Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße WZ 2"
zur IBC Entnahme
Art.Nr.: DOS-IBC-2-SET
EUR 1.850,45
Preis netto: EUR 1.555,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Anschlussgröße WZ 2"
zur IBC Entnahme 5
Datenblätter
Dosierpumpe-Anleitung.pdf (2.54 MB)
Produktbeschreibung
Mengengesteuerte Dosieranlage zur IBC-Entnahme
Die mengengesteuerte Dosieranlage zur IBC-Entnahme wird eingesetzt, wenn ein flüssiges Dosiermedium direkt aus einem 1.000-l-IBC proportional zur durchfließenden Wassermenge dosiert werden soll. Das Set kombiniert einen Kontaktwasserzähler mit Impulsausgang, eine Grundfos DDE 6-10 Membrandosierpumpe, eine IBC-Sauglanze mit Deckel, Dosierventil, Dosierleitung und Montagezubehör.
Im Unterschied zu Dosieranlagen für Kanister oder kleinere Dosierbehälter ist diese Ausführung speziell auf die Entnahme aus einem IBC ausgelegt. Die Sauglanze wird mit IBC-Deckel und Entlüftungsbohrung geliefert. Über Voralarm und Leermeldung kann die Dosierpumpe rechtzeitig melden, wenn der IBC leer wird oder kein Dosiermedium mehr verfügbar ist.
Varianten der IBC-Dosieranlage
Die Varianten unterscheiden sich hauptsächlich durch die Anschlussgröße des Kontaktwasserzählers. Dosierpumpe, IBC-Entnahme und Grundfunktion bleiben innerhalb dieser Serie gleich. Welche Variante passt, hängt von Rohrleitungsanschluss, Durchflussbereich, Druckverlust, Dosieraufgabe und Aufstellung des IBC ab.
| Variante | Anschlussgröße Wasserzähler | Typischer Einsatzhinweis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Mengengesteuerte Dosieranlage 1" zur IBC-Entnahme | 1" | mittlere Leitungsquerschnitte, technische Wasseraufbereitung, Antiscalant- oder pH-Dosierung aus IBC | IBC-Entnahme mit 1"-Kontaktwasserzähler |
| Mengengesteuerte Dosieranlage 2" zur IBC-Entnahme | 2" | größere Leitungsquerschnitte und höhere Durchflussmengen | größte IBC-Einzelpumpenvariante dieser Gruppe |
Die Anschlussgröße ersetzt keine technische Auslegung. Entscheidend ist nicht nur das Rohrgewinde, sondern auch der reale Durchflussbereich, der Druckverlust über den Wasserzähler, die gewünschte Dosiermenge, das Dosiermedium und die Einbausituation.
Wie die mengenproportionale IBC-Dosierung funktioniert
Der Kontaktwasserzähler erfasst die durchfließende Wassermenge und gibt Impulse an die Dosierpumpe weiter. Die Grundfos DDE 6-10 wird dadurch mengenabhängig angesteuert. Je nach Pumpeneinstellung und Konzentration des Dosiermediums wird eine definierte Wirkstoffmenge pro Kubikmeter Wasser dosiert.
Dieses Prinzip ist besonders sinnvoll, wenn die Wassermenge schwankt. Bei geringem Wasserverbrauch wird weniger dosiert, bei höherem Wasserverbrauch entsprechend mehr. Dadurch bleibt das Mischungsverhältnis zwischen Wasserstrom und Dosiermedium deutlich konstanter als bei einer rein zeitgesteuerten Dosierung.
Die Anlage dosiert proportional zur Wassermenge, misst aber nicht automatisch den chemischen Zielwert. pH-Wert, Leitfähigkeit, Antiscalant-Wirkung, Härtestabilisierung oder andere Zielgrößen müssen je nach Anwendung separat kontrolliert werden.
