Mobile Umkehrosmoseanlage
Leistung 2.000 l/h

Art.Nr.: UOPVC02000LA

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Preis netto: EUR 180,00

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Produktbeschreibung

Mobile Umkehrosmoseanlage 2.000 l/h zur Miete

Die mobile Umkehrosmoseanlage mit 2.000 l/h Permeatleistung wird eingesetzt, wenn kurzfristig salzarmes Wasser benötigt wird und eine fest installierte Anlage nicht verfügbar, nicht wirtschaftlich oder vorübergehend außer Betrieb ist. Typische Einsatzfälle sind Übergangsbetrieb, Testbetrieb, Wartung, Umbau, Produktionsspitzen oder Notfallversorgung bei Ausfall einer vorhandenen Wasseraufbereitungsanlage.

Die Leihanlage ist auf einem Transportrahmen aufgebaut und mit Kompaktsteuerung sowie Antiscalant-Dosiersystem ausgestattet. Dadurch kann sie temporär in bestehende Prozesse eingebunden werden, wenn Rohwasserqualität, Anschlüsse, Abwasserführung und benötigte Wasserqualität zur Anlage passen.

Einsatzbereich der Leihanlage

Die mobile Umkehrosmoseanlage eignet sich für gewerbliche und industrielle Anwendungen, bei denen zeitlich begrenzt entsalztes bzw. salzarmes Wasser benötigt wird. Die Anlage reduziert die Salzfracht und Leitfähigkeit des Rohwassers über Membrantechnik.

Typische Anwendungen:

  • temporäre Prozesswasserversorgung
  • Übergangsbetrieb bis zur festen Anlage
  • Ersatzversorgung bei Anlagenausfall
  • Überbrückung während Wartung oder Umbau
  • Testbetrieb vor einer festen Investition
  • Versorgung technischer Verbraucher mit salzarmem Wasser
  • Vorstufe vor Mischbett- oder Vollentsalzungstechnik
  • Spülprozesse und technische Reinigungsprozesse
  • Kesselspeisewasser-Vorbehandlung nach technischer Prüfung
  • Produktionsspitzen mit erhöhtem Wasserbedarf

Die konkrete Eignung hängt von Rohwasseranalyse, gewünschter Permeatqualität, benötigter Wassermenge, Betriebsdauer und den vorhandenen Anschlüssen ab.

Umkehrosmose als mobile Lösung

Bei der Umkehrosmose wird Rohwasser mit Druck durch Membranen geführt. Ein Teil des Wassers passiert die Membran als Permeat, während die zurückgehaltenen Salze und Inhaltsstoffe mit dem Konzentrat abgeführt werden.

Die mobile Anlage ist sinnvoll, wenn schnell eine betriebsbereite Wasseraufbereitung benötigt wird. Sie ersetzt jedoch nicht automatisch eine vollständige stationäre Auslegung. Besonders bei kritischen Prozessen muss vorab geklärt werden, welche Leitfähigkeit, Resthärte, Ausbeute und Betriebssicherheit erforderlich sind.

Für dauerhaft benötigte Wassermengen kann eine feste Umkehrosmoseanlage wirtschaftlicher sein. Für zeitlich begrenzte Einsätze ist dagegen eine Mietanlage häufig die flexiblere Lösung.

Abgrenzung zu Kaufanlagen und größeren Mietanlagen

Die mobile Umkehrosmoseanlage mit 2.000 l/h ist für zeitlich begrenzte Einsätze vorgesehen. Wenn dauerhaft eine eigene Anlage benötigt wird, ist eine stationäre Umkehrosmoseanlage mit 2.000 l/h und Antiscalantdosierung zu prüfen.

Für höhere temporäre Wasserbedarfe stehen größere Mietanlagen zur Verfügung. Die mobile Umkehrosmoseanlage mit 4.000 l/h ist sinnvoll, wenn die 2.000-l/h-Anlage die benötigte Menge nicht sicher abdecken kann oder Verbrauchsspitzen häufiger auftreten. Für größere industrielle Anwendungen kann die mobile Umkehrosmoseanlage mit 8.000 l/h geprüft werden.

