Einzelanlage
Ecomix 3,4 m³/h
Art.Nr.: EMFZV100
EUR 1.844,50
Preis netto: EUR 1.550,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Ecomix 3,4 m³/h 5
Datenblätter
ECOMIX-Beschreibung-Deutsch.pdf (1.14 MB)
Produktbeschreibung
Ecomix Filteranlage 3,4 m³/h für Brunnenwasser, Eisen, Mangan und Härte
Die Ecomix-Filteranlage mit einer Aufbereitungsleistung von bis zu 3.400 l/h kombiniert Enthärtung und Filtration in einer Anlage. Mit 100 Litern Ecomix-Filtermaterial eignet sich diese Baugröße besonders für größere Brunnenwasser-, Gewerbe- und Prozesswasseranwendungen mit erhöhtem Tageswasserbedarf.
Das Mehrkomponenten-Filtermaterial Ecomix übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig:
-
Enthärtung des Wassers auf praktisch 0 °dH
-
Reduzierung von Eisen
-
Reduzierung von Mangan
-
Reduzierung von Ammonium
-
Reduzierung bestimmter natürlich vorkommender organischer und metallorganischer Verbindungen
Eine besonders geeignete Anwendung ist die Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Anlagentyp | EMFZV100 |
| Aufbereitungsleistung | 650–3.400 l/h |
| Kapazität | 208 m³×°dH |
| Ecomix-Füllung | 100 Liter |
| Salzbedarf je Regeneration | ca. 10 kg |
| Wasserverbrauch je Regeneration | ca. 1.000 Liter |
| Drucktank | GFK |
| Zentralsteuerventil | Clack WS IA, mengengesteuert |
| Steuerspannung | 230 V |
| pH-Bereich | 6,8–9,0 |
| Temperaturbereich | 5–45 °C |
| Betriebsdruck | 2,5–7,0 bar |
| Eisen im Zulauf | max. 15 mg/l |
| Mangan im Zulauf | max. 3 mg/l |
| TOC im Zulauf | < 17 mg/l |
| freies Chlor | max. 0,2 mg/l |
| Öl | 0 mg/l |
| Platzbedarf B × T × H | ca. 1.300 × 850 × 1.700 mm |
Brunnenwasseraufbereitung mit Ecomix
Ecomix eignet sich besonders für Brunnenwasser, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig auftreten.
Typische Kombinationen sind:
-
hohe Wasserhärte und Eisen
-
hohe Wasserhärte, Eisen und Mangan
-
Eisen, Mangan und Ammonium
-
Härte in Verbindung mit organischen Wasserinhaltsstoffen
-
mehrere dieser Belastungen gleichzeitig
Dadurch kann eine Ecomix-Anlage mehrere sonst getrennt erforderliche Aufbereitungsaufgaben in einem Filterbehälter verbinden.
Die Eignung muss anhand der Wasseranalyse beurteilt werden. Für die Auslegung sind insbesondere Härte, Eisen, Mangan, Ammonium, pH-Wert und bei relevantem Brunnenwasser die organische Belastung wichtig.
Bei einem überwiegenden Eisen- und Manganproblem ohne gewünschten Enthärtungseffekt kann ein gezieltes Enteisenungs- und Entmanganungsverfahren wirtschaftlicher sein.
Optimal als Voraufbereitung vor UO- und NF-Anlagen
Eine der technisch besonders sinnvollen Anwendungen für Ecomix ist die Voraufbereitung vor Membrananlagen.
Vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist eine weitgehende Enthärtung des Zulaufwassers erwünscht. Gleichzeitig können Eisen und Mangan die nachgeschaltete Membranstufe durch Ablagerungen belasten.
Ecomix verbindet mehrere Aufgaben in einer Aufbereitungsstufe:
-
Härtebildner werden weitgehend entfernt
-
Eisen wird reduziert
-
Mangan wird reduziert
-
Ammonium kann mit reduziert werden
-
bestimmte organische Bestandteile können reduziert werden
Damit kann Ecomix eine klassische Enthärtungsanlage ersetzen, wenn vor einer Membrananlage zusätzlich Eisen oder Mangan berücksichtigt werden muss.
Gerade in diesem Anwendungsfall ist die Enthärtung auf praktisch 0 °dH kein Nachteil, sondern technisch erwünscht.
