Enteisenung/Entmanganung
Birm 1 m³/h

Zolltarifnummer : 8421.21.00

Art.Nr.: BFE-10-M

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EUR 714,00
Preis netto: EUR 600,00

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Birm-Enteisenungsanlage 1 m³/h für Brunnenwasser

Die Birm-Filteranlage BFE-10-M reduziert gelöstes Eisen aus Brunnenwasser und vermindert dadurch rostbraune Verfärbungen und Ablagerungen an Armaturen, bewässerten Flächen und nachgeschalteten Einrichtungen. Mit einem Durchflussbereich von 0,4 bis 1,0 m³/h eignet sie sich für kleinere Brauchwasseranlagen, Gartenbewässerungen und die Befüllung von Vorratsbehältern.

Birm benötigt weder Regeneriersalz noch Kaliumpermanganat. Voraussetzung für die Funktion sind ausreichend gelöster Sauerstoff und ein geeigneter pH-Wert. Unter passenden Wasserbedingungen kann die Anlage zusätzlich Mangan reduzieren.

Alle Anlagen werden vormontiert und programmiert ausgeliefert. Die Reinigung des Filterbetts erfolgt automatisch über die zeitgesteuerte Rückspülung des Clack-Zentralsteuerventils.

Vorteile der BFE-10-M

  • Eisenreduzierung ohne chemische Regeneration

  • Automatische Rückspülung zur Reinigung des Filterbetts

  • Kompakte Bauweise mit 1″-Anschlüssen

  • Keine Enthärtung und kein Natriumeintrag durch Regeneriersalz

  • Vormontierte und programmierte Ausführung

  • Einfacher Anschluss über einen optionalen 1″-Montageblock mit Panzerschläuchen

  • Bei geeigneter Wasserqualität als Vorfilter vor einer Greensandanlage einsetzbar

Technische Daten

Merkmal BFE-10-M
Artikelnummer BFE-10-M
Durchflussleistung 0,4–1,0 m³/h
Maximale Durchflussleistung 1.000 l/h, entsprechend ca. 16,7 l/min
Empfohlener maximaler Eisengehalt im Rohwasser 2,5 mg/l
Birm-Filterfüllung 28,3 l
Druckbehälter GFK, Typ 10 × 54
Behälterdurchmesser 259 mm
Filterfläche 0,05 m²
Zentralsteuerventil Clack WS1
Rückspülsteuerung Zeitgesteuert
Anschluss Eingang und Ausgang 1″
Erforderliche Rückspülleistung 1,3 m³/h
Wasserbedarf je Rückspülzyklus ca. 320 l
Zulaufdruck 2,5–7,0 bar
Elektrischer Anschluss 230 V / 50 Hz
Platzbedarf B × T × H ca. 300 × 400 × 1.650 mm
Auslieferung Vormontiert und programmiert

Die tatsächlich erreichbare Eisen- und Manganreduzierung hängt von der Wasserzusammensetzung und den Betriebsbedingungen ab. Die maximale Durchflussleistung allein ist deshalb keine ausreichende Grundlage für die Anlagenauswahl.

Wie entfernt Birm Eisen aus Brunnenwasser?

Frisch gefördertes Brunnenwasser kann klar aussehen und trotzdem gelöstes Eisen enthalten. Dieses lässt sich mit einer gewöhnlichen Filterkerze nicht zuverlässig zurückhalten, weil noch keine filtrierbaren Partikel vorliegen.

Das Birm-Filtermaterial unterstützt die Reaktion zwischen gelöstem Eisen und dem im Wasser vorhandenen Sauerstoff. Dabei entstehen schwer lösliche Eisenverbindungen, die im Filterbett zurückgehalten werden.

Bei der Rückspülung wird das Filterbett aufgelockert und das abgeschiedene Eisen ausgespült. Das Birm-Material arbeitet als Katalysator und benötigt keine chemische Regeneration. Für den Betrieb werden Rückspülwasser, Strom für die Steuerung und regelmäßige Wartung benötigt.

