5µm Partikelfilter für Lagertank max. 5 m³/h Entnahmeleistung

Art.Nr.: PF5-MF5

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Datenblätter

Produktbeschreibung

5-µm-Partikelfilter für Lagertanks bis 5 m³/h

Der Partikelfilter PF5-MF5 dient zur kontrollierten Filtration der Be- und Entlüftungsluft von Wasser- und Lagertanks. Das Filterelement mit einer Filterfeinheit von 5 µm reduziert den Eintrag von Staub, Schwebstoffen und anderen partikulären Verunreinigungen aus der Umgebungsluft.

Beim Entnehmen von Wasser muss Luft in den Tank nachströmen. Beim Befüllen wird die entsprechende Luftmenge aus dem Behälter verdrängt. Ohne eine geeignete Filterung können Partikel über die Tankbelüftung eingetragen werden und sich im Tank, in Rohrleitungen oder an nachgeschalteten Anlagenkomponenten ablagern.

Die Filtereinheit ist für einen maximalen Luftvolumenstrom von 5 m³/h beziehungsweise 5.000 l/h ausgelegt. Maßgeblich für die Auswahl ist nicht allein das Tankvolumen, sondern die höchste Befüll- oder Entnahmeleistung.

Vorteile des 5-µm-Partikelfilters

  • Filterfeinheit 5 µm

  • maximaler Luftvolumenstrom 5 m³/h

  • maximaler Luftvolumenstrom 5.000 l/h

  • reduziert den Eintrag von Staub und Schwebstoffen

  • reduziert partikuläre Ablagerungen im Tank

  • schützt nachgeschaltete Pumpen und Armaturen

  • geeignet für technische Wasser- und Prozesswasseranwendungen

  • passive Filtration ohne Stromanschluss

  • austauschbares Filterelement

  • einfacher Zugang für Kontrolle und Wartung

  • kompakte Ausführung für kleinere und mittlere Tankanlagen

  • mit CO₂-Absorbern kombinierbar

  • für geschlossene Tanks mit definiertem Belüftungsanschluss geeignet

  • Gewicht ca. 4 kg

Funktion in der Tankbelüftung

Ein geschlossener Tank benötigt beim Befüllen und Entnehmen einen ausreichenden Luftausgleich.

Bei der Entnahme sinkt der Flüssigkeitsstand. Die entnommene Flüssigkeitsmenge muss durch nachströmende Luft ersetzt werden. Beim Befüllen steigt der Flüssigkeitsstand und verdrängt Luft aus dem Tank.

Der Partikelfilter wird in die Be- und Entlüftungsleitung eingebunden. Die durchströmende Luft wird durch das 5-µm-Filterelement geführt, bevor sie in den Tank gelangt.

Der Filter unterstützt insbesondere:

  • die Reduzierung von Staubeintrag

  • die Rückhaltung luftgetragener Schwebstoffe

  • die Verringerung von Ablagerungen im Tank

  • den Schutz von Entnahmearmaturen

  • den Schutz nachgeschalteter Pumpen

  • die Reduzierung des Reinigungsaufwands

  • eine kontrollierte Be- und Entlüftung des Behälters

Die gesamte nachströmende Luft muss über die Filtereinheit geführt werden. Ungefilterte Nebenöffnungen können die Wirkung des Partikelfilters weitgehend aufheben.

Auslegung nach dem Luftvolumenstrom

Der maximale Luftvolumenstrom von 5 m³/h entspricht 5.000 Litern Luft pro Stunde.

Wird Wasser mit 5 m³/h aus dem Tank entnommen, müssen ungefähr 5 m³/h Luft in den Behälter nachströmen können. Beim Befüllen mit 5 m³/h muss die entsprechende Luftmenge aus dem Tank entweichen.

Für die Auslegung sind insbesondere zu berücksichtigen:

  • maximale Befüllleistung

  • maximale Entnahmeleistung

  • Leistung der nachgeschalteten Pumpe

  • kurzzeitige Entnahmespitzen

  • vorhandener Belüftungsanschluss

  • Durchmesser der Belüftungsleitung

  • Länge der Belüftungsleitung

  • Anzahl der Bögen und Armaturen

  • Druckverlust des Filterelements

  • zunehmende Filterverschmutzung

  • zulässiger Überdruck des Tanks

  • zulässiger Unterdruck des Tanks

  • gewünschte Leistungsreserve

  • mögliche spätere Anlagenerweiterungen

Der Filter darf nicht ausschließlich anhand des Nennvolumens des Tanks ausgewählt werden. Ein kleiner Tank mit einer leistungsstarken Pumpe kann einen größeren Belüftungsfilter benötigen als ein großer Tank mit niedriger Entnahmeleistung.

