Doppelanlage
Ecomix 1,0 m³/h
Art.Nr.: DA-EMFZV25
EUR 2.023,00
Preis netto: EUR 1.700,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Ecomix 1,0 m³/h 5
Datenblätter
SDS Ecomix C - Englisch.pdf (0.19 MB)
Produktbeschreibung
Ecomix Doppelanlage 1,0 m³/h – kontinuierliche Brunnenwasseraufbereitung
Die Ecomix-Doppelanlage mit einer Aufbereitungsleistung von bis zu 1.000 l/h kombiniert Enthärtung sowie die Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen mit einem kontinuierlichen Anlagenbetrieb.
Die Anlage arbeitet als Pendelanlage mit zwei Filterflaschen. Eine Filterflasche befindet sich in Betrieb, während die zweite regeneriert oder betriebsbereit ist. Sobald die Kapazität der aktiven Filterflasche erreicht ist, erfolgt automatisch die Umschaltung.
Dadurch steht auch während einer Regeneration weiterhin aufbereitetes Wasser zur Verfügung.
Das Mehrkomponenten-Filtermaterial Ecomix übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig:
-
Enthärtung des Wassers auf praktisch 0 °dH
-
Reduzierung von Eisen
-
Reduzierung von Mangan
-
Reduzierung von Ammonium
-
Reduzierung bestimmter natürlich vorkommender organischer und metallorganischer Verbindungen
Besonders geeignet ist die Doppelanlage für die kontinuierliche Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anlagentyp | DA-EMFZV25 |
| Anlagenprinzip | Doppelanlage / Pendelanlage |
| Aufbereitungsleistung | 200–1.000 l/h |
| Kapazität je aktiver Filterflasche | 52 m³×°dH |
| Ecomix-Füllung je Filterflasche | 25 Liter |
| Salzbedarf je Regeneration | ca. 2,5 kg |
| Wasserverbrauch je Regeneration | ca. 250 Liter |
| Drucktanks | GFK |
| Zentralsteuerventile | Clack |
| Steuerung | mengen- oder zeitgesteuert |
| Steuerspannung | 230 V |
| Solebehälter | 80 Liter |
| pH-Bereich | 6,8–9,0 |
| Temperaturbereich | 5–45 °C |
| Betriebsdruck | 2,5–7,0 bar |
| Eisen im Zulauf | max. 15 mg/l |
| Mangan im Zulauf | max. 3 mg/l |
| TOC im Zulauf | < 17 mg/l |
| freies Chlor | max. 0,2 mg/l |
| Öl | 0 mg/l |
Pendelanlage – kontinuierlich aufbereitetes Wasser
Der wesentliche Unterschied zur Ecomix-Einzelanlage liegt in der kontinuierlichen Verfügbarkeit des aufbereiteten Wassers.
Die Doppelanlage arbeitet wechselweise:
-
Filterflasche 1 befindet sich in Betrieb
-
nach Erreichen der eingestellten Kapazität erfolgt die Umschaltung auf Filterflasche 2
-
Filterflasche 1 wird regeneriert
-
nach Abschluss der Regeneration steht Filterflasche 1 wieder vollständig regeneriert bereit
-
beim nächsten Kapazitätswechsel erfolgt die Umschaltung zurück
Die beiden Filterflaschen arbeiten dabei nicht parallel.
Die maximale Aufbereitungsleistung bleibt daher bei 1.000 l/h. Die Doppelanlage ist nicht dafür vorgesehen, durch parallelen Betrieb 2.000 l/h zu erzeugen.
Ihr Vorteil liegt vielmehr in der unterbrechungsfreien Bereitstellung von aufbereitetem Wasser.
Besonders geeignet vor kontinuierlich betriebenen UO- und NF-Anlagen
Gerade als Voraufbereitung einer Membrananlage bietet die Doppelanlage einen wichtigen betrieblichen Vorteil.
Eine Ecomix-Einzelanlage kann während ihrer Regeneration kein aufbereitetes Wasser liefern. Bei einer kontinuierlich betriebenen Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage müsste die Membrananlage deshalb entweder ebenfalls abgeschaltet oder aus einem ausreichend dimensionierten Vorlagebehälter versorgt werden.
