Vollautomatische
IBC Dosieranlage

Inkl. Messtechnik und Dosierpumpe

Art.Nr.: VA-ELS-IBC-1000

« Zurück zur Kategorie

EUR 16.850,00
Preis netto: EUR 14.159,66

inkl. 19 % USt

  • Lieferzeit ca. 8-10 Wochen
  • Gewicht 400 kg


Zahlungsweisen

PayPal Vorkasse Kreditkarten Lastschrift Sofortüberweisung

Bewertung: 0.0 von 5

Datenblätter

Produktbeschreibung

Vollautomatische IBC-Dosieranlage mit Restentleerung

Die vollautomatische IBC-Dosieranlage mit Restentleerung wird eingesetzt, wenn Chemikalien sicher, kontrolliert und möglichst vollständig aus einem 1.000-l-IBC entnommen und dosiert werden sollen. Die Anlage kombiniert IBC-Aufstellung, Schutzwanne, Zwischenbehälter, Messtechnik, automatische Ventile und Dosierpumpe zu einer kompakten Entleer- und Dosierstation.

Der besondere Vorteil liegt in der Restentleerung über einen nachgeschalteten niveauüberwachten Dosierbehälter. Dadurch wird das Medium nicht nur direkt aus dem IBC angesaugt, sondern kontrolliert in einen 150-l-Dosierbehälter überführt. Von dort erfolgt die Dosierung über eine Grundfos-Dosierpumpe mit Flowcontrol.

Einsatzbereich der IBC-Dosierstation

Die IBC-Dosieranlage ist für industrielle und technische Anwendungen vorgesehen, bei denen größere Mengen flüssiger Chemikalien aus IBC-Gebinden verarbeitet werden. Typische Einsatzbereiche sind Wasseraufbereitung, Prozesswassertechnik, Abwasserbehandlung, Membrananlagen, Kesselwasseraufbereitung, Kühlkreisläufe, pH-Korrektur und chemische Konditionierung.

Die Anlage ist besonders sinnvoll, wenn Gebindewechsel, Chemikalienentnahme und Dosierung sicherer und kontrollierter ausgeführt werden sollen. Durch den stationären Anlagenaufbau mit Schutzwanne, Edelstahlrahmen und Überwachungstechnik wird der Betrieb deutlich besser kontrollierbar als bei einfachen IBC-Entnahmen mit Sauglanze.

Unterschied zu einfachen IBC-Dosieranlagen

Eine einfache mengengesteuerte IBC-Dosieranlage dosiert direkt aus dem IBC und wird über einen Wasserzähler proportional zur Wassermenge angesteuert. Diese Lösung ist kompakt und für viele Dosieraufgaben ausreichend.

Die vollautomatische IBC-Dosieranlage mit Restentleerung ist deutlich umfangreicher aufgebaut. Sie enthält einen eigenen Dosierbehälter, automatische Ventile, Messtechnik, Schutzwanne und stabilen Rahmen. Dadurch eignet sie sich für Anwendungen mit höheren Anforderungen an Sicherheit, Überwachung und vollständige Chemikalienentnahme.

Restentleerung über Dosierbehälter

Bei der Restentleerung wird das Dosiermedium aus dem IBC in einen nachgeschalteten Dosierbehälter geführt. Dieser Behälter ist niveauüberwacht und dient als kontrollierte Vorlage für die Dosierpumpe. Dadurch kann der IBC deutlich besser entleert werden, ohne dass zusätzliche Messtechnik direkt am oder im IBC erforderlich ist.

Die Leermeldung des IBC erfolgt über eine Zeitüberwachung bei der Entnahme in den Dosierbehälter. Der Bediener muss dadurch nicht direkt in den IBC eingreifen. Das reduziert den Aufwand beim Gebindewechsel und verbessert die Betriebssicherheit.

Sicherheit beim IBC-Wechsel

Der IBC-Wechsel ist bei chemischen Dosiermedien häufig ein kritischer Arbeitsschritt. Tropfmengen, Restinhalte, falsche Schlauchführung oder ungeeignete Entnahmelösungen können zu Sicherheits- und Sauberkeitsproblemen führen.

Die Anlage ist deshalb so aufgebaut, dass der Entnahmeprozess automatisiert und überwacht wird. Zwei automatische pneumatische Membranventile in Reihenschaltung steuern den Chemikalienfluss. Die Kombination aus Schutzwanne, Rahmenkonstruktion, Ventiltechnik und Messtechnik unterstützt einen kontrollierten Betrieb.