Einsatzbereiche
Mengengesteuerte IBC-Dosieranlagen werden eingesetzt, wenn größere Mengen eines flüssigen Dosiermediums bevorratet und kontinuierlich oder regelmäßig in eine Wasserleitung dosiert werden sollen. Typische Anwendungen sind:
- Antiscalant-Dosierung vor Umkehrosmoseanlagen
- Antiscalant-Dosierung vor Nanofiltrationsanlagen
- pH-Wert-Anhebung vor Membrananlagen
- Dosierung von Natronlauge zur CO₂-Reduzierung vor Umkehrosmose
- Konditionierung von Kesselwasser
- Konditionierung von Kühlwasser
- Prozesswasserbehandlung
- Schwimmbadwasseraufbereitung
- Abwasseraufbereitung
- Waschanlagen
- Ultrafiltrationsprozesse
- technische Wasseraufbereitung in Gewerbe und Industrie
Je nach Dosiermedium müssen Werkstoffbeständigkeit, Konzentration, Sicherheitsanforderungen, Dosierstelle, Betriebsbedingungen und Lagerung im IBC geprüft werden.
Abgrenzung zu Dosieranlagen mit Kanisterentnahme
Eine normale mengengesteuerte Dosieranlage ist für die Dosierung aus Kanister oder Dosierbehälter ausgelegt. Sie eignet sich für kleinere Gebinde und typische Dosieraufgaben mit überschaubarem Chemikalienverbrauch.
Die IBC-Ausführung ist die passendere Lösung, wenn regelmäßig größere Mengen Dosiermedium verbraucht werden oder wenn die Chemikalie direkt im 1.000-l-IBC bereitgestellt wird. Durch den IBC-Deckel mit Sauglanze wird die Entnahme besser auf das Gebinde abgestimmt.
Abgrenzung zur Dosierpumpe mit Sauglanze
Eine Dosierpumpe mit Sauglanze ist die passende Einzelkomponente, wenn die Pumpe manuell betrieben oder über ein bereits vorhandenes externes Signal angesteuert werden soll.
Die IBC-Dosieranlage enthält zusätzlich den Kontaktwasserzähler zur mengenproportionalen Ansteuerung und eine IBC-taugliche Sauglanze. Dadurch ist sie die passendere Lösung, wenn Dosierpumpe, Wasserzähler und IBC-Entnahme als abgestimmtes Set benötigt werden.
Abgrenzung zur vollautomatischen IBC-Dosieranlage
Die hier beschriebene IBC-Dosieranlage arbeitet mengenproportional über Wasserzähler und Dosierpumpe. Sie dosiert abhängig vom Wasserfluss, regelt aber nicht automatisch anhand einer Messgröße wie pH-Wert oder Leitfähigkeit.
Wenn eine Dosierung mit Messtechnik, Regelung, Armaturen und automatischer Anpassung an einen Messwert benötigt wird, ist eine vollautomatische IBC-Dosieranlage zu prüfen. Die mengengesteuerte IBC-Dosieranlage ist dagegen die Lösung für eine wasserzählerabhängige Dosierung aus dem IBC.
Abgrenzung zur Antiscalant-Dosierung
Eine Antiscalant-Dosierung ist ein typischer Einsatzfall dieser Dosiertechnik. Dabei wird Antiscalant vor einer Membrananlage in das Rohwasser dosiert, um ausfällungsgefährdete Salze im Anlagenbetrieb zu stabilisieren.
Die IBC-Dosieranlage ist die technische Dosierlösung für größere Antiscalant-Mengen. Ob sie für eine konkrete Membrananlage geeignet ist, hängt von Wasseranalyse, Recovery, Dosiermittel, Konzentration, Dosierberechnung und Anlagenbetrieb ab.
Wichtig: Antiscalant entfernt Härtebildner nicht aus dem Wasser. Es stabilisiert sie nur im Betrieb der Membrananlage. Wenn Härte tatsächlich entfernt werden soll, ist eine Enthärtungsanlage zu prüfen.
