Jacobi Resinex K-8H

Art.Nr.: K8HR

« Zurück zur Kategorie

EUR 129,85 - EUR 176,67
Preis netto: EUR 148,46

inkl. 19 % USt

Mengenrabatt

Anzahl Einzelpreis pro Liter
1-9 EUR 176,67 EUR 7,07
10-47 -11 % EUR 157,52 EUR 6,30
>= 48 -27 % EUR 129,85 EUR 5,19
  • Lieferzeit ca. 1-2 Wochen
  • Gewicht 19 kg


Zahlungsweisen

PayPal Vorkasse Kreditkarten Lastschrift Sofortüberweisung

Bewertung: 0.0 von 5

Datenblätter

Produktbeschreibung

Jacobi Resinex K-8H Ionenaustauscherharz

Jacobi Resinex K-8H ist ein starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form. Es wird in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt, wenn Kationen aus dem Wasser entfernt und gegen Wasserstoffionen ausgetauscht werden sollen.

Das Harz besitzt eine gelförmige Polystyrol-Divinylbenzol-Matrix und ist für industrielle Standardanwendungen in der Wasseraufbereitung vorgesehen. Durch die hohe Betriebskapazität, gute mechanische Beständigkeit und den niedrigen Druckverlust eignet sich Resinex K-8H für Entsalzungsanlagen, Vollentsalzungsanlagen, Prozesswasseraufbereitung und Feinreinigung in Kombination mit passenden Anionenaustauscherharzen.

Starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form

Funktion im Ionenaustausch

Resinex K-8H ist ein starksaures Kationenaustauscherharz mit Sulfonsäuregruppen. In der Lieferform H+ nimmt das Harz Kationen wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium oder andere positiv geladene Ionen aus dem Wasser auf und gibt dafür Wasserstoffionen ab.

Die H-Form ist für Entsalzungsprozesse relevant. In Kombination mit einer geeigneten Anionenaustauscherstufe können gelöste Salze aus dem Wasser entfernt und niedrige Leitfähigkeiten erreicht werden.

Resinex K-8H ist deshalb nicht als klassisches Enthärtungsharz in Natriumform zu verstehen. Es wird nicht primär für die Weichwassererzeugung durch Austausch von Calcium und Magnesium gegen Natrium eingesetzt, sondern als Kationenstufe in Entsalzungs-, Vollentsalzungs- und Feinreinigungsverfahren.

Gelförmige Harzstruktur

Resinex K-8H besitzt eine gelförmige Matrix auf Basis von vernetztem Polystyrol-Divinylbenzol. Gelförmige Kationenaustauscherharze sind für viele Standardanwendungen in Ionenaustauscheranlagen geeignet, wenn Wasserqualität, Hydraulik und Regeneration zur Harzcharakteristik passen.

Die Korngrößenverteilung von 0,42–1,25 mm ist auf den Einsatz in modernen Ionenaustauscheranlagen abgestimmt. Eine passende Kornverteilung unterstützt eine stabile Durchströmung, geringen Druckverlust und eine gleichmäßige Arbeitszone im Harzbett.

Die mechanische Beständigkeit ist besonders relevant bei wiederkehrender Regeneration, Rückspülung, Spülprozessen und längeren Betriebszeiten. Dennoch hängt die tatsächliche Standzeit immer auch von Wasserqualität, Vorbehandlung, Regeneration, Temperatur und Anlagenhydraulik ab.

Unterschied zu makroporösen H-Form-Harzen

Resinex K-8H ist ein gelförmiges Kationenaustauscherharz. Makroporöse H-Form-Harze besitzen eine offenere innere Struktur und werden häufig dann eingesetzt, wenn höhere osmotische Belastbarkeit, besondere Robustheit oder spezielle Prozessanforderungen gefordert sind.

Als makroporöse H-Form kann zum Beispiel Lewatit MonoPlus SP 112 H geprüft werden. Als weiteres starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form steht Lewatit MonoPlus S 108 H für monodisperse Anwendungen zur Verfügung.

Ob Resinex K-8H oder ein alternatives H-Form-Harz besser passt, hängt von Anlagenbauart, Regenerationsverfahren, hydraulischer Belastung, Zielwasserqualität und vorhandener Harzfreigabe ab.

Einsatz in technischen Ionenaustauscheranlagen

Ionenaustauscheranlagen

Resinex K-8H kann in technischen Ionenaustauscheranlagen eingesetzt werden, wenn das Anlagenverfahren eine Kationenstufe in H-Form vorsieht. Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.

Die Eignung hängt von Rohwasserzusammensetzung, Zielwasserqualität, Regenerationsverfahren, Harzkombination, Betriebsrichtung und Anlagenhydraulik ab. Resinex K-8H sollte deshalb nicht nur nach Harzname, sondern nach vorhandener Anlagenfunktion und Betriebsbedingungen ausgewählt werden.

Vollentsalzung und Prozesswasseraufbereitung

In Vollentsalzungsanlagen kann Resinex K-8H je nach Anlagenverfahren als Kationenaustauscherstufe eingesetzt werden. Für eine vollständige Entsalzung ist zusätzlich eine passende Anionenaustauscherstufe oder ein mehrstufiges Ionenaustauschersystem erforderlich.

Bei der Prozesswasseraufbereitung kann Resinex K-8H eingesetzt werden, wenn gelöste Kationen zuverlässig entfernt werden sollen und das Anlagenkonzept auf H-Form-Betrieb ausgelegt ist. Entscheidend sind dabei Rohwasseranalyse, gewünschte Leitfähigkeit, Zielwasserqualität, Regeneration und vorhandene nachgeschaltete Harzstufen.

Ein einzelnes Kationenaustauscherharz in H-Form erzeugt allein kein vollentsalztes Wasser. Die Wasserqualität entsteht erst durch die Kombination mit der passenden Anionenstufe, einem Mischbettfilter oder weiteren Aufbereitungsverfahren.

Multistep und Mischbettfilter

Bei Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern ist die Harzauswahl besonders anlagenspezifisch. Resinex K-8H kann dort nur eingesetzt werden, wenn Harzform, Dichteverhalten, Regeneration, Schichtung und Trennverhalten zum vorhandenen Verfahren passen.

In regenerierbaren Mischbettanlagen ist die Trennung von Kationen- und Anionenaustauscherharz vor der Regeneration ein zentraler technischer Punkt. Resinex K-8H muss deshalb zur eingesetzten Anionenharzkomponente, zur Rückspülgeschwindigkeit, zur Dichteunterscheidung und zum Anlagenaufbau passen.

Bei nicht regenerierbaren Mischbettpatronen wird in der Regel eine fertig gemischte Harzfüllung eingesetzt. Resinex K-8H ist dagegen ein einzelnes Kationenaustauscherharz und muss zur jeweiligen Harzkombination passen.

Kondensataufbereitung und Reinstwasser

In der Kondensataufbereitung kann Ionenaustausch je nach Kondensatqualität und Zielwerten zur Reinigung oder Feinreinigung eingesetzt werden. Resinex K-8H kann dort nur verwendet werden, wenn das Anlagenkonzept eine Kationenstufe in H-Form vorsieht.

Bei der Reinstwasseraufbereitung ist Resinex K-8H nur ein möglicher Baustein innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten werden üblicherweise weitere Stufen benötigt, zum Beispiel Umkehrosmose, Anionenaustauscher, Mischbettfilter, EDI oder Polishing-Systeme.

Besonders kritisch sind bei Reinstwasser- und Kondensatanwendungen Temperatur, Leitfähigkeit, CO₂, Silikat, Eisen- und Kupferanteile, organische Belastung, Partikel, Ölspuren und mögliche Prozessverunreinigungen. Die Auswahl des Harzes muss auf Wasseranalyse, Betriebsbedingungen und Anlagenverfahren abgestimmt werden.

Harztausch und Anlagenservice

Prüfung vor dem Harzwechsel

Bei einem Harzwechsel sollte nicht nur das Harz selbst betrachtet werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verteiler, interne Verrohrung, Schichthöhen, Rückspülleistung, Spülwasserführung, Dichtungen, Armaturen und Betriebsdaten müssen zur Anwendung passen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harztausch sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Behälterzustand, Dichtungen, Schrauben, Armaturen und Betriebsdaten geprüft werden.

Ein technisch sauber vorbereiteter Harztausch reduziert das Risiko von Harzaustrag, Druckverlust, unvollständiger Regeneration, erhöhtem Ionenschlupf oder schwankender Wasserqualität.

Regeneration in H-Form

Resinex K-8H ist ein Kationenaustauscher in Wasserstoffform. Die Regeneration erfolgt in passenden Anlagen mit Säure, sofern das Anlagenverfahren dafür ausgelegt ist.

Regeneriermittelmenge, Konzentration, Kontaktzeit, Regeneriergeschwindigkeit, Spülwassermenge, Betriebsrichtung und Schichthöhe müssen zur Anlage passen. Eine unvollständige Regeneration kann zu Kapazitätsverlust, erhöhtem Kationenschlupf und instabiler Wasserqualität führen.

Der Umgang mit Regenerierchemikalien erfordert geeignete Anlagentechnik, Arbeitsschutz, Werkstoffauswahl und Abwasserbetrachtung.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkt Jacobi Resinex K-8H
Artikelnummer K8HR
Hersteller Jacobi
Verpackungseinheit 25 Liter Sack
Harztyp stark saures Kationenaustauscherharz
Lieferform H-Form
Funktionelle Gruppe Sulfonsäure
Matrix vernetztes Polystyrol
Struktur gelförmig
Farbe amber
Korngrößenverteilung 0,42–1,25 mm
Material Styrol-Divinylbenzol-Copolymer
Temperaturbereich max. 120 °C
Gewicht 19 kg
Hauptanwendung Entsalzung, Kationenstufe, Vollentsalzung, Prozesswasseraufbereitung
Abgrenzung kein Enthärtungsharz in Na-Form, kein Anionenaustauscher, kein Mischbettharz, kein Selektivaustauscher

Besondere technische Eigenschaften

Resinex K-8H ist für industrielle Standardanwendungen in der Wasseraufbereitung ausgelegt. Die gelförmige Harzstruktur kann bei passender Anlagenhydraulik folgende Eigenschaften unterstützen:

  • hohe Betriebskapazität
  • gute mechanische Beständigkeit
  • geringer Druckverlust
  • wirtschaftlicher Regenerationsmittelverbrauch
  • stabile Durchströmung im Harzbett
  • Eignung für moderne Ionenaustauscheranlagen
  • Einsatzmöglichkeit in Entsalzungs- und Prozesswasseranlagen
  • Verwendung in Kombination mit passenden Anionenaustauscherharzen

Diese Eigenschaften setzen eine passende Anlagenkonstruktion voraus. Harzqualität allein ersetzt keine korrekt ausgelegte Hydraulik, keine saubere Regeneration und keine geeignete Vorbehandlung.

Typische Anwendungen

Resinex K-8H kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:

  • Entsalzungsanlagen für Dampferzeugungsanlagen
  • Kationenstufen in Vollentsalzungsanlagen
  • Prozesswasseraufbereitung
  • industrielle Wasseraufbereitung
  • Feinreinigung durch Multistep-Anlagen
  • Feinreinigung durch Mischbettfilter in Kombination mit passenden Anionenaustauscherharzen
  • Reinstwasseraufbereitung als Teil eines mehrstufigen Anlagenkonzepts
  • Kondensataufbereitung nach technischer Prüfung

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasserqualität, Zielwasserqualität, Volumenstrom, Temperatur, Harzkombination, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.

Hinweise zur Auslegung

Die Auslegung einer Anlage mit Resinex K-8H hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Rohwasserzusammensetzung
  • Kationenbelastung
  • Anionenbelastung und nachgeschaltete Anionenstufe
  • gewünschte Leitfähigkeit oder Zielwasserqualität
  • Tagesverbrauch
  • Spitzenvolumenstrom
  • Behälterdurchmesser
  • Harzmenge und Betthöhe
  • Korngrößenverteilung im Verhältnis zum Düsensystem
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Kontaktzeit
  • Rückspülgeschwindigkeit
  • Spülwassermenge
  • Betriebs- und Regenerationsrichtung
  • Temperaturbelastung
  • vorhandene Vorbehandlung
  • vorhandene Anionenstufe oder Mischbettstufe

Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge, unpassender Betthöhe, beschädigtem Düsensystem oder unvollständiger Regeneration kann es zu Durchbruch, Kapazitätsverlust, Druckverlustproblemen oder schwankender Wasserqualität kommen.

Grenzen und Hinweise

Resinex K-8H ist ein starksaures Kationenaustauscherharz in H-Form. Es entfernt keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Hydrogencarbonat oder Silikat. Dafür ist eine passende Anionenaustauscherstufe oder ein anderes Verfahren erforderlich.

Das Harz ist nicht für eine klassische Enthärtung in Natriumform vorgesehen. Wenn Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht werden sollen, ist ein Kationenaustauscher in Na-Form das passende Verfahren.

Resinex K-8H ist kein Mischbettharz. In Mischbettanwendungen muss es mit einem passenden Anionenaustauscher kombiniert und in einer dafür ausgelegten Anlage betrieben werden.

Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz oder vor einem Harztausch die Wasseranalyse geprüft und gegebenenfalls eine Vorbehandlung vorgesehen werden.

Angaben für Rückfragen

Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Anlagentyp
  • Hersteller und Typenschild der Anlage
  • Behälterdurchmesser und Behälterhöhe
  • vorhandene Harzmenge
  • vorhandene Harzbezeichnung
  • Harzschichtung und weitere Harztypen
  • Rohwasseranalyse oder Kondensatanalyse
  • Zulaufleitfähigkeit
  • gewünschte Zielwasserqualität
  • gewünschte Endleitfähigkeit
  • Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
  • Temperaturbereich
  • Regenerationsmittel und Regeneriermenge
  • Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
  • vorhandene Rückspülleistung
  • vorhandene Anionenstufe oder Mischbettstufe
  • Anwendung, zum Beispiel Vollentsalzung, Prozesswasser, Kondensataufbereitung, Multistep oder Feinreinigung
  • ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist

 

WHG<br />Fachbetrieb WHG
Fachbetrieb