Doppelanlage
Ecomix 3,4 m³/h

Art.Nr.: DA-EMFZV100

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Ecomix Doppelanlage 3,4 m³/h – kontinuierliche Brunnenwasseraufbereitung

Die Ecomix-Doppelanlage mit einer Aufbereitungsleistung von bis zu 3.400 l/h kombiniert Enthärtung sowie die Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen mit einer kontinuierlichen Bereitstellung von aufbereitetem Wasser.

Die Anlage arbeitet als Pendelanlage mit zwei Filterflaschen. Eine Filterflasche befindet sich im Betrieb, während die zweite regeneriert oder betriebsbereit ist. Sobald die eingestellte Kapazität der aktiven Filterflasche erreicht ist, erfolgt automatisch die Umschaltung.

Dadurch steht auch während einer Regeneration weiterhin aufbereitetes Wasser zur Verfügung.

Das Mehrkomponenten-Filtermaterial Ecomix übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig:

  • Enthärtung des Wassers auf praktisch 0 °dH

  • Reduzierung von Eisen

  • Reduzierung von Mangan

  • Reduzierung von Ammonium

  • Reduzierung bestimmter natürlich vorkommender organischer und metallorganischer Verbindungen

Besonders geeignet ist die Doppelanlage für die kontinuierliche Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Anlagenprinzip Doppelanlage / Pendelanlage
Aufbereitungsleistung 650–3.400 l/h
Kapazität je aktiver Filterflasche 208 m³×°dH
Ecomix-Füllung je Filterflasche 100 Liter
Salzbedarf je Regeneration ca. 10 kg
Wasserverbrauch je Regeneration ca. 1.000 Liter
Drucktanks GFK
Zentralsteuerventile Clack, mengengesteuert
Steuerspannung 230 V
pH-Bereich 6,8–9,0
Temperaturbereich 5–45 °C
Betriebsdruck 2,5–7,0 bar
Eisen im Zulauf max. 15 mg/l
Mangan im Zulauf max. 3 mg/l
TOC im Zulauf < 17 mg/l
freies Chlor max. 0,2 mg/l
Öl 0 mg/l

Pendelanlage – kontinuierlich aufbereitetes Wasser

Der wesentliche Vorteil gegenüber einer Ecomix-Einzelanlage ist die kontinuierliche Verfügbarkeit des aufbereiteten Wassers.

Die beiden Filterflaschen arbeiten wechselweise:

  • Filterflasche 1 befindet sich in Betrieb

  • nach Erreichen der eingestellten Kapazität wird auf Filterflasche 2 umgeschaltet

  • Filterflasche 1 regeneriert

  • nach Abschluss der Regeneration steht Filterflasche 1 wieder betriebsbereit zur Verfügung

  • beim nächsten Kapazitätswechsel erfolgt die Umschaltung zurück

Die beiden Filterflaschen arbeiten nicht parallel.

Die maximale Aufbereitungsleistung beträgt deshalb 3.400 l/h und nicht 6.800 l/h. Der Vorteil der Doppelanlage liegt nicht in einer Verdoppelung des momentanen Durchflusses, sondern in der kontinuierlichen Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Optimal vor kontinuierlich betriebenen UO- und NF-Anlagen

Die Pendelbauweise ist besonders für die Voraufbereitung kontinuierlich betriebener Membrananlagen geeignet.

Bei einer Ecomix-Einzelanlage steht während der Regeneration vorübergehend kein aufbereitetes Wasser zur Verfügung. Eine nachgeschaltete UO- oder NF-Anlage müsste in dieser Zeit abgeschaltet oder aus einem ausreichend dimensionierten Vorlagebehälter versorgt werden.

Bei der Doppelanlage übernimmt automatisch die zweite Filterflasche.