Dosierpumpe, Wasserzähler und IBC-Sauglanze
Grundfos DDE 6-10 Membrandosierpumpe
Der Mittelpunkt der Dosieranlage ist die Grundfos DDE 6-10 Membrandosierpumpe. Sie arbeitet mit einem drehzahlgeregelten Schrittmotor und ermöglicht eine gleichmäßige, pulsationsarme Dosierung auch bei kleinen Dosiermengen.
Die Dosierleistung wird über das Drehrad an der Vorderseite eingestellt. Die Pumpe kann manuell oder über den Impulseingang betrieben werden. Bei dieser Dosieranlage wird der Impulseingang über den Kontaktwasserzähler genutzt.
Kontaktwasserzähler mit Impulsausgang
Der Kontaktwasserzähler gibt pro Liter einen Impuls aus. Dadurch kann die Dosierpumpe mengenproportional angesteuert werden. Der Reed-Kontakt ist die Schnittstelle zwischen Wasserzähler und Dosierpumpe.
Die passende Anschlussgröße muss zur Rohrleitung und zum Durchfluss passen. Ein zu kleiner Wasserzähler kann Druckverlust verursachen. Ein zu großer Wasserzähler kann bei kleinen Durchflüssen ungünstig sein. Deshalb sollte die Anschlussgröße nicht nur nach Gewindegröße, sondern nach realer Durchflussmenge ausgewählt werden.
IBC-Sauglanze mit Voralarm und Leermeldung
Die Sauglanze ist für die Entnahme aus einem 1.000-l-IBC vorgesehen. Sie wird mit IBC-Deckel und Entlüftungsbohrung geliefert und ist komplett vorgefertigt. Voralarm und Leermeldung helfen, den Füllstand des IBC zu überwachen.
Das ist besonders wichtig, wenn die Dosierung für den Schutz nachgeschalteter Anlagen erforderlich ist. Wird zum Beispiel Antiscalant nicht mehr dosiert, kann eine Membrananlage durch Scaling belastet werden. Eine zuverlässige Leermeldung reduziert das Risiko eines unbemerkten Dosierausfalls.
Technische Daten der Variantenfamilie
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkttyp | mengengesteuerte Dosieranlage zur IBC-Entnahme |
| Dosierpumpe | Grundfos DDE 6-10 |
| Pumpentyp | Membrandosierpumpe |
| Max. Dosierleistung | 6,0 l/h |
| Einstellbereich | 0,01–100 % |
| Max. Druck | 10 bar |
| Leistung | 19 W |
| Elektrischer Anschluss | 100–240 V, 50/60 Hz |
| Betrieb | manuell / Impulseingang |
| Anzeige | Multicolor-LED für Stopp, Betrieb, Leer, Störung |
| Pumpenmaße | 251 x 120 x 196 mm |
| Kontaktwasserzähler | je nach Variante 1" oder 2" |
| Impulsausgang | 1 Liter |
| Kontakt | Reed |
| Sauglanze | PVC |
| Einsatz Sauglanze | 1.000-l-IBC |
| Ausführung Sauglanze | inkl. IBC-Deckel mit Entlüftungsbohrung |
| Niveauschalter | Voralarm und Leermeldung |
| Anschlusskabel Sauglanze | 2 m, inkl. Stecker für Dosierpumpe |
| Dosierventil | ¼", für Schlauch 6x4, 0,8 bar |
| Dosierleitung | PE 6x4, Länge 2 m |
| Montage | Wand- oder Bodenmontage mit flexibler Montageplatte |
| Gewicht | ca. 10 kg |
| Lieferzeit | ca. 1–2 Wochen |
| Dokument | Dosierpumpe-Anleitung.pdf |
Lieferumfang
Das Set ist für die Installation einer mengenproportionalen Dosierung aus einem IBC zusammengestellt. Zum Lieferumfang gehören je nach Variante:
- Grundfos DDE 6-10 Dosierpumpe
- Kontaktwasserzähler mit passender Anschlussgröße
- IBC-Sauglanze aus PVC
- IBC-Deckel mit Entlüftungsbohrung
- Niveauschalter mit Voralarm und Leermeldung
- Anschlusskabel für Sauglanze
- Dosierventil ¼" für Schlauch 6x4
- Wandkonsole mit Schrauben und Dübeln
- Externkabel für die Dosierpumpe
- PE-Dosierleitung 6x4, 2 m
- Vor der Installation sollte geprüft werden, ob Anschlussgröße, Einbaulage, Leitungslänge, Dosierstelle, Gegendruck, IBC-Standort und Dosiermedium zur Anwendung passen.
