Nitratentfernung Pendelanlage
Max. Leistung 2.800 l/h

Art.Nr.: DNE050

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Nitratentfernung Pendelanlage bis 2.800 l/h

Die Nitratentfernungs-Pendelanlage ist für die kontinuierliche Reduzierung erhöhter Nitratwerte bei einem maximalen Volumenstrom von 2.800 l/h ausgelegt.

Zwei mit Nitrat-Selektivaustauscher gefüllte Druckbehälter arbeiten wechselweise. Während ein Behälter das Wasser aufbereitet, befindet sich der zweite in Bereitschaft oder wird regeneriert. Nach Erreichen der eingestellten Kapazität schaltet die Anlage automatisch auf den zweiten Behälter um.

Dadurch steht auch während einer Regeneration weiterhin nitratreduziertes Wasser zur Verfügung. Die Pendelanlage eignet sich deshalb besonders für Haushalte, Gewerbe und andere Anwendungen, bei denen eine kontinuierliche Wasserversorgung erforderlich ist.

Technische Daten

Merkmal Wert
Max. Volumenstrom 2,8 m³/h
Betriebsweise Pendelanlage, wechselweise
Ionenaustauscher 2 × 50 Liter Nitrat-Selektivaustauscher
Installierte Harzmenge 100 Liter
Kapazität ca. 1.500 g Nitrat je Regeneration eines Betriebsbehälters
Salzbedarf ca. 12 kg NaCl je Regeneration eines Behälters
Spülwasserbedarf ca. 800 Liter je Regeneration eines Behälters
Druckbehälter GFK
Zentralsteuerventile Clack WS1, mengengesteuert
Verschneidung einstellbar
Wasseranschlüsse 1"
Zulaufdruck 3–8 bar
Elektrischer Anschluss 230 V / 50–60 Hz

Vorteile der 2,8-m³/h-Pendelanlage

  • bis 2.800 l/h Aufbereitungsleistung

  • kontinuierliche Versorgung mit nitratreduziertem Wasser

  • zwei wechselweise arbeitende Ionenaustauscher

  • 2 × 50 Liter Nitrat-Selektivaustauscher

  • automatische mengenabhängige Umschaltung

  • vollautomatische Regeneration

  • ca. 1.500 g Nitratkapazität je Betriebsbehälter und Regeneration

  • Regeneration mit handelsüblichen Salztabletten

  • einstellbare Verschneidung zur Festlegung des gewünschten Nitrat-Zielwertes

  • hohe Betriebssicherheit durch zwei getrennte Aufbereitungsbehälter

Funktionsweise der Pendelanlage

Im normalen Betrieb wird das Rohwasser über einen der beiden Druckbehälter geführt. Das enthaltene Selektivaustauscherharz bindet Nitrat-Ionen und tauscht diese gegen Chlorid-Ionen aus.

Der zweite Druckbehälter befindet sich währenddessen in Bereitschaft.

Sobald die eingestellte Kapazität des aktiven Behälters erreicht ist, erfolgt automatisch die Umschaltung:

  • Behälter 1 bereitet Wasser auf

  • Behälter 2 befindet sich in Bereitschaft

  • nach Erreichen der Kapazität übernimmt Behälter 2

  • Behälter 1 wird mit Salzsole regeneriert

  • nach abgeschlossener Regeneration geht Behälter 1 wieder in Bereitschaft

Die beiden Behälter arbeiten somit nicht parallel, sondern wechselweise.

Dadurch muss während der Regeneration kein unbehandeltes Rohwasser über einen Bypass bereitgestellt werden. Die Nitratentfernung bleibt kontinuierlich verfügbar.

Selektive Nitratentfernung

Ionenaustauscherharz Nitratentfernung

Die Anlage arbeitet mit einem speziell für die Nitratentfernung vorgesehenen Anionenaustauscher.

Nitrat-Ionen werden am Harz gebunden und gegen Chlorid-Ionen ausgetauscht. Nach Erreichen der verfügbaren Austauschkapazität wird das Harz mit Natriumchlorid-Sole regeneriert. Dabei wird das aufgenommene Nitrat aus dem Harz verdrängt und mit dem Regenerationswasser in den Kanal abgeführt.

Die Nitratentfernung ist keine Enthärtung. Calcium und Magnesium werden nicht gezielt entfernt und die Wasserhärte wird nicht wie bei einer Enthärtungsanlage reduziert.

Verschneidung – gewünschten Nitratwert einstellen

Die Verschneidung dient dazu, einen definierten Nitrat-Zielwert am Ausgang der Anlage einzustellen.

Hierfür wird ein einstellbarer Anteil des unbehandelten Rohwassers mit dem über den Ionenaustauscher aufbereiteten Wasser vermischt.

Das hat zwei wesentliche Vorteile:

  • der gewünschte Nitrat-Zielwert kann gezielt eingestellt werden

  • die vorhandene Austauschkapazität des Harzes wird besser genutzt

Es ist in der Regel nicht erforderlich, die gesamte Wassermenge auf den niedrigstmöglichen Nitratwert aufzubereiten. Entscheidend ist, den gewünschten Ausgangswert sicher zu erreichen.

Beispiel zur Kapazität und Verschneidung

Angenommen, das Rohwasser enthält:

  • 75 mg/l Nitrat

Die Kapazität eines Betriebsbehälters beträgt:

  • ca. 1.500 g Nitrat

Bei vollständiger Nitratentfernung ergibt sich theoretisch:

1.500.000 mg ÷ 75 mg/l = 20.000 Liter

Ein Betriebsbehälter könnte unter dieser vereinfachten Annahme etwa 20 m³ Wasser vollständig aufbereiten.