Auch bei Eisen im Trink- und Stadtwasser sinnvoll
Ecomix-Anlagen setzen wir auch im Trinkwasserbereich anstelle einer reinen Enthärtungsanlage ein, wenn zusätzlich Eisen auftreten kann.
Der Eisenwert muss dabei nicht dauerhaft erhöht sein. Auch zeitweise oder stoßweise auftretende Eisenbelastungen können insbesondere vor einer nachgeschalteten Membrananlage relevant sein.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
-
interne Werksverrohrungen
-
ältere Stahlleitungen
-
Korrosionsprodukte aus Rohrleitungssystemen
-
zeitweise Ablösung vorhandener Eisenablagerungen
-
Schwankungen innerhalb größerer Betriebs- oder Versorgungsnetze
Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert die Wasserhärte, behandelt eine zusätzliche Eisenbelastung jedoch nicht gezielt.
Ecomix verbindet die erforderliche Enthärtung mit einer zusätzlichen Eisen- und Manganreduzierung. Damit eignet sich die Anlage besonders als Voraufbereitung vor UO- und NF-Anlagen.
100 Liter Ecomix für größere Wassermengen
Mit 100 Litern Filtermaterial besitzt diese Ausführung eine Kapazität von 208 m³×°dH.
Die 3,4-m³/h-Anlage ist damit insbesondere für Anwendungen interessant, bei denen neben einem höheren Durchfluss auch größere Wassermengen zwischen den einzelnen Regenerationen benötigt werden.
Typische Gründe für diese Baugröße sind:
-
höherer täglicher Wasserverbrauch
-
längere tägliche Betriebszeiten
-
größere Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen
-
gewerbliche und industrielle Anwendungen
-
höhere Rohwasserhärte
-
längere gewünschte Regenerationsintervalle
Die Anlagengröße sollte daher nicht ausschließlich nach dem maximalen Durchfluss ausgewählt werden. Bei Ecomix sind Durchfluss, Härtekapazität und Tageswasserbedarf gemeinsam zu betrachten.
Kapazität und Laufzeit unbedingt berücksichtigen
Die 3,4-m³/h-Anlage verfügt über:
208 m³×°dH Kapazität
Die theoretisch aufbereitbare Wassermenge lässt sich vereinfacht berechnen:
Kapazität ÷ Rohwasserhärte = Wassermenge je Regeneration
Beispielwerte
| Rohwasserhärte | Rechnerische Wassermenge je Regeneration |
|---|---|
| 10 °dH | ca. 20,8 m³ |
| 15 °dH | ca. 13,9 m³ |
| 20 °dH | ca. 10,4 m³ |
| 25 °dH | ca. 8,3 m³ |
| 30 °dH | ca. 6,9 m³ |
Bei 20 °dH stehen somit rechnerisch etwa 10,4 m³ Wasser bis zur nächsten Regeneration zur Verfügung.
Wird die Anlage dauerhaft mit der maximalen Leistung von 3.400 l/h betrieben, entspricht dies rechnerisch nur etwa 3,1 Betriebsstunden bis zum Erreichen der Härtekapazität.
Das zeigt, warum auch eine größere Ecomix-Anlage nicht ausschließlich anhand ihrer Nenndurchflussleistung ausgewählt werden darf.
Bei kontinuierlich betriebenen Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen müssen insbesondere folgende Werte gemeinsam geprüft werden:
-
Zulaufwassermenge der Membrananlage
-
tägliche Betriebsstunden
-
Rohwasserhärte
-
erforderliche Tageswassermenge
-
Zeitdauer einer Ecomix-Regeneration
Beispiel Salzverbrauch bei 20 °dH
Die Anlage benötigt ca. 10 kg Regeneriersalz je Regeneration.
Bei einer Rohwasserhärte von 20 °dH ergibt sich:
-
Kapazität: 208 m³×°dH
-
Rohwasserhärte: 20 °dH
-
Wassermenge je Regeneration: 208 ÷ 20 = ca. 10,4 m³
-
Salzbedarf je Regeneration: ca. 10 kg
-
rechnerischer Salzverbrauch: ca. 0,96 kg pro m³ aufbereitetem Wasser
Bei 20 °dH werden somit rechnerisch knapp 1 kg Regeneriersalz pro m³ aufbereitetem Wasser benötigt.
Die größere Filterfüllung erhöht vor allem die Wassermenge zwischen den Regenerationen. Der spezifische Salzbedarf pro Kubikmeter bleibt bei vergleichbarer Rohwasserhärte in einer ähnlichen Größenordnung wie bei den kleineren Ecomix-Anlagen.