-
Dosiermedien und Werkstoffbeständigkeit
- Die IBC-Dosieranlage ist für flüssige, nicht abrasive, nicht entflammbare und nicht brennbare Medien vorgesehen, sofern diese mit den eingesetzten Werkstoffen kompatibel sind.
- Typische Anwendungen können Antiscalant, pH-Korrekturmittel, Konditionierungsmittel oder andere geeignete Dosierlösungen sein. Die chemische Beständigkeit von Dosierpumpe, Sauglanze, IBC-Deckel, Dosierleitung, Dichtungen und Dosierventil muss vor dem Einsatz geprüft werden.
- Bei stark ausgasenden, kristallisierenden, viskosen oder aggressiven Medien können zusätzliche Anforderungen an Lagerung, Entlüftung, Auffangwanne, Schlauchführung, Dosierstelle und Arbeitssicherheit entstehen.
-
Dosiermenge richtig einstellen
- Die richtige Dosiermenge hängt von mehreren Faktoren ab:
- durchfließende Wassermenge
- Impulswert des Wasserzählers
- Konzentration des Dosiermediums
- gewünschte Dosiermenge pro m³ Wasser
- Pumpeneinstellung
- Betriebsdruck
- Dichte und Viskosität des Mediums
- gewünschter Zielwert im Wasser
- IBC-Füllstand und sichere Entnahme
Bei Antiscalant-Dosierung muss die Einstellung zur Wasseranalyse und zur Ausbeute der Membrananlage passen. Bei pH-Korrektur muss zusätzlich geprüft werden, ob die Dosierstelle eine ausreichende Vermischung ermöglicht und ob der Ziel-pH-Wert stabil erreicht wird.
Eine Überdosierung kann unnötige Betriebskosten, Folgereaktionen oder Qualitätsabweichungen verursachen. Eine Unterdosierung kann Ablagerungen, Scaling, pH-Abweichungen oder Korrosionsrisiken begünstigen.
Einbau und Betrieb
Einbau des Kontaktwasserzählers
Der Kontaktwasserzähler muss so eingebaut werden, dass Durchflussrichtung, Einbaulage und Anschlussgröße zur Rohrleitung passen. Vor und nach dem Wasserzähler sollte ausreichend Platz für Montage, Wartung und mögliche Demontage vorhanden sein.
Der Wasserzähler ist nicht nur ein Anschlussbauteil, sondern Teil der Dosierlogik. Wenn er falsch eingebaut, blockiert oder außerhalb des passenden Durchflussbereichs betrieben wird, kann die Dosierung ungenau werden.
Aufstellung des IBC
Der IBC sollte standsicher, zugänglich und passend zur Dosierstelle aufgestellt werden. Bei Chemikalien ist zu prüfen, ob eine Auffangwanne, ein geeigneter Aufstellraum, Kennzeichnung, Belüftung oder weitere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.
Die Sauglanze muss so eingesetzt werden, dass sie sicher im IBC sitzt und das Dosiermedium zuverlässig ansaugen kann. Der IBC-Deckel mit Entlüftungsbohrung unterstützt die Entnahme, ersetzt aber keine Bewertung der Chemikalienlagerung und Arbeitssicherheit.
Montage der Dosierpumpe
Die Dosierpumpe kann über die flexible Montageplatte an Wand oder Boden montiert werden. Sie sollte gut zugänglich bleiben, damit Einstellung, Entlüftung, Kontrolle und Wartung möglich sind.