Die Pendelanlage vermeidet diese Unterbrechung.
Während eine Filterflasche regeneriert, übernimmt die zweite Filterflasche die Voraufbereitung.
Dadurch eignet sich die Anlage besonders für:
-
kontinuierlich betriebene Umkehrosmoseanlagen
-
kontinuierlich betriebene Nanofiltrationsanlagen
-
Prozesse ohne ausreichende Stillstandszeiten
-
gewerbliche Wasserversorgungen
-
Anwendungen mit gleichmäßigem Wasserbedarf
-
Brunnenwasserversorgungen, bei denen während der Regeneration weiterhin aufbereitetes Wasser benötigt wird
Laufzeit jeder Filterflasche berücksichtigen
Auch bei einer Doppelanlage muss die Kapazität jeder einzelnen Filterflasche berücksichtigt werden.
Die Anlage verfügt je aktiver Filterflasche über:
52 m³×°dH Kapazität
Die mögliche Wassermenge bis zur Umschaltung ergibt sich vereinfacht aus:
Kapazität ÷ Rohwasserhärte = Wassermenge bis zum Flaschenwechsel
Beispielwerte
| Rohwasserhärte | Wassermenge je Filterflasche |
|---|---|
| 10 °dH | ca. 5,2 m³ |
| 15 °dH | ca. 3,5 m³ |
| 20 °dH | ca. 2,6 m³ |
| 25 °dH | ca. 2,1 m³ |
| 30 °dH | ca. 1,7 m³ |
Bei 20 °dH kann eine Filterflasche somit rechnerisch etwa 2,6 m³ Wasser aufbereiten.
Danach wird auf die zweite Filterflasche umgeschaltet und die erschöpfte Flasche regeneriert.
Doppelanlage bedeutet nicht doppelte Kapazität je Betriebszyklus
Die Kapazität der beiden Flaschen darf für die Auslegung eines einzelnen Betriebszyklus nicht einfach addiert werden.
Bei 20 °dH gilt:
-
Filterflasche 1: ca. 2,6 m³ bis zur Umschaltung
-
anschließend übernimmt Filterflasche 2
-
Filterflasche 1 regeneriert
-
nach weiteren ca. 2,6 m³ muss Filterflasche 1 wieder vollständig betriebsbereit sein
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Gesamtmenge des Tages, sondern auch, wie schnell die Kapazität einer einzelnen Filterflasche verbraucht wird.
Die Regeneration einer Flasche muss abgeschlossen sein, bevor die jeweils andere Filterflasche ihre Kapazität erreicht.
Laufzeit bei maximalem Durchfluss
Bei 20 °dH und einem kontinuierlichen Durchfluss von 1.000 l/h ergibt sich:
-
Kapazität je Filterflasche: ca. 2,6 m³
-
Durchfluss: 1,0 m³/h
-
Laufzeit bis zur Umschaltung: ca. 2,6 Stunden
Damit steht für Regeneration und erneute Betriebsbereitschaft der anderen Flasche ein Zeitfenster von ungefähr 2,6 Stunden zur Verfügung.
Bei niedrigeren Durchflussmengen verlängert sich dieses Zeitfenster entsprechend.
Gerade bei höherer Rohwasserhärte oder dauerhaftem Betrieb nahe der maximalen Anlagenleistung muss deshalb geprüft werden, ob diese Baugröße ausreichend dimensioniert ist.
Beispiel Salzverbrauch bei 20 °dH
Je Regeneration einer Filterflasche werden ca. 2,5 kg Regeneriersalz benötigt.
Bei 20 °dH ergibt sich:
-
Kapazität je Filterflasche: 52 m³×°dH
-
Rohwasserhärte: 20 °dH
-
Wassermenge bis zur Regeneration: 52 ÷ 20 = ca. 2,6 m³
-
Salzbedarf je Regeneration: ca. 2,5 kg
-
rechnerischer Salzverbrauch: ca. 0,96 kg/m³ aufbereitetes Wasser
Der Pendelbetrieb verändert den spezifischen Salzbedarf nicht wesentlich. Sein Vorteil ist die kontinuierliche Verfügbarkeit des aufbereiteten Wassers.
