Ecomix A
Brunnenwasseraufbereitung
Art.Nr.: FM-EcomixA
EUR 138,57 - EUR 149,17
Preis netto: EUR 125,35
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Kilogramm |
|---|---|---|
| 1-4 | EUR 149,17 | EUR 5,97 |
| 5-9 -4 % | EUR 143,87 | EUR 5,75 |
| >= 10 -7 % | EUR 138,57 | EUR 5,54 |
Zahlungsweisen
Brunnenwasseraufbereitung 5
Datenblätter
ECOMIX-Beschreibung-Englisch.pdf (0.91 MB)
Produktbeschreibung
Ecomix A Filtermaterial für Brunnenwasseraufbereitung
Ecomix A ist ein multifunktionales Filtermaterial für die Aufbereitung komplexer Brunnenwässer. Es kombiniert verschiedene Medienkomponenten in einer Füllung und kann Härte, Eisen, Mangan, organische Verbindungen sowie Geruchsbelastungen durch Ammonium und Schwefelwasserstoff reduzieren.
Das Material wird mit Natriumchlorid-Lösung regeneriert. Dadurch ähnelt die Betriebsweise grundsätzlich einer regenerierenden Ionenaustauscheranlage, geht aber über eine reine Enthärtung hinaus. Entscheidend ist, dass Rohwasserqualität, Anlagenhydraulik, Regeneration, Rückspülleistung und Zielqualität zur Anwendung passen.
Einsatzbereich von Ecomix A
Ecomix A wird eingesetzt, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig behandelt werden sollen und eine kombinierte Filterfüllung technisch sinnvoll ist. Der Schwerpunkt liegt auf Brunnenwasser mit Härte, Eisen, Mangan, organischen Bestandteilen und bestimmten Geruchsproblemen.
Typische Anwendungen:
- Brunnenwasseraufbereitung
- Reduzierung von Wasserhärte
- Reduzierung von Eisen
- Reduzierung von Mangan
- Reduzierung organischer Verbindungen
- Reduzierung von Verfärbungen
- Reduzierung von Geruchsbelastungen durch Ammonium
- Reduzierung von Geruchsbelastungen durch Schwefelwasserstoff
- Brauchwasseraufbereitung
- technische Wasseraufbereitung bei passenden Rohwasserwerten
- Haushaltswasserenthärtung bei geeigneter Wasseranalyse
- Prozesswasseraufbereitung nach technischer Prüfung
Die konkrete Eignung hängt von Wasseranalyse, Zielqualität, gewünschtem Durchfluss, Tagesmenge, Rückspülleistung, Regenerationsmenge und geplanter Nutzung ab.
Funktionsweise des Filtermaterials
Ecomix A besteht aus mehreren Komponenten, die unterschiedliche Aufgaben im Filterbett übernehmen. Die Produktseite nennt fünf Medienkomponenten: inertes Füllmaterial, FerroSorb, HumiSorb-Adsorbens, Ionenaustauscherharz und Quarzsand.
Die Komponenten übernehmen unterschiedliche Funktionen:
- inertes Füllmaterial zur Verbesserung der Rückspülleistung und Wasserverteilung
- FerroSorb zur Reduzierung von Eisen und Mangan
- HumiSorb zur Reduzierung organischer Verbindungen und CSB
- Ionenaustauscherharz zur Enthärtung durch Austausch von Calcium und Magnesium gegen Natrium
- Quarzsand zur gleichmäßigen Durchströmung während der Regeneration
Damit ist Ecomix A kein reines Filtermedium wie Quarzkies und auch kein reines Enthärtungsharz. Die Wirkung entsteht durch das Zusammenspiel der einzelnen Schichten bzw. Komponenten innerhalb der Füllung.
Regeneration mit Salzlösung
Ecomix A wird mit Natriumchlorid-Lösung regeneriert. Der Regenerationsablauf besteht aus Rückspülung, Besalzung bzw. Salzlösungsspülung und schneller Spülung.
Während der Regeneration werden die unterschiedlichen Medienfunktionen wiederhergestellt:
- Härtebildner werden am Ionenaustauscherharz gegen Natrium getauscht
- Eisen- und Manganbelastungen werden durch Rückspülung von der FerroSorb-Schicht entfernt
- organische Verbindungen können über die HumiSorb-Komponente mit Chloridionen regeneriert werden
- lose Partikel und Ablagerungen werden ausgespült
Die Regeneration muss zur Wasserbelastung und zum Verbrauch passen. Wird zu spät oder zu schwach regeneriert, kann die Wasserqualität nachlassen. Wird die Rückspülung zu schwach ausgeführt, können Eisen, Mangan oder organische Belastungen im Bett verbleiben.