Damit eignet sich die Anlage besonders für:

  • kontinuierlich betriebene Umkehrosmoseanlagen

  • kontinuierlich betriebene Nanofiltrationsanlagen

  • größere Prozesswasseranlagen

  • Produktionsprozesse ohne ausreichende Stillstandszeiten

  • gewerbliche und industrielle Wasserversorgungen

  • kontinuierliche Brunnenwasseraufbereitung

Vor Membrananlagen ist die Enthärtung auf praktisch 0 °dH technisch erwünscht. Gleichzeitig können Eisen und Mangan reduziert werden, bevor sie die nachgeschaltete Membranstufe erreichen.

Brunnenwasseraufbereitung mit Ecomix

Ecomix eignet sich besonders für Brunnenwasser, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig auftreten.

Typische Kombinationen sind:

  • hohe Wasserhärte und Eisen

  • hohe Wasserhärte, Eisen und Mangan

  • Eisen, Mangan und Ammonium

  • Härte in Verbindung mit organischen Wasserinhaltsstoffen

  • mehrere dieser Belastungen gleichzeitig

Dadurch können mehrere Aufbereitungsaufgaben in einer Anlagenstufe miteinander kombiniert werden.

Für eine belastbare Auslegung ist eine Wasseranalyse erforderlich. Entscheidend sind insbesondere:

  • Gesamthärte

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • pH-Wert

  • organische Belastung

  • benötigter Durchfluss

  • Tageswasserbedarf

Bei einem überwiegenden Eisen- und Manganproblem ohne gewünschten Enthärtungseffekt kann ein anderes Aufbereitungsverfahren wirtschaftlicher sein.

Auch bei zeitweiser Eisenbelastung im Trink- und Stadtwasser

Ecomix-Doppelanlagen setzen wir auch im Trinkwasserbereich anstelle einer klassischen Enthärtungsanlage ein, wenn zusätzlich Eisen auftreten kann.

Der Eisenwert muss nicht dauerhaft erhöht sein. Auch zeitweise oder stoßweise auftretende Eisenbelastungen können insbesondere vor einer nachgeschalteten Membrananlage relevant sein.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • interne Werksverrohrungen

  • ältere Stahlleitungen

  • Korrosionsprodukte aus Rohrleitungssystemen

  • Ablösung vorhandener Eisenablagerungen

  • Schwankungen innerhalb größerer Betriebs- und Versorgungsnetze

Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert die Wasserhärte, behandelt eine zusätzliche Eisenbelastung jedoch nicht gezielt.

Ecomix kombiniert die Enthärtung mit einer zusätzlichen Eisen- und Manganreduzierung.

208 m³×°dH Kapazität je Filterflasche

Auch bei einer Doppelanlage ist die Kapazität jeder einzelnen Filterflasche entscheidend.

Je aktiver Filterflasche stehen zur Verfügung:

208 m³×°dH Kapazität

Die mögliche Wassermenge bis zur Umschaltung ergibt sich vereinfacht aus:

Kapazität ÷ Rohwasserhärte = Wassermenge bis zum Flaschenwechsel

Rohwasserhärte Wassermenge je Filterflasche
10 °dH ca. 20,8 m³
15 °dH ca. 13,9 m³
20 °dH ca. 10,4 m³
25 °dH ca. 8,3 m³
30 °dH ca. 6,9 m³

Bei 20 °dH kann eine Filterflasche rechnerisch etwa 10,4 m³ Wasser aufbereiten.

Danach erfolgt die Umschaltung auf die zweite Filterflasche und die erschöpfte Flasche wird regeneriert.

Pendelanlage bedeutet nicht doppelte Kapazität je Betriebszyklus

Für die Auslegung dürfen die Kapazitäten der beiden Filterflaschen nicht einfach addiert werden.

Bei 20 °dH läuft der Betrieb beispielsweise folgendermaßen:

  • Filterflasche 1 bereitet ca. 10,4 m³ Wasser auf

  • anschließend erfolgt die Umschaltung auf Filterflasche 2

  • Filterflasche 1 regeneriert

  • nach weiteren ca. 10,4 m³ muss Filterflasche 1 wieder vollständig betriebsbereit sein

Entscheidend ist deshalb, wie schnell die Kapazität einer einzelnen Filterflasche verbraucht wird.