Passende Regeneriersalztabletten können für den Betrieb der Anlage verwendet werden.
Kein sinnvoller Verschnitt auf Mischwasserhärte
Ecomix enthärtet das Wasser praktisch vollständig auf etwa 0 °dH.
Bei einer klassischen Enthärtungsanlage wird häufig ein Anteil unbehandeltes Rohwasser zugemischt, um eine gewünschte Resthärte einzustellen.
Bei Ecomix-Anwendungen mit Eisen- oder Manganbelastung ist ein solcher Verschnitt nicht sinnvoll.
Mit dem Rohwasser würden gleichzeitig wieder zuvor entfernte Wasserinhaltsstoffe zugemischt, beispielsweise:
-
Eisen
-
Mangan
-
Ammonium
-
weitere im Rohwasser vorhandene Belastungen
Eine übliche Mischwasserhärte kann deshalb nicht wie bei einer normalen Enthärtungsanlage durch Rohwasserverschnitt eingestellt werden.
Vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist dies normalerweise kein Nachteil, da hier möglichst weitgehend enthärtetes Zulaufwasser gewünscht ist.
Calcitlösekapazität bei Trinkwasser beachten
Wird das Ecomix-behandelte Wasser unmittelbar als Trinkwasser genutzt, muss berücksichtigt werden, dass die Anlage praktisch auf 0 °dH enthärtet und kein sinnvoller Rohwasserverschnitt möglich ist.
Bei Trinkwasseranwendungen sollte deshalb die resultierende Wasserbeschaffenheit beurteilt werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere:
-
pH-Wert
-
Säurekapazität
-
Natriumgehalt
-
Calcitlösekapazität
-
vorhandene Rohrleitungswerkstoffe
Sehr weiches Wasser ist nicht automatisch für jede Trinkwasserinstallation optimal.
Wird Ecomix dagegen als Voraufbereitung vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage eingesetzt, ist die weitgehende Enthärtung gerade der gewünschte technische Effekt.
Einzelanlage oder Doppelanlage?
Diese Einzelanlage ist sinnvoll, wenn während der Regeneration vorübergehend kein aufbereitetes Wasser benötigt wird oder ausreichende Betriebsunterbrechungen vorhanden sind.
Während der Regeneration steht bei der Einzelanlage kein aufbereitetes Wasser zur Verfügung.
Bei kontinuierlichem Wasserbedarf sollte deshalb die entsprechende Ecomix-Doppelanlage mit 3,4 m³/h geprüft werden.
Die Doppelanlage arbeitet als Pendelanlage:
-
eine Filterflasche befindet sich in Betrieb
-
nach Erreichen der Kapazität erfolgt die Umschaltung auf die zweite Filterflasche
-
die erschöpfte Filterflasche regeneriert
-
anschließend steht sie wieder für den nächsten Wechsel bereit
-
während der Regeneration bleibt aufbereitetes Wasser verfügbar
Die beiden Filterflaschen arbeiten nicht parallel.
Bei 20 °dH besitzt jede Filterflasche der entsprechenden Doppelanlage rechnerisch etwa 10,4 m³ Kapazität.
Insbesondere bei kontinuierlich arbeitenden UO- und NF-Anlagen muss geprüft werden, ob die Regeneration einer Filterflasche vollständig beendet ist, bevor die zweite Filterflasche ihre verfügbare Kapazität erreicht.
Vergleich der Ecomix-Einzelanlagen
| Anlagenleistung | Kapazität | Rechnerische Wassermenge bei 20 °dH |
|---|---|---|
| 1,0 m³/h | 52 m³×°dH | ca. 2,6 m³ |
| 1,3 m³/h | 78 m³×°dH | ca. 3,9 m³ |
| 1,9 m³/h | 104 m³×°dH | ca. 5,2 m³ |
| 2,5 m³/h | 156 m³×°dH | ca. 7,8 m³ |
| 3,4 m³/h | 208 m³×°dH | ca. 10,4 m³ |
| 4,6 m³/h | 260 m³×°dH | ca. 13,0 m³ |
| 6,0 m³/h | 312 m³×°dH | ca. 15,6 m³ |
Die 3,4-m³/h-Ausführung bietet damit eine deutlich größere Kapazität als die kleineren Baugrößen und ist besonders für höhere Tagesmengen und längere Betriebszeiten geeignet.
