Semidol Körnung 1
(0,5 - 2,5 mm)
25 kg Sack
Neutralisations- Entsäuerungsmaterial
Art.Nr.: FM-SD-K1
EUR 41,59 - EUR 50,00
Preis netto: EUR 42,02
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Kilogramm |
|---|---|---|
| 1-9 | EUR 50,00 | EUR 2,00 |
| 10-19 -6 % | EUR 47,11 | EUR 1,88 |
| 20-39 -12 % | EUR 44,22 | EUR 1,77 |
| >= 40 -17 % | EUR 41,59 | EUR 1,66 |
Zahlungsweisen
(0,5 - 2,5 mm)
25 kg Sack 5
Datenblätter
Semidol-K1-K2-Datenblatt.pdf (0.07 MB)
Produktbeschreibung
Semidol K1 zur Entsäuerung und Aufhärtung
Körnung 0,5 - 2,5 mm
Semidol K1 ist ein Neutralisations- und Entsäuerungsmaterial für die Wasseraufbereitung. Das Filtermaterial wird eingesetzt, wenn saures, korrosives Wasser entsäuert, der pH-Wert angehoben und die Wasserhärte gezielt erhöht werden soll.
Semidol K1 basiert auf teilkalziniertem Dolomit und bringt bei der Reaktion Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Ionen in das Wasser ein. Dadurch kann aggressives Wasser stabilisiert und die Korrosionsneigung in Rohrleitungen reduziert werden.
Einsatzbereich von Semidol K1
Semidol K1 wird in Entsäuerungsfiltern, Neutralisationsfiltern und Aufhärtungsstufen eingesetzt. Die Körnung 0,5–2,5 mm eignet sich für Anwendungen, bei denen eine hohe Reaktivität und ausreichende Kontaktfläche im Filterbett benötigt werden.
Typische Anwendungen:
- Entsäuerung von Brunnenwasser
- Neutralisation von saurem Wasser
- pH-Wert-Anhebung in der Wasseraufbereitung
- Aufhärtung von weichem Wasser
- Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen
- Entsäuerung und Filtration von Kreislaufwasser
- Neutralisation von sauren Abwässern
- Trinkwasseraufbereitung bei passenden Wasserwerten
- Prozesswasseraufbereitung
- Schwimmbadwasseraufbereitung
Die konkrete Eignung hängt von pH-Wert, freier Kohlensäure, Säurekapazität, Wasserhärte, Sulfat, Eisen, Mangan, Kontaktzeit, Durchfluss und gewünschter Zielqualität ab.
Entsäuerung und Aufhärtung mit teilkalziniertem Dolomit
Semidol K1 wirkt nicht wie eine chemische Dosierung, sondern über Kontaktreaktion im Filterbett. Das Material löst sich abhängig von Wasserqualität und Kohlensäuregehalt an. Dabei werden Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Ionen gebildet.
Dadurch steigt der pH-Wert und das Wasser wird aufgehärtet. Die Reaktion ist besonders relevant bei saurem Wasser, das Rohrleitungen oder metallische Werkstoffe angreifen kann. Die Anhebung der Wasserhärte ist dabei kein Nebeneffekt, sondern Teil der Stabilisierung des Wassers.
Das Material wird im Betrieb verbraucht. Füllhöhe, Wasserqualität und Zielwerte müssen deshalb regelmäßig kontrolliert werden.
Abgrenzung zu Calcite
Calcite Calciumcarbonat besteht überwiegend aus Calciumcarbonat. Semidol K1 basiert dagegen auf teilkalziniertem Dolomit mit Calcium- und Magnesiumanteilen.
Der Unterschied ist für die Wasserchemie relevant: Calcite bringt hauptsächlich Calcium in das Wasser ein. Semidol K1 kann zusätzlich Magnesium eintragen und besitzt durch den Anteil an freiem MgO eine andere Reaktivität.
Welche Variante besser passt, hängt von Rohwasseranalyse und Zielwert ab. Entscheidend sind pH-Wert, freie Kohlensäure, gewünschte Calcium- und Magnesiumhärte, Kontaktzeit und Filtergeschwindigkeit.
Abgrenzung zu Akdolit Magno-Dol
Akdolit Magno-Dol CM1 und Akdolit Magno-Dol CM2 sind ebenfalls dolomitische Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterialien. Die Auswahl zwischen Semidol, Akdolit, Calcite und weiteren Entsäuerungsmaterialien sollte nicht pauschal erfolgen.
Wichtige Unterschiede können sich aus Körnung, Reaktivität, Schichthöhe, Filtergeschwindigkeit, Nachfüllverhalten und gewünschter Wasserchemie ergeben. Für kleine geschlossene Filteranlagen kann eine andere Körnung sinnvoll sein als für offene Filter oder größere Neutralisationsanlagen.
