Resthärte
Messbesteck GR10

Art.Nr.: RHMB_01_005

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Preis netto: EUR 24,63

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Resthärte Messbesteck GR10

Das Resthärte Messbesteck GR10 dient zur Bestimmung niedriger Härtewerte im Wasser. Es ist für die Kontrolle nach Enthärtungsanlagen ausgelegt und arbeitet nach der Titrationsmethode.

Die Messung erfolgt mit einer Titrationslösung. Je nach Probenmenge entspricht ein Tropfen 0,1 oder 0,05 °dH. Dadurch eignet sich das Messbesteck besonders für die Betriebskontrolle von enthärtetem Wasser, bei dem geringe Resthärten sicher erkannt werden sollen.

Kontrolle nach Enthärtungsanlagen

Bei Enthärtungsanlagen ist die Resthärtemessung ein wichtiger Bestandteil der Betriebskontrolle. Sie zeigt, ob die Anlage noch ordnungsgemäß enthärtet oder ob bereits Härtedurchbruch vorliegt.

Mit dem Resthärte Messbesteck GR10 kann geprüft werden:

  • ob nach der Enthärtungsanlage noch Härte vorhanden ist
  • ob die Regeneration korrekt funktioniert
  • ob die eingestellte Anlagenkapazität plausibel ist
  • ob ein Härtedurchbruch vorliegt
  • ob eine Verschneidung korrekt eingestellt ist
  • ob nach Wartung oder Inbetriebnahme die gewünschte Wasserqualität erreicht wird

Typische Anwendungen:

  • Kontrolle von Enthärtungsanlagen
  • Resthärtemessung nach Ionenaustauscheranlagen
  • Prüfung von Weichwasser
  • Kontrolle nach Regeneration
  • Service und Wartung
  • Inbetriebnahme von Enthärtungsanlagen
  • Kontrolle von Verschnittwasser mit niedriger Zielhärte
  • Betriebskontrolle in technischen Wasseraufbereitungsanlagen

Niedrige Messbereiche 0,1 / 0,05 °dH pro Tropfen

Das GR10 ist auf niedrige Härtewerte ausgelegt. Die Auflösung von 0,1 oder 0,05 °dH pro Tropfen ist deutlich feiner als bei einem üblichen Gesamthärtemessbesteck.

Das ist wichtig, wenn Wasser nahezu vollständig enthärtet sein soll oder wenn geringe Resthärten bewertet werden müssen.

Typische Fragestellungen:

  • Ist das Wasser nach der Enthärtungsanlage wirklich weich?
  • Liegt ein beginnender Härtedurchbruch vor?
  • Muss die Anlage regenerieren?
  • Ist die Anlage nach Wartung korrekt in Betrieb?
  • Ist die Zielhärte nach Verschneidung eingehalten?

Für die Messung der normalen Rohwasserhärte ist ein Gesamthärtemessbesteck besser geeignet. Für niedrige Resthärten ist das GR10 die passendere Wahl.

Einfache Titration mit Farbumschlag

Das Messbesteck arbeitet nach der Titrationsmethode. Die Wasserprobe wird in den Messbecher gegeben. Anschließend wird die Titrationslösung tropfenweise zugegeben, bis der Farbumschlag erreicht ist. Aus der Tropfenzahl wird die Resthärte in °dH bestimmt.

Grundsätzlicher Ablauf:

  • Messbecher mit der vorgesehenen Probenmenge füllen
  • Titrationslösung tropfenweise zugeben
  • Probe nach jedem Tropfen mischen
  • Farbumschlag beobachten
  • Tropfenzahl zählen
  • Resthärte anhand der Anleitung bestimmen

Die genaue Durchführung richtet sich nach der beiliegenden Bedienungsanleitung. Entscheidend sind sauberes Arbeiten, die richtige Probenmenge und das korrekte Erkennen des Farbumschlags.

Resthärte bei Enthärtungsanlagen

Eine Enthärtungsanlage entfernt Calcium- und Magnesiumionen über Ionenaustausch. Solange die Anlage korrekt arbeitet, ist die Resthärte sehr niedrig. Steigt die Resthärte an, kann das auf erschöpfte Harzkapazität, falsche Regeneration, Salzproblem, Bypass, Verschneidung oder eine fehlerhafte Einstellung hinweisen.

Passende Anlagenbereiche:

Das Messbesteck ist damit ein einfaches Kontrollmittel, um Enthärtungsanlagen im laufenden Betrieb zu überwachen.

Kontrolle von Härtedurchbruch

Ein Härtedurchbruch liegt vor, wenn hinter der Enthärtungsanlage wieder messbare Härte auftritt. Das kann zu Kalkablagerungen, schlechterer Wasserqualität oder Problemen in nachgeschalteten Anlagen führen.

Mit dem GR10 kann ein solcher Härtedurchbruch frühzeitig erkannt werden. Das ist besonders relevant bei:

  • gewerblichen Enthärtungsanlagen
  • Kesselspeisewasser-Vorbehandlung
  • Umkehrosmose-Vorbehandlung
  • technischen Prozessen
  • Wasch- und Reinigungsprozessen
  • Anlagen mit definierter Resthärteanforderung

Wenn regelmäßig Resthärte gemessen wird, lassen sich Veränderungen im Anlagenbetrieb schneller erkennen.

Resthärte vor Umkehrosmoseanlagen

Bei Umkehrosmoseanlagen mit vorgeschalteter Enthärtung ist Resthärte ein kritischer Kontrollwert. Härtebildner können bei zu hoher Ausbeute oder unzureichender Vorbehandlung zu Scaling auf der Membran führen. Dadurch sinkt die Permeatleistung, der Druckverlust steigt und die Membranstandzeit kann sich verkürzen.

Das GR10 kann eingesetzt werden, um die Enthärtung vor einer Umkehrosmoseanlage zu kontrollieren.

Passende Bereiche:

Die Resthärtemessung ersetzt keine vollständige Anlagenüberwachung, ist aber ein wichtiger Betriebswert für den Schutz nachgeschalteter Membranen.

Abgrenzung zum Gesamthärte-Messbesteck

Das Resthärte Messbesteck GR10 ist für niedrige Härtewerte nach Enthärtung ausgelegt. Es besitzt eine feinere Auflösung als ein Gesamthärtemessbesteck.

Das Gesamthärte Messbesteck GH 100 ist dagegen für Rohwasser, Betriebswasser und normale Härtebereiche geeignet.

Kurz gesagt:

  • Resthärte Messbesteck GR10: niedrige Härtewerte nach Enthärtung
  • Gesamthärte Messbesteck GH 100: Rohwasser, Eingangshärte, Verschnittwasser, normale Härtebereiche

Wenn die Rohwasserhärte oder eine normale Wasserhärte bestimmt werden soll, ist ein Gesamthärtemessbesteck passend. Wenn geprüft werden soll, ob eine Enthärtungsanlage nahezu vollständig enthärtet, ist das GR10 passender.

Keine vollständige Wasseranalyse

Das Resthärte Messbesteck misst einen einzelnen Parameter. Es ersetzt keine vollständige Wasseranalyse.

Für Betriebskontrolle, Wartung und schnelle Vor-Ort-Prüfung ist das Messbesteck sinnvoll. Für Anlagenauslegung, Brunnenwasserbewertung, Trinkwasserbewertung oder Reklamationsprüfung sind weitere Wasserwerte erforderlich.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Resthärte Messbesteck GR10
Artikelnummer RHMB_01_005
Messparameter Resthärte
Einheit °dH
Auflösung 0,1 / 0,05 °dH pro Tropfen
Messverfahren Titrationsmethode
Reagenzien 1 Titrationslösung
Inhalt Titrationslösung 25 ml
Lieferumfang Indikatorlösung, Messbecher, Scharnierbox, Bedienungsanleitung
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen
Gewicht ca. 0,2 kg
Versand zzgl. Versandkosten

Lieferumfang

Das Resthärtemessbesteck besteht aus:

  • Indikatorlösung 25 ml
  • Messbecher mit Verschlusskappe
  • Messskala in ml
  • Scharnierbox mit Schaumstoffeinfassung
  • Bedienungsanleitung

Die Scharnierbox schützt Reagenz und Messzubehör bei Lagerung, Serviceeinsätzen und Transport.

Hinweise zur Anwendung

Für zuverlässige Ergebnisse sollte die Messung sauber und nach Anleitung durchgeführt werden. Bei niedrigen Härtewerten wirken sich Verunreinigungen, falsche Probenmengen oder ungenaue Tropfenzählung besonders stark aus.

Hinweise:

  • Messbecher sauber halten
  • richtige Probenmenge verwenden
  • Reagenz tropfenweise zugeben
  • nach jedem Tropfen mischen
  • Farbumschlag genau beobachten
  • Tropfenzahl korrekt zählen
  • Reagenzflasche nach Gebrauch schließen
  • Reagenzien kühl, trocken und lichtgeschützt lagern
  • abgelaufene Reagenzien nicht ungeprüft verwenden
  • Messung möglichst direkt nach Probenahme durchführen

Bei sehr niedrigen Zielwerten ist sauberes Arbeiten besonders wichtig.

Grenzen des Messbestecks

Das GR10 ist für schnelle und praxisgerechte Resthärtemessungen ausgelegt. Es ersetzt keine Laboranalyse und keine kontinuierliche Online-Messung.

Grenzen:

  • keine automatische Messung
  • keine kontinuierliche Überwachung
  • Ergebnis abhängig von korrekter Probenmenge und Tropfenzählung
  • Farbumschlag kann subjektiv bewertet werden
  • nicht für normale Rohwasserhärten optimiert
  • Reagenzien müssen sachgerecht gelagert werden

Wenn sehr niedrige Härtewerte dokumentationspflichtig bewertet werden müssen, sollte geprüft werden, ob ergänzende Analytik oder eine regelmäßige Vergleichsmessung erforderlich ist.

Angaben für Rückfragen

Für Rückfragen zur passenden Härtemessung sind folgende Angaben hilfreich:

  • zu messendes Wasser
  • erwartete Resthärte
  • vorhandene Enthärtungsanlage
  • Anwendung: Enthärtung, Verschnitt, Umkehrosmose-Vorbehandlung oder technischer Prozess
  • gewünschte Zielhärte
  • gewünschte Auflösung
  • einmalige Prüfung oder regelmäßige Betriebskontrolle
  • ob Resthärte oder Gesamthärte gemessen werden soll
  • ob weitere Wasserwerte geprüft werden sollen

So lässt sich prüfen, ob das Resthärte Messbesteck GR10 ausreicht oder ob ein Gesamthärtemessbesteck bzw. eine umfassendere Wasseranalyse sinnvoller ist.

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