Regeneration und Filtermaterial
Das Ecomix-Filtermaterial wird ausschließlich mit Natriumchlorid bzw. Regeneriersalz regeneriert. Die automatische Regeneration erfolgt über das mengengesteuerte Clack-Zentralsteuerventil.
Das verwendete Ecomix A Filtermaterial kombiniert mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten zur Enthärtung sowie zur Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen.
Für Regeneration und Rückspülung ist ein ausreichend dimensionierter Abwasseranschluss erforderlich.
Wartung und Kontrolle der Wasserqualität
Für eine zuverlässige Anlagenfunktion sollten Zentralsteuerventil und Wasserqualität regelmäßig kontrolliert werden.
Passendes Zubehör:
-
Wartungsset Clack Ventil WS1 – für Servicearbeiten an Kolben- und Dichtungseinheit des Clack-WS1-Ventils
-
Gesamthärte Messbesteck GH-1 – zur Kontrolle der Rohwasserhärte und damit der Grundlage für die Kapazitätsberechnung
-
Resthärte Messbesteck RH-1 – zur Kontrolle der niedrigen Resthärte nach der Ecomix-Anlage
-
Eisen Messbesteck 0,05–15 mg/l – zur Kontrolle des Eisengehalts vor und nach der Aufbereitung
-
Mangan Messbesteck 0,05–1,5 mg/l – zur Kontrolle des Mangangehalts vor und nach der Aufbereitung
Gerade bei einer Ecomix-Anlage vor einer Membrananlage ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll. So kann ein Härte-, Eisen- oder Mangandurchbruch erkannt werden, bevor die nachgeschaltete UO- oder NF-Anlage unnötig belastet wird.
Die Rohwasserhärte sollte ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden, da Änderungen der Härte unmittelbar die verfügbare Wassermenge zwischen zwei Regenerationen verändern.
Typische Einsatzbereiche
Die Ecomix-Filteranlage 3,4 m³/h eignet sich insbesondere für:
-
Brunnenwasseraufbereitung
-
Brunnenwasser mit Härte, Eisen und Mangan
-
Brunnenwasser mit zusätzlichem Ammonium
-
Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen
-
Voraufbereitung vor Nanofiltrationsanlagen
-
Stadt- und Trinkwasser mit zusätzlicher oder zeitweise auftretender Eisenbelastung
-
interne Werksnetze mit Eisenverschmutzungen aus der Verrohrung
-
gewerbliche Eigenwasserversorgung
-
technische Wasserversorgung
-
Prozesswasseraufbereitung
-
größere Tageswassermengen
-
Anwendungen bis maximal ca. 3.400 l/h Durchfluss
Bei einem reinen Härteproblem ohne Eisen, Mangan oder weitere relevante Belastungen ist eine klassische Enthärtungsanlage in der Regel die einfachere Lösung.
Wenn dagegen hauptsächlich Eisen und Mangan entfernt werden sollen und keine Enthärtung auf praktisch 0 °dH benötigt wird, kann ein anderes Aufbereitungsverfahren wirtschaftlicher sein.
Angaben für die richtige Auslegung
Für die Auswahl der passenden Ecomix-Anlage sollten insbesondere folgende Daten bekannt sein:
-
maximale benötigte Durchflussleistung
-
Wasserverbrauch pro Stunde und pro Tag
-
gewünschte tägliche Betriebszeit
-
Gesamthärte
-
Eisen
-
Mangan
-
Ammonium
-
pH-Wert
-
organische Belastung bei relevantem Brunnen- oder Prozesswasser
-
Nutzung als Trinkwasser, Brauchwasser oder Prozesswasser
-
Abwasseranschluss für Regeneration und Rückspülung
-
vorhandene bzw. nachgeschaltete Wasseraufbereitungsanlage
Bei der Voraufbereitung vor Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen sind zusätzlich die erforderliche Zulaufwassermenge und die tägliche Betriebsdauer der Membrananlage entscheidend.
Wir prüfen dabei nicht nur, ob die Ecomix-Anlage den erforderlichen Durchfluss erreicht, sondern insbesondere auch die Laufzeit bis zur Regeneration und ob für den vorgesehenen Betrieb eine Einzel- oder Doppelanlage sinnvoll ist.
Bewertungen
Angaben zum Hersteller
WHGFachbetrieb