Passende Regeneriersalztabletten können für die Regeneration verwendet werden.
Brunnenwasseraufbereitung mit Ecomix
Die Doppelanlage eignet sich für Brunnenwasser, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig behandelt werden müssen.
Typische Kombinationen sind:
-
Härte und Eisen
-
Härte, Eisen und Mangan
-
Eisen, Mangan und Ammonium
-
Härte in Kombination mit bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen
-
mehrere dieser Belastungen gleichzeitig
Dadurch können mehrere Aufbereitungsaufgaben in einer Anlagenstufe miteinander kombiniert werden.
Die Eignung muss anhand der Wasseranalyse beurteilt werden. Entscheidend sind insbesondere:
-
Gesamthärte
-
Eisen
-
Mangan
-
Ammonium
-
pH-Wert
-
organische Belastung
-
benötigter Durchfluss
-
tägliche Wassermenge
Bei einem überwiegenden Eisen- und Manganproblem ohne gewünschten Enthärtungseffekt kann ein anderes Aufbereitungsverfahren wirtschaftlicher sein.
Optimal als Voraufbereitung vor Membrananlagen
Ecomix ist besonders interessant, wenn eine UO- oder NF-Anlage nachgeschaltet wird.
In einer Stufe können gleichzeitig:
-
Härtebildner weitgehend entfernt
-
Eisen reduziert
-
Mangan reduziert
-
Ammonium mit reduziert
-
bestimmte organische Wasserinhaltsstoffe reduziert werden
Gerade vor Membrananlagen ist die Enthärtung auf praktisch 0 °dH technisch erwünscht.
Die Doppelanlage ergänzt diesen Vorteil um die kontinuierliche Verfügbarkeit des vorbehandelten Wassers.
Auch bei zeitweiser Eisenbelastung im Trinkwasser
Ecomix-Doppelanlagen setzen wir auch im Trinkwasserbereich anstelle einer klassischen Enthärtungsanlage ein, wenn zusätzlich Eisen auftreten kann.
Der Eisenwert muss dabei nicht permanent erhöht sein.
Auch eine zeitweise oder stoßweise Eisenbelastung kann für eine nachgeschaltete Membrananlage relevant sein, beispielsweise durch:
-
interne Werksverrohrungen
-
ältere Stahlleitungen
-
Korrosionsprodukte
-
Ablösung vorhandener Eisenablagerungen
-
Schwankungen in größeren Versorgungsnetzen
Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert die Härte, behandelt eine zusätzliche Eisenbelastung jedoch nicht gezielt.
Ecomix kombiniert die Enthärtung mit einer zusätzlichen Eisen- und Manganreduzierung.
Kein sinnvoller Verschnitt auf Mischwasserhärte
Ecomix enthärtet das Wasser praktisch vollständig auf etwa 0 °dH.
Ein Rohwasserverschnitt zur Einstellung einer üblichen Mischwasserhärte ist bei vorhandener Eisen- oder Manganbelastung nicht sinnvoll.
Über das unbehandelte Rohwasser würden gleichzeitig wieder zurückgeführt:
-
Eisen
-
Mangan
-
Ammonium
-
weitere vorhandene Rohwasserbelastungen
Eine gewünschte Resthärte kann deshalb nicht wie bei einer klassischen Enthärtungsanlage durch Rohwasserverschnitt eingestellt werden.
Vor einer UO- oder NF-Anlage ist dies normalerweise kein Nachteil, da möglichst weitgehend enthärtetes Zulaufwasser gewünscht ist.
Calcitlösekapazität bei direkter Trinkwassernutzung beachten
Wird das Ecomix-behandelte Wasser unmittelbar als Trinkwasser genutzt, muss die nahezu vollständige Enthärtung berücksichtigt werden.
Da bei Eisen- oder Manganbelastung kein sinnvoller Rohwasserverschnitt möglich ist, sollte die resultierende Wasserbeschaffenheit beurteilt werden.
Zu berücksichtigen sind insbesondere:
-
pH-Wert
-
Säurekapazität
-
Natriumgehalt
-
Calcitlösekapazität
-
vorhandene Rohrleitungswerkstoffe
Sehr weiches Wasser ist nicht automatisch für jede Trinkwasserinstallation optimal.
