korngrößenverteilung, Rückspülgeschwindigkeit, Regenerationstechnik und Anlagenaufbau ab.

Bei nicht regenerierbaren Mischbettpatronen wird in der Regel eine fertig gemischte Harzfüllung eingesetzt. Lewatit M 500 ist dagegen ein einzelnes Anionenaustauscherharz und muss zur jeweiligen Harzkombination passen.

Reinstwasseraufbereitung

Bei der Reinstwasseraufbereitung ist Lewatit M 500 ein möglicher Baustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden häufig mehrere Verfahren kombiniert, zum Beispiel Vorfiltration, Enthärtung oder Entkarbonisierung, Umkehrosmose, Kationenaustauscher, Anionenaustauscher, EDI, Mischbettfilter oder Polishing-Stufen.

Für stabile Reinstwasserqualität sind Zulaufleitfähigkeit, CO₂-Gehalt, Silikat, organische Belastung, Temperatur, Durchfluss, Betthöhe und Leitfähigkeitsüberwachung entscheidend.

Kondensataufbereitung

In der Kondensataufbereitung kann Ionenaustausch je nach Kondensatqualität und Zielwerten zur Reinigung oder Feinreinigung eingesetzt werden. Lewatit M 500 kann dort nur verwendet werden, wenn das Anlagenkonzept eine starkbasische Anionenaustauscherstufe vorsieht.

Bei Kondensatanwendungen sind Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Ammoniak, Kohlensäure, Silikat, Eisen, Kupfer, Partikel, organische Belastung, Ölspuren und mögliche Prozessverunreinigungen kritisch. Die Auswahl des Harzes muss deshalb auf Wasseranalyse, Betriebsbedingungen und Anlagenverfahren abgestimmt werden.

Harztausch und Anlagenservice

Prüfung vor dem Harzwechsel

Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Schichthöhen, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.

Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf oder schwankender Wasserqualität.

Regeneration starkbasischer Anionenaustauscher

Lewatit M 500 ist ein starkbasischer Anionenaustauscher. Die Regeneration erfolgt in dafür ausgelegten Anlagen mit geeigneter Lauge, sofern das Anlagenverfahren dafür vorgesehen ist.

Regeneriermittelmenge, Konzentration, Kontaktzeit, Regeneriergeschwindigkeit, Spülwassermenge, Betriebsrichtung und Schichthöhe müssen zur Anlage passen. Eine unvollständige Regeneration kann zu Kapazitätsverlust, erhöhtem Anionenschlupf, Silikatdurchbruch oder instabiler Wasserqualität führen.

Der Umgang mit Regenerierchemikalien erfordert geeignete Anlagentechnik, Arbeitsschutz, Werkstoffauswahl und Abwasserbetrachtung.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkt Lewatit M 500
Artikelnummer M500LL
Hersteller Lanxess
Verpackungseinheit 25 Liter Sack
Gewicht 19 kg
Harztyp starkbasischer Anionenaustauscher
Lieferform Cl-Form
Funktionelle Gruppe quartäres Ammoniumsalz, Typ 1
Matrix vernetztes Polystyrol
Struktur gelförmig
Farbe gelb, durchsichtig
Korngrößenverteilung gleichförmig
Kinetik sehr gute Kinetik
Material Styrol-Divinylbenzol-Copolymer
Eigenschaften chemisch und mechanisch sehr stabil
Hauptanwendung Entsalzung, Vollentsalzung, industrielle Dampferzeugung, Multistep, Feinreinigung
Abgrenzung kein Kationenaustauscher, kein Mischbettharz, kein schwachbasischer Anionenaustauscher, kein Selektivaustauscher

Besondere technische Eigenschaften

Lewatit M 500 ist für starkbasische Anionenaustauscheranwendungen ausgelegt. Die gelförmige Harzstruktur und die Typ-1-Funktionalität können bei passender Anlagenhydraulik folgende Eigenschaften unterstützen:

  • hohe Austauschgeschwindigkeit bei Regeneration und Beladung
  • sehr gute Ausnutzung der Totalkapazität
  • geringer Waschwasserbedarf
  • gleichmäßiger Durchsatz von Regeneriermitteln, Wasser und Lösungen
  • gleichmäßig ausgebildete Arbeitszone
  • niedriger Differenzdruck
  • nahezu linearer Druckverlust über die Harzbetthöhe
  • Betrieb bei größeren Schichthöhen
  • Einsatz in modernen Gegenstromverfahren
  • Einsatz in Entsalzungsanlagen für industrielle Dampferzeugung
  • Verwendung in Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
  • Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen

Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine Wasseranalyse, keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine geeignete Vorbehandlung und keine messtechnische Kontrolle der Wasserqualität.

