Heizungsbefüllstation
46 m³ bei 600 µS/cm RW

Art.Nr.: LA-MB750PHWTI

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Preis netto: EUR 5.970,00

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Mobile Heizungsbefüllstationen zur Heizungsbefüllung nach VDI 2035
Inkl. Versand für Anlieferung und Abtransport

Die mobilen Heizungsbefüllstationen werden zur temporären Herstellung von vollentsalztem Wasser für Heizungsbefüllung, Nachspeisung und Anlagenbefüllung eingesetzt. Sie sind mit Mischbettharz pH+ befüllt und erzeugen aus Stadtwasser ein sehr salzarmes, demineralisiertes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit.

Die Anlagen sind als Leihanlagen ausgeführt und werden für einen zeitlich begrenzten Einsatz bereitgestellt. Der Transport für Anlieferung und Abholung ist im Festpreis enthalten. Der Anschluss der Anlage erfolgt bauseits.

Varianten nach Kapazität

Die Auswahl erfolgt nach benötigter Füllwassermenge und Rohwasserleitfähigkeit. Je höher die Leitfähigkeit des Rohwassers ist, desto schneller ist das Mischbettharz erschöpft.

Variante Kapazität bei 600 µS/cm Rohwasser Harzfüllung Aufbau
Heizungsbefüllstation 15 m³ bei 600 µS/cm ca. 15.000 l 250 l Mischbettharz pH+ 2 befüllte GFK-Drucktanks
Heizungsbefüllstation 31 m³ bei 600 µS/cm ca. 31.000 l größere Mischbettfüllung Variante für mittlere Füllmengen
Heizungsbefüllstation 46 m³ bei 600 µS/cm ca. 46.000 l 750 l Mischbettharz pH+ 6 befüllte GFK-Drucktanks

Die Kapazität ist immer von der Rohwasserqualität abhängig. Für die Auslegung sollte deshalb die Rohwasserleitfähigkeit bzw. eine Rohwasseranalyse vorliegen.

Einsatzbereich

Die mobilen Heizungsbefüllstationen sind für Kunden gedacht, die eine größere Heizungsanlage einmalig oder temporär mit vollentsalztem Wasser befüllen möchten. Der Einsatz ist besonders sinnvoll, wenn keine eigene Vollentsalzungsanlage vorhanden ist oder wenn die benötigte Wassermenge für eine kleine Patrone zu groß ist.

Typische Anwendungen:

  • Erstbefüllung von Heizungsanlagen
  • Nachspeisung größerer Heizsysteme
  • Befüllung nach Umbau oder Sanierung
  • Spül- und Befüllarbeiten im Heizungsbau
  • temporäre VE-Wasser-Erzeugung auf Baustellen
  • Befüllung nach VDI 2035
  • Befüllung von Warmwasserheizungsanlagen nach DIN EN 12828
  • Befüllung von Wassererwärmungsanlagen nach DIN 4753
  • Einsatz durch Heizungsbauer, Servicebetriebe und technische Betreiber

Die passende Variante richtet sich nach Anlagenvolumen, Rohwasserleitfähigkeit, gewünschter Wasserqualität und verfügbarer Anschlussmöglichkeit vor Ort.

Funktionsweise der Mischbettpatronen

Die Heizungsbefüllstationen arbeiten mit Mischbettharz. Im Rohwasser gelöste Salze liegen als Kationen und Anionen vor und verursachen den größten Teil der Leitfähigkeit. Das Mischbettharz nimmt diese Ionen auf und tauscht sie gegen H+ und OH- Ionen aus. Dadurch entsteht vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit.

Die Patronen sind in Reihe geschaltet. Das Rohwasser wird über Verteilerköpfe gleichmäßig über das Harzbett geführt. Dadurch wird eine stabile Wasserqualität am Ausgang unterstützt.

Wenn die Kapazität des Harzes erschöpft ist, steigt die Leitfähigkeit am Ausgang an. Deshalb ist eine Leitfähigkeitsmessung wichtig. Die mobilen Stationen sind mit einem analogen Leitfähigkeitsmessgerät am Ausgang ausgestattet.

Mischbettharz pH+ für Heizungswasser

Die Anlagen sind mit regeneriertem Mischbettharz mit erhöhtem Anionenanteil befüllt. Durch den höheren Anionenanteil kann am Ausgang ein höherer pH-Wert erreicht werden. Das erzeugte VE-Wasser liegt abhängig vom Rohwasser typischerweise im alkalischen Bereich.

Das ist für Heizungsbefüllungen relevant, weil die Wasserqualität nicht nur niedrige Leitfähigkeit, sondern auch Korrosionsschutz berücksichtigen muss. Die Befüllung mit salzarmem Wasser reduziert die Steinbildung und kann in Verbindung mit geeignetem pH-Wert die Korrosionswahrscheinlichkeit senken.