Schutz vor Unterdruck und Überdruck

Viele Kunststofftanks sind drucklose Lagerbehälter und keine Druckbehälter. Bereits geringe unzulässige Druckunterschiede können den Behälter verformen oder beschädigen.

Ein verschmutzter, feuchter oder zu klein dimensionierter Partikelfilter kann den Luftdurchsatz reduzieren.

Mögliche Folgen sind:

  • Unterdruck bei der Entnahme

  • Überdruck beim Befüllen

  • Einziehen der Tankwand

  • Verformung des Tankdachs

  • Undichtigkeiten an Anschlüssen

  • Belastung von Schweißnähten

  • Beschädigung des Behälters

Die vollständige Belüftungsstrecke muss so ausgelegt werden, dass die zulässigen Druckgrenzen des Tanks auch bei maximaler Befüllung und Entnahme eingehalten werden.

Vergleich der beiden Leistungsgrößen

Die 5-µm-Partikelfilter sind in zwei Leistungsgrößen erhältlich. Die Auswahl richtet sich nach dem maximalen Luftvolumenstrom der Tankanlage.

Ausführung Maximaler Luftvolumenstrom Filterfeinheit Aufbau
5-µm-Partikelfilter für Lagertanks bis 5 m³/h 5 m³/h 5 µm kompakte Standardausführung
5-µm-Partikelfilter für Lagertanks bis 10 m³/h 10 m³/h 5 µm 2 parallele Filtergehäuse, PVC-U-T-Stück und DN25-Verschraubung

Die 10-m³/h-Ausführung eignet sich für höhere Befüll- und Entnahmeleistungen. Durch die zwei parallel angeordneten Filtergehäuse wird der Luftstrom auf zwei Filterstrecken verteilt.

Technische Daten

Parameter Ausführung
Artikelnummer PF5-MF5
Produktart Partikelfilter für Tankbelüftungen
Anwendung Be- und Entlüftung von Wasser- und Lagertanks
Maximaler Luftvolumenstrom 5 m³/h
Maximaler Luftvolumenstrom 5.000 l/h
Filterfeinheit 5 µm
Abscheidefunktion Staub und luftgetragene Schwebstoffe
Filterelement austauschbar
Betriebsweise passive Tankbe- und -entlüftung
Gewicht ca. 4 kg
Wartung Kontrolle und Wechsel abhängig von Umgebungsluft und Druckverlust

Die Anschlussausführung und die genauen Abmessungen müssen vor der Einbindung anhand der vorhandenen Tankbelüftung beziehungsweise des produktspezifischen Datenblatts geprüft werden.

Filterfeinheit von 5 µm

Das Filterelement besitzt eine Filterfeinheit von 5 µm und ist für die Rückhaltung partikulärer Verunreinigungen aus der Umgebungsluft vorgesehen.

Typische Einträge können sein:

  • Staub

  • Fasern

  • Pollen

  • Abrieb

  • Produktionsstaub

  • Insektenbestandteile

  • gröbere Aerosolpartikel

  • sonstige Schwebstoffe

Die tatsächliche Abscheideleistung hängt unter anderem von Partikelgröße, Filteraufbau, Luftgeschwindigkeit und Verschmutzungszustand ab.

Kein Sterilfilter

Eine Filterfeinheit von 5 µm stellt keine Sterilfiltration dar.

Der Partikelfilter reduziert Staub und gröbere Schwebstoffe, bietet jedoch keine definierte 0,2-µm-Barriere gegen mikrobiologische Einträge.

Für hygienisch anspruchsvollere Rein- und Reinstwasseranwendungen ist ein 0,2-µm-Sterilfilter für Tankbelüftungen bis 5 m³/h zu prüfen.

Ein Sterilfilter:

  • besitzt eine deutlich feinere Filterstruktur

  • reduziert mikrobiologische Einträge

  • eignet sich für hygienisch sensiblere Anwendungen

  • erzeugt einen höheren Druckverlust

  • erfordert eine genaue Auslegung der Tankbelüftung

Der 5-µm-Partikelfilter eignet sich besonders für technische Anwendungen, bei denen der Schutz vor Staub und Schwebstoffen im Vordergrund steht.

Keine Entfernung von Kohlendioxid

Gasförmiges Kohlendioxid kann das 5-µm-Filterelement passieren.

Bei VE-Wasser, Umkehrosmose-Permeat und Reinstwasser kann sich Kohlendioxid aus der Umgebungsluft im gespeicherten Wasser lösen. Dadurch kann die elektrische Leitfähigkeit steigen.

