Dosiertechnik

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Dosiertechnik

Dosiertechnik für die Wasseraufbereitung

Dosiertechnik wird eingesetzt, wenn Chemikalien, Konditionierungsmittel oder Hilfsstoffe kontrolliert und reproduzierbar in einen Wasserstrom dosiert werden müssen. Typische Anwendungen sind Antiscalant-Dosierung, pH-Wert-Korrektur, Desinfektion, Korrosionsschutz, Kühl- und Kesselwasserkonditionierung sowie Dosieraufgaben in industriellen Wasseraufbereitungsanlagen.

In dieser Kategorie finden Sie Dosierpumpen, mengengesteuerte Dosieranlagen, IBC-Dosieranlagen, Sauglanzen, Impfventile und vormontierte Dosiersysteme für unterschiedliche Anschlussgrößen und Anwendungen.
Passende Betriebsstoffe finden Sie in der Kategorie Chemikalien für Wasseraufbereitung.

Weitere Kategorien

Absorptionsgefäß<br>für Dosierbehälter

Absorptionsgefäß
für Dosierbehälter

EUR 475,00
Preis netto: EUR 399,16

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Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße ¾“

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße ¾“

EUR 1.019,77
Preis netto: EUR 856,95

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße 1"

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße 1"

EUR 1.070,43
Preis netto: EUR 899,52

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße 1 1/2"

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße 1 1/2"

EUR 1.229,27
Preis netto: EUR 1.033,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße 2"

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße 2"

EUR 1.586,03
Preis netto: EUR 1.332,80

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Dosierpumpe mit Sauglanze

Dosierpumpe mit Sauglanze

EUR 982,94
Preis netto: EUR 826,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße 1"<br>zur IBC Entnahme

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße 1"
zur IBC Entnahme

EUR 1.243,55
Preis netto: EUR 1.045,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Mengengesteuerte Dosieranlage<br>Anschlussgröße WZ 2"<br>zur IBC Entnahme

Mengengesteuerte Dosieranlage
Anschlussgröße WZ 2"
zur IBC Entnahme

EUR 1.850,45
Preis netto: EUR 1.555,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Vollautomatische<br>IBC Dosieranlage

Vollautomatische
IBC Dosieranlage

EUR 16.850,00
Preis netto: EUR 14.159,66

EUR 16,85 pro Liter

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Dosiertechnik richtig auswählen

Dosierstation

Warum präzise Dosierung wichtig ist

In der Wasseraufbereitung entscheidet die Dosiergenauigkeit häufig über Betriebssicherheit, Wasserqualität und Standzeit nachgeschalteter Anlagen. Wird zu wenig dosiert, kann die gewünschte Wirkung ausbleiben. Wird zu viel dosiert, können Kosten steigen, Grenzwerte überschritten werden oder Anlagenkomponenten belastet werden.

Deshalb sollte Dosiertechnik nicht nur nach Rohranschluss oder Pumpengröße ausgewählt werden. Entscheidend sind Medium, Konzentration, gewünschte Dosiermenge, Durchfluss, Betriebsdruck, Dosierstelle, Werkstoffverträglichkeit und die Art der Ansteuerung.

Mengengesteuerte Dosieranlagen

Mengengesteuerte Dosieranlagen dosieren abhängig von der durchfließenden Wassermenge. Ein Wasserzähler erfasst den Volumenstrom und gibt Impulse an die Dosierpumpe weiter. Dadurch wird die Dosiermenge an die tatsächlich entnommene Wassermenge angepasst.

Das ist besonders sinnvoll, wenn der Wasserverbrauch schwankt. Typische Anwendungen sind Antiscalant-Dosierung vor Membrananlagen, Dosierung von Härtestabilisatoren, pH-Korrektur, Konditionierungsmittel oder Desinfektionslösungen. Die Dosieranlage muss zur Anschlussgröße, zur maximalen Durchflussmenge und zur benötigten Dosierleistung passen.

