Kohlendioxid CO₂
Messbesteck
1,25 – 25 mg/L

Art.Nr.: CO2-MB-1-25

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Kohlendioxid CO₂ Messbesteck 1,25–25 mg/l

Das Kohlendioxid CO₂ Messbesteck dient zur Bestimmung von gelöstem Kohlendioxid bzw. freier Kohlensäure im Wasser. Der Messbereich von 1,25 bis 25 mg/l eignet sich besonders für technische Wasseraufbereitung, Entsäuerung, CO₂-Entgasung, Reinstwassertechnik und die Betriebskontrolle nach Aufbereitungsstufen.

Das Messbesteck arbeitet als Tropfenzähl-Titration und wird im Tragekoffer geliefert. Dadurch kann der CO₂-Gehalt direkt vor Ort kontrolliert werden, ohne dass für jede Betriebskontrolle eine Laboranalyse erforderlich ist.

Kontrolle nach CO₂-Entgasungsanlagen

Ein wichtiger Einsatzbereich ist die Kontrolle nach CO₂-Entgasungsanlagen. In vielen Reinstwasser- und VE-Wasser-Anlagen ist ein niedriger CO₂-Gehalt entscheidend, weil gelöstes CO₂ nachfolgende Anlagenteile zusätzlich belastet.

Mit dem Messbesteck können auch niedrige CO₂-Werte bis 1,25 mg/l geprüft werden. Dadurch lassen sich geforderte Eingangsgrenzwerte nach einer CO₂-Entgasung direkt vor Ort kontrollieren.

Typische Anwendungen:

  • Kontrolle nach CO₂-Entgasungsanlagen
  • Prüfung des Zulaufs zu EDI-Anlagen
  • Kontrolle vor Mischbett-Polishern
  • Betriebskontrolle in Reinstwasseranlagen
  • Überprüfung der Entgasungsleistung
  • Kontrolle bei Inbetriebnahme und Wartung
  • Prüfung von CO₂-Restgehalten nach Aufbereitungsstufen
  • Kontrolle technischer Zielwerte vor nachgeschalteten Anlagen

Gerade bei EDI-Anlagen ist die CO₂-Reduzierung wichtig, weil gelöstes CO₂ die Leitfähigkeit beeinflusst und die nachfolgende Entsalzungsstufe unnötig belasten kann. Das Messbesteck ist daher nicht nur ein allgemeiner Wasseranalyse-Test, sondern ein praktisches Kontrollmittel für die Betriebsführung von CO₂-Entgasungsanlagen.

Warum CO₂ in der Wasseraufbereitung wichtig ist

Gelöstes Kohlendioxid beeinflusst das Säure-Basen-Verhalten des Wassers. CO₂ kann den pH-Wert senken, freie Kohlensäure bilden und nachfolgende Aufbereitungsstufen stärker belasten.

In der Praxis ist der CO₂-Wert unter anderem relevant bei:

  • Entsäuerung von Brunnenwasser
  • CO₂-Entgasung vor Reinstwasseranlagen
  • Permeat-Nachbehandlung nach Umkehrosmose
  • EDI-Anlagen
  • Mischbett-Polishern
  • technischen Wasserkreisläufen
  • pH-Stabilisierung
  • Korrosionsbewertung
  • Kontrolle von Aufbereitungsprozessen

Ein niedriger Leitwert allein reicht nicht immer aus, um CO₂-Probleme sicher zu bewerten. CO₂ kann in Reinstwasser- und Permeatsystemen einen deutlichen Einfluss auf die Leitfähigkeit haben, obwohl es nicht wie klassische Salze über die Leitfähigkeit allein eindeutig bewertet werden kann.

Messbereich 1,25–25 mg/l

Der Messbereich von 1,25 bis 25 mg/l ist für niedrige bis mittlere CO₂-Gehalte ausgelegt. Dadurch eignet sich das Messbesteck besonders für Anwendungen, bei denen geringe Restgehalte kontrolliert werden müssen.

Der untere Messbereich bis 1,25 mg/l ist technisch wichtig, wenn niedrige Eingangsgrenzwerte eingehalten werden müssen. Das betrifft vor allem Anlagen, bei denen nach einer CO₂-Entgasung eine weitere Entsalzungsstufe folgt.