Heizungsbefüllung nach VDI 2035

Für moderne Heizungsanlagen ist die Füllwasserqualität entscheidend. Die VDI 2035 behandelt Anforderungen zur Vermeidung von Steinbildung und Korrosion in Warmwasserheizungsanlagen. Vollentsalztes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit wird häufig eingesetzt, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Die mobilen Heizungsbefüllstationen erzeugen Wasser mit einer Leitfähigkeit von ca. < 1 µS/cm. Damit wird ein sehr niedriger Leitwert erreicht. Die tatsächliche Eignung für die Heizungsanlage muss trotzdem anhand von Anlagenvolumen, Werkstoffen, Herstellervorgaben, Rohwasserqualität und Betriebsbedingungen bewertet werden.

Aufbau der Leihanlagen

Die Anlagen bestehen aus mehreren befüllten GFK-Drucktanks mit Innenbehälter aus PE. Die Drucktanks sind in einer Euro-Gitterbox montiert und intern verschlaucht. Dadurch kann die Anlage als mobile Einheit geliefert und vor Ort angeschlossen werden.

Typische Bestandteile:

  • befüllte GFK-Drucktanks mit PE-Innenbehälter
  • Verteilerköpfe mit Entlüftungsfunktion
  • Mischbettharz pH+
  • Gitterbox zur Aufnahme der Patronen
  • Befestigungssystem für den Transport
  • komplette interne Verschlauchung
  • analoges Leitfähigkeitsmessgerät am Ausgang
  • Anschluss über Standard-Gardena-Kupplungen
  • Anschlüsse für Stadtwasser und VE-Wasser mit ¾"-Außengewinde

Die Anlage wird mit LKW und Hebebühne angeliefert. Vor Ort kann sie mit einem normalen Hubwagen bewegt werden, sofern Boden, Zugang und Stellfläche dafür geeignet sind.

Technische Daten der kleinen Variante

Merkmal Wert
Variante Heizungsbefüllstation 15 m³ bei 600 µS/cm Rohwasser
Artikelnummer LA-MB250PHWTI
Harzfüllung 250 l betriebsbereites Mischbettharz pH+
Aufbau 2 befüllte GFK-Drucktanks
Kapazität bei 300 µS/cm ca. 31.000 l
Kapazität bei 600 µS/cm ca. 15.000 l
Max. Durchflussleistung 1.500 l/h bei 4 bar
Max. Betriebsdruck 8 bar
Temperaturbereich +5 °C bis +35 °C
Wasserqualität ca. < 1 µS/cm
Gewicht ca. 450 kg
Leihdauer maximal 2 Wochen zum Festpreis
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen

Technische Daten der großen Variante

Merkmal Wert
Variante Heizungsbefüllstation 46 m³ bei 600 µS/cm Rohwasser
Artikelnummer LA-MB750PHWTI
Harzfüllung 750 l betriebsbereites Mischbettharz pH+
Aufbau 6 befüllte GFK-Drucktanks
Kapazität bei 300 µS/cm ca. 92.000 l
Kapazität bei 600 µS/cm ca. 46.000 l
Max. Durchflussleistung 1.200 l/h bei 4 bar
Max. Betriebsdruck 8 bar
Temperaturbereich +5 °C bis +35 °C
Wasserqualität ca. < 1 µS/cm
Gewicht ca. 950 kg
Leihdauer maximal 2 Wochen zum Festpreis
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen

Auswahl der passenden Station

Die kleine Variante ist sinnvoll, wenn eine Heizungsanlage mit bis zu ca. 15 m³ Füllwassermenge bei 600 µS/cm Rohwasser befüllt werden soll. Sie ist kompakter, leichter und für kleinere bis mittlere Befüllaufgaben geeignet.

Die mittlere Variante mit ca. 31 m³ bei 600 µS/cm Rohwasser ist sinnvoll, wenn die kleine Station nicht ausreicht, aber die große Station noch nicht erforderlich ist. Sie eignet sich für größere Heizungsanlagen, Sanierungen oder technische Befüllaufgaben mit mittlerem Wasservolumen.

Die große Variante mit ca. 46 m³ bei 600 µS/cm Rohwasser ist für große Heizungsanlagen, umfangreiche Befüllungen oder höhere Sicherheitsreserve vorgesehen. Sie benötigt entsprechend mehr Platz, Gewichtstragfähigkeit und Bewegungsmöglichkeit vor Ort.

Wichtig ist: Die angegebene Kapazität bezieht sich auf eine bestimmte Rohwasserleitfähigkeit. Bei höherer Rohwasserleitfähigkeit sinkt die verfügbare Füllmenge. Bei niedrigerer Rohwasserleitfähigkeit steigt sie.

Anschluss und Aufstellung

Die Anlage benötigt einen Stadtwasseranschluss, einen Anschluss zur Heizungsanlage und eine geeignete Aufstellfläche. Der Anschluss erfolgt bauseits. Die Anlage sollte frostfrei und zugänglich aufgestellt werden.