Dosierpumpen mit Sauglanze

Dosierpumpen mit Sauglanze eignen sich für viele Standard-Dosieraufgaben. Die Sauglanze entnimmt das Dosiermittel aus einem Gebinde oder Behälter. Über die Dosierpumpe wird das Medium zur Impfstelle gefördert und dort in den Wasserstrom eingebracht.

Wichtig sind Dosierleistung, Gegendruck, Chemikalienbeständigkeit, Schlauchmaterial, Impfstelle und Gebindeanbindung. Bei kleinen Dosiermengen muss die Pumpe besonders fein und zuverlässig arbeiten. Bei aggressiven Medien müssen Werkstoffe und Dichtungen zur Chemikalie passen.

Antiscalant-Dosierung für Membrananlagen

Bei Antiscalant-Dosierung wird ein Härtestabilisator vor eine Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage dosiert. Das Antiscalant stabilisiert ausfällungsgefährdete Salze und soll mineralisches Scaling auf der Membran reduzieren.

Antiscalant entfernt keine Härtebildner aus dem Wasser. Es ersetzt deshalb keine Enthärtung in jeder Anwendung, sondern ist ein Verfahren zur Stabilisierung des Rohwassers vor Membrananlagen. Entscheidend sind Rohwasseranalyse, Ausbeute, Membrantyp, Betriebsweise und die korrekt eingestellte Dosiermenge.

pH-Wert-Korrektur und Neutralisation

Dosiertechnik wird häufig zur pH-Wert-Korrektur eingesetzt. Je nach Anwendung können Säuren oder Laugen dosiert werden, um einen Ziel-pH-Wert einzustellen. Solche Anwendungen können in Prozesswasser, Abwasser, Membrananlagen oder technischen Wasserkreisläufen erforderlich sein.

Bei schwankenden pH-Werten reicht eine rein mengenproportionale Dosierung nicht immer aus. Dann kann eine geregelte Dosierung mit pH-Messung und Steuerung notwendig sein. Für Abwasser mit behördlichen Einleitwerten sind unter Umständen Neutralisationsanlagen die passendere Lösung.

Neutralisationsanlage

Dosierung für Kühl- und Kesselwasser

In Kühl- und Kesselwassersystemen werden Dosiermittel eingesetzt, um Korrosion, Ablagerungen, Biofilm oder Sauerstoffeintrag zu reduzieren. Dazu können Korrosionsschutzmittel, Härtestabilisatoren, Sauerstoffbindemittel, Biozide oder andere Konditionierungsmittel gehören.

Die Dosiertechnik muss zum System passen. Offene Kühlkreisläufe, geschlossene Heizungsanlagen und Kesselwassersysteme haben unterschiedliche Anforderungen an Dosierstelle, Konzentration, Überwachung und Nachspeisung. Auch Temperatur, Werkstoffe, Systemvolumen und Betriebsweise müssen berücksichtigt werden.

IBC-Dosieranlagen und Chemikalienentnahme

Für größere Chemikalienmengen können IBC-Dosieranlagen eingesetzt werden. Sie ermöglichen die Entnahme aus IBC-Behältern und eignen sich für Anwendungen mit höherem Verbrauch oder längeren Betriebszeiten. Je nach Ausführung können eine oder mehrere Dosierpumpen, Wasserzähler, Impfventile und Sauglanzen eingebunden sein.

Bei IBC-Entnahme müssen Anschluss, Sauglanze, Gebindeaufstellung, Auffangmöglichkeit, Füllstandüberwachung und Arbeitssicherheit geprüft werden. Passende Behälter und Lagerlösungen finden Sie in der Kategorie Tanks und Lagerbehälter.

Zubehör und Anlagenaufbau

Zu einer Dosieranlage gehören nicht nur Pumpe und Wasserzähler. Je nach Anwendung werden Impfventile, Rückschlagventile, Saugleitungen, Druckleitungen, Dosierlanzen, Füllstandsonden, Pulsationsdämpfer, Sicherheitswannen oder Steuerungssignale benötigt.