Die Auswahl sollte nicht nur nach Nennleistung erfolgen. Entscheidend sind Rohwasserqualität, gewünschte Permeatqualität, Tagesbedarf, Verbrauchsspitzen, vorhandener Rohwasserzufluss, Abwasseranschluss, Stromversorgung, Aufstellort und die Frage, ob ein Vorratsbehälter oder eine Druckerhöhung erforderlich ist.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Mobile Umkehrosmoseanlage
Artikelnummer UOPVC02000LA
Anlagenart Leihanlage / Mietanlage
Permeatleistung 2.000 l/h
Rohwasserzufluss ca. 2,6 m³/h bei 75 % Ausbeute
Entsalzungsrate ca. 97 %
Ausbeute 75–80 %
Max. Salzgehalt im Rohwasser 1.000 mg/l
Arbeitsdruck 12 bar
Ausstattung Kompaktsteuerung, Antiscalant-Dosiersystem, Transportrahmen
Betrieb manuell oder über potenzialfreien Kontakt
Preisbasis Tagespreis, zzgl. Installation und Verbrauchsmaterial
Lieferzeit auf Anfrage

Steuerung und Betrieb

Die Leihanlage kann manuell betrieben oder über einen potenzialfreien Kontakt angesteuert werden. Dadurch lässt sie sich in vorhandene Anlagensteuerungen, Vorratsbehälter oder Verbrauchersysteme einbinden.

Wichtige Betriebsaspekte:

  • Rohwasserzulauf mit ausreichender Menge und Druck
  • Abführung des Konzentrats
  • Versorgung mit Strom
  • Antiscalant-Dosierung bei passender Rohwasserqualität
  • Kontrolle von Leitfähigkeit und Permeatleistung
  • Schutz vor Frost und unzulässigen Temperaturen
  • zugänglicher Aufstellort für Bedienung und Service
  • ausreichende Entwässerung für Spül- und Konzentratwasser

Die Anlage sollte so eingebunden werden, dass Druckstöße, Trockenlauf, unzulässiger Gegendruck und ungeeignete Rohwasserbedingungen vermieden werden.

Antiscalant-Dosierung

Die mobile Umkehrosmoseanlage ist mit einem Antiscalant-Dosiersystem ausgestattet. Antiscalant stabilisiert Härtebildner und andere mineralische Inhaltsstoffe im Konzentrat, damit sich diese nicht auf der Membran ablagern.

Antiscalant entfernt keine Härte und ersetzt keine vollständige Vorbehandlung bei ungeeignetem Rohwasser. Es schützt vor allem vor mineralischem Scaling, nicht vor Eisen, Mangan, Trübstoffen, Chlor, organischer Belastung oder Biofouling.

Bei kritischer Rohwasserqualität müssen zusätzliche Vorbehandlungsstufen geprüft werden. Für stationäre Anlagen oder langfristige Einsätze ist die Kategorie Antiscalant-Dosierung relevant.

Rohwasserqualität und Vorbehandlung

Die Anlage ist nur dann zuverlässig einsetzbar, wenn das Rohwasser zur Membrantechnik passt. Stadtwasser ist häufig gut geeignet, muss aber trotzdem hinsichtlich Leitfähigkeit, Härte, Temperatur und eventueller Störstoffe geprüft werden.

Bei Brunnenwasser oder Prozesswasser ist eine genaue Prüfung erforderlich. Eisen, Mangan, Trübstoffe, organische Belastung, freies Chlor, Öl, Fette, Biofoulingrisiko oder mikrobiologische Belastungen können Membranen schädigen oder die Leistung deutlich reduzieren.

Wichtige Rohwasserwerte:

  • Leitfähigkeit bzw. Salzgehalt
  • Gesamthärte
  • Calcium, Magnesium und Karbonathärte
  • Eisen und Mangan
  • Trübung und Feststoffe
  • freies Chlor
  • pH-Wert
  • Temperatur
  • TOC, DOC oder organische Belastung
  • mikrobiologische Belastung bei kritischen Anwendungen
  • gewünschte Permeatqualität

Ohne passende Rohwasserwerte lässt sich nicht sicher beurteilen, ob die mobile Umkehrosmoseanlage direkt eingesetzt werden kann oder ob eine Vorbehandlung erforderlich ist.

Abgrenzung zu Mischbett- und Vollentsalzungsanlagen

Eine Umkehrosmoseanlage reduziert die Leitfähigkeit deutlich, erzeugt aber keine Reinstwasserqualität im engeren Sinn. Wenn sehr niedrige Leitfähigkeiten erforderlich sind, kann nach der Umkehrosmose eine Mischbett- oder Vollentsalzungsstufe notwendig sein.

Für temporäre Einsätze mit sehr niedriger Ziel-Leitfähigkeit können Vollentsalzungspatronen oder mobile Mischbettanlagen geprüft werden. Die Umkehrosmose dient dann als Vorstufe und entlastet das Harz.

Wenn nur kleinere Mengen VE-Wasser benötigt werden, kann auch fertig geliefertes demineralisiertes Wasser im IBC wirtschaftlicher und einfacher sein.

Abgrenzung zu Enthärtungsanlagen

Eine Enthärtungsanlage entfernt Calcium und Magnesium über Ionenaustausch, senkt aber die Leitfähigkeit nicht wesentlich. Eine Umkehrosmose reduziert dagegen die Gesamtsalzbelastung und damit die Leitfähigkeit des Wassers.