Abgrenzung zu anderen Filtermedien
Semidol K1 ist ein Entsäuerungs-, Neutralisations- und Aufhärtungsmaterial. Es ist nicht mit Adsorptionsmedien, Stützschichten oder Enteisenungsmedien zu verwechseln.
Bei Partikeln, Trübung oder Stützschichten ist je nach Filteraufbau ein gewaschener Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm zu prüfen. Eine Kiesstützschicht kann je nach Filteraufbau erforderlich sein.
Bei organischen Stoffen, Geruch, Geschmack, Chlor oder Ozon ist Aktivkohle FA 100 ein Adsorptionsmedium. Aktivkohle hebt keinen pH-Wert an und ist kein Entsäuerungsmaterial.
Bei Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff ist Greensand Plus ein spezielles Filtermedium für entsprechende Greensand-Anlagen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.
BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.
Einsatz in Entsäuerungsanlagen
Semidol K1 wird in Entsäuerungsanlagen als Verbrauchsmaterial eingesetzt. Das Wasser durchströmt das Filterbett und reagiert mit dem Material. Dabei werden aggressive Kohlensäure reduziert, pH-Wert angehoben und Härtebildner in das Wasser eingebracht.
Die Filteranlage muss zur gewünschten Wassermenge, Kontaktzeit, Schichthöhe und Rückspülung passen. Wird das Material zu schnell durchströmt, kann die Entsäuerung unzureichend sein. Ist die Anlage zu klein, verkürzt sich das Nachfüllintervall.
Bei Brunnenwasser mit niedrigem pH-Wert und nachgeschalteten Filteranlagen sollte die Entsäuerung ausreichend groß ausgelegt werden, weil sie auch das Rückspülwasser nachgeschalteter Anlagen behandeln muss.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkt | Semidol K1 |
| Artikelnummer | FM-SD-K1 |
| Produkttyp | Neutralisations- und Entsäuerungsmaterial |
| Materialbasis | teilkalzinierter Dolomit |
| Chemische Basis | MgO · CaCO₃ |
| Norm | DIN EN 1017, Typ A |
| Körnung | 0,5–2,5 mm |
| Verpackungseinheit | 25 kg Sack |
| Schüttdichte | 1,1–1,2 t/m³ |
| Filtergeschwindigkeit offene Filter | 5–15 m/h |
| Filtergeschwindigkeit geschlossene Filter | 10–30 m/h |
| Schichthöhe offene Filter | 600–2.000 mm |
| Schichthöhe geschlossene Filter | 1.500–4.000 mm |
| Aufhärtung | ca. 1 °dH je 10 mg/l CO₂ |
| Verbrauch | ca. 1,2–1,3 g je g CO₂ |
| Porosität | ca. 14,4 % |
| Gewicht | 25 kg |
| Lieferzeit | ca. 1–2 Wochen |
| Datenblatt | Semidol-K1-K2-Datenblatt.pdf |
Wasserwerte und Einsatzgrenzen
Semidol K1 muss zur Rohwasserqualität passen. Besonders wichtig sind pH-Wert, freie Kohlensäure, Sulfat, Eisen, Mangan und mögliche oxidierende Stoffe.
Die Produktseite nennt als Anwendungshinweise:
- Sulfat sollte 150 mg/l nicht überschreiten
- Eisen ist bis 2 mg/l zulässig, bei erhöhter Einsatzmenge von Semidol
- Mangan sollte 0,05 mg/l nicht überschreiten
- bei höheren Konzentrationen sind Maßnahmen zur Reduzierung vor dem Semidolfilter zu prüfen
- oxidierende Substanzen sollten vor dem Semidolfilter bewertet bzw. reduziert werden
Diese Werte ersetzen keine Auslegung. Sie zeigen, dass Semidol K1 nicht als alleinige Lösung für stark eisen-, mangan- oder sulfatbelastetes Wasser betrachtet werden sollte.
Rückspülung und Schichtaufbau
Eine regelmäßige Rückspülung ist erforderlich, um das Filterbett hydraulisch durchlässig zu halten und Ablagerungen auszutragen. Die Rückspülung lockert das Bett, reduziert Kanalbildung und unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung.
Beim Filteraufbau ist zu prüfen, ob eine Stützschicht erforderlich ist. Dafür kann je nach Anlage ein geeigneter Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm eingesetzt werden.
Für das Befüllen von GFK-Drucktanks kann ein Einfülltrichter sinnvoll sein. Nach dem Befüllen muss die Anlage gründlich gespült und die Rückspülfunktion geprüft werden.
Verbrauch und Nachfüllung
Semidol K1 wird im Betrieb verbraucht. Der Verbrauch hängt von Kohlensäuregehalt, pH-Wert, Wassermenge, Kontaktzeit und Zielqualität ab. Die Produktseite nennt einen Verbrauch von ca. 1,2–1,3 g pro g CO₂.
Die Füllhöhe muss regelmäßig kontrolliert werden. Sinkt die Materialhöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und der gewünschte pH-Wert wird möglicherweise nicht mehr erreicht.