Wichtige Einschränkung bei Brunnenwasser
Ecomix A kann bei Brunnenwasser technisch interessant sein, muss aber kritisch bewertet werden. Durch den Ionenaustauscheranteil wird die Härte stark reduziert. Je nach Einstellung und Anlagenkonzept kann sehr weiches Wasser entstehen.
Ein sinnvoller Verschnitt mit unbehandeltem Rohwasser ist bei Eisen- oder Manganbelastung problematisch. Über den Verschnitt würden Eisen, Mangan und andere Rohwasserbestandteile wieder in das aufbereitete Wasser gelangen. Deshalb ist Ecomix A bei Brunnenwasser nicht so flexibel einstellbar wie eine reine Enthärtungsanlage bei Leitungswasser.
Bei Anwendungen, in denen eine bestimmte Resthärte erforderlich ist, muss geprüft werden, ob Ecomix A überhaupt zur Zielqualität passt. Sehr weiches Wasser kann bei bestimmten Installationen, Werkstoffen und Heizungsanlagen korrosiv wirken oder unerwünscht sein.
Abgrenzung zu Enthärtungsharz
Ecomix A enthält eine Ionenaustauscherkomponente zur Enthärtung, ist aber kein reines Enthärtungsharz. Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert vor allem Calcium und Magnesium und wird bei Leitungswasser häufig mit Verschnitt betrieben, um eine gewünschte Resthärte einzustellen.
Bei Ecomix A kommen zusätzlich Funktionen für Eisen, Mangan und organische Verbindungen hinzu. Dadurch wird das Material komplexer, aber auch empfindlicher gegenüber falscher Auslegung. Besonders bei Brunnenwasser muss geprüft werden, ob Eisen, Mangan, Ammonium, organische Belastung, pH-Wert und Regeneration zur Anwendung passen.
Wenn nur Härte reduziert werden soll und keine Eisen-, Mangan- oder Organikproblematik vorliegt, ist eine klassische Enthärtungsanlage meist die klarere Lösung.
Abgrenzung zu Greensand Plus
Greensand Plus ist ein spezielles Filtermedium zur Entfernung von Eisen, Mangan und Schwefelwasserstoff. Es wird mit Kaliumpermanganat regeneriert und ist auf Enteisenung und Entmanganung ausgerichtet.
Ecomix A ist dagegen ein kombiniertes Material, das zusätzlich enthärtet und organische Verbindungen reduziert. Dadurch kann es bei bestimmten Brunnenwässern mehrere Probleme in einer Anlage behandeln. Gleichzeitig erzeugt es aber eine starke Enthärtung und ist bei gewünschter Resthärte schwieriger zu bewerten.
Wenn hauptsächlich Eisen und Mangan entfernt werden sollen und die Härte erhalten bleiben soll, ist eine Greensand-Anlage oft klarer einzuordnen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.
Abgrenzung zu BIRM
BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.
Ecomix A ist nicht in gleicher Weise auf bereits ausreichend vorhandenen Sauerstoff angewiesen wie BIRM. Es bleibt aber ebenfalls von Rohwasserwerten, pH-Wert, organischer Belastung, Rückspülung und Regeneration abhängig.
Bei Eisen- und Manganproblemen sollte deshalb nicht nur die maximale Belastungsgrenze betrachtet werden. Entscheidend ist, welches Verfahren zur Wasserqualität, zur gewünschten Resthärte und zum Anlagenbetrieb passt.
Abgrenzung zu mechanischen Filtermedien
Ecomix A ist kein mechanisches Standardfiltermaterial. Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm wird häufig als Stützschicht oder mechanisches Filtermaterial eingesetzt. Quarzkies entfernt keine Härte und behandelt gelöstes Eisen oder Mangan nicht ohne passende Vorreaktion.
Filter AG Plus ist ein mechanisches Tiefenfiltermedium zur Reduzierung von Trübstoffen und suspendierten Feststoffen. Es ist keine kombinierte Lösung für Härte, Eisen, Mangan und organische Belastungen.
Hydro-Anthrasit N und EVERZIT N sind Anthrazit-Filtermedien für Ein- und Mehrschichtfilter. Auch diese Medien dienen vor allem der mechanischen Filtration und ersetzen kein Ecomix-A-Material.