WHG-Ausführung und Anlagenaufbau

Die IBC-Dosieranlage wird als WHG-geeignete Ausführung beschrieben und von einer zertifizierten Fachfirma nach WHG gebaut. Das ist besonders relevant, wenn wassergefährdende Stoffe eingesetzt werden und Anforderungen an Auffangräume, Dichtheit, Werkstoffe und betriebliche Sicherheit bestehen.

Die Konstruktion besteht aus einem robusten V4A-Rahmengestell mit PP-Schutzwanne. Die Anlage ist für die Beladung mit dem Stapler geeignet und kann einen 1.000-l-IBC mit einer maximalen Traglast von 1.500 kg aufnehmen.

Dosierpumpe mit Flowcontrol

Die Dosierung erfolgt über eine Grundfos DDA 7,5-16 FCM Dosierpumpe mit Flowcontrol. Diese Pumpenausführung ist für präzisere Dosieraufgaben geeignet und kann den Dosierprozess besser überwachen als einfache Dosierpumpen ohne entsprechende Kontrollfunktion.

Die Pumpe wird aus dem 150-l-Dosierbehälter versorgt. Dadurch ist die Dosierung vom direkten IBC-Entnahmevorgang getrennt. Das verbessert die Betriebskontrolle, weil Gebindeentleerung und eigentliche Dosierung getrennte Funktionsbereiche der Anlage sind.

Messtechnik und Überwachung

Die Anlage ist mit Messtechnik von Endress+Hauser ausgestattet. Verwendet werden FTW31-Komponenten für Leckagemeldung, Voll- und Leermeldung des Dosierbehälters sowie Überfüllsicherung.

Diese Überwachung ist wichtig, weil bei Chemikalienentnahme aus IBC nicht nur die Dosiermenge zählt. Auch Überfüllung, Leckage, leerer Vorlagebehälter oder gestörte Entnahme müssen erkannt werden, damit die Anlage sicher betrieben werden kann.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Vollautomatische IBC-Dosieranlage mit Restentleerung
Artikelnummer VA-ELS-IBC-1000
Geeignet für IBC-Container 1.000 l, 1.200 x 1.000 mm
Maximale Traglast 1.500 kg
Länge 1.830 mm
Breite 1.070 mm
Gesamthöhe ohne IBC 1.500 mm
Höhe Stellfläche IBC 1.120 mm
Material Schutzwanne PP
Material Dosierbehälter PE-HD
Inhalt Dosierbehälter 150 l
Rahmengestell V4A
Unterer Grundrahmen 80 x 80 V4A-Profil
Aufbau 60 x 60 V4A-Profil
Oberfläche metallblank
Schweißnähte gebeizt
Automatische Membranventile Gemü R690 PVC DN15
Pneumatische Magnetventile Festo
Dosierpumpe Grundfos DDA 7,5-16 FCM mit Flowcontrol
Messtechnik 4 x FTW31 Endress+Hauser
Stellfüße einzeln höhenverstellbar
Eignung WHG
Zertifikat CE-Kennzeichnung
Gewicht 400 kg
Lieferzeit ca. 8–10 Wochen
Dokument IBC-Entleerstation-V1.0.pdf

Aufbau der Station

Die IBC-Dosierstation besteht aus einer Aufstellfläche für den IBC, einer PP-Schutzwanne, einem V4A-Rahmengestell, automatischen Ventilen, einem 150-l-Dosierbehälter und der Dosierpumpe. Der IBC wird auf der oberen Stellfläche positioniert. Die Entnahme erfolgt kontrolliert in den nachgeschalteten Dosierbehälter.

Die seitliche Begrenzung unterstützt die Positionierung des IBC. Die Stellfüße sind einzeln höhenverstellbar, damit die Anlage am Aufstellort ausgerichtet werden kann. Die geschlossene Profilkonstruktion und die gebeizten Schweißnähte sind auf einen robusten industriellen Einsatz ausgelegt.

Typische Dosiermedien

Die Anlage kann für verschiedene flüssige Chemikalien in der Wasseraufbereitung und Prozesstechnik eingesetzt werden, sofern Medium, Konzentration, Temperatur, Viskosität und Werkstoffbeständigkeit zur Anlage passen.

Typische Anwendungen können sein:

  • Antiscalant für Membrananlagen

  • Natronlauge zur pH-Wert-Anhebung

  • Säuren oder Laugen zur Prozesswasserbehandlung

  • Konditionierungsmittel für Kühl- und Kesselwasser

  • Chemikalien für Abwasserbehandlung

  • Prozesschemikalien für industrielle Anwendungen

Vor dem Einsatz muss die chemische Beständigkeit von Schutzwanne, Dosierbehälter, Ventilen, Dichtungen, Leitungen und Dosierpumpe geprüft werden.

