Einzelanlage
Ecomix 1,3 m³/h

Art.Nr.: EMFZV37

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Ecomix Filteranlage 1,3 m³/h für Brunnenwasser, Eisen, Mangan und Härte

Die Ecomix-Filteranlage mit einer Aufbereitungsleistung von bis zu 1.300 l/h kombiniert Enthärtung und Filtration in einer Anlage. Sie eignet sich besonders für Brunnenwasser, Stadtwasser und Prozesswasser, wenn neben der Wasserhärte zusätzlich Eisen, Mangan, Ammonium oder organische Wasserinhaltsstoffe berücksichtigt werden müssen.

Das Mehrkomponenten-Filtermaterial Ecomix übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig:

  • Enthärtung des Wassers auf praktisch 0 °dH

  • Reduzierung von Eisen

  • Reduzierung von Mangan

  • Reduzierung von Ammonium

  • Reduzierung bestimmter natürlich vorkommender organischer und metallorganischer Verbindungen

Eine besonders geeignete Anwendung ist die Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Anlagentyp EMFZV37
Aufbereitungsleistung 250–1.300 l/h
Kapazität 78 m³×°dH
Ecomix-Füllung 37 Liter
Salzbedarf je Regeneration ca. 3,7 kg
Wasserverbrauch je Regeneration ca. 370 Liter
Drucktank GFK
Zentralsteuerventil Clack WS IA, mengengesteuert
Steuerspannung 230 V
pH-Bereich 6,8–9,0
Temperaturbereich 5–45 °C
Eisen im Zulauf max. 15 mg/l
Mangan im Zulauf max. 3 mg/l
TOC im Zulauf < 17 mg/l
freies Chlor max. 0,2 mg/l
Öl 0 mg/l

Brunnenwasseraufbereitung mit Ecomix

Ecomix eignet sich besonders für Brunnenwasser, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig auftreten.

Typische Kombinationen sind beispielsweise:

  • hohe Wasserhärte und Eisen

  • hohe Wasserhärte, Eisen und Mangan

  • Eisen, Mangan und Ammonium

  • Härte in Verbindung mit organischen Wasserinhaltsstoffen

  • mehrere dieser Belastungen gleichzeitig

Dadurch kann eine Ecomix-Anlage mehrere sonst getrennt erforderliche Aufbereitungsaufgaben in einem Filterbehälter verbinden.

Die Eignung muss trotzdem anhand der Wasseranalyse beurteilt werden. Für die Auslegung sind insbesondere Härte, Eisen, Mangan, Ammonium, pH-Wert und bei relevantem Brunnenwasser die organische Belastung wichtig.

Bei einem überwiegenden Eisen- und Manganproblem ohne gewünschten Enthärtungseffekt kann ein gezieltes Enteisenungs- und Entmanganungsverfahren wirtschaftlicher sein.

Optimal als Voraufbereitung vor UO- und NF-Anlagen

Eine der besonders sinnvollen Anwendungen für Ecomix ist die Voraufbereitung vor Membrananlagen.

Vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist eine weitgehende Enthärtung des Zulaufwassers erwünscht. Gleichzeitig können Eisen und Mangan die nachgeschaltete Membranstufe durch Ablagerungen belasten.

Ecomix verbindet mehrere Aufgaben in einer Aufbereitungsstufe:

  • Härtebildner werden weitgehend entfernt

  • Eisen wird reduziert

  • Mangan wird reduziert

  • Ammonium kann mit reduziert werden

  • bestimmte organische Bestandteile können reduziert werden

Damit kann Ecomix eine klassische Enthärtungsanlage ersetzen, wenn vor einer Membrananlage zusätzlich Eisen oder Mangan berücksichtigt werden muss.

Gerade in diesem Anwendungsfall ist die Enthärtung auf praktisch 0 °dH kein Nachteil, sondern technisch erwünscht.

Auch bei Eisen im Trink- und Stadtwasser sinnvoll

Ecomix-Anlagen setzen wir auch im Trinkwasserbereich anstelle einer reinen Enthärtungsanlage ein, wenn zusätzlich Eisen auftreten kann.

Der Eisenwert muss dabei nicht dauerhaft erhöht sein. Auch nur zeitweise oder stoßweise auftretende Eisenbelastungen können insbesondere vor einer nachgeschalteten Membrananlage relevant sein.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • interne Werksverrohrungen

  • ältere Stahlleitungen

  • Korrosionsprodukte aus Rohrleitungssystemen

  • zeitweise Ablösung vorhandener Eisenablagerungen

  • Schwankungen innerhalb größerer Betriebs- oder Versorgungsnetze

Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert die Wasserhärte, behandelt eine zusätzliche Eisenbelastung jedoch nicht gezielt.

Ecomix verbindet die erforderliche Enthärtung mit einer zusätzlichen Eisen- und Manganreduzierung und eignet sich damit besonders als Voraufbereitung vor UO- und NF-Anlagen.

Höhere Kapazität als die 1,0-m³/h-Ausführung

Die 1,3-m³/h-Anlage verfügt über 37 Liter Ecomix und eine Kapazität von 78 m³×°dH.

Gegenüber der Ecomix-Filteranlage 1,0 m³/h stehen damit rund 50 % mehr Härtekapazität zur Verfügung.

Das verlängert die Laufzeit zwischen zwei Regenerationen und kann insbesondere bei höherem Tagesverbrauch oder längeren Betriebszeiten einer nachgeschalteten Membrananlage entscheidend sein.

Kapazität und Laufzeit unbedingt berücksichtigen

Die Ecomix-Anlage sollte nicht ausschließlich anhand der maximalen Durchflussleistung ausgewählt werden.

Ebenso wichtig ist die verfügbare Kapazität bis zur nächsten Regeneration.

Die 1,3-m³/h-Anlage verfügt über:

78 m³×°dH Kapazität

Die theoretisch aufbereitbare Wassermenge lässt sich vereinfacht berechnen:

Kapazität ÷ Rohwasserhärte = Wassermenge je Regeneration

Beispielwerte

Rohwasserhärte Rechnerische Wassermenge je Regeneration
10 °dH ca. 7,8 m³
15 °dH ca. 5,2 m³
20 °dH ca. 3,9 m³
25 °dH ca. 3,1 m³
30 °dH ca. 2,6 m³

Bei 20 °dH stehen somit rechnerisch etwa 3,9 m³ Wasser bis zur nächsten Regeneration zur Verfügung.

Wird die Anlage dauerhaft mit 1.300 l/h betrieben, entspricht dies rechnerisch etwa 3 Betriebsstunden bis zum Erreichen der Härtekapazität.

Gerade bei kontinuierlich betriebenen Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen müssen deshalb Durchfluss, Tagesmenge und tägliche Betriebsdauer gemeinsam betrachtet werden.

Eine größere Ecomix-Anlage kann auch dann sinnvoll sein, wenn eine kleinere Anlage den benötigten Spitzendurchfluss bereits erreicht, da sich durch die größere Harzmenge die Regenerationsabstände