Abgrenzung zu Aktivkohle
Aktivkohle FA 100, Aktivkohle Norit PK 1-3, Aktivkohle GAC C 830 und Aktivkohle GAC C B-830 sind Adsorptionsmedien für organische Stoffe, Geruch, Geschmack, Chlor, Ozon oder andere adsorbierbare Verbindungen.
Ecomix A enthält eine Komponente zur Reduzierung organischer Verbindungen, ist aber keine reine Aktivkohlefüllung. Wenn ausschließlich Geruch, Geschmack, Chlor oder organische Belastung behandelt werden soll, kann eine Aktivkohlestufe fachlich sinnvoller sein.
Wenn dagegen Härte, Eisen, Mangan und organische Belastung gemeinsam auftreten, kann Ecomix A geprüft werden. Die Zielqualität muss dann aber mit Blick auf Enthärtung und fehlenden sinnvollen Rohwasserverschnitt bewertet werden.
Abgrenzung zu Entsäuerungsmaterialien
Ecomix A ist kein Entsäuerungsmaterial und hebt den pH-Wert nicht gezielt an. Bei niedrigem pH-Wert oder freier Kohlensäure sind Entsäuerungsmaterialien wie Calcite Calciumcarbonat, Juraperle, Semidol K1, Semidol K2, Akdolit Magno-Dol CM1, Akdolit Magno-Dol CM2 oder Akdolit Hydrolit CA zu prüfen.
Der pH-Wert ist auch bei Ecomix A relevant. Ein ungünstiger pH-Wert kann Eisen-, Mangan- und Korrosionsprobleme beeinflussen. Bei Brunnenwasser sollte deshalb immer die vollständige Analyse betrachtet werden.
Einsatz in Ecomix-Filteranlagen
Ecomix A wird in passenden Ecomix-Filteranlagen eingesetzt. Die Anlage muss zur Wasseranalyse, zum Durchfluss, zur Rückspülleistung und zur Regeneration passen.
Wichtige Auslegungspunkte:
- Gesamthärte
- Eisenwert
- Manganwert
- Ammonium
- Schwefelwasserstoff
- chemischer Sauerstoffbedarf
- organische Belastung
- pH-Wert
- Feststoffgehalt
- gewünschter Durchfluss
- Tagesmenge
- gewünschte Zielhärte
- mögliche Korrosionsrisiken durch sehr weiches Wasser
- Rückspülleistung der Pumpe
- Salzverbrauch pro Regeneration
- Abwasseranschluss für Regeneration und Rückspülung
- vorhandene oder nachgeschaltete Anlagen
Die Anlage sollte nicht nur nach Durchfluss ausgewählt werden. Entscheidend ist auch die Kapazität bis zur Regeneration und die Frage, ob die erzeugte Wasserqualität zur Anwendung passt.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkt | Ecomix A |
| Artikelnummer | FM-EcomixA |
| Produkttyp | multifunktionales Filtermaterial für Brunnenwasseraufbereitung |
| Verpackungseinheit | 25 l Sack |
| Gewicht | 25 kg |
| Regeneration | Natriumchlorid-Lösung / Regeneriersalz |
| Medienkomponenten | inertes Füllmaterial, FerroSorb, HumiSorb, Ionenaustauscherharz, Quarzsand |
| Max. Temperatur | 40 °C |
| Mindestbetthöhe | 800 mm |
| Freiboard | 40 % |
| Salzmenge pro Regeneration | 100 g/l |
| Lieferzeit | ca. 1–2 Wochen |
| Datenblatt | ECOMIX-Beschreibung-Englisch.pdf |
Grenzwerte für Rohwasserqualität
Die Produktseite nennt folgende Grenzwerte für die Rohwasserqualität:
| Parameter | Grenzwert laut Produktseite |
|---|---|
| Härte | 15 meq/l |
| Eisen | 15 mg/l |
| Mangan | 3 mg/l |
| Chemischer Sauerstoffbedarf | 20 mg/l |
| Ammonium | 4 mg/l |
| pH-Wert | 5–9 |
| Max. Feststoffgehalt | 4.000 mg/l |
Diese Werte sind als technische Grenzwerte des Materials zu verstehen. Für eine belastbare Auslegung reichen sie allein nicht aus. Besonders bei Trinkwassernutzung müssen Zielwerte, Anlagenbetrieb, Regeneration und vollständige Wasseranalyse geprüft werden.