Wenn die Leitfähigkeit möglichst niedrig gehalten werden soll, ist ein CO₂-Absorber für Tankbelüftungen bis 5 m³/h zu prüfen.

Wenn sowohl Kohlendioxid als auch mikrobiologische Einträge reduziert werden sollen, ist ein kombinierter CO₂-Absorber mit Sterilfiltern die umfassendere Ausführung.

Abgrenzung der Filterfunktionen

Filterausführung Partikelrückhaltung Mikrobiologische Feinfiltration CO₂-Reduzierung
5-µm-Partikelfilter ja nein nein
0,2-µm-Sterilfilter ja ja nein
CO₂-Absorber begrenzt, abhängig vom Aufbau nein ja
CO₂-Absorber mit Sterilfiltern ja ja ja

Die Auswahl richtet sich nach der gespeicherten Wasserqualität, der erforderlichen Hygiene und den Anforderungen des nachgeschalteten Prozesses.

Typische Einsatzbereiche

Der 5-µm-Partikelfilter eignet sich insbesondere für:

  • Prozesswassertanks

  • Betriebswassertanks

  • Brauchwasserspeicher

  • Permeattanks mit moderaten Qualitätsanforderungen

  • Vorlagebehälter für Druckerhöhungsanlagen

  • Lagertanks in technischen Anlagen

  • Tanks für Spül- und Reinigungswasser

  • Puffertanks zwischen Wassererzeugung und Verbrauch

  • Behälter in staubbelasteten Technikräumen

  • Anlagen mit maximal 5 m³/h Befüllleistung

  • Anlagen mit maximal 5 m³/h Entnahmeleistung

  • Anwendungen ohne definierte Sterilfiltrationsanforderung

  • Anwendungen ohne besondere CO₂-Anforderung

Passende PE-HD-, PP-H- und PE-100-Behälter sowie weiteres Tankzubehör finden Sie in der Shopkategorie Tanks und Lagerbehälter.

Kombination mit einem CO₂-Absorber

Der Partikelfilter kann mit einem CO₂-Absorber kombiniert werden. Dabei übernimmt jede Filterstufe eine eigene Funktion:

  • Der Partikelfilter reduziert Staub und Schwebstoffe.

  • Der CO₂-Absorber bindet Kohlendioxid aus der Belüftungsluft.

Bei der Kombination sind folgende Punkte zu prüfen:

  • maximaler Luftvolumenstrom beider Komponenten

  • Gesamtdruckverlust

  • Reihenfolge der Filterstufen

  • vorhandener Tankanschluss

  • Rohrleitungsdurchmesser

  • mechanische Befestigung

  • Wartungszugang

  • zulässiger Über- und Unterdruck des Tanks

Die Leistungsgrenze des Gesamtsystems wird durch die Komponente mit dem geringsten zulässigen Luftvolumenstrom beziehungsweise dem höchsten Druckverlust bestimmt.

Filterwechsel und Wartungsintervall

Das Filterelement muss regelmäßig kontrolliert und abhängig von der Belastung der Umgebungsluft gewechselt werden.

Bei normalen Umgebungsbedingungen kann ein Wechsel ein- bis zweimal jährlich als Orientierung dienen. In staubigen Produktionsbereichen oder bei hoher Luftbelastung kann ein kürzeres Intervall erforderlich sein.

Ein Filterwechsel ist insbesondere zu prüfen bei:

  • sichtbarer Verschmutzung

  • reduziertem Luftdurchsatz

  • erhöhtem Druckverlust

  • auffälligem Unterdruck beim Entnehmen

  • auffälligem Überdruck beim Befüllen

  • Beschädigung des Filterelements

  • Feuchtigkeit oder Kondensat im Filter

  • längeren Stillstandszeiten

  • erhöhtem Staubaufkommen

  • geänderten Umgebungsbedingungen

  • festgelegtem betrieblichem Wartungsintervall

  • durchgeführter Tankreinigung

  • Umbau der Belüftungsleitung

Der Wechselzeitpunkt sollte nicht ausschließlich anhand der sichtbaren Verschmutzung festgelegt werden. Auch ein äußerlich wenig verschmutztes Filterelement kann einen erhöhten Druckverlust aufweisen.

Auswahl des Ersatzfilterelements

Vor der Bestellung eines Ersatzfilterelements müssen die technischen Merkmale des vorhandenen Filters geprüft werden.

Zu kontrollieren sind:

  • Filterfeinheit 5 µm

  • Länge des Filterelements

  • Außendurchmesser

  • Innendurchmesser

  • Endkappenausführung

  • Dichtungsmaterial

  • Einbaurichtung

  • vorhandene Artikel- oder Typenbezeichnung

  • Zustand des Filtergehäuses

  • Zustand der Gehäusedichtung

Ein ungeeignetes Filterelement kann nicht korrekt abdichten, einen zu hohen Druckverlust verursachen oder die vorgesehene Filterleistung nicht erreichen.