Sauerstoff im Brunnenwasser: entscheidend für die Funktion

Warum Birm bei Sauerstoffmangel nicht ausreichend arbeitet

Birm führt dem Wasser keinen Sauerstoff zu. Das Material unterstützt die Oxidation, kann fehlenden Sauerstoff aber nicht ersetzen.

Gerade Wasser aus tieferen oder sauerstoffarmen Grundwasserschichten enthält häufig nur wenig gelösten Sauerstoff. Dann kann die Enteisenung auch bei einer ausreichend großen Filteranlage unvollständig bleiben.

Ein mögliches Anzeichen: Das Wasser erscheint nach dem Filter zunächst klar, verfärbt sich aber später im Vorratsbehälter oder bei der Bewässerung braun. Ein Teil des Eisens ist dann noch gelöst vorhanden und reagiert erst beim anschließenden Luftkontakt.

Ein größerer Birm-Filter oder häufigeres Rückspülen behebt keinen Sauerstoffmangel. Vor der Auswahl muss deshalb geklärt werden, ob das Rohwasser die Voraussetzungen für dieses Verfahren erfüllt.

Wie viel gelöster Sauerstoff wird benötigt?

Für die Eisenoxidation gilt als Mindestansatz:

Je 1 mg/l Eisen werden mindestens etwa 0,15 mg/l gelöster Sauerstoff benötigt.

Bei einem Eisengehalt von 2,5 mg/l ergibt sich daraus rechnerisch ein Mindestbedarf von 0,375 mg/l Sauerstoff. Soll zusätzlich Mangan oxidiert werden, kommen etwa 0,29 mg/l Sauerstoff je 1 mg/l Mangan hinzu.

Diese Werte beschreiben den Mindestbedarf der Reaktion. Sie sind keine Garantie für eine ausreichende Aufbereitung, weil weitere Wasserinhaltsstoffe Sauerstoff verbrauchen können. Auch pH-Wert, Temperatur und Kontaktzeit beeinflussen das Ergebnis.

Wo muss der Sauerstoff gemessen werden?

Entscheidend ist der Sauerstoffgehalt im Wasser unmittelbar vor dem Birm-Filter.

Eine offen stehende oder geschüttelte Wasserprobe kann bereits Sauerstoff aus der Umgebung aufgenommen haben. Ihr Messwert muss deshalb nicht dem tatsächlichen Sauerstoffgehalt im geschlossenen Leitungssystem entsprechen.

Bei unbekannter Sauerstoffkonzentration empfehlen wir eine fachgerechte Messung am Anlagenzulauf. Das gilt besonders bei Tiefbrunnen oder wenn das Wasser trotz Filtration später wieder braun wird.

Wasserprobentest: Was passiert nach Luftkontakt?

Mit einer einfachen Wasserprobe können Sie beobachten, ob Ihr Brunnenwasser nach Luftkontakt sichtbare Eisenflocken bildet. Diese Beobachtung hilft bei der ersten Einschätzung und ergänzt die Wasseranalyse.

So führen Sie den Test durch

  1. Lassen Sie das Brunnenwasser zunächst laufen, bis frisches Wasser aus dem Brunnen an der Entnahmestelle ankommt.

  2. Füllen Sie ein sauberes, durchsichtiges Glas und fotografieren Sie das Wasser unmittelbar nach der Entnahme.

  3. Füllen Sie zusätzlich eine saubere, durchsichtige Flasche etwa zur Hälfte mit demselben Wasser.

  4. Verschließen Sie die Flasche, schütteln Sie sie kräftig und öffnen Sie sie anschließend wieder.

  5. Lassen Sie beide Proben stehen. Beobachten Sie über einige Stunden und nochmals am nächsten Tag, ob sich Farbe, Trübung oder Ablagerungen verändern.

  6. Notieren Sie, wann Veränderungen auftreten. Fotos direkt nach der Entnahme und nach der Standzeit erleichtern die Beurteilung.

Was bedeuten die Beobachtungen?