Typische Anwendungen

Lewatit M 500 kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:

  • starkbasische Anionenaustauscherstufen
  • Entsalzungsanlagen
  • Vollentsalzungsanlagen
  • Entsalzungsanlagen für industrielle Dampferzeugung
  • moderne Gegenstromverfahren
  • Schwebebett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Rinsebett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Liftbett-Systeme nach technischer Prüfung
  • Multistep-Anlagen nach technischer Prüfung
  • Mischbett- und Feinreinigungssysteme in Kombination mit passenden Kationenaustauscherharzen
  • Reinstwasseraufbereitung als Teil eines mehrstufigen Anlagenkonzepts
  • Kondensataufbereitung nach technischer Prüfung

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Temperatur, Harzkombination, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.

Hinweise zur Auslegung

Die Auslegung einer Anlage mit Lewatit M 500 hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Rohwasseranalyse
  • Anionenbelastung
  • Chlorid
  • Sulfat
  • Nitrat
  • Hydrogencarbonat
  • Silikat
  • CO₂-Gehalt
  • organische Belastung
  • Leitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • gewünschte Restleitfähigkeit
  • gewünschter Silikatgrenzwert
  • Tagesverbrauch
  • Spitzenvolumenstrom
  • Filter- oder Behälterdurchmesser
  • Harzmenge und Betthöhe
  • Korngrößenverteilung im Verhältnis zum Düsensystem
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Kontaktzeit
  • Rückspülgeschwindigkeit
  • Spülwassermenge
  • Betriebs- und Regenerationsrichtung
  • Gegenstrom- oder Gleichstromverfahren
  • Temperaturbelastung
  • vorhandene Kationenaustauscherstufe
  • vorhandene Vorbehandlung oder nachgeschaltete Aufbereitungsstufen

Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe, beschädigtem Düsensystem, ungeeigneter Betriebsrichtung oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust, Druckverlustproblemen, Silikatdurchbruch oder schwankender Wasserqualität kommen.

Grenzen und Hinweise

Lewatit M 500 ist ein starkbasischer Anionenaustauscher. Es ist nicht mit einem Kationenaustauscherharz gleichzusetzen und entfernt keine Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder Eisen.

Das Harz ist kein klassisches Enthärtungsharz. Wenn Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.

Lewatit M 500 ist kein Mischbettharz. In Mischbett- oder Feinreinigungsanwendungen muss es mit einem passenden Kationenaustauscher kombiniert und in einer dafür ausgelegten Anlage betrieben werden.

Lewatit M 500 ist kein schwachbasischer Anionenaustauscher. Bei organisch belasteten Wässern, hoher Huminsäurebelastung oder speziellen Entsalzungsverfahren kann ein schwachbasischer Anionenaustauscher oder eine Kombination aus schwachbasischer und starkbasischer Stufe erforderlich sein.

Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung, Ölspuren oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Wasseranalyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.

Angaben für Rückfragen

Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Anlagentyp
  • Hersteller und Typenschild der Anlage
  • Filter- oder Behälterdurchmesser
  • Filter- oder Behälterhöhe
  • vorhandene Harzmenge
  • vorhandene Harzbezeichnung
  • Harzschichtung und weitere Harztypen
  • Rohwasseranalyse
  • Chlorid
  • Sulfat
  • Nitrat
  • Hydrogencarbonat
  • Silikat
  • CO₂-Gehalt
  • organische Belastung
  • pH-Wert
  • Zulaufleitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • gewünschte Restleitfähigkeit
  • gewünschter Silikatgrenzwert
  • Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
  • Temperaturbereich
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
  • Gleichstrom- oder Gegenstromverfahren
  • vorhandene Rückspülleistung
  • vorhandene Kationenaustauscherstufe
  • vorhandene Vorbehandlung oder nachgeschaltete Aufbereitungsstufen
  • Anwendung, zum Beispiel Vollentsalzung, Dampferzeugung, Multistep, Mischbett, Polisher, Reinstwasser oder Kondensataufbereitung
  • ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist

 

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