Der Anlagenaufbau sollte so geplant werden, dass Dosierpumpe, Gebinde, Saugleitung und Impfstelle gut zugänglich sind. Wartung, Nachfüllen, Entlüften, Reinigen und Austausch von Verschleißteilen müssen ohne unnötigen Aufwand möglich sein.

Werkstoffverträglichkeit und Sicherheit

Chemikalien können je nach Konzentration und Anwendung aggressiv wirken. Deshalb müssen Pumpenkopf, Dichtungen, Schläuche, Impfventile, Sauglanzen und Behälter zur jeweiligen Chemikalie passen. Nicht jedes Material ist für Natronlauge, Säure, Desinfektionsmittel, Antiscalant oder Biozide geeignet.

Auch Lagerung und Arbeitssicherheit sind zu beachten. Sicherheitsdatenblatt, Kennzeichnung, Auffangwanne, Belüftung, Temperaturbereich und Zugriffsschutz können je nach Medium erforderlich sein. Chemikalien sollten nicht ohne technische und sicherheitstechnische Prüfung gemischt werden.

Dosiertechnik vor Umkehrosmoseanlagen

Vor Umkehrosmoseanlagen wird Dosiertechnik häufig für Antiscalant, pH-Wert-Korrektur oder Vorbehandlung eingesetzt. Die Dosierung muss zur Anlagensteuerung und zum Betriebszustand passen. Wenn die Umkehrosmose steht, darf in der Regel auch keine Chemikalie in den Rohwasserstrom dosiert werden.

Bei bestehenden Membrananlagen ist zu prüfen, ob ein Anschluss für Dosiertechnik vorbereitet ist. Je nach Anlage kann eine Störmeldung, Füllstandsüberwachung oder Freigabe über die Anlagensteuerung sinnvoll sein.

Typische Auswahlfehler vermeiden

Ein häufiger Fehler ist die Auswahl einer Dosierpumpe ohne Berechnung der tatsächlichen Dosiermenge. Die Pumpe muss im passenden Arbeitsbereich laufen. Ist sie deutlich zu groß, kann sie kleine Mengen schlecht dosieren. Ist sie zu klein, wird der Zielwert bei hohem Durchfluss nicht erreicht.

Ebenso wichtig ist die richtige Impfstelle. Wird zu weit entfernt, zu nah vor einer empfindlichen Komponente oder ohne ausreichende Vermischung dosiert, kann die Wirkung ungleichmäßig sein. Bei bestimmten Anwendungen kann eine Mischstrecke oder ein statischer Mischer sinnvoll sein.

Angaben für die Auslegung

Für die Auswahl einer passenden Dosiertechnik sind folgende Angaben hilfreich:

  • Dosieraufgabe und gewünschter Zielwert
  • Dosiermedium und Konzentration
  • vorhandene Wasseranalyse
  • maximaler und minimaler Durchfluss
  • Betriebsdruck an der Dosierstelle
  • gewünschte Dosiermenge
  • Betriebszeiten und Taktung der Anlage
  • Anschlussgröße der Rohrleitung
  • vorhandene Steuerung oder Impulssignal
  • Gebindegröße oder IBC-Entnahme
  • Werkstoffe und Medienverträglichkeit
  • vorhandene Dosierstelle oder geplante Impfstelle
  • Anforderungen an Füllstandüberwachung, Störmeldung oder Leckageschutz
  • Aufstellort und Platzverhältnisse

Bei bestehenden Anlagen helfen Fotos von Rohrleitung, Dosierstelle, Steuerung, Typenschild, Chemikaliengebinde und Einbausituation.
 

Häufige Fragen zu Dosiertechnik

FAQ Dosiertechnik

Wofür wird Dosiertechnik in der Wasseraufbereitung eingesetzt?

Dosiertechnik wird eingesetzt, um Chemikalien oder Hilfsstoffe kontrolliert in einen Wasserstrom einzubringen. Typische Anwendungen sind Antiscalant-Dosierung, pH-Wert-Korrektur, Desinfektion, Korrosionsschutz, Kühl- und Kesselwasserkonditionierung sowie technische Prozesswasserdosierung.