Der Messbereich ist passend für:

  • niedrige CO₂-Restwerte nach Entgasung
  • Kontrolle von Entgasungsanlagen
  • Reinstwasser-Vorbehandlung
  • VE-Wasser-Anlagen
  • Permeatkontrolle
  • technische Zielwertüberwachung
  • Anlagenwartung und Service

Wenn deutlich höhere CO₂-Gehalte erwartet werden, sollte geprüft werden, ob der Messbereich ausreichend ist oder ob ein anderes Messverfahren benötigt wird.

Tropfenzähl-Titration für die Vor-Ort-Kontrolle

Das CO₂-Messbesteck arbeitet über Tropfenzähl-Titration. Dabei wird die Wasserprobe mit Reagenz titriert, bis der vorgegebene Farbumschlag erreicht ist. Aus der Tropfenzahl wird der CO₂-Gehalt bestimmt.

Grundsätzlicher Ablauf:

  • Probe an der passenden Messstelle entnehmen
  • Messgefäß mit der definierten Probenmenge befüllen
  • Reagenz tropfenweise zugeben
  • Probe nach jedem Tropfen mischen
  • Farbumschlag beobachten
  • Tropfenzahl auswerten
  • CO₂-Gehalt bestimmen

Die genaue Durchführung muss nach der beiliegenden Anleitung erfolgen. Saubere Probenahme, korrekte Probenmenge und richtige Tropfenzahl sind entscheidend für ein brauchbares Ergebnis.

Messstelle richtig wählen

Für aussagekräftige Messergebnisse ist die Messstelle entscheidend. Je nach Fragestellung kann der CO₂-Wert vor oder nach der Aufbereitungsstufe gemessen werden.

Typische Messstellen:

  • Rohwasser vor Entsäuerung
  • Wasser nach Entsäuerungsanlage
  • Permeat nach Umkehrosmose
  • Wasser nach CO₂-Entgasung
  • Zulauf zur EDI-Anlage
  • Zulauf zum Mischbett-Polisher
  • Wasser nach Reinstwasserstufe
  • technische Kontrollstellen bei Inbetriebnahme

Bei CO₂ ist die Probenahme besonders kritisch. Offene Proben können CO₂ aufnehmen oder abgeben. Deshalb sollte die Messung möglichst direkt nach der Probenahme erfolgen.

CO₂ bei Umkehrosmose und EDI

CO₂ kann Membran- und Reinstwasseranlagen verfahrenstechnisch beeinflussen. In Umkehrosmoseanlagen wird gelöstes CO₂ nicht wie viele Ionen vollständig zurückgehalten. Dadurch kann CO₂ im Permeat verbleiben und nachgeschaltete Stufen belasten.

Bei EDI-Anlagen oder Mischbett-Polishern kann ein erhöhter CO₂-Gehalt zu höherer Belastung führen. Die Folge können schlechtere Leitfähigkeitswerte, geringere Standzeiten oder eine schlechtere Betriebsstabilität sein.

Passende Anlagenbereiche:

Das CO₂-Messbesteck hilft, die Wirkung einer CO₂-Entgasung zu überprüfen und nachgeschaltete Reinstwasserstufen besser zu beurteilen.

CO₂ bei Entsäuerung und pH-Stabilisierung

Bei Brunnenwasser und entsäuerungsbedürftigem Wasser ist CO₂ ein wichtiger Parameter. Freie Kohlensäure kann den pH-Wert senken und das Wasser korrosiver machen. Entsäuerungsanlagen reduzieren diese Belastung und stabilisieren das Wasser.

Das CO₂-Messbesteck kann helfen, die Entsäuerungsleistung zu kontrollieren und zu prüfen, ob nach der Aufbereitung noch relevante CO₂-Gehalte vorhanden sind.

Passende Bereiche im Shop:

Bei Brunnenwasser sollte der CO₂-Wert nicht isoliert betrachtet werden. Für eine belastbare Auslegung sind Rohwasseranalyse, pH-Wert, Carbonathärte, Gesamthärte, Eisen, Mangan und weitere Wasserwerte relevant.

Abgrenzung zu pH- und Carbonathärte-Messung

pH-Wert, Carbonathärte und CO₂ hängen chemisch zusammen, messen aber nicht dasselbe.

Der pH-Wert zeigt, ob Wasser sauer, neutral oder alkalisch reagiert. Die Carbonathärte beschreibt die Pufferkapazität bzw. den m-Wert. Das CO₂-Messbesteck bestimmt dagegen gezielt den Gehalt an gelöstem Kohlendioxid bzw. freier Kohlensäure.

Für die technische Bewertung können alle drei Werte relevant sein:

  • pH-Wert: schnelle Beurteilung sauer / neutral / alkalisch
  • Carbonathärte: Pufferung und Stabilität
  • CO₂: freie Kohlensäure und Belastung nachfolgender Stufen

Das CO₂-Messbesteck ist daher die passende Wahl, wenn nicht nur der pH-Wert, sondern der tatsächliche CO₂-Gehalt kontrolliert werden soll.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Kohlendioxid CO₂ Messbesteck
Messparameter gelöstes CO₂ / freie Kohlensäure
Messbereich 1,25–25 mg/l
Messverfahren Tropfenzähl-Titration
Ausführung Messbesteck im Tragekoffer
Anwendung Vor-Ort-Kontrolle in der Wasseraufbereitung
Preis netto 165,00 EUR
Preis brutto 196,35 EUR
Versand zzgl. Versandkosten

Hinweise zur Anwendung

Für brauchbare Messergebnisse sollte die Messung sorgfältig durchgeführt werden. CO₂ kann sich bei offener Probe durch Kontakt mit der Umgebung verändern. Die Probe sollte deshalb möglichst frisch und ohne unnötiges Schütteln oder längeres Stehen gemessen werden.

Hinweise:

  • Messanleitung genau einhalten
  • Probe möglichst direkt nach Entnahme messen
  • Probengefäß sauber halten
  • Messstelle passend zur Fragestellung wählen
  • Reagenzien sauber und trocken lagern
  • Tropfenzahl korrekt zählen
  • Farbumschlag sorgfältig beurteilen
  • Reagenzien nach Ablaufdatum nicht ungeprüft verwenden
  • bei auffälligen Ergebnissen Gegenprobe durchführen

Bei niedrigen Zielwerten nach CO₂-Entgasung ist eine saubere Probenahme besonders wichtig, weil kleine Messfehler den Messwert stärker beeinflussen können.

Grenzen des Messbestecks

Das CO₂-Messbesteck ist für die Vor-Ort-Kontrolle geeignet, ersetzt aber keine kontinuierliche Online-Messung und keine qualifizierte Laboranalyse.

Grenzen:

  • keine kontinuierliche Messung
  • keine automatische Anlagenregelung
  • Ergebnis abhängig von korrekter Probenahme
  • Farbumschlag kann subjektiv bewertet werden
  • offene Proben können CO₂ aufnehmen oder abgeben
  • nicht für jeden Messbereich geeignet
  • Reagenzien müssen sachgerecht gelagert werden

Wenn ein CO₂-Grenzwert sicher dokumentiert oder dauerhaft überwacht werden muss, sollte geprüft werden, ob zusätzlich eine Online-Messung, Laborprüfung oder regelmäßige Vergleichsmessung erforderlich ist.

Angaben für Rückfragen

Für Rückfragen zur passenden Messmethode sind folgende Angaben hilfreich:

  • zu messendes Wasser
  • erwarteter CO₂-Gehalt
  • vorhandene Anlage oder Aufbereitungsstufe
  • Messstelle: vor oder nach Entgasung / Entsäuerung
  • gewünschter Grenz- oder Zielwert
  • Anwendung: EDI, Mischbett, Reinstwasser, Brunnenwasser oder Entsäuerung
  • Rohwasseranalyse
  • pH-Wert und Carbonathärte
  • Leitfähigkeit vor und nach der Aufbereitung
  • gewünschte Häufigkeit der Messung
  • ob eine reine Betriebskontrolle oder eine dokumentierte Freigabe benötigt wird

So lässt sich prüfen, ob das CO₂-Messbesteck für die Anwendung ausreicht oder ob ergänzende Messwerte bzw. ein anderes Messverfahren erforderlich sind.

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