Bei einer nachgeschalteten Membrananlage ist die weitgehende Enthärtung dagegen ausdrücklich erwünscht.
Regeneration nur mit Regeneriersalz
Das Ecomix-Filtermaterial wird mit einer 8–10%igen Natriumchlorid-Sole regeneriert.
Weitere Regenerationschemikalien sind nicht erforderlich.
Das verwendete Ecomix A Filtermaterial kombiniert mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten für Enthärtung sowie die Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen.
Für Regeneration und Rückspülung ist ein geeigneter Abwasseranschluss erforderlich.
Wartung und Kontrolle der Wasserqualität
Für die eingesetzten Clack-WS1-Zentralsteuerventile ist das Wartungsset Clack Ventil WS1 das passende Servicezubehör.
Zur Kontrolle der Wasserqualität empfehlen wir:
-
Gesamthärte Messbesteck GH-1 – zur Ermittlung der Rohwasserhärte und Kontrolle der Grundlage für die Kapazitätseinstellung
-
Resthärte Messbesteck RH-1 – zur Erkennung eines beginnenden Härtedurchbruchs
-
Eisen Messbesteck 0,05–15 mg/l – zur Kontrolle des Eisengehalts vor und nach der Anlage
-
Mangan Messbesteck – zur Kontrolle des Mangangehalts vor und nach der Aufbereitung
Gerade bei der Voraufbereitung einer Membrananlage ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Ein Härte-, Eisen- oder Mangandurchbruch kann dadurch erkannt werden, bevor die nachgeschaltete Membranstufe unnötig belastet wird.
Doppelanlage oder Einzelanlage?
Die Doppelanlage ist vor allem sinnvoll, wenn:
-
kontinuierlich aufbereitetes Wasser benötigt wird
-
eine nachgeschaltete Membrananlage nicht für jede Ecomix-Regeneration abgeschaltet werden soll
-
ausreichend lange Stillstandszeiten fehlen
-
ein kontinuierlicher Produktionsprozess versorgt wird
-
eine höhere Betriebssicherheit gewünscht ist
Wenn dagegen während einer Regeneration problemlos auf aufbereitetes Wasser verzichtet werden kann, ist die Ecomix-Einzelanlage 1,0 m³/h die einfachere Ausführung.
Typische Einsatzbereiche
Die Ecomix-Doppelanlage 1,0 m³/h eignet sich insbesondere für:
-
kontinuierliche Brunnenwasseraufbereitung
-
Brunnenwasser mit Härte, Eisen und Mangan
-
Brunnenwasser mit zusätzlichem Ammonium
-
Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen
-
Voraufbereitung vor Nanofiltrationsanlagen
-
kontinuierliche Prozesswasseraufbereitung
-
Trink- und Stadtwasser mit zeitweiser Eisenbelastung
-
interne Werksnetze mit Eisenbelastungen aus der Verrohrung
-
kleinere gewerbliche Eigenwasserversorgungen
-
Anwendungen mit bis zu ca. 1.000 l/h Durchfluss
Angaben für die richtige Auslegung
Für eine belastbare Auslegung sollten insbesondere bekannt sein:
-
maximaler Durchfluss
-
durchschnittlicher und maximaler Wasserverbrauch
-
tägliche Betriebszeit
-
Gesamthärte
-
Eisen
-
Mangan
-
Ammonium
-
pH-Wert
-
organische Belastung bei relevantem Brunnen- oder Prozesswasser
-
verfügbare Wassermenge für Rückspülung und Regeneration
-
geeigneter Abwasseranschluss
-
nachgeschaltete Wasseraufbereitungsanlage
Bei kontinuierlich betriebenen UO- oder NF-Anlagen prüfen wir zusätzlich, wie lange eine Filterflasche bei der vorhandenen Rohwasserhärte betrieben werden kann und ob die Regeneration der anderen Filterflasche innerhalb dieses Zeitfensters sicher abgeschlossen ist.
Bewertungen
Angaben zum Hersteller
WHGFachbetrieb