Wird das aufbereitete Wasser anschließend so mit Rohwasser verschnitten, dass ein Ausgangswert von etwa 37,5 mg/l entsteht, müssen pro Liter Mischwasser nur noch etwa 37,5 mg Nitrat entfernt werden.

Damit ergibt sich rechnerisch:

1.500.000 mg ÷ 37,5 mg/l = 40.000 Liter

Die theoretisch nutzbare Wassermenge erhöht sich dadurch auf etwa 40 m³ je Regeneration eines Betriebsbehälters.

Nach Erreichen dieser Kapazität übernimmt automatisch der zweite Behälter die Aufbereitung, während der erste regeneriert.

Die tatsächlich erreichbare Kapazität hängt von der gesamten Rohwasserzusammensetzung, dem Nitratwert, weiteren Anionen, dem Wasserverbrauch und dem eingestellten Verschneideverhältnis ab.

Nitratwert regelmäßig kontrollieren

Für die korrekte Einstellung der Verschneidung müssen der Nitratwert im Rohwasser und der gewünschte Ausgangswert bekannt sein.

Nach der Inbetriebnahme sollte der Ausgangswert kontrolliert werden. Bei Brunnenwasser ist zusätzlich eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll, da sich Nitratwerte im Laufe des Jahres verändern können.

Für die Betriebskontrolle eignet sich das Nitrat-Messbesteck 1–120 mg/l.

Bei schwankender Rohwasserqualität sollte die Verschneidung mit ausreichender Sicherheitsreserve eingestellt werden.

Passendes Ersatzharz

Für die Nitratentfernung wird ein spezieller Selektivaustauscher eingesetzt.

Als passendes Ersatzharz ist Treverlite IXA810/Cl im 25-Liter-Gebinde erhältlich.

Jeder der beiden Druckbehälter enthält 50 Liter Harz. Für eine vollständige Neubefüllung der Pendelanlage werden daher insgesamt vier Gebinde à 25 Liter benötigt.

Treverlite IXA810/Cl ist ein stark basischer, makroporöser Anionenaustauscher in Chloridform und entfernt Nitrat bevorzugt gegenüber Sulfat.

Weitere Harztypen für unterschiedliche Anwendungen finden Sie in unserer Kategorie Ionenaustauscherharze.

Regeneriersalz für den automatischen Betrieb

Die erschöpfte Harzfüllung wird automatisch mit Natriumchlorid-Sole regeneriert.

Je Regeneration eines Betriebsbehälters werden ca. 12 kg Salz benötigt. Für Anlagen mit regelmäßigem Salzverbrauch bieten wir die Regeneriersalztabletten auf der 1.000-kg-Palette an.

Geeignete Salztabletten unterstützen eine gleichmäßige Solebildung und einen zuverlässigen Regenerationsablauf.

Wartung der Clack-WS1-Ventiltechnik

Die Zentralsteuerventile übernehmen den automatischen Wechsel zwischen den beiden Druckbehältern sowie die einzelnen Regenerationsschritte.

Kolben und Dichtungen sind mechanisch beanspruchte Verschleißteile. Für die regelmäßige Instandhaltung ist das Wartungsset Clack WS1 passend.

Als Wartungsintervall empfehlen wir abhängig von der Rohwasserqualität etwa 1 bis 2 Jahre:

  • bei sauberem und partikelfreiem Rohwasser etwa alle 2 Jahre

  • bei stärker belastetem Rohwasser eher jährlich

  • zusätzlich bei Undichtigkeiten oder auffälligem Schalt- und Regenerationsverhalten

Bei einer vollständigen Wartung der Pendelanlage sollte die Ventiltechnik beider Filterstufen berücksichtigt werden.

Welche Ausführung ist die richtige?

Ausführung Max. Leistung Betriebsweise
Einzelanlage 1.400 l/h 1,4 m³/h ein Druckbehälter
Einzelanlage 2.800 l/h 2,8 m³/h ein Druckbehälter
Pendelanlage 1.400 l/h 1,4 m³/h zwei Behälter, wechselweise
Pendelanlage 2.800 l/h 2,8 m³/h diese Ausführung, zwei Behälter wechselweise

Die 2,8-m³/h-Pendelanlage ist die passende Ausführung, wenn gleichzeitig ein höherer Spitzenvolumenstrom und eine kontinuierliche Versorgung mit nitratreduziertem Wasser erforderlich sind.

Voraussetzungen für die Auslegung

Für die korrekte Auslegung, Programmierung und Einstellung der Verschneidung benötigen wir eine aktuelle Wasseranalyse sowie Angaben zum tatsächlichen Wasserbedarf.

Besonders wichtig sind:

  • Nitratwert im Rohwasser

  • gewünschter Nitratwert nach der Aufbereitung

  • maximal benötigter Durchfluss

  • täglicher Wasserverbrauch

  • Verbrauchsspitzen

  • weitere relevante Wasserinhaltsstoffe

  • verfügbarer Wasserdruck

  • geeigneter Kanalanschluss für das Regenerationswasser

  • Platzverhältnisse am Aufstellort

Bei Brunnenwasser sollte die vollständige Wasseranalyse betrachtet werden, da zusätzliche Belastungen eine Vorbehandlung erforderlich machen können.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zu Ionenaustauscheranlagen für die Wasseraufbereitung.

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: DNE050

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