Akdolit Hydrolit CA
Körnung 1,0 - 3,0 mm
25 kg Sack

Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterial

Art.Nr.: AK-HY-1-3

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EUR 103,65 - EUR 114,95
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Datenblätter

Produktbeschreibung

Akdolit Hydrolit CA zur Entsäuerung und Aufhärtung
Körnung 1,0 - 3,0 mm

Akdolit Hydrolit CA ist ein hochreaktives karbonatisches Filtermaterial zur Entsäuerung, pH-Wert-Anhebung und Aufhärtung von Wasser. Das Material wird eingesetzt, wenn saures oder korrosiv wirkendes Wasser durch eine filtrative Entsäuerung bis zur Calcitsättigung stabilisiert werden soll.

Durch den Kontakt mit dem Filtermaterial werden Calcium- und Hydrogenkarbonat-Ionen in das Wasser eingebracht. Dadurch steigt der pH-Wert, die Korrosionsneigung kann reduziert werden und das Wasser wird in Richtung Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht geführt.

Einsatzbereich von Akdolit Hydrolit CA

Akdolit Hydrolit CA wird als chemisch reagierendes Filtermaterial in offenen und geschlossenen Filtern eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf der Entsäuerung und Aufhärtung von Rohwasser, Permeat, Destillat und Füllwasser.

Typische Anwendungen:

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, pH-Wert, freier Kohlensäure, Säurekapazität, Calcium, Magnesium, Durchfluss, Filtermaterialvolumen und Betriebsbedingungen ab.

Wirkung bei der filtrativen Entsäuerung

Akdolit Hydrolit CA wirkt über Kontaktreaktion im Filterbett. Das Wasser durchströmt das Filtermaterial, dabei löst sich ein Teil des Materials abhängig von der Aggressivität des Wassers an. So werden Calcium- und Hydrogenkarbonat-Ionen gebildet.

Die Entsäuerung erfolgt nicht durch Dosierung einer Chemikalie, sondern durch das reagierende Filterbett. Das Material wird im Betrieb verbraucht und muss abhängig von Wasserqualität und Durchsatz regelmäßig nachgefüllt werden.

Wichtig ist, dass die Füllhöhe nicht zu stark absinkt. Wenn zu wenig Material im Filter vorhanden ist, sinken Kontaktzeit und Reaktionsleistung. Das kann dazu führen, dass der gewünschte pH-Wert oder die Calcitsättigung nicht mehr erreicht wird.

Abgrenzung zu Calcite

Calcite Calciumcarbonat besteht überwiegend aus Calciumcarbonat und wird ebenfalls zur Entsäuerung, pH-Wert-Anhebung und Aufhärtung eingesetzt. Akdolit Hydrolit CA ist ebenfalls ein karbonatisches Entsäuerungsmaterial, enthält jedoch neben Calciumcarbonat auch einen Magnesiumcarbonat-Anteil.

Die Auswahl zwischen Calcite und Akdolit Hydrolit CA sollte anhand der Wasseranalyse erfolgen. Entscheidend sind freie Kohlensäure, pH-Wert, gewünschte Calcitsättigung, Zielhärte, Kontaktzeit und Filterhydraulik.

Calcite sollte nicht automatisch durch Akdolit Hydrolit CA ersetzt werden, wenn eine bestehende Anlage auf ein bestimmtes Material ausgelegt wurde. Körnung, Schüttdichte, Rückspülverhalten und Zielwasserqualität müssen zur Anlage passen.

Abgrenzung zu Akdolit Magno-Dol und Semidol

Akdolit Magno-Dol CM1, Akdolit Magno-Dol CM2, Semidol K1 und Semidol K2 sind dolomitische bzw. teilkalzinierte Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterialien. Akdolit Hydrolit CA ist dagegen ein karbonatisches Material zur filtrativen Entsäuerung.

Diese Unterscheidung ist für die Wasserchemie wichtig. Je nach Material werden Calcium und Magnesium in unterschiedlichem Verhältnis eingebracht. Auch Reaktivität, Körnung, Verbrauch, Rückspülverhalten und erreichbare Wasserqualität können sich unterscheiden.

Wichtige Auswahlpunkte:

Ein Materialwechsel sollte nur erfolgen, wenn Rohwasseranalyse, Anlagenhydraulik und Zielqualität geprüft wurden.

Abgrenzung zu anderen Filtermedien

Akdolit Hydrolit CA ist ein Entsäuerungs- und Aufhärtungsmaterial. Es ist kein reines mechanisches Filtermedium, kein Adsorptionsmedium und kein spezielles Enteisenungsmedium.

Bei Partikeln, Trübung oder Stützschichten ist je nach Filteraufbau ein gewaschener Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm zu prüfen. Diese Körnung wird vor allem als Stützschicht eingesetzt und ist nicht mit einem Entsäuerungsmaterial zu verwechseln.