Rückspülung und Inbetriebnahme
Ecomix A muss nach dem Einfüllen gründlich gespült und passend regeneriert werden. Die Rückspülung ist wichtig, damit das Bett aufgelockert wird und zurückgehaltene Stoffe ausgetragen werden können.
Wichtige Punkte:
- Material sauber einfüllen
- Steigrohr und Verteilsystem schützen
- Mindestbetthöhe berücksichtigen
- Freiboard von 40 % einhalten
- Rückspülung nach Neubefüllung durchführen
- Besalzung und schnelle Spülung korrekt einstellen
- Salzmenge pro Regeneration berücksichtigen
- auf Materialaustrag achten
- Härte, Eisen und Mangan nach Inbetriebnahme kontrollieren
- Regenerationsintervall nach Wasseranalyse und Verbrauch einstellen
Die Rückspülleistung muss zur Anlage passen. Wird das Bett nicht ausreichend rückgespült, kann die Wirkung nachlassen oder die Schichtung gestört werden.
Salzverbrauch und Betrieb
Ecomix A wird mit Regeneriersalz betrieben. Die Produktseite nennt 100 g Salz pro Liter Filtermaterial. Bei 25 l Ecomix A entspricht das rechnerisch ca. 2,5 kg Salz pro Regeneration.
Der tatsächliche Verbrauch im Anlagenbetrieb hängt von Füllmenge, Regenerationseinstellung, Wasserbelastung und Anlagensteuerung ab. Bei hoher Härte oder hoher Belastung mit Eisen, Mangan, Ammonium oder organischen Stoffen verkürzt sich die Laufzeit bis zur nächsten Regeneration.
Für den Betrieb müssen ausreichend Regeneriersalz, ein geeigneter Abwasseranschluss und eine korrekte Einstellung des Zentralsteuerventils vorhanden sein.
Wasserqualität nach Ecomix A
Ecomix A kann mehrere Wasserprobleme gleichzeitig reduzieren. Trotzdem muss die resultierende Wasserqualität technisch bewertet werden. Besonders wichtig ist die Härte nach der Aufbereitung.
Bei Brunnenwasser mit Eisen und Mangan ist ein Verschnitt mit Rohwasser meist nicht sinnvoll. Über den Verschnitt würden Eisen und Mangan wieder in das aufbereitete Wasser gelangen. Wenn Ecomix A das Wasser sehr stark enthärtet, kann dadurch eine sehr niedrige Resthärte entstehen.
Sehr weiches Wasser kann je nach Installation, Werkstoffen und Anwendung problematisch sein. Deshalb sollte vor dem Einsatz geklärt werden, ob die Zielqualität als Trinkwasser, Brauchwasser, Prozesswasser oder Haushaltswasser geeignet ist.
Grenzen von Ecomix A
Ecomix A ist keine Universallösung für jedes Brunnenwasser. Bei sehr niedrigen pH-Werten, starker organischer Belastung, sehr hohen Eisenwerten, mikrobiologischer Belastung oder unzureichender Rückspülleistung kann eine andere Verfahrenskombination erforderlich sein.
Ecomix A entfernt keine Keime und ist keine Desinfektionsstufe. Bei nachgewiesener mikrobiologischer Belastung muss eine geeignete Desinfektion nach passender Vorfiltration geprüft werden.
Bei Anforderungen an definierte Resthärte, geringe Natriumwerte oder besondere Werkstoffverträglichkeit muss Ecomix A kritisch bewertet werden. Das Verfahren erhöht den Natriumgehalt durch Ionenaustausch und kann nicht sinnvoll mit eisen- oder manganhaltigem Rohwasser verschnitten werden.
Angaben für die technische Prüfung
Für die Auswahl und Auslegung von Ecomix A sind folgende Angaben hilfreich:
- vollständige Wasseranalyse
- gewünschte Nutzung als Trinkwasser oder Brauchwasser
- gewünschter Durchfluss
- Tagesmenge
- gewünschte Resthärte
- vorhandene Filteranlage
- Rückspülleistung der Pumpe
- Abwasseranschluss für Regeneration
- gewünschtes Regenerationsintervall
- nachgeschaltete Anlagen
Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Ecomix A das passende Filtermaterial ist oder ob eine getrennte Verfahrenskombination aus Entsäuerung, Enteisenung, Entmanganung, Enthärtung oder Desinfektion erforderlich wird.
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