Beim Nachfüllen sind Tankgröße, vorhandene Restfüllung, Schichthöhe, Stützschicht und Rückspülverhalten zu prüfen. Zusätzlich sollte die Wasserqualität vor und nach der Entsäuerung kontrolliert werden.
Wirkung auf Eisen und Mangan
Durch die pH-Wert-Anhebung können Eisen- und Mangankonzentrationen im Wasser beeinflusst werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Semidol K1 eine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsanlage ersetzt.
Bei erhöhtem Eisen oder Mangan muss geprüft werden, ob nach der Entsäuerung eine geeignete Filterstufe erforderlich ist. Je nach Wasserwerten können Greensand-Anlagen, BIRM-Filter oder andere Verfahren relevant sein.
Bei Brunnenwasser sollte die Reihenfolge der Aufbereitungsstufen anhand der Analyse festgelegt werden. Bei niedrigem pH-Wert ist eine Entsäuerung vor nachgeschalteten Enteisenungs- oder Entmanganungsstufen häufig sinnvoll.
Anwendung nach Umkehrosmoseanlagen
Semidol K1 kann zur Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn eine definierte pH-Wert-Anhebung und Mineralisierung gewünscht ist. Dabei muss beachtet werden, dass Permeat nur geringe Pufferkapazität besitzt und dadurch empfindlich auf CO₂-Eintrag und Aufhärtungsmaterialien reagiert.
Die Auswahl hängt von gewünschtem pH-Wert, Zielhärte, Durchfluss, Kontaktzeit und Anwendung ab. Für technische Anwendungen kann auch ein anderes Aufhärtungs- oder Dosierkonzept sinnvoll sein.
Anwendung bei saurem Abwasser
Semidol K1 kann zur Neutralisation von saurem Abwasser eingesetzt werden, wenn die Säurefracht, Durchflussmenge und geforderte Zielqualität zum Material passen. Bei stark schwankenden pH-Werten, hohen Säurefrachten oder Dokumentationspflichten kann eine geregelte Neutralisationsanlage erforderlich sein.
Semidol K1 ersetzt keine automatisch geregelte pH-Dosierung, wenn exakte Einleitwerte dauerhaft dokumentiert und eingehalten werden müssen.
Handhabung und Lagerung
Semidol K1 sollte trocken gelagert und vor Verunreinigung geschützt werden. Beim Umgang mit Filtermaterialien sind Staubentwicklung, saubere Arbeitsweise und geeignete persönliche Schutzausrüstung zu beachten.
Wichtige Hinweise:
- trocken lagern
- Verpackung geschlossen halten
- Staubentwicklung vermeiden
- Material sauber einfüllen
- nicht mit ungeeigneten Chemikalien verunreinigen
- beim Befüllen Steigrohr und Dichtflächen schützen
- Füllhöhe nach Inbetriebnahme kontrollieren
- Rückspülfunktion nach Befüllung prüfen
- Wasserqualität nach der Inbetriebnahme kontrollieren
Das Material ist ein Verbrauchsmaterial. Füllstand und Wasserqualität sollten regelmäßig geprüft werden.
Grenzen von Semidol K1
Semidol K1 ist nicht für jede pH-Korrektur geeignet. Bei sehr stark saurem Wasser, hoher Säurefracht oder stark schwankenden pH-Werten kann die Kontaktzeit oder Reaktionsleistung nicht ausreichen.
Semidol K1 entfernt keine Keime, kein Nitrat, kein Ammonium und keine organischen Stoffe. Für diese Belastungen müssen andere Verfahren geprüft werden.
Bei Eisen und Mangan ist besonders zu beachten, dass Semidol K1 keine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsstufe ersetzt. Es kann die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern, muss aber anhand der Wasseranalyse eingeordnet werden.
Angaben für die technische Prüfung
Für die Auswahl und Auslegung von Semidol K1 sind folgende Angaben hilfreich:
- Anwendung: Trinkwasser, Brunnenwasser, Prozesswasser, Permeat oder Abwasser
- vollständige Wasseranalyse
- pH-Wert
- freie Kohlensäure
- Säurekapazität
- Calcium und Magnesium
- Gesamthärte und Karbonathärte
- Sulfat
- Eisen und Mangan
- Trübung und Feststoffe
- gewünschter pH-Wert nach der Aufbereitung
- gewünschte Härte nach der Aufbereitung
- Durchflussleistung
- Tagesmenge
- vorhandene Filteranlage
- Tankgröße und Füllmenge
- vorhandene Stützschicht
- Rückspülleistung der Pumpe
- Abwasseranschluss für Rückspülung
- nachgeschaltete Anlagen
- gewünschtes Nachfüllintervall
Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Semidol K1 das passende Entsäuerungsmaterial ist oder ob ein anderes Verfahren erforderlich wird.
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