Bei organischen Stoffen, Geruch, Geschmack, Chlor oder Ozon ist Aktivkohle FA 100 ein Adsorptionsmedium. Aktivkohle hebt keinen pH-Wert an und ist keine Entsäuerungsstufe.

Bei Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff ist Greensand Plus ein spezielles Filtermedium für entsprechende Greensand-Anlagen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.

BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.

Einsatz in Entsäuerungsanlagen

Akdolit Hydrolit CA wird in Entsäuerungsanlagen als Verbrauchsmaterial eingesetzt. Das Wasser durchströmt das Filterbett und reagiert mit dem Material. Dabei werden aggressive Kohlensäure reduziert, der pH-Wert angehoben und Calcium- sowie Hydrogenkarbonat-Ionen in das Wasser eingebracht.

Die Filteranlage muss zur gewünschten Wassermenge, Schichthöhe, Kontaktzeit und Rückspülung passen. Wird das Material zu schnell durchströmt, kann die Entsäuerung unzureichend sein. Ist die Anlage zu klein, verkürzt sich das Nachfüllintervall.

Bei Brunnenwasser mit niedrigem pH-Wert und nachgeschalteten Filteranlagen sollte die Entsäuerung ausreichend groß ausgelegt werden, weil sie auch das Rückspülwasser nachgeschalteter Anlagen behandeln muss.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Akdolit Hydrolit CA
Artikelnummer AK-HY-1-3
Produkttyp Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterial
Materialbasis karbonatisches Filtermaterial
Kornform splittrig
Struktur porös
Körnung 1,0–3,0 mm
Verpackungseinheit 25 kg Sack
Gewicht 25,3 kg
Calciumcarbonat ca. 87,0 % CaCO₃
Magnesiumcarbonat ca. 10,0 % MgCO₃
Fe₂O₃ + Al₂O₃ ca. 0,5 %
SiO₂ ca. 0,5 %
Schüttdichte laut Datenblatt ca. 1,0 t/m³
Schüttdichte laut Produktseite 1,05–1,15 t/m³
Filtergeschwindigkeit offene Filter / Neutralisationsanlagen bis 15 m/h
Filtergeschwindigkeit geschlossene Filter / Neutralisationsanlagen bis 30 m/h
Schichthöhe offene Filter / Neutralisationsanlagen 1.000–2.000 mm
Schichthöhe geschlossene Filter / Neutralisationsanlagen 1.500–3.000 mm
Verbrauch pro g CO₂ ca. 1,3 g
Verbrauch pro mol Kb 8,2 ca. 57,0 g
Normhinweis DIN EN 1017 Typ A
Weiterer Hinweis DIN 2000
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen
Datenblatt Datenblatt-Akdolit Hydrolit-Ca.pdf

Betriebsbedingungen und Auslegung

Akdolit Hydrolit CA benötigt ausreichende Kontaktzeit mit dem Wasser. Das Entsäuerungsergebnis hängt von Rohwasserqualität, Filtermaterialvolumen und Betriebsbedingungen ab.

Wichtige Auslegungspunkte:

Ohne Wasseranalyse lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Akdolit Hydrolit CA ausreichend ist oder ob ein anderes Entsäuerungsmaterial bzw. eine andere Verfahrenskombination erforderlich wird.

Rückspülung und Schichtaufbau

Akdolit Hydrolit CA muss regelmäßig gespült werden. Die Spülung hält das Filterbett hydraulisch durchlässig, reduziert Ablagerungen und unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung.

Bei hohem Gehalt an Eisen, Mangan oder Schwebstoffen im Rohwasser ist eine zusätzliche Filtrationsstufe zu berücksichtigen. Das ist besonders wichtig, weil Ablagerungen im Filterbett die Reaktionsleistung und Hydraulik beeinträchtigen können.

Beim Filteraufbau ist zu prüfen, ob eine Stützschicht erforderlich ist. Dafür kann je nach Anlage ein geeigneter Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm eingesetzt werden.

Nach dem Befüllen muss die Anlage gründlich gespült werden. Spülwasser und Erstfiltrat mit pH-Werten über 8,5 dürfen nicht in Gewässer mit Fischbestand eingeleitet werden.

Verbrauch und Nachfüllung

Akdolit Hydrolit CA wird im Betrieb verbraucht. Die Produktseite nennt einen Verbrauch von ca. 1,3 g pro g CO₂. Der tatsächliche Verbrauch hängt von freier Kohlensäure, pH-Wert, Wassermenge, Kontaktzeit und Zielqualität ab.

Die Füllhöhe muss regelmäßig kontrolliert werden. Das Datenblatt empfiehlt, die Höhe des Filtermaterials immer auf mindestens 90 % der berechneten Schichthöhe zu halten.

Sinkt die Materialhöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und der gewünschte pH-Wert wird möglicherweise nicht mehr erreicht. Beim Nachfüllen sind Tankgröße, vorhandene Restfüllung, Schichthöhe, Stützschicht und Rückspülverhalten zu prüfen.

Wirkung auf Wasserhärte und Korrosion

Durch die Reaktion im Filterbett steigen Calcium- und Hydrogenkarbonat-Konzentration. Dadurch wird das Wasser aufgehärtet und die korrosive Wirkung saurer Wässer kann reduziert werden.

Diese Aufhärtung ist bei korrosivem Brunnenwasser häufig gewünscht. Bei Anwendungen, die eine niedrige Härte erfordern, muss jedoch geprüft werden, ob nach der Entsäuerung eine Enthärtungsanlage erforderlich ist.

Akdolit Hydrolit CA sollte daher nicht nur nach dem pH-Wert ausgewählt werden. Die nach der Entsäuerung entstehende Wasserhärte muss zur Anwendung und zu nachgeschalteten Anlagen passen.

Anwendung mit Enteisenung und Entmanganung

Akdolit Hydrolit CA kann bei saurem Wasser in Verbindung mit Enteisenung oder Entmanganung eingesetzt werden. Die pH-Wert-Anhebung kann die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern.

Das Material ersetzt jedoch keine gezielte Eisen- oder Manganentfernung. Bei erhöhtem Eisen oder Mangan muss geprüft werden, ob eine nachgeschaltete Filterstufe erforderlich ist. Je nach Wasserwerten können Greensand-Anlagen, BIRM-Filter oder andere Verfahren relevant sein.

Bei Brunnenwasser sollte die Reihenfolge der Aufbereitungsstufen anhand der vollständigen Analyse festgelegt werden. Bei niedrigem pH-Wert ist eine Entsäuerung vor nachgeschalteten Enteisenungs- oder Entmanganungsstufen häufig sinnvoll.

Anwendung nach Umkehrosmoseanlagen

Akdolit Hydrolit CA kann zur Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn eine definierte pH-Wert-Anhebung und Mineralisierung gewünscht ist.

Permeat besitzt nur geringe Pufferkapazität und reagiert empfindlich auf CO₂-Eintrag, Belüftung und Aufhärtungsmaterialien. Deshalb müssen Ziel-pH-Wert, Zielhärte, Kontaktzeit und Anlagenbetrieb sauber festgelegt werden.

Für technische Anwendungen kann je nach Zielqualität auch ein anderes Aufhärtungs- oder Dosierkonzept sinnvoll sein.

Anwendung bei Füllwasser für Bade- und Schwimmbecken

Akdolit Hydrolit CA kann zur Entsäuerung und Aufhärtung von Füllwasser für Bade- und Schwimmbecken eingesetzt werden. Dabei steht die Stabilisierung des Wassers im Vordergrund.

Die Anwendung muss zur Wasserqualität, zur Beckenchemie und zur nachgeschalteten Schwimmbadtechnik passen. pH-Wert, Alkalinität, Härte, Desinfektionsverfahren und Betriebsweise sind gemeinsam zu bewerten.

Handhabung, Lagerung und Stillstand

Akdolit Hydrolit CA sollte trocken und frostfrei gelagert werden. Beim Umgang mit Filtermaterialien sind Staubentwicklung, saubere Arbeitsweise und geeignete persönliche Schutzausrüstung zu beachten.

Wichtige Hinweise:

Vor einer Außerbetriebnahme muss der Filter intensiv gespült werden. Vor längeren Stillstandszeiten sollte das Wasser abgelassen und das Material mit Spülluft getrocknet werden.

Grenzen von Akdolit Hydrolit CA

Akdolit Hydrolit CA ist nicht für jede pH-Korrektur geeignet. Bei sehr stark saurem Wasser, hoher Säurefracht oder stark schwankenden pH-Werten kann die Kontaktzeit oder Reaktionsleistung nicht ausreichen.

Akdolit Hydrolit CA entfernt keine Keime, kein Nitrat, kein Ammonium und keine organischen Stoffe. Für diese Belastungen müssen andere Verfahren geprüft werden.

Bei hohem Eisen-, Mangan- oder Schwebstoffgehalt ist eine zusätzliche Filtrationsstufe zu berücksichtigen. Akdolit Hydrolit CA kann die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern, ersetzt aber keine gezielte Enteisenung oder Entmanganung.

Angaben für die technische Prüfung

Für die Auswahl und Auslegung von Akdolit Hydrolit CA sind folgende Angaben hilfreich:

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Akdolit Hydrolit CA das passende Entsäuerungsmaterial ist oder ob ein anderes Verfahren erforderlich wird.

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