Saugleitung und Dosierleitung sollten so geführt werden, dass keine unnötigen Knicke, Spannungen oder Undichtigkeiten entstehen. Die Schlauchführung muss zum Dosiermedium und zur Aufstellung des IBC passen.
Dosierstelle und Vermischung
Das Dosierventil wird an der vorgesehenen Dosierstelle in die Leitung eingebunden. Die Dosierstelle sollte so gewählt werden, dass das Dosiermedium ausreichend mit dem Wasserstrom vermischt wird.
Bei Dosierung vor Membrananlagen, Filtern, Wärmetauschern oder Prozessstufen muss die Einmischstrecke zur Anwendung passen. Wenn das Dosiermedium direkt vor einer empfindlichen Komponente dosiert wird, können ungleichmäßige Konzentrationen zu Problemen führen.
Betriebskontrolle und Wartung
Im Betrieb sollten folgende Punkte regelmäßig kontrolliert werden:
- Füllstand des IBC
- Funktion von Voralarm und Leermeldung
- Pumpeneinstellung
- Impulsübertragung vom Wasserzähler
- Dichtheit von Saugleitung und Dosierleitung
- Zustand des Dosierventils
- Dosiermenge
- Wasserzählerfunktion
- Betriebsdruck
- Zustand der Sauglanze
- chemischer Zielwert im Wasser
Bei Antiscalant-Dosierung sollten zusätzlich Permeatleistung, Differenzdruck, Leitfähigkeit und Ausbeute der Membrananlage beobachtet werden. Bei pH-Korrektur ist der pH-Wert nach ausreichender Durchmischung zu kontrollieren.
Grenzen und nicht geeignete Anwendungen
Keine automatische Qualitätsregelung
Die IBC-Dosieranlage dosiert abhängig von der Wassermenge. Sie misst aber nicht automatisch, ob der gewünschte chemische Zielwert erreicht wird. Für pH-Wert, Leitfähigkeit, Härtestabilisierung, Desinfektionswirkung oder andere Zielgrößen sind je nach Anwendung zusätzliche Messungen erforderlich.
Keine Härteentfernung
Bei Antiscalant-Anwendungen darf die Dosieranlage nicht mit einer Enthärtungsanlage verwechselt werden. Antiscalant stabilisiert Härtebildner und andere ausfällungsgefährdete Stoffe, entfernt diese aber nicht aus dem Wasser.
Wenn die Härte tatsächlich reduziert werden soll, ist eine Enthärtung oder ein anderes geeignetes Verfahren erforderlich.
Keine Dosierung ungeeigneter Medien
Die Dosieranlage ist nicht für abrasive, entflammbare oder brennbare Medien vorgesehen. Zusätzlich muss die chemische Beständigkeit aller medienberührten Bauteile geprüft werden.
Für gefährliche, stark ausgasende oder besonders aggressive Chemikalien können zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, Auffangwannen, Entlüftung oder andere Dosiertechnik erforderlich sein.
Keine Auslegung nur nach Anschlussgröße
Die Anschlussgröße des Wasserzählers ist wichtig, reicht aber für die Auswahl nicht aus. Entscheidend sind Durchflussbereich, Dosiermedium, Konzentration, gewünschte Dosiermenge, Betriebsdruck, Dosierpunkt und Zielwert.
Eine zu große oder zu kleine Variante kann zu ungenauer Dosierung, Druckverlust oder ungeeignetem Betriebsverhalten führen.
Passende Ergänzungen
Für Membrananlagen ist häufig eine passende Antiscalant-Dosierung erforderlich. Als Dosiermedium kann je nach Auslegung Antiscalant VITEC 3000 eingesetzt werden.
Für pH-Wert-Anhebung vor Umkehrosmoseanlagen kann je nach Anwendung Natriumhydroxid relevant sein. Für die sichere Lagerung größerer Chemikalienmengen können geeignete Tanks und Lagerbehälter oder Auffanglösungen erforderlich sein.
