AMBERLITE HPR 1100 Na
Enthärtungsharz

Art.Nr.: AM-HPR1100NA

« Zurück zur Kategorie

EUR 109,89 - EUR 115,67
Preis netto: EUR 97,20

inkl. 19 % USt

Mengenrabatt

Anzahl Einzelpreis pro Liter
1-4 EUR 115,67 EUR 4,63
>= 5 -5 % EUR 109,89 EUR 4,40
  • Lieferzeit ca. 1-2 Wochen
  • Gewicht 19 kg


Zahlungsweisen

PayPal Vorkasse Kreditkarten Lastschrift Sofortüberweisung

Bewertung: 0.0 von 5

Datenblätter

Produktbeschreibung

AMBERLITE HPR 1100 Na Ionenaustauscherharz

AMBERLITE HPR 1100 Na ist ein starksaures Kationenaustauscherharz in Natriumform für Enthärtungsanlagen. Das Harz wird eingesetzt, wenn Calcium- und Magnesiumionen aus dem Wasser entfernt und gegen Natriumionen ausgetauscht werden sollen.

Durch die gleichförmige Korngrößenverteilung und die stabile Gelstruktur eignet sich AMBERLITE HPR 1100 Na für technische und industrielle Enthärtungsanlagen, bei denen eine gleichmäßige Arbeitszone, gute Kinetik und zuverlässige Regeneration erforderlich sind.

Stark saures Kationenaustauscherharz in Na-Form

Funktion bei der Wasserenthärtung

AMBERLITE HPR 1100 Na ist ein starksaures Kationenaustauscherharz mit Sulfonsäuregruppen. In der Lieferform Na+ ist das Harz für den Enthärtungsbetrieb vorgesehen.

Im Betrieb nimmt das Harz Härtebildner wie Calcium und Magnesium aus dem Wasser auf und gibt dafür Natriumionen ab. Dadurch wird die Gesamthärte reduziert. Das Wasser wird enthärtet, aber nicht vollständig entsalzt.

Die elektrische Leitfähigkeit sinkt bei einer Enthärtung in Na-Form nicht wesentlich, da gelöste Ionen nicht entfernt, sondern überwiegend ausgetauscht werden. Für Anwendungen mit reduzierter Leitfähigkeit, VE-Wasser oder Reinstwasser sind deshalb andere Verfahren oder zusätzliche Aufbereitungsstufen erforderlich.

Einsatz in Enthärtungsanlagen

AMBERLITE HPR 1100 Na ist für Enthärtungsanlagen vorgesehen. Typische Anwendungen sind die Enthärtung von Trinkwasser, Prozesswasser, Kesselspeisewasser-Vorbehandlung, Kühlwasser-Nachspeisung, Waschwasser, Spülwasser und technische Betriebswässer.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu industriellen Enthärtungsanlagen für Weichwassererzeugung, Automatikbetrieb, Regeneration und Anlagenaufbau.

Das Harz eignet sich besonders für Anlagen, bei denen eine stabile Enthärtungsleistung, gute Regenerierbarkeit und ein wirtschaftlicher Betrieb wichtig sind.

Regeneration mit Natriumchlorid

Im Enthärtungsbetrieb wird das Harz mit Natriumchlorid regeneriert. Dabei werden die aufgenommenen Calcium- und Magnesiumionen wieder vom Harz verdrängt und durch Natriumionen ersetzt.

Für einen stabilen Betrieb müssen Salzmenge, Solekonzentration, Regeneriergeschwindigkeit, Kontaktzeit, Spülwassermenge und Harzbetthöhe zur Anlage passen. Eine zu kurze Regeneration, unvollständige Besalzung oder zu geringe Spülung kann zu Härtedurchbruch oder schwankender Wasserqualität führen.

Die gleichmäßige Korngrößenverteilung von AMBERLITE HPR 1100 Na unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung des Harzbetts. Dadurch können Beladung, Regeneration und Spülverhalten stabiler ablaufen.

Technische Einordnung im Ionenaustausch

Unterschied zu H-Form, Mischbett und Selektivharzen

AMBERLITE HPR 1100 Na ist ein Kationenaustauscher in Natriumform. Es ist kein Mischbettharz, kein Anionenaustauscher und kein Selektivaustauscher.

Das Harz dient der Enthärtung. Es entfernt keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Silikat oder Hydrogencarbonat. Es entfernt auch keine Salze im Sinne einer Vollentsalzung. Für die Vollentsalzung werden andere Harzsysteme benötigt, zum Beispiel Kationenaustauscher in H-Form in Kombination mit Anionenaustauschern oder Mischbettsysteme.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Ionenaustauscheranlagen und den verfahrenstechnischen Unterschieden zwischen Enthärtung, Entkarbonisierung, Vollentsalzung, Multistep-Anlagen und Mischbettfiltern.

Vorbehandlung vor Umkehrosmoseanlagen

AMBERLITE HPR 1100 Na kann als Enthärtungsharz in der Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden. Die Enthärtung reduziert Calcium und Magnesium und kann dadurch das Risiko von Härteablagerungen auf Membranen senken.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zur Umkehrosmoseanlage und zum Zusammenspiel aus Vorbehandlung, Membrantechnik, Permeatqualität und Betriebssicherheit.

Ob eine Enthärtung oder eine Antiscalant-Dosierung als Vorbehandlung besser geeignet ist, hängt von Rohwasseranalyse, Ausbeute, Membrantyp, Betriebsweise und Zielqualität ab. Bei höherwertigen Wasserqualitäten oder Reinstwasseraufbereitung ist die Enthärtung häufig nur eine Vorstufe innerhalb eines mehrstufigen Anlagenkonzepts.

Harztausch und Anlagenservice

Bei bestehenden Enthärtungsanlagen sollte ein Harztausch nicht nur auf das Harz selbst reduziert werden. Auch Behälter, Düsensystem, Verrohrung, Soleansaugung, Injektor, Steuerventil, Solebehälter, Salzverbrauch und Regenerationsablauf müssen zur Anwendung passen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu Service und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Bei einem Harzwechsel sollten insbesondere Düsensystem, Verteiler, Dichtungen, Schrauben, Behälterzustand und Betriebsdaten geprüft werden.

Ein falsch ausgelegter oder unvollständig gespülter Harztausch kann zu Druckverlust, Harzaustrag, Härtedurchbruch oder mikrobiologischen Problemen führen. Bei Trinkwasser- oder Prozesswasseranwendungen sollte der Harztausch deshalb technisch sauber vorbereitet und dokumentiert werden.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkt AMBERLITE HPR 1100 Na
Artikelnummer AM-HPR1100NA
Hersteller Amberlite
Verpackungseinheit 25 Liter Sack
Harztyp stark saures Kationenaustauscherharz
Lieferform Na+
Funktionelle Gruppe Sulfonsäure
Matrix Gel
Struktur kugelförmige Perlen
Material Styrol-Divinylbenzol
Farbe bernsteinfarben, durchscheinend
Korngrößenverteilung gleichförmig
Mittlere Korngröße 585 ± 50 µm
Eigenschaften chemisch und mechanisch sehr stabil
Hauptanwendung Enthärtung von Wasser
Regeneration mit Natriumchlorid im Enthärtungsbetrieb
Abgrenzung kein Mischbettharz, kein Anionenaustauscher, kein Selektivharz

Typische Anwendungen

AMBERLITE HPR 1100 Na kann in folgenden Anwendungen eingesetzt werden:

  • Enthärtungsanlagen mit automatischer Regeneration
  • Trinkwasserenthärtung, sofern die anlagentechnischen und hygienischen Anforderungen erfüllt sind
  • Prozesswasserenthärtung
  • Vorbehandlung vor Umkehrosmoseanlagen
  • industrielle Wasseraufbereitung
  • technische Betriebswasseraufbereitung
  • Filterkartuschen und kleinere Ionenaustauschersysteme, wenn Bauform und Harzmenge passen
  • pharma- und labornahe Anwendungen, wenn Spezifikation, Freigaben und Anlagenkonzept zur Anwendung passen

Die konkrete Eignung hängt immer von Rohwasserqualität, gewünschter Resthärte, Volumenstrom, Regenerationsverfahren, Anlagenbauart und Betriebsbedingungen ab.

Harzeigenschaften im Betrieb

AMBERLITE HPR 1100 Na ist für hohe Austauschgeschwindigkeiten bei Beladung und Regeneration ausgelegt. Die gleichförmige Partikelgröße unterstützt eine homogene Arbeitszone im Harzbett und kann zu einem gleichmäßigen Druckverlust über die Schütthöhe beitragen.

Die gute mechanische und chemische Stabilität ist besonders relevant bei Anlagen mit regelmäßiger Regeneration, wiederkehrender Spülung und längeren Betriebszeiten. Eine stabile Harzqualität ersetzt jedoch keine saubere Anlagenhydraulik und keine korrekt eingestellte Regeneration.

Für einen wirtschaftlichen Betrieb sind insbesondere folgende Punkte wichtig:

  • passende Harzmenge
  • ausreichende Betthöhe
  • korrekte Regeneriersalzmenge
  • geeignete Solekonzentration
  • ausreichende Kontaktzeit
  • richtige Spülwassermenge
  • passende Betriebs- und Rückspülgeschwindigkeit
  • funktionierendes Düsensystem
  • regelmäßige Kontrolle der Resthärte

Hinweise zur Auslegung

Die Auslegung einer Enthärtungsanlage hängt nicht nur vom Harztyp ab. Entscheidend sind Rohwasserhärte, Tagesverbrauch, Spitzenvolumenstrom, gewünschte Resthärte, Regenerationsintervall, Salzverbrauch und Steuerungskonzept.

Bei zu hoher Flächenbelastung, zu geringer Harzmenge oder unpassender Regeneration kann es zu Härtedurchbruch kommen. Bei zu niedriger Rückspülleistung können Ablagerungen und Schwebstoffe im Harzbett verbleiben. Bei ungünstiger Hydraulik kann sich die Arbeitszone ungleichmäßig ausbilden.

Vor einem Harzwechsel sollte deshalb geprüft werden, ob die ursprüngliche Anlagenleistung noch zur aktuellen Nutzung passt. Das gilt besonders, wenn sich Wasserverbrauch, Rohwasserhärte, Betriebszeiten oder Prozessanforderungen geändert haben.

Grenzen und Hinweise

AMBERLITE HPR 1100 Na enthärtet Wasser, entsalzt es aber nicht vollständig. Die Leitfähigkeit wird durch den Austausch von Calcium und Magnesium gegen Natrium nicht wesentlich reduziert.

Das Harz entfernt keine Anionen wie Nitrat, Chlorid, Sulfat oder Silikat. Es entfernt auch keine Trübstoffe, Eisen- oder Manganpartikel, organische Belastungen oder mikrobiologische Verunreinigungen. Solche Wasserprobleme müssen bei Bedarf mit passenden Verfahren separat behandelt werden.

Bei eisen- oder manganhaltigem Wasser, Trübung, organischer Belastung oder mikrobiologischen Auffälligkeiten kann das Harzbett verschmutzen oder verkeimen. In solchen Fällen sollte vor dem Einsatz beziehungsweise vor dem Harzwechsel die Wasseranalyse geprüft werden.

Angaben für Rückfragen

Für die Prüfung der passenden Harzmenge und Anwendung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandener Anlagentyp
  • Hersteller und Typenschild der Anlage
  • Behälterdurchmesser und Behälterhöhe
  • vorhandene Harzmenge
  • aktuelle Rohwasserhärte
  • gewünschte Resthärte
  • Tagesverbrauch und Spitzenvolumenstrom
  • Regenerationsintervall
  • Salzverbrauch pro Regeneration
  • Steuerungstyp und Regenerationsverfahren
  • vorhandene Rückspülleistung
  • Anwendung, zum Beispiel Trinkwasserenthärtung, Prozesswasser, Vorbehandlung vor Umkehrosmose oder technische Betriebswasseraufbereitung
  • ob nur Harz geliefert werden soll oder ein kompletter Harztausch geplant ist
WHG<br />Fachbetrieb WHG
Fachbetrieb