Hinweise zur Installation

Der Partikelfilter wird an einem definierten Be- und Entlüftungsanschluss des Tanks montiert.

Für eine funktionsgerechte Installation sind erforderlich:

  • ausreichend dimensionierter Tankanschluss

  • ausreichend dimensionierte Belüftungsleitung

  • kurze und strömungsgünstige Rohrführung

  • mechanisch spannungsfreie Montage

  • sichere Befestigung der Filtereinheit

  • Schutz vor mechanischer Beschädigung

  • zugängliche Position für Sichtkontrolle

  • ausreichend Platz für den Filterwechsel

  • Schutz vor Regen und Spritzwasser

  • Schutz vor Kondensatrücklauf

  • Schutz vor Frost

  • Schutz vor unzulässiger Erwärmung

  • keine ungefilterten Nebenöffnungen

  • keine unbeabsichtigt absperrbare Tankbelüftung

Der Filter ist so zu montieren, dass Flüssigkeit, Spritzwasser oder Kondensat nicht in das Filterelement zurücklaufen kann.

Die Tankbelüftung darf während des Betriebs nicht abgesperrt werden. Der Tank muss jederzeit innerhalb seiner zulässigen Druckgrenzen be- und entlüftet werden können.

Kontrolle im laufenden Betrieb

Regelmäßig zu kontrollieren sind:

  • sichtbarer Zustand des Filterelements

  • Staubbeladung

  • Luftdurchsatz beim Befüllen

  • Luftdurchsatz bei der Entnahme

  • Druckverhalten des Tanks

  • Dichtheit des Filtergehäuses

  • Zustand der Gehäusedichtung

  • Dichtheit der Belüftungsleitung

  • ungefilterte Nebenöffnungen

  • Kondensatbildung

  • mechanische Beschädigungen

  • Ablagerungen im Tank

Eine ungefilterte Nebenöffnung kann die Wirkung der gesamten Filtereinheit aufheben.

Grenzen des Partikelfilters

Der 5-µm-Partikelfilter:

  • entfernt kein Kohlendioxid

  • stellt keine Sterilfiltration dar

  • desinfiziert kein Wasser

  • entfernt keine bereits im Tank vorhandenen Verunreinigungen

  • verhindert keine Kontamination über offene Rohrleitungen

  • verhindert keine Kontamination über ungefilterte Nebenöffnungen

  • ersetzt keine regelmäßige Tankkontrolle

  • ersetzt keine Tankreinigung

  • darf den zulässigen Tankdruck nicht überschreiten

  • darf nicht über den maximalen Luftvolumenstrom betrieben werden

  • muss bei zunehmendem Druckverlust rechtzeitig gewartet werden

Entsorgung des gebrauchten Filterelements

Die Entsorgung des gebrauchten Filterelements richtet sich nach der tatsächlichen Belastung und dem Einsatzbereich.

Vor der Entsorgung sind zu berücksichtigen:

  • Art der zurückgehaltenen Partikel

  • mögliche chemische Verunreinigungen

  • mögliche biologische Belastung

  • gespeichertes Medium

  • Einsatzort des Filters

  • betriebliche Entsorgungsvorgaben

  • Vorgaben des Entsorgungsunternehmens

  • örtliche und gesetzliche Bestimmungen

Eine pauschale Entsorgung über den Hausmüll wird nicht zugesichert.

Angaben für die technische Auswahl

Für die Prüfung und Auslegung werden folgende Angaben benötigt:

  • Tanktyp

  • Tankvolumen

  • gespeichertes Medium

  • gewünschte Wasserqualität

  • maximale Befüllleistung

  • maximale Entnahmeleistung

  • Leistung der Druckerhöhungspumpe

  • vorhandener Tankanschluss

  • Durchmesser der Belüftungsleitung

  • Länge und Verlauf der Leitung

  • Anzahl der Bögen und Armaturen

  • zulässiger Überdruck des Tanks

  • zulässiger Unterdruck des Tanks

  • Aufstellort

  • Staubbelastung der Umgebung

  • mögliche Aerosolbelastung

  • Hygieneanforderungen

  • CO₂-Anforderungen

  • gewünschtes Wartungsintervall

  • verfügbare Einbaufläche

  • erforderlicher Wartungszugang

Vor der Bestellung muss geprüft werden, ob Luftleistung, Filterfeinheit, Anschlussausführung und Montagebedingungen zum vorhandenen Tank passen.

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