Vor Ort zu prüfen:

  • Stadtwasseranschluss vorhanden
  • Anschlussmöglichkeit zur Heizungsanlage vorhanden
  • ausreichender Wasserdruck
  • geeignete Aufstellfläche
  • Zugang für LKW-Anlieferung mit Hebebühne
  • Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
  • frostfreie Umgebung
  • Entlüftung und Befüllablauf der Heizungsanlage vorbereitet
  • Leitfähigkeitsmessung während der Befüllung beobachtbar

Die Gitterbox hat eine Grundfläche von ca. 1.200 × 800 mm und eine Höhe von ca. 1.800 mm. Für Transport, Aufstellung und Bedienung sollte ausreichend Platz eingeplant werden.

Betrieb und Kontrolle der Leitfähigkeit

Während der Befüllung sollte die Leitfähigkeit am Ausgang kontrolliert werden. Steigt der Leitwert, ist das Mischbettharz erschöpft oder die gewünschte Wasserqualität wird nicht mehr sicher erreicht.

Die Anlage erzeugt bei passender Rohwasserqualität sehr salzarmes Wasser. Trotzdem sollte die Befüllung nicht unbeaufsichtigt erfolgen. Bei größeren Heizungsanlagen ist es sinnvoll, Füllmenge, Leitfähigkeit, Druck und Betriebszustand zu dokumentieren.

Wichtige Kontrollpunkte:

  • Leitfähigkeit am Ausgang
  • Füllmenge
  • Wasserdruck
  • Durchfluss
  • Entlüftung der Heizungsanlage
  • Dichtheit der Anschlüsse
  • Rohwasserqualität
  • Zustand der Leitungen und Kupplungen

Unterschied zu einfachen Vollentsalzungspatronen

Einfache Vollentsalzungspatronen sind für kleinere Befüllmengen, Serviceeinsätze oder gelegentliche Nachspeisungen geeignet. Bei größeren Heizungsanlagen kann die Kapazität einzelner Patronen schnell nicht ausreichen.

Die mobilen Heizungsbefüllstationen enthalten deutlich mehr Mischbettharz und sind als transportfähige Einheit aufgebaut. Dadurch eignen sie sich für größere Füllmengen, planbare Baustelleneinsätze und zeitlich begrenzte Projekte.

Für dauerhaft wiederkehrende Befüllungen kann je nach Einsatzhäufigkeit auch eine eigene Vollentsalzungsanlage oder eine stationäre Wasseraufbereitung geprüft werden.

Abgrenzung zu Umkehrosmose-Mietanlagen

Eine mobile Umkehrosmoseanlage reduziert die Salzfracht über Membrantechnik. Sie erzeugt salzarmes Wasser, aber nicht automatisch die sehr niedrige Leitfähigkeit einer Mischbettanlage.

Die Heizungsbefüllstationen arbeiten direkt mit Mischbettharz und erzeugen eine sehr niedrige Ausgangsleitfähigkeit. Für Heizungsbefüllungen nach VDI 2035 kann das die einfachere Lösung sein, wenn Stadtwasser verfügbar ist und die benötigte Füllmenge zur Harzkapazität passt.

Bei sehr großen Wassermengen kann eine Kombination aus Umkehrosmose und Mischbetttechnik wirtschaftlich sinnvoll sein, weil die Umkehrosmose das Mischbettharz entlastet.

Grenzen der Heizungsbefüllstationen

Die Leihanlagen sind für Stadtwasser und Heizungsbefüllung ausgelegt. Bei Brunnenwasser, Prozesswasser oder unbekannter Wasserqualität muss vorher geprüft werden, ob die Anlage direkt eingesetzt werden kann.

Nicht geeignet oder nur nach zusätzlicher Prüfung geeignet ist der Einsatz bei:

  • fehlender Rohwasseranalyse
  • stark verschmutztem Rohwasser
  • ungeeigneter Rohwasserqualität
  • fehlendem Stadtwasseranschluss
  • ungeeignetem Aufstellort
  • Frostgefahr
  • fehlender Bewegungsmöglichkeit für die Gitterbox
  • Füllmenge oberhalb der verfügbaren Harzkapazität
  • Anforderungen außerhalb Heizungsbefüllung und VE-Wasser-Erzeugung

Wenn die benötigte Füllmenge größer ist als die Kapazität der gewählten Station, muss eine größere Variante oder ein anderes Anlagenkonzept geprüft werden.

Angaben für die Anfrage

Für die Auswahl der passenden Heizungsbefüllstation sind folgende Angaben hilfreich:

  • Einsatzort
  • gewünschter Mietzeitraum
  • Anlagenvolumen der Heizungsanlage
  • gewünschte Füllwassermenge
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandener Stadtwasseranschluss
  • vorhandene Anschlussmöglichkeit zur Heizungsanlage
  • gewünschte Leitfähigkeit
  • Aufstellbedingungen
  • Zugang für LKW mit Hebebühne
  • Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
  • gewünschter Liefertermin
  • besondere Herstellervorgaben der Heizungsanlage
  • Anforderungen an Dokumentation oder Befüllprotokoll

Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto sicherer lässt sich beurteilen, ob die 15-m³-, 31-m³- oder 46-m³-Variante passend ist.

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: LA-MB750PHWTI

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