Die Regeneration der erschöpften Filterflasche muss abgeschlossen sein, bevor die jeweils aktive Filterflasche ihre Kapazität erreicht.

Laufzeit bei maximalem Durchfluss

Bei 20 °dH und einem kontinuierlichen Durchfluss von 3.400 l/h ergibt sich rechnerisch:

  • Kapazität je Filterflasche: ca. 10,4 m³

  • maximaler Durchfluss: 3,4 m³/h

  • Laufzeit bis zur Umschaltung: ca. 3,1 Stunden

Damit stehen für Regeneration und erneute Betriebsbereitschaft der anderen Filterflasche rund 3,1 Stunden zur Verfügung.

Bei geringerem Durchfluss verlängert sich dieses Zeitfenster entsprechend.

Gerade bei hoher Rohwasserhärte und dauerhaftem Betrieb nahe der maximalen Anlagenleistung ist diese Laufzeitprüfung ein wichtiger Bestandteil der Dimensionierung.

Beispiel Salzverbrauch bei 20 °dH

Je Regeneration einer Filterflasche werden ca. 10 kg Regeneriersalz benötigt.

Bei 20 °dH ergibt sich:

  • Kapazität je Filterflasche: 208 m³×°dH

  • Rohwasserhärte: 20 °dH

  • Wassermenge bis zur Regeneration: 208 ÷ 20 = ca. 10,4 m³

  • Salzbedarf je Regeneration: ca. 10 kg

  • rechnerischer Salzverbrauch: ca. 0,96 kg/m³ aufbereitetes Wasser

Der Pendelbetrieb reduziert den spezifischen Salzverbrauch nicht. Sein wesentlicher Vorteil ist die kontinuierliche Verfügbarkeit des aufbereiteten Wassers.

Passende Regeneriersalztabletten können für die Regeneration verwendet werden.

Kein sinnvoller Verschnitt auf Mischwasserhärte

Ecomix enthärtet das Wasser praktisch vollständig auf etwa 0 °dH.

Bei einer klassischen Enthärtungsanlage kann unbehandeltes Rohwasser zugemischt werden, um eine gewünschte Resthärte einzustellen.

Bei Ecomix-Anwendungen mit Eisen- oder Manganbelastung ist ein solcher Verschnitt nicht sinnvoll.

Über das Rohwasser würden gleichzeitig wieder zuvor entfernte Wasserinhaltsstoffe zugemischt:

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • weitere vorhandene Rohwasserbelastungen

Eine gewünschte Mischwasserhärte kann deshalb nicht wie bei einer klassischen Enthärtungsanlage durch Rohwasserverschnitt eingestellt werden.

Vor einer UO- oder NF-Anlage ist dies normalerweise kein Nachteil, da dort möglichst weitgehend enthärtetes Zulaufwasser gewünscht ist.

Calcitlösekapazität bei direkter Trinkwassernutzung beachten

Wird das Ecomix-behandelte Wasser unmittelbar als Trinkwasser genutzt, muss die nahezu vollständige Enthärtung berücksichtigt werden.

Da bei Eisen- oder Manganbelastung kein sinnvoller Rohwasserverschnitt möglich ist, sollte die resultierende Wasserbeschaffenheit beurteilt werden.

Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • pH-Wert

  • Säurekapazität

  • Natriumgehalt

  • Calcitlösekapazität

  • vorhandene Rohrleitungswerkstoffe

Sehr weiches Wasser ist nicht automatisch für jede Trinkwasserinstallation optimal.

Bei einer nachgeschalteten Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist die weitgehende Enthärtung dagegen ausdrücklich erwünscht.

Regeneration und Ecomix-Filtermaterial

Das Filtermaterial wird mit einer Natriumchlorid-Sole regeneriert. Weitere Regenerationschemikalien sind für das Ecomix-Verfahren nicht erforderlich.

Das verwendete Ecomix A Filtermaterial kombiniert mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten für die Enthärtung sowie die Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen.

