Jacobi Resinex KP

Art.Nr.: KPR

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EUR 134,10 - EUR 176,60
Preis netto: EUR 148,40

inkl. 19 % USt

Mengenrabatt

Anzahl Einzelpreis pro Liter
1-9 EUR 176,60 EUR 7,06
10-47 -12 % EUR 155,39 EUR 6,22
>= 48 -24 % EUR 134,10 EUR 5,36
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Datenblätter

Produktbeschreibung

Jacobi Resinex KP Ionenaustauscherharz

Jacobi Resinex KP ist ein starksaures, makroporöses Kationenaustauscherharz in Na-Form. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn ein mechanisch stabiles Kationenaustauscherharz mit hoher osmotischer Belastbarkeit, geringem Abrieb und niedrigem Druckverlust benötigt wird.

Durch die makroporöse Struktur eignet sich Resinex KP besonders für anspruchsvolle Anwendungen mit höheren hydraulischen Belastungen, wechselnden Betriebsbedingungen oder erhöhten Anforderungen an Stabilität und Standzeit.

Makroporöses Kationenaustauscherharz in Na-Form

Funktion im Ionenaustausch

Resinex KP ist ein starksaures Kationenaustauscherharz mit Sulfonsäuregruppen. In der Lieferform Na+ kann das Harz Kationen aus dem Wasser aufnehmen und gegen Natriumionen austauschen.

In der Na-Form ist Resinex KP grundsätzlich für Kationenaustauscheranwendungen geeignet, bei denen die Natriumform zum vorhandenen Anlagenverfahren passt. Je nach Auslegung kann das Harz in technischen Ionenaustauscheranlagen, Prozesswasseraufbereitung, Kondensataufbereitung oder mehrstufigen Entsalzungsverfahren eingesetzt werden.

Bei einer klassischen Enthärtung werden Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Die Leitfähigkeit sinkt dabei in der Regel nicht wesentlich. Für niedrige Leitfähigkeiten, VE-Wasser oder Reinstwasser ist ein vollständiges Anlagenkonzept mit weiteren Stufen erforderlich.

Resinex KP ist kein Mischbettharz, kein Anionenaustauscher und kein Selektivaustauscher. Es entfernt keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat.

Makroporöse Harzstruktur

Die makroporöse Matrix unterscheidet Resinex KP von gelförmigen Standard-Kationenaustauschern. Makroporöse Harze besitzen eine offenere innere Struktur und sind dadurch für hohe mechanische und osmotische Beanspruchungen ausgelegt.

Diese Struktur kann besonders bei Anwendungen mit häufigen Lastwechseln, höheren Lineargeschwindigkeiten, Regeneration, Spülprozessen oder anspruchsvollen Betriebsbedingungen Vorteile bieten. Dazu gehören geringer Abrieb, hohe Harzstabilität und niedriger Druckverlust im Harzbett.

Die konkrete Leistung hängt jedoch nicht nur vom Harz ab. Behältergeometrie, Betthöhe, Düsensystem, Strömungsgeschwindigkeit, Regeneration, Rückspülung und Wasserqualität müssen ebenfalls zur Anwendung passen.

Abgrenzung zu H-Form und Gelharzen

Resinex KP wird in Na-Form geliefert. Für Kationenstufen in H-Form, bei denen Kationen gegen Wasserstoffionen ausgetauscht werden, ist ein Harz in Wasserstoffform erforderlich. Als gelförmige H-Form kann zum Beispiel Jacobi Resinex K-8H geprüft werden.

Als weiteres starksaures Kationenaustauscherharz in Na-Form kann Lewatit MonoPlus S 108 Na eingesetzt werden, wenn ein monodisperses Gelharz zur Anlagenfreigabe und zum Verfahren passt.

Die Auswahl zwischen Resinex KP, Resinex K-8H, Lewatit MonoPlus S 108 Na oder einem anderen Kationenaustauscherharz hängt von Ionenform, Matrix, Korngrößenverteilung, Dichteverhalten, Regeneration, Anlagenhydraulik und gewünschter Zielwasserqualität ab.

Einsatz in technischen Ionenaustauscheranlagen

Ionenaustauscheranlagen

Resinex KP kann in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt werden, wenn ein starksaures, makroporöses Kationenaustauscherharz in Na-Form vorgesehen ist. Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.

Die Eignung hängt von Rohwasserzusammensetzung, Zielwasserqualität, Regenerationsverfahren, Harzkombination, Betriebsrichtung und Anlagenhydraulik ab. Resinex KP sollte deshalb nicht nur nach Harzname, sondern nach vorhandener Anlagenfunktion und Betriebsbedingungen ausgewählt werden.

Kondensataufbereitung

Resinex KP ist aufgrund seiner makroporösen Struktur und hohen osmotischen Belastbarkeit für Anwendungen mit hohen Lineargeschwindigkeiten geeignet. Dazu kann je nach Anlagenkonzept auch die Kondensataufbereitung gehören.

In der Kondensataufbereitung sind Temperatur, Eisen- und Kupferanteile, Ammoniak, Leitfähigkeit, organische Belastung, Ölspuren, Partikel und mögliche Prozessverunreinigungen besonders kritisch. Das Harz muss zur Kondensatqualität, zum vorhandenen Ionenaustauscherverfahren und zur Zielwasserqualität passen.

Resinex KP ist nicht pauschal für jede Kondensatanwendung geeignet. Die konkrete Eignung muss anhand der Wasseranalyse, Betriebsbedingungen, Temperaturbelastung und vorhandenen Anlagentechnik geprüft werden.

Industrielle Vollentsalzung und Prozesswasser

In Vollentsalzungsanlagen kann ein starksaures Kationenaustauscherharz je nach Anlagenverfahren eine Kationenstufe übernehmen. Für eine vollständige Entsalzung ist zusätzlich eine passende Anionenaustauscherstufe oder ein mehrstufiges Ionenaustauschersystem erforderlich.

Bei der Prozesswasseraufbereitung kann Resinex KP eingesetzt werden, wenn die Na-Form zur vorhandenen Anlagentechnik und zur gewünschten Wasserqualität passt. Entscheidend sind Rohwasseranalyse, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Regeneration, Temperatur und vorhandene nachgeschaltete Harzstufen.

Ein einzelnes Kationenaustauscherharz in Na-Form erzeugt allein kein vollentsalztes Wasser. Die Wasserqualität entsteht erst durch ein vollständiges Anlagenkonzept mit passenden weiteren Aufbereitungsstufen.

Reinstwasseraufbereitung

Bei der Reinstwasseraufbereitung ist Resinex KP nur ein möglicher Baustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden üblicherweise weitere Stufen benötigt, beispielsweise Umkehrosmose, Anionenaustauscher, Mischbettfilter, EDI oder Polishing-Systeme.

Für stabile Reinstwasserqualität sind Zulaufleitfähigkeit, CO₂-Gehalt, Silikat, organische Belastung, Temperatur, Durchfluss, Betthöhe und Leitfähigkeitsüberwachung entscheidend.

Harztausch und Anlagenservice

Prüfung vor dem Harzwechsel

Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Schichthöhen, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.

Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf oder schwankender Wasserqualität.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkt Jacobi Resinex KP
Artikelnummer KPR
Hersteller Jacobi
Verpackungseinheit 25 Liter Sack
Gewicht 19 kg
Harztyp stark saures Kationenaustauscherharz
Lieferform Na-Form
Funktionelle Gruppe Sulfonsäure
Matrix Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymer
Struktur makroporös
Farbe milchig weiß
Korngrößenverteilung 0,42–1,25 mm
Temperaturbeständigkeit max. 120 °C
Volumenänderung Na+ > H+ max. 8 %
Hauptanwendung technische Ionenaustauscheranlagen, Kondensataufbereitung, industrielle Vollentsalzung, Prozesswasseraufbereitung
Abgrenzung kein Mischbettharz, kein Anionenaustauscher, kein Selektivaustauscher

Besondere technische Eigenschaften

Resinex KP ist auf robuste Betriebsbedingungen und hohe hydraulische Belastbarkeit ausgelegt. Die makroporöse Matrix kann bei passender Anlagenhydraulik folgende Eigenschaften unterstützen:

  • hohe mechanische Stabilität
  • geringer Abrieb
  • niedriger Druckverlust
  • hohe totale Kapazität
  • wirtschaftliche Fahrweise bei passender Auslegung
  • hohe osmotische Belastbarkeit
  • reduziertes Risiko von Harzbruch unter wechselnden Betriebsbedingungen
  • gute Lebensdauer bei geeigneter Vorbehandlung und Regeneration
  • Einsatzmöglichkeit bei höheren Lineargeschwindigkeiten
  • reversible Aufnahme bestimmter organischer Belastungen im Rahmen geeigneter Anlagenverfahren

Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine geeignete Vorbehandlung und keine saubere Regeneration.

Typische Anwendungen

Resinex KP kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:

  • technische Ionenaustauscheranlagen
  • Entsalzungsanlagen für Dampferzeugungsanlagen
  • industrielle Vollentsalzung
  • Prozesswasseraufbereitung
  • Kondensataufbereitung nach technischer Prüfung
  • Spülwasseraufbereitung in der Galvanik
  • Anwendungen mit hohen Lineargeschwindigkeiten, sofern Anlagenhydraulik und Herstellerfreigabe passen
  • mehrstufige Feinreinigung in Kombination mit passenden Anionenaustauscherharzen

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Temperatur, Harzkombination, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.

Hinweise zur Auslegung

Die Auslegung einer Anlage mit Resinex KP hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Rohwasserzusammensetzung
  • Kationenbelastung
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • Tagesverbrauch
  • Spitzenvolumenstrom
  • Behälterdurchmesser
  • Harzmenge und Betthöhe
  • Korngrößenverteilung im Verhältnis zum Düsensystem
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Kontaktzeit
  • Rückspülgeschwindigkeit
  • Spülwassermenge
  • Betriebs- und Regenerationsrichtung
  • Temperaturbelastung
  • organische Belastung
  • vorhandene Anionenstufe oder weitere Harzschichten

Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe, beschädigtem Düsensystem oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust, Druckverlustproblemen oder schwankender Wasserqualität kommen.

Grenzen und Hinweise

Resinex KP ist ein starksaures Kationenaustauscherharz in Na-Form. Es entfernt keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat. Dafür ist eine passende Anionenaustauscherstufe oder ein anderes Verfahren erforderlich.

Bei Einsatz in Na-Form wird Wasser nicht vollentsalzt. Für niedrige Leitfähigkeiten, VE-Wasser oder Reinstwasser ist ein vollständiges Anlagenkonzept mit weiteren Stufen erforderlich.

Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Wasseranalyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.

Angaben für Rückfragen

Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Anlagentyp
  • Hersteller und Typenschild der Anlage
  • Behälterdurchmesser und Behälterhöhe
  • vorhandene Harzmenge
  • vorhandene Harzbezeichnung
  • Harzschichtung und weitere Harztypen
  • Rohwasseranalyse oder Kondensatanalyse
  • Zulaufleitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
  • Temperaturbereich
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
  • vorhandene Rückspülleistung
  • vorhandene Anionenstufe oder weitere Harzschichten
  • Anwendung, zum Beispiel Kondensataufbereitung, industrielle Vollentsalzung, Prozesswasser, Galvanik-Spülwasser oder Feinreinigung
  • ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist
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