Einsatz bei Antiscalant-Dosierung

Bei Antiscalant-Dosierung vor Membrananlagen kann die IBC-Dosierstation sinnvoll sein, wenn größere Mengen Dosiermittel aus IBC-Gebinden eingesetzt werden. Das betrifft zum Beispiel größere Umkehrosmoseanlagen, Nanofiltrationsanlagen oder Vollentsalzungsanlagen mit Membranstufe.

Wichtig ist: Antiscalant entfernt Härtebildner nicht aus dem Wasser. Es stabilisiert ausfällungsgefährdete Stoffe im Betrieb der Membrananlage. Dosiermenge, Rohwasseranalyse, Recovery, Temperatur und Anlagenfahrweise müssen passend berechnet werden.

Einsatz bei pH-Korrektur

Für pH-Korrekturen, zum Beispiel mit Natriumhydroxid, kann eine IBC-Dosierstation sinnvoll sein, wenn größere Chemikalienmengen benötigt werden und die Dosierung sicher überwacht werden soll.

Bei pH-Dosierungen müssen Dosierstelle, Vermischung, Reaktionszeit, Messstelle, Sicherheitsanforderungen und Werkstoffbeständigkeit besonders beachtet werden. Die Dosierstation ersetzt keine fachliche Auslegung der pH-Regelung.

Betrieb und Kontrolle

Im Betrieb sollten Entnahme, Dosierbehälter, Dosierpumpe, Ventile, Messtechnik und Schutzwanne regelmäßig geprüft werden. Besonders wichtig sind Leckagemeldung, Überfüllsicherung, Voll- und Leermeldung des Dosierbehälters sowie die korrekte Funktion der automatischen Membranventile.

Regelmäßig zu prüfen sind:

  • Füllstand des IBC

  • Entnahme in den Dosierbehälter

  • Vollmeldung und Leermeldung des Dosierbehälters

  • Überfüllsicherung

  • Leckagemeldung

  • Funktion der pneumatischen Membranventile

  • Funktion der Magnetventile

  • Dosierleistung der Pumpe

  • Flowcontrol-Meldungen

  • Dichtheit von Leitungen und Armaturen

  • Zustand der Schutzwanne

  • chemischer Zielwert im Prozess

Die Prüfintervalle hängen von Medium, Gefährdungsklasse, Betriebsstunden, Anlagenumgebung und Betreiberanforderungen ab.

Aufstellung und Einbindung

Die Anlage benötigt eine geeignete Aufstellfläche, ausreichenden Zugang für Staplerbeladung, Chemikalienhandling und Wartung sowie passende Anschlüsse für Dosierleitung, Steuerung, Druckluft und elektrische Versorgung.

Vor der Installation sollten geprüft werden:

  • Aufstellfläche und Tragfähigkeit

  • Zufahrt und Staplerbeladung

  • IBC-Abmessungen

  • Chemikalienlagerung

  • Auffangraum und WHG-Anforderungen

  • elektrische Versorgung

  • Druckluftversorgung für pneumatische Ventile

  • Dosierleitung und Dosierstelle

  • Entlüftung und Raumlüftung

  • Wartungszugang

  • Betreiberpflichten und Sicherheitskonzept

Ohne diese Angaben lässt sich die Einbindung der Dosierstation nur grob beurteilen.

Grenzen und nicht geeignete Anwendungen

Keine einfache Dosierpumpe

Die Anlage ist keine einfache Dosierpumpe mit Sauglanze. Sie ist eine vollständige IBC-Entleer- und Dosierstation mit Schutzwanne, Zwischenbehälter, Ventiltechnik und Messtechnik. Für einfache Dosieraufgaben aus Kanister oder kleinem Behälter ist eine Dosierpumpe mit Sauglanze meist ausreichend.

Keine Standardlösung für jedes Medium

Die Anlage muss zum Dosiermedium passen. Bei stark ausgasenden, kristallisierenden, viskosen, abrasiven, oxidierenden oder besonders aggressiven Medien müssen Werkstoffe, Dichtungen, Entlüftung, Temperatur, Sicherheitsanforderungen und Reinigung gesondert geprüft werden.

Keine Qualitätsregelung ohne Prozessmessung

Die Dosierstation stellt Entnahme und Dosierung bereit. Sie ersetzt aber keine übergeordnete Prozessmessung, wenn ein Zielwert wie pH-Wert, Leitfähigkeit, Redoxwert oder Konzentration automatisch geregelt werden soll. Dafür müssen Messstelle, Regelung und Steuerung passend ausgelegt werden.

Keine Auslegung ohne Chemikaliendaten

Für eine sichere Auslegung reichen IBC-Größe und gewünschte Dosierleistung nicht aus. Erforderlich sind Medium, Konzentration, Temperatur, Dichte, Viskosität, Gefährdung, Dosiermenge, Betriebsdruck, Dosierstelle und Sicherheitsanforderungen.

