Greensand Plus
14,2 l/20 kg Sack

20 kg (14,2 l) Sack

Art.Nr.: FM-GSPLUS

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EUR 52,36 - EUR 58,31
Preis netto: EUR 49,00

inkl. 19 % USt

Mengenrabatt

Anzahl Einzelpreis pro Liter
1-9 EUR 58,31 EUR 4,11
10-19 -4 % EUR 55,93 EUR 3,94
>= 20 -10 % EUR 52,36 EUR 3,69
  • Lieferzeit ca. 2-3 Tage
  • Gewicht 20 kg


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Datenblätter

Produktbeschreibung

Greensand Plus zur Enteisenung und Entmanganung

Greensand Plus ist ein spezielles Filtermaterial zur Entfernung von Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff aus Wasser. Das Material besteht aus Glaukonit mit Mangandioxid-Beschichtung. Dadurch entsteht eine oxidierende bzw. katalytisch wirksame Oberfläche, auf der gelöstes Eisen und Mangan oxidiert und anschließend im Filterbett zurückgehalten werden können.

Greensand Plus wird in passenden Greensand-Filteranlagen eingesetzt und mit Kaliumpermanganat regeneriert. Das Verfahren ist besonders für Brunnenwasser interessant, wenn Eisen und Mangan nicht nur als bereits ausgefällte Partikel, sondern auch in gelöster Form vorliegen.

Einsatzbereich von Greensand Plus

Greensand Plus wird eingesetzt, wenn Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff gezielt reduziert werden sollen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einfacher mechanischer Filtration, sondern auf Oxidation, Abscheidung und Regeneration des Filtermaterials.

Typische Anwendungen:

  • Enteisenung von Brunnenwasser
  • Entmanganung von Brunnenwasser
  • Reduzierung von Schwefelwasserstoff
  • Trinkwasseraufbereitung bei passenden Wasserwerten
  • Brauchwasseraufbereitung
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Vorbehandlung vor nachgeschalteten Anlagen
  • Reduzierung von Verfärbungen durch Eisen
  • Reduzierung schwarzer Manganablagerungen
  • Reduzierung unangenehmer Gerüche durch Schwefelwasserstoff

Die konkrete Eignung hängt von Wasseranalyse, Eisenwert, Manganwert, pH-Wert, Durchfluss, Rückspülleistung, Filtergröße, Regenerationskonzept und gewünschter Wasserqualität ab.

Wirkung und Regeneration

Greensand Plus arbeitet nicht wie ein einfacher Kiesfilter. Das Material besitzt eine Mangandioxid-Beschichtung, die Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff oxidieren kann. Die oxidierten Stoffe werden anschließend im Filterbett zurückgehalten und bei der Rückspülung ausgetragen.

Damit die Wirkung erhalten bleibt, muss Greensand Plus regeneriert werden. Die Regeneration erfolgt mit Kaliumpermanganat. Bei passenden Anlagen wird die Regeneration vollautomatisch und kapazitätsgesteuert durchgeführt. Dabei wird nicht nur nach Zeit, sondern anhand der behandelten Wassermenge und der berechneten Belastung regeneriert.

Vor der ersten Nutzung muss das Material aktiviert bzw. regeneriert werden. Wird die berechnete Kapazität überschritten, kann die Filterleistung nachlassen und das Material überlastet werden. Deshalb sind Wasseranalyse, Kapazitätsberechnung und richtige Steuerung für den Betrieb entscheidend.

Unterschied zu BIRM

BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.

Greensand Plus unterscheidet sich dadurch, dass die Oxidation über die Mangandioxid-beschichtete Oberfläche und die Regeneration mit Kaliumpermanganat erfolgt. Dadurch ist das Verfahren bei vielen Brunnenwässern besser kontrollierbar als ein Filtermaterial, das auf bereits ausreichend oxidierende Wasserbedingungen angewiesen ist.

BIRM kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, wenn Sauerstoffgehalt und Wasserchemie passen. Bei unbekanntem Sauerstoffanteil oder stärker gelöstem Eisen/Mangan ist Greensand Plus in der Regel das technisch belastbarere Verfahren.

Abgrenzung zu Quarzkies und Filter AG Plus

Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm wird häufig als Stützschicht oder mechanisches Filtermaterial eingesetzt. Quarzkies kann bereits ausgefällte Partikel zurückhalten, entfernt aber gelöstes Eisen oder Mangan nicht zuverlässig ohne passende Vorreaktion.