Was ist eine mengengesteuerte Dosieranlage?

Eine mengengesteuerte Dosieranlage dosiert abhängig von der durchfließenden Wassermenge. Ein Wasserzähler gibt Impulse an die Dosierpumpe weiter. Dadurch wird die Dosierung an den tatsächlichen Wasserverbrauch angepasst.

Wann ist eine mengengesteuerte Dosierung sinnvoll?

Eine mengengesteuerte Dosierung ist sinnvoll, wenn der Wasserverbrauch schwankt und trotzdem eine gleichmäßige Dosiermenge pro Kubikmeter Wasser erreicht werden soll. Das ist zum Beispiel bei Antiscalant, Konditionierungsmitteln oder pH-Korrekturmitteln häufig relevant.

Was ist der Unterschied zwischen Dosierpumpe und Dosieranlage?

Eine Dosierpumpe ist die eigentliche Pumpe zur Förderung des Dosiermediums. Eine Dosieranlage kann zusätzlich Wasserzähler, Sauglanze, Impfventil, Druckleitung, Steuerung, Behälter, Füllstandüberwachung oder andere Komponenten enthalten.

Welche Dosierpumpe brauche ich?

Die Dosierpumpe muss zur benötigten Dosiermenge, zum Gegendruck, zur Chemikalie und zur Ansteuerung passen. Wichtig sind minimaler und maximaler Durchfluss, Konzentration des Dosiermittels, gewünschter Zielwert und Betriebsdruck.

Kann Dosiertechnik für Antiscalant eingesetzt werden?

Ja. Antiscalant wird vor Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen dosiert, um mineralisches Scaling auf Membranen zu reduzieren. Die Dosierung muss zur Rohwasseranalyse, Ausbeute und Anlagenleistung passen.

Entfernt Antiscalant Härte aus dem Wasser?

Nein. Antiscalant stabilisiert Härtebildner, entfernt sie aber nicht aus dem Wasser. Es ist kein Ersatz für eine Enthärtungsanlage in jeder Anwendung. Ob Antiscalant oder Enthärtung sinnvoller ist, hängt von Rohwasser, Zielqualität und Membrananlage ab.

Kann Dosiertechnik zur pH-Regelung eingesetzt werden?

Ja. Für pH-Wert-Korrekturen können Säuren oder Laugen dosiert werden. Bei stark schwankenden pH-Werten kann eine geregelte Dosierung mit pH-Messung notwendig sein. Für Abwasseranwendungen mit Einleitgrenzwerten sollte eine Neutralisationsanlage geprüft werden.

Was muss bei IBC-Dosieranlagen beachtet werden?

Wichtig sind IBC-Anschluss, Sauglanze, Gebindeaufstellung, Auffangmöglichkeit, Füllstandüberwachung, Werkstoffverträglichkeit und Zugänglichkeit. Bei größeren Chemikalienmengen müssen Lagerung und Arbeitssicherheit besonders berücksichtigt werden.

Warum ist die Impfstelle wichtig?

Die Impfstelle bestimmt, wo das Dosiermedium in den Wasserstrom gelangt. Sie muss so gewählt werden, dass eine ausreichende Vermischung möglich ist und nachgeschaltete Komponenten nicht durch lokale Überkonzentrationen belastet werden.

Kann ich jede Chemikalie mit jeder Dosierpumpe dosieren?

Nein. Chemikalie, Konzentration, Temperatur und Werkstoffe müssen zusammenpassen. Pumpenkopf, Dichtungen, Schläuche und Impfventile müssen für das jeweilige Medium geeignet sein.

Welche Angaben werden für eine technische Auslegung benötigt?

Benötigt werden Dosieraufgabe, Chemikalie, Konzentration, Wasseranalyse, Durchfluss, Betriebsdruck, gewünschter Zielwert, vorhandene Steuerung, Gebindegröße, Dosierstelle und Angaben zur Einbausituation.

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