Passende Ergänzungen

Für den Betrieb können je nach Anwendung geeignete Chemikalien, Dosierleitungen, Sicherheitsarmaturen, Auffanglösungen und Prozessmessungen erforderlich sein. Passende Dosierchemikalien finden Sie im Bereich Chemikalien.

Für einfache Anwendungen mit geringerer Chemikalienmenge kann eine Dosierpumpe mit Sauglanze ausreichend sein. Für mengenproportionale Dosierung aus IBC ohne vollständige Restentleerstation ist eine mengengesteuerte IBC-Dosieranlage zu prüfen.

Angaben für eine technische Prüfung

Für die Prüfung, ob die vollautomatische IBC-Dosieranlage mit Restentleerung zur Anwendung passt, sind folgende Angaben hilfreich:

  • zu dosierendes Medium

  • Konzentration des Dosiermediums

  • Sicherheitsdatenblatt

  • Dichte und Viskosität

  • Temperatur des Mediums

  • gewünschte Dosierleistung

  • Betriebsdruck an der Dosierstelle

  • gewünschter Dosierpunkt

  • benötigter Zielwert im Prozess

  • IBC-Typ und Gebindeabmessung

  • IBC-Wechselhäufigkeit

  • Anforderungen an Restentleerung

  • Aufstellort und Platzverhältnisse

  • Staplerzugang

  • elektrische Versorgung

  • Druckluftversorgung

  • WHG-Anforderungen

  • gewünschte Steuerungs- und Meldefunktionen

  • vorhandene Prozessmessung

  • gewünschte Dokumentation

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher bewerten, ob die Anlage technisch und sicherheitstechnisch zur Anwendung passt.
 

Häufige Fragen zur IBC-Dosieranlage mit Restentleerung

FAQ Dosieranlage

Wofür wird die vollautomatische IBC-Dosieranlage eingesetzt?

Die Anlage wird eingesetzt, um flüssige Chemikalien aus einem 1.000-l-IBC sicher, überwacht und möglichst vollständig zu entnehmen und anschließend über eine Dosierpumpe zu dosieren.

Was bedeutet Restentleerung?

Restentleerung bedeutet, dass das Medium aus dem IBC in einen nachgeschalteten, niveauüberwachten Dosierbehälter entnommen wird. Dadurch kann der IBC kontrollierter und vollständiger geleert werden als bei einfacher Direktansaugung.

Warum hat die Anlage einen 150-l-Dosierbehälter?

Der Dosierbehälter dient als kontrollierte Vorlage für die Dosierpumpe. Er trennt die IBC-Entnahme von der eigentlichen Dosierung und ermöglicht eine überwachte Befüllung mit Vollmeldung, Leermeldung und Überfüllsicherung.

Welche Dosierpumpe ist enthalten?

Die Anlage ist mit einer Grundfos DDA 7,5-16 FCM Dosierpumpe mit Flowcontrol ausgestattet.

Welche Messtechnik ist enthalten?

Die Anlage enthält vier FTW31-Komponenten von Endress+Hauser für Leckagemeldung, Voll- und Leermeldung des Dosierbehälters sowie Überfüllsicherung.

Ist die Anlage WHG-geeignet?

Ja, die Anlage wird als WHG-geeignete Ausführung beschrieben und von einer zertifizierten Fachfirma nach WHG gebaut.

Kann die Anlage mit dem Stapler beladen werden?

Ja, die Anlage ist für die Beladung mit dem Stapler vorgesehen. Die maximale Traglast beträgt 1.500 kg.

Für welche Chemikalien ist die Anlage geeignet?

Das hängt vom Medium ab. Vor dem Einsatz müssen chemische Beständigkeit, Sicherheitsdatenblatt, Konzentration, Temperatur, Dichte, Viskosität und Gefährdung geprüft werden.

Ist die Anlage für Antiscalant geeignet?

Ja, Antiscalant-Dosierung kann ein typischer Einsatzfall sein, wenn größere Mengen aus IBC-Gebinden verwendet werden. Die Dosiermenge muss zur Wasseranalyse und zur Membrananlage passen.

Welche Angaben werden für eine technische Prüfung benötigt?

Wichtig sind Dosiermedium, Sicherheitsdatenblatt, Konzentration, Dosierleistung, Betriebsdruck, Aufstellort, IBC-Typ, WHG-Anforderungen, Druckluftversorgung, elektrische Versorgung und gewünschte Meldefunktionen.

WHG<br />Fachbetrieb WHG
Fachbetrieb