Für Regeneration und Rückspülung ist ein ausreichend dimensionierter Abwasseranschluss erforderlich.

Wartung und Kontrolle der Wasserqualität

Für die eingesetzten Clack-Zentralsteuerventile ist das Wartungsset Clack Ventil WS1 das passende Servicezubehör.

Zur Kontrolle der Wasserqualität empfehlen wir:

Gerade vor einer Membrananlage ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Ein Härte-, Eisen- oder Mangandurchbruch kann dadurch erkannt werden, bevor die nachgeschaltete Membranstufe belastet wird.

Die Rohwasserhärte sollte ebenfalls regelmäßig überprüft werden, da Änderungen der Härte unmittelbar die verfügbare Wassermenge je Filterflasche verändern.

Doppelanlage oder Einzelanlage?

Die Doppelanlage ist besonders sinnvoll, wenn:

  • kontinuierlich aufbereitetes Wasser benötigt wird

  • eine nachgeschaltete Membrananlage während der Ecomix-Regeneration weiterbetrieben werden soll

  • keine ausreichend langen Stillstandszeiten vorhanden sind

  • ein kontinuierlicher Produktionsprozess versorgt wird

  • eine hohe betriebliche Verfügbarkeit erforderlich ist

Kann während einer Regeneration problemlos auf aufbereitetes Wasser verzichtet werden, ist die Ecomix-Einzelanlage 3,4 m³/h die einfachere Anlagenkonfiguration.

Vergleich der Ecomix-Doppelanlagen

Anlagenleistung Kapazität je Filterflasche Wassermenge je Filterflasche bei 20 °dH
1,0 m³/h 52 m³×°dH ca. 2,6 m³
1,3 m³/h 78 m³×°dH ca. 3,9 m³
1,9 m³/h 104 m³×°dH ca. 5,2 m³
2,5 m³/h 156 m³×°dH ca. 7,8 m³
3,4 m³/h 208 m³×°dH ca. 10,4 m³
4,6 m³/h 260 m³×°dH ca. 13,0 m³
6,0 m³/h 312 m³×°dH ca. 15,6 m³

Die richtige Baugröße richtet sich nicht nur nach dem maximalen Durchfluss, sondern insbesondere nach Rohwasserhärte, Tageswasserbedarf und der daraus resultierenden Laufzeit jeder Filterflasche.

Typische Einsatzbereiche

Die Ecomix-Doppelanlage 3,4 m³/h eignet sich insbesondere für:

  • kontinuierliche Brunnenwasseraufbereitung

  • Brunnenwasser mit Härte, Eisen und Mangan

  • Brunnenwasser mit zusätzlichem Ammonium

  • Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen

  • Voraufbereitung vor Nanofiltrationsanlagen

  • kontinuierliche Prozesswasseraufbereitung

  • Trink- und Stadtwasser mit zeitweise auftretender Eisenbelastung

  • interne Werksnetze mit Eisenbelastungen aus der Verrohrung

  • gewerbliche und industrielle Eigenwasserversorgungen

  • Anwendungen bis maximal ca. 3.400 l/h Durchfluss

Angaben für die richtige Auslegung

Für eine belastbare Auslegung sollten insbesondere bekannt sein:

  • maximaler Durchfluss

  • durchschnittlicher und maximaler Wasserverbrauch

  • tägliche Betriebszeit

  • Gesamthärte

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • pH-Wert

  • organische Belastung bei relevantem Brunnen- oder Prozesswasser

  • verfügbare Wassermenge für Rückspülung und Regeneration

  • geeigneter Abwasseranschluss

  • nachgeschaltete Wasseraufbereitungsanlage

Bei kontinuierlich betriebenen UO- oder NF-Anlagen prüfen wir zusätzlich, wie lange eine Filterflasche bei der vorhandenen Rohwasserhärte betrieben werden kann und ob die Regeneration der anderen Filterflasche innerhalb dieses Zeitfensters sicher abgeschlossen ist.

 

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: DA-EMFZV100

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