Filter AG Plus ist ein mechanisches Tiefenfiltermedium zur Reduzierung von Trübstoffen und suspendierten Feststoffen. Auch Filter AG Plus ersetzt keine gezielte Oxidation und Regeneration für gelöstes Eisen oder Mangan.

Greensand Plus ist deshalb kein normaler Partikelfilter. Es ist ein regenerierbares Filtermedium für Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff. Mechanische Filtermedien können je nach Anlage als Vorfiltration, Stützschicht oder ergänzende Filterschicht sinnvoll sein, übernehmen aber nicht die eigentliche Greensand-Funktion.

Abgrenzung zu Aktivkohle

Aktivkohle FA 100, Aktivkohle Norit PK 1-3 und Aktivkohle GAC C 830 sind Adsorptionsmedien. Sie werden eingesetzt, wenn organische Stoffe, Geruch, Geschmack, Chlor, Ozon, THM, AOX oder andere adsorbierbare Stoffe reduziert werden sollen.

Aktivkohle ist keine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsstufe. Wenn im Brunnenwasser Eisen und Mangan erhöht sind, sollte zuerst die passende Enteisenung und Entmanganung geprüft werden. Eine Aktivkohlestufe kann nach geeigneter Vorbehandlung ergänzend sinnvoll sein, ersetzt aber Greensand Plus nicht.

Abgrenzung zu Entsäuerungsmaterialien

Greensand Plus hebt den pH-Wert nicht gezielt an und dient nicht zur Aufhärtung. Bei niedrigem pH-Wert oder freier Kohlensäure sind Entsäuerungsmaterialien wie Calcite Calciumcarbonat, Juraperle, Semidol K1, Semidol K2, Akdolit Magno-Dol CM1, Akdolit Magno-Dol CM2 oder Akdolit Hydrolit CA zu prüfen.

Das ist besonders bei Brunnenwasser wichtig. Ein zu niedriger pH-Wert kann die Entfernung von Mangan erschweren und außerdem Korrosionsprobleme verursachen. In solchen Fällen muss eine Entsäuerung vor der Greensand-Anlage geprüft werden.

Einsatz in Greensand-Anlagen

Greensand Plus wird in Greensand-Filteranlagen eingesetzt. Die Anlage muss passend zu Wasseranalyse, Durchfluss, Rückspülleistung und Regenerationsbedarf ausgelegt werden.

Wichtige Auslegungspunkte:

  • Eisenwert
  • Manganwert
  • Schwefelwasserstoff
  • pH-Wert
  • Ammonium und weitere Begleitstoffe
  • gewünschter Durchfluss
  • Tagesmenge
  • Filtergröße
  • Rückspülleistung der Pumpe
  • Rückspüldauer
  • Abwasseranschluss für Rückspülung
  • Kapazität bis zur Regeneration
  • Kaliumpermanganat-Verbrauch
  • vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration

Eine zu kleine Anlage kann hydraulisch oder kapazitiv überlastet werden. Außerdem muss die Pumpe genügend Rückspülleistung liefern, da die Rückspülmenge höher ist als der Nenndurchfluss der Anlage.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Greensand Plus
Artikelnummer FM-GSPLUS
Produkttyp regenerierbares Filtermedium zur Enteisenung und Entmanganung
Materialbasis Glaukonit mit Mangandioxid-Beschichtung
Farbe schwarz
Form Granulat, trocken
Anwendung Eisen, Mangan, Schwefelwasserstoff
Regeneration Kaliumpermanganat
Verpackungseinheit 20 kg Sack / ca. 14,2 l
Korngröße 0,25–1,0 mm
Schüttdichte 1,35 kg/l
Spezifische Dichte 2,4–2,9 kg/dm³
Gleichheitskoeffizient < 1,6
Abriebverlust ca. 2 % pro Jahr
Zertifizierung laut Produktseite ANSI/NSF Standard 61, UL
Lieferzeit ca. 2–3 Tage
Datenblatt Datenblatt-Greensand-Plus.pdf

Rückspülung und Inbetriebnahme

Greensand Plus muss vor der ersten Nutzung aktiviert bzw. regeneriert werden. Danach ist eine gründliche Spülung erforderlich, damit Feinteile und überschüssige Regenerationslösung ausgespült werden.

Wichtige Punkte:

  • Material sauber einfüllen
  • Steigrohr und Verteilsystem schützen
  • passende Stützschicht prüfen
  • ausreichenden Rückspülfreiraum berücksichtigen
  • Erstregeneration mit Kaliumpermanganat durchführen
  • Rückspülung und Klarspülung nach Inbetriebnahme durchführen
  • Kaliumpermanganat-Dosierung prüfen
  • auf Materialaustrag achten
  • Eisen und Mangan nach Inbetriebnahme kontrollieren

Die Rückspülung muss stark genug sein, um Eisen- und Manganschlamm aus dem Filterbett auszutragen. Gleichzeitig darf kein Material aus dem Filter ausgespült werden. Deshalb müssen Filtergröße, Korngröße, Rückspülgeschwindigkeit und Rückspülfreiraum zusammenpassen.

Kaliumpermanganat und Betrieb

Greensand Plus wird mit Kaliumpermanganat regeneriert. Die benötigte Menge hängt von Wasserwerten, behandelter Wassermenge, Anlagenkapazität und Regenerationsintervall ab.

Kaliumpermanganat kann über uns bezogen werden, allerdings nur als Gewerbekunde mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Für den Betrieb einer Greensand-Anlage muss deshalb geklärt sein, dass Kaliumpermanganat regelmäßig verfügbar ist und sicher gelagert sowie dosiert werden kann.

Bei falsch eingestellter Regeneration kann die Filterleistung nachlassen. Zu wenig Regeneration führt zu Kapazitätsverlust. Zu hohe oder unsachgemäße Dosierung kann Betriebsprobleme verursachen und muss durch Klarspülung sicher ausgetragen werden.

Stützschicht und Filteraufbau

Je nach Filterbehälter und Verteilsystem kann eine Stützschicht aus Quarzkies erforderlich sein. Dafür wird häufig eine grobe Körnung wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm geprüft.

Die Stützschicht schützt Filterstern, Düsenboden oder untere Verteilsysteme und unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung. Sie ersetzt nicht das Greensand-Material, sondern gehört zum hydraulischen Filteraufbau.

Für das Befüllen von GFK-Drucktanks kann ein Einfülltrichter hilfreich sein. Nach dem Befüllen müssen Regeneration, Rückspülung und Klarspülung vollständig durchgeführt werden.

Wasserwerte und Einsatzgrenzen

Greensand Plus ist für Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff vorgesehen. Trotzdem sind die Wasserwerte entscheidend. Besonders bei Brunnenwasser muss die vollständige Analyse geprüft werden.

Wichtige Wasserwerte:

  • Eisen
  • Mangan
  • pH-Wert
  • Ammonium
  • Schwefelwasserstoff
  • Trübung
  • organische Belastung
  • DOC/TOC
  • Nitrit und Nitrat
  • Härte und Säurekapazität
  • Keimbefund bei Trinkwassernutzung

Bei niedrigem pH-Wert kann eine Entsäuerung vor der Greensand-Anlage erforderlich sein. Bei sehr hohen Eisenwerten, organischer Belastung oder stark schwankenden Wasserwerten muss geprüft werden, ob das Verfahren wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

Grenzen von Greensand Plus

Greensand Plus entfernt nicht alle Wasserinhaltsstoffe. Es ist nicht zur Entfernung von Härte, Nitrat, gelösten Salzen oder organischen Stoffen vorgesehen.

Greensand Plus ist außerdem keine Desinfektionsstufe. Bei nachgewiesenen Keimen muss eine separate Desinfektion bzw. UV-Anlage nach geeigneter Vorfiltration geprüft werden.

Bei sehr stark eisenhaltigem Wasser, niedrigen pH-Werten, hoher organischer Belastung oder unzureichender Rückspülleistung kann eine Standard-Greensand-Anlage ungeeignet sein. In solchen Fällen müssen Vorbehandlung, größere Anlagen, Pendelanlagen oder alternative Verfahren geprüft werden.

Angaben für die technische Prüfung

Für die Auswahl und Auslegung von Greensand Plus sind folgende Angaben hilfreich:

  • vollständige Wasseranalyse
  • Eisenwert
  • Manganwert
  • pH-Wert
  • Ammonium
  • Schwefelwasserstoff
  • Trübung
  • organische Belastung
  • gewünschte Nutzung als Trinkwasser oder Brauchwasser
  • gewünschter Durchfluss
  • Tagesmenge
  • vorhandene Filteranlage
  • Tankgröße und Füllmenge
  • vorhandene Stützschicht
  • Pumpenleistung für Rückspülung
  • Abwasseranschluss für Rückspülwasser
  • gewünschtes Regenerationsintervall
  • Verfügbarkeit von Kaliumpermanganat
  • nachgeschaltete Anlagen

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Greensand Plus das passende Filtermedium ist oder ob eine andere Anlagenlösung erforderlich wird.

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