Die Dosieranlage kann in Verbindung mit Umkehrosmoseanlagen, Nanofiltrationsanlagen, Kühlkreisläufen, Kesselwasseranlagen oder anderen technischen Wasseraufbereitungsprozessen eingesetzt werden.
Angaben für eine technische Prüfung
Für die Prüfung, welche IBC-Dosieranlage passt, sind folgende Angaben hilfreich:
- zu dosierendes Medium
- Konzentration des Dosiermediums
- gewünschte Dosiermenge pro m³ Wasser
- minimale und maximale Wassermenge
- Leitungsanschluss und Rohrdimension
- Betriebsdruck an der Dosierstelle
- gewünschte Anschlussgröße des Wasserzählers
- Einbaulage und Platzverhältnisse
- Dosierpunkt und Einmischstrecke
- IBC-Standort
- Anforderungen an Auffangwanne oder Chemikalienlagerung
- gewünschte Leermeldung
- vorhandene Steuerung oder Überwachung
- Anwendung: Antiscalant, pH-Korrektur, Konditionierung oder sonstige Dosieraufgabe
- Wasseranalyse bei Membrananlagen
- gewünschter Zielwert nach der Dosierung
Ohne diese Angaben lässt sich die passende Anschlussgröße und Dosierleistung nur grob einschätzen.
Häufige Fragen zur IBC-Dosieranlage
Wofür wird eine mengengesteuerte IBC-Dosieranlage eingesetzt?
Sie wird eingesetzt, um ein flüssiges Dosiermedium direkt aus einem 1.000-l-IBC proportional zur durchfließenden Wassermenge in eine Rohrleitung oder Anlage zu dosieren.
Was ist der Unterschied zur normalen Dosieranlage?
Die IBC-Ausführung ist für die Entnahme aus einem 1.000-l-IBC ausgelegt. Sie enthält eine IBC-Sauglanze mit Deckel, Entlüftungsbohrung, Voralarm und Leermeldung.
Welche Anschlussgröße ist die richtige?
Die Anschlussgröße muss zur Rohrleitung und zum realen Durchflussbereich passen. In dieser Variantenfamilie stehen 1" und 2" zur Auswahl. Die Auswahl sollte nicht nur nach Gewindegröße erfolgen.
Was macht der Kontaktwasserzähler?
Der Kontaktwasserzähler erfasst die durchfließende Wassermenge und gibt Impulse an die Dosierpumpe. In dieser Variantenfamilie beträgt der Impulsausgang 1 Liter.
Welche Dosierpumpe ist enthalten?
Enthalten ist eine Grundfos DDE 6-10 Membrandosierpumpe mit maximal 6,0 l/h Dosierleistung, 10 bar Maximaldruck und manuellem bzw. impulsabhängigem Betrieb.
Was macht die IBC-Sauglanze?
Die IBC-Sauglanze entnimmt das Dosiermedium aus dem IBC. Sie ist mit IBC-Deckel und Entlüftungsbohrung ausgestattet und verfügt über Voralarm und Leermeldung.
Ist die Dosieranlage für Antiscalant geeignet?
Ja, Antiscalant-Dosierung ist ein typischer Einsatzbereich. Die Dosiermenge muss aber zur Wasseranalyse, Membrananlage, Recovery und Betriebsweise passen.
Ist die Dosieranlage für Natronlauge geeignet?
Eine pH-Wert-Anhebung mit Natronlauge kann je nach Anwendung möglich sein. Dabei müssen Konzentration, Werkstoffbeständigkeit, Dosierstelle, Vermischung, IBC-Lagerung und Sicherheitsanforderungen geprüft werden.
Entfernt Antiscalant die Härte aus dem Wasser?
Nein. Antiscalant stabilisiert Härtebildner und andere ausfällungsgefährdete Stoffe, entfernt sie aber nicht aus dem Wasser.
Was ist im Set enthalten?
Zum Set gehören Dosierpumpe, Kontaktwasserzähler, IBC-Sauglanze mit Deckel, Dosierventil, Wandkonsole, Externkabel und PE-Dosierleitung.
Bewertungen
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