Wenn für einen Prozess nur Kalkschutz bzw. Weichwasser benötigt wird, kann eine Enthärtung ausreichend sein. Wenn salzarmes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit benötigt wird, ist eine Umkehrosmose oder eine Kombination aus Enthärtung, Umkehrosmose und nachgeschalteter Vollentsalzung zu prüfen.

Bei Kesselspeisewasser oder sensiblen technischen Prozessen muss der Zielwert genau definiert werden. Eine mobile Umkehrosmose ersetzt nicht automatisch jede Enthärtungs-, Mischbett- oder Konditionierungsstufe.

Einbindung in bestehende Systeme

Die mobile Umkehrosmoseanlage kann in bestehende Versorgungs- oder Produktionssysteme eingebunden werden. Dafür müssen Schnittstellen, Wasserbedarf und Betriebsweise vorher geklärt werden.

Zu prüfen sind:

  • Rohwasseranschluss
  • Stromanschluss
  • Abwasseranschluss für Konzentrat und Spülwasser
  • Permeatanschluss
  • vorhandener Vorratsbehälter
  • erforderlicher Betriebsdruck am Verbraucher
  • Steuerung über Füllstand oder potenzialfreien Kontakt
  • Platzverhältnisse am Aufstellort
  • Frostschutz und Zugänglichkeit
  • Verbrauchsprofil und Tagesmenge

Wenn Verbraucher kurzfristig mehr Wasser benötigen, als die Umkehrosmose direkt erzeugen kann, ist ein Vorratsbehälter oder eine Druckerhöhung zu prüfen. In solchen Fällen kann eine Kombination mit Tank- und Pumpentechnik erforderlich sein.

Tagespreis, Installation und Verbrauchsmaterial

Die Anlage wird als Mietanlage mit Tagespreis angeboten. Installation, Inbetriebnahme, Transport, Verbrauchsmaterialien und gegebenenfalls Vorbehandlung müssen je nach Einsatzfall separat betrachtet werden.

Zum Verbrauchsmaterial können je nach Betrieb Antiscalant, Vorfilter, Reinigungschemikalien oder weitere Betriebsmittel gehören. Die tatsächlichen Kosten hängen von Einsatzdauer, Rohwasserqualität, Betriebsstunden und Anlagenbelastung ab.

Für eine belastbare Einschätzung sollte daher nicht nur der Tagespreis betrachtet werden. Entscheidend sind auch Installation, Zubehör, Betriebsmittel, Serviceaufwand und die Anforderungen an die Wasserqualität.

Grenzen der mobilen Umkehrosmoseanlage

Die mobile Umkehrosmoseanlage ist keine Universallösung für jedes Rohwasser und jede Zielqualität. Sie ist besonders geeignet, wenn kurzfristig salzarmes Wasser benötigt wird und die Randbedingungen passen.

Nicht geeignet oder nur nach zusätzlicher Prüfung geeignet ist die Anlage bei:

  • stark eisen- oder manganhaltigem Rohwasser
  • hoher Trübung oder Feststoffbelastung
  • freiem Chlor ohne geeignete Vorbehandlung
  • hoher organischer Belastung
  • Biofoulingrisiko
  • ungeeignetem pH-Wert
  • fehlendem Abwasseranschluss
  • unzureichendem Rohwasserzufluss
  • fehlendem Stromanschluss
  • Frostgefahr ohne Schutzmaßnahmen
  • Anforderungen an Reinstwasser ohne nachgeschaltete Polisherstufe

Bei kritischen Anwendungen sollte die Wasserqualität während des Betriebs kontrolliert und dokumentiert werden.

Angaben für die Anfrage

Für die technische Prüfung und Verfügbarkeit der Leihanlage sind folgende Angaben hilfreich:

  • Einsatzort
  • gewünschter Mietzeitraum
  • Anwendung oder Prozess
  • benötigte Permeatleistung
  • Tagesbedarf
  • Verbrauchsspitzen
  • gewünschte Permeatleitfähigkeit
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandener Rohwasseranschluss
  • vorhandener Stromanschluss
  • vorhandener Abwasseranschluss
  • vorhandener Vorratsbehälter
  • gewünschte Steuerung oder Füllstandsanforderung
  • Platzverhältnisse am Aufstellort
  • Dringlichkeit oder Notfallsituation
  • Anforderungen an Dokumentation oder Wasserqualitätskontrolle

Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto sicherer lässt sich beurteilen, ob die mobile Umkehrosmoseanlage mit 2.000 l/h passend ist oder ob eine größere Anlage, zusätzliche Vorbehandlung, Tanklösung oder nachgeschaltete Mischbetttechnik erforderlich wird.

 

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: UOPVC02000LA

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