Beobachtung Mögliche Bedeutung
Zunächst klares Wasser wird gelblich oder rostbraun; Flocken bilden sich Hinweis auf gelöstes Eisen, das nach Luftkontakt oxidiert und ausfällt
Die geschüttelte Probe verändert sich deutlich schneller Die stärkere Belüftung begünstigt die Reaktion; Sauerstoffversorgung und pH-Wert sollten geprüft werden
Das Wasser ist bereits bei der Entnahme trüb Es können bereits ausgefällte Eisenverbindungen, Sand oder andere Schwebstoffe enthalten sein
Beide Proben bleiben klar Eisen und Mangan sind dadurch nicht ausgeschlossen; geringe Konzentrationen oder ungünstige Reaktionsbedingungen können unsichtbar bleiben

Der Wasserprobentest weist keine ausreichende Sauerstoffkonzentration für den Birm-Betrieb nach. Durch das Schütteln wird der Probe Luft zugeführt. Wenn sie anschließend braun wird, zeigt dies die Reaktion unter diesen veränderten Bedingungen.

Auch die Eignung zur Manganentfernung lässt sich daraus nicht ableiten. Für die Auslegung benötigen wir eine Wasseranalyse und bei unklarer Sauerstoffversorgung eine Messung vor Ort.

Warum wir für diese Birm-Anlagen keine Belüftung anbieten

Eine fachgerecht ausgelegte Belüftung kann sauerstoffarmes Wasser für die Filtration vorbereiten. Bei kompakten Brunnenwasseranlagen erfordert sie jedoch zusätzliche Technik, deren Aufwand häufig unterschätzt wird.

Wir bieten für diese Birm-Anlagen deshalb keine zusätzliche Belüftung an. Ausschlaggebend sind die Anforderungen an Vermischung und Entlüftung sowie die zusätzlichen Verschmutzungs-, Störungs- und Wartungsstellen.

Luft und Wasser müssen ausreichend vermischt werden

Sichtbare Luftblasen bedeuten noch nicht, dass genügend Sauerstoff im Wasser gelöst ist. Luftmenge, Blasengröße, Wasserdruck, Durchfluss und Kontaktzeit müssen zusammenpassen.

Für einen wirksamen Sauerstoffeintrag sind eine feine Luftverteilung und eine geeignete Misch- und Kontaktstrecke erforderlich. Ein gewöhnlicher Drucktank mit Luftpolster stellt diese Bedingungen nicht automatisch sicher.

Überschüssige Luft muss kontrolliert entweichen

Nicht gelöste Luft muss sicher abgeschieden werden. Andernfalls können sich Luftpolster bilden, die Durchströmung des Filterbetts beeinträchtigen oder Luft in die nachgeschalteten Leitungen gelangen lassen.

Der GFK-Druckbehälter mit Zentralsteuerventil ist als Filterbehälter ausgelegt. Er ersetzt keinen dafür konstruierten Belüftungs- und Entgasungsbehälter. Eine kontrollierte Luftabscheidung erfordert eine geeignete Konstruktion und zusätzliche Komponenten.

Eisen kann bereits vor dem Filter ausfallen

Die Eisenoxidation kann an der Stelle beginnen, an der Luft eingebracht wird. Eisenablagerungen entstehen dann unter Umständen in der Luftdosierung, in Mischern, Rohrleitungen, Kontaktbehältern und Ventilen.

Diese Verockerungen können Querschnitte verengen, den Druckverlust erhöhen und die Luftzufuhr beeinträchtigen. Die betroffenen Bauteile müssen zugänglich sein und regelmäßig gereinigt werden.

Zusätzliche Technik erhöht den Wartungsaufwand

Die eingebrachte Luft muss für die vorgesehene Wassernutzung geeignet und entsprechend aufbereitet sein. Unbehandelte Umgebungsluft kann Staub und Mikroorganismen eintragen; ungeeignete Druckluft kann weitere Verunreinigungen enthalten.

Mit Luftversorgung, Dosierung, Rückschlagventilen, Mischern und Entlüftung entstehen zusätzliche Bauteile, die ausfallen oder verschmutzen können. Schwankende Wasserentnahmen erschweren zudem eine gleichmäßige Luftdosierung.

Wenn Birm erst durch eine aufwendige Belüftung einsetzbar wird, prüfen wir deshalb bevorzugt ein Verfahren, das besser zu den vorhandenen Wasserwerten passt.

Manganentfernung mit Birm gesondert prüfen

Für die Manganreduzierung gelten anspruchsvollere Voraussetzungen als für die reine Eisenentfernung.

Aufbereitungsaufgabe Anforderungen an den pH-Wert
Eisenentfernung mit Birm Ab etwa pH 6,8
Manganentfernung mit Birm Üblicherweise pH 8,0–9,0
Gleichzeitige Eisen- und Manganentfernung Höherer pH-Wert für Mangan erforderlich; bei vorhandenem Eisen unter pH 8,5 bleiben

Bei zu hohen pH-Werten können schwer filtrierbare Eisenformen entstehen. Die gemeinsame Entfernung von Eisen und Mangan muss daher anhand der vollständigen Wasseranalyse beurteilt werden.

Eine gute Eisenreduzierung bedeutet nicht automatisch, dass auch Mangan ausreichend entfernt wird. Beide Werte müssen im aufbereiteten Wasser getrennt kontrolliert werden.

Unsere klare Empfehlung: Greensand für eine garantierte Enteisenung und Entmanganung

Wenn eine garantierte Enteisenung und Entmanganung gefordert ist, empfehlen wir unsere Greensand-Filteranlagen zur Brunnenwasseraufbereitung.

Das Oxidationsvermögen des Greensand-Filtermaterials wird durch die regelmäßige Regeneration mit Kaliumpermanganat wiederhergestellt. Dadurch ist das Verfahren nicht in gleicher Weise wie Birm auf den bereits vorhandenen gelösten Sauerstoff im Brunnenwasser angewiesen.

Das ist besonders bei sauerstoffarmem Wasser oder einer gleichzeitigen Eisen- und Manganbelastung ein Vorteil.

Die zugesicherte Ablaufqualität legen wir anhand Ihrer vollständigen Wasseranalyse und der vereinbarten Betriebsbedingungen fest. Dazu gehören insbesondere die Rohwasserbelastung, der maximale Durchfluss und eine ausreichende Rückspülleistung.

Birm ist eine wirtschaftliche Möglichkeit, wenn die Wasserwerte passen. Für eine verbindlich zugesicherte Eisen- und Manganreduzierung ist Greensand unsere bevorzugte Lösung.

Birm als Vorfilter vor einer Greensandanlage

Ein Birm-Filter kann als erste Aufbereitungsstufe eingesetzt werden, um die Eisenbelastung einer nachgeschalteten Greensandanlage zu verringern.

Die Reihenfolge lautet:

Brunnenwasser → Birm-Filter → Greensandanlage → Nutzung oder weitere Aufbereitung

Unter geeigneten Rohwasserbedingungen übernimmt Birm bereits einen Teil der Eisenentfernung. Die Greensandanlage behandelt anschließend das verbleibende Eisen und Mangan.

Wie wird die Aufbereitung dadurch wirtschaftlicher?

Wird vor der Greensandanlage bereits ein erheblicher Teil des Eisens abgeschieden, wird deren Aufbereitungskapazität langsamer beansprucht. Dadurch können längere Abstände zwischen den chemischen Regenerationen möglich werden.

Der Vorteil liegt in einem geringeren Regeneriermittelverbrauch über die Betriebszeit. Die notwendige Dosierung für einen einzelnen Regenerationsvorgang wird dadurch nicht automatisch geringer.

Ob sich die Kombination lohnt, hängt vor allem ab von:

  • Eisenbelastung und erreichbarer Vorentfernung durch Birm

  • Täglicher Wassermenge

  • Verbleibender Eisen- und Manganbelastung nach dem Vorfilter

  • Zusätzlichem Rückspülwasserbedarf der Birm-Anlage

  • Anschaffungs-, Wartungs- und Platzbedarf der zweiten Filterstufe

Notwendige Reinigungsintervalle bleiben auch bei geringerer Belastung bestehen. Die Rückspülungen beider Anlagen müssen hydraulisch und zeitlich aufeinander abgestimmt werden.

Auch als Vorfilter benötigt Birm ausreichend Sauerstoff. Eine nachgeschaltete Greensandanlage behebt keinen Sauerstoffmangel in der vorgeschalteten Birm-Stufe. Fehlen die Voraussetzungen für eine wirksame Vorenteisenung, kann eine passend ausgelegte Greensandanlage allein die wirtschaftlichere Lösung sein.

Automatische Rückspülung und Anforderungen an die Brunnenpumpe

Die zurückgehaltenen Eisenablagerungen müssen regelmäßig aus dem Filterbett ausgespült werden. Diese Reinigung übernimmt bei der BFE-10-M das zeitgesteuerte Clack-Zentralsteuerventil.

Für die Rückspülung werden 1.300 l/h bei ausreichendem Fließdruck benötigt. Der Wasserbedarf beträgt etwa 320 Liter je Rückspülzyklus.

Eine Brunnenpumpe, die den normalen Verbrauch von 1.000 l/h deckt, ist daher nicht automatisch ausreichend. Entscheidend ist die tatsächlich verfügbare Förderleistung unter den Druckbedingungen der Anlage.

Für Installation und Betrieb gilt:

  • Rückspülintervall und Uhrzeit werden auf Wasserbelastung und Nutzung abgestimmt.

  • Ein geeigneter Abwasseranschluss muss vorhanden sein.

  • Während der Rückspülung darf bei der Standardausführung kein Wasser entnommen werden.

  • Manometer vor und nach dem Filter erleichtern die Kontrolle des Druckverlusts.

  • Bei zunehmendem Druckverlust oder nachlassender Wasserqualität müssen Rückspülung und Betriebsbedingungen geprüft werden.

Soll der Ausgang während der Rückspülung automatisch gesperrt werden, bieten wir eine entsprechend abgestimmte Ventil- und Steuerungsausführung an.

Vormontierte Lieferung und Installation

Alle Anlagen werden vormontiert und programmiert ausgeliefert. Vor Ort erfolgen die fachgerechten Anschlüsse an Wasserzulauf, Wasserablauf, Abwasser und Stromversorgung sowie die Inbetriebnahme gemäß Anleitung. Die Einstellungen werden dabei mit den tatsächlichen Betriebsbedingungen abgeglichen.

Anschluss mit 1″-Montageblock und Panzerschläuchen

Für die Verbindung mit der vorhandenen Wasserleitung empfehlen wir den optionalen Montageblock 1″ für Filteranlagen mit Panzerschläuchen.

Das Anschlussset ermöglicht eine flexible, lösbare Verbindung zwischen der Festinstallation und der Birm-Anlage. Die Panzerschläuche erleichtern die Positionierung und reduzieren den Anpassungsaufwand gegenüber einer vollständig starren Verrohrung.

Auch bei späteren Wartungsarbeiten bietet diese Verbindung Vorteile: Die Anlage lässt sich leichter von der Rohrleitung trennen, beispielsweise für Arbeiten am Zentralsteuerventil oder am Filterbehälter.

Montageblock und Schläuche werden spannungsfrei angeschlossen. Die Schläuche dürfen nicht geknickt oder verdreht werden. Bei der Leitungsführung ist darauf zu achten, dass die erforderliche Rückspülleistung von 1,3 m³/h sicher zur Verfügung steht.

Lieferumfang der BFE-10-M

  • GFK-Druckbehälter mit innerem Wasserverteilsystem

  • 28,3 l Birm-Filtermaterial

  • Stützkies

  • Clack-WS1-Zentralsteuerventil

  • Netzteil

  • Abwasserdurchflussbegrenzer

Wartung des Clack-Zentralsteuerventils

Eisenablagerungen und andere Verunreinigungen beanspruchen die beweglichen Teile und Dichtungen des Zentralsteuerventils. Für die regelmäßige Wartung empfehlen wir das Wartungsset für das Clack-WS1-Ventil.

Das Set enthält Hauptkolben, Kolbendichtungskäfig und Montageschlüssel. Damit können die entsprechenden Verschleißteile erneuert werden, ohne das komplette Zentralsteuerventil auszutauschen.

Empfohlene Wechselintervalle

Wasserbeschaffenheit Austausch der Verschleißteile mit dem Wartungsset
Stark verschmutztes oder stark ablagerungsbildendes Brunnenwasser Einmal jährlich
Wasser mit normaler Verschmutzung Alle zwei Jahre

Bei Undichtigkeiten, Schaltproblemen oder einer unvollständigen Rückspülung sollte das Ventil unabhängig vom Intervall geprüft werden.

Die regelmäßige Wartung unterstützt eine zuverlässige Wasserführung und einen störungsarmen Rückspülbetrieb. Vor Arbeiten am Ventil muss die Anlage abgesperrt und drucklos gemacht werden.

Birm-Anlagen im Größenvergleich

Ausführung Durchflussbereich Erforderliche Rückspülleistung Birm-Füllung
BFE-10-M – aktuelle Ausführung 0,4–1,0 m³/h 1,3 m³/h 28,3 l
BFE-20-M 0,7–1,7 m³/h 2,2 m³/h 56,6 l
BFE-30-M 0,8–2,0 m³/h 2,6 m³/h 85 l
BFE-40-M 1,1–2,7 m³/h 3,4 m³/h 114 l
BFE-50-M 1,4–3,5 m³/h 4,6 m³/h 141 l
BFE-70-M 1,8–4,8 m³/h 6,0 m³/h 198 l
BFE-90-M 2,5–6,1 m³/h 7,7 m³/h 255 l
BFE-160-M 3,9–9,5 m³/h 12,0 m³/h 455 l

Die passende Größe richtet sich nach Spitzenverbrauch, Wasserqualität und verfügbarer Rückspülleistung. Mit einer größeren Filteranlage steigt auch die erforderliche Förderleistung während der Rückspülung.

Wasseranalyse und Kontrolle der Aufbereitung

Für die Auswahl benötigen wir Ihre Wasseranalyse und Angaben zur geplanten Nutzung. Besonders wichtig sind:

  • Eisen und Mangan

  • pH-Wert und gelöster Sauerstoff

  • Ammonium und Trübung

  • Organische Belastungen und gegebenenfalls Schwefelwasserstoff

  • Bereits eingesetzte Wasserbehandlungschemikalien

  • Gewünschter maximaler Durchfluss und täglicher Wasserbedarf

  • Förderleistung der Brunnenpumpe bei vorhandenem Druck

  • Verfügbarer Abwasseranschluss

Öl, Schwefelwasserstoff und ungeeignete Behandlungschemikalien können die Funktion des Birm-Materials beeinträchtigen. Eine vorhandene Chlor- oder Polyphosphatdosierung muss deshalb bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Zur regelmäßigen Betriebskontrolle eignen sich ein Eisen-Messbesteck und ein Mangan-Messbesteck. Messungen vor und nach dem Filter zeigen, ob die gewünschte Reduzierung erreicht wird.

Eine Birm-Anlage desinfiziert das Wasser nicht. Bei einer Nutzung als Trinkwasser müssen zusätzlich die gesamte Wasserqualität und die mikrobiologischen Anforderungen geprüft werden.

Senden Sie uns Ihre Wasseranalyse und die Angaben zur Brunnenpumpe. Wir prüfen, ob die BFE-10-M für Ihre Anwendung geeignet ist, eine Greensandanlage benötigt wird oder eine Kombination beider Verfahren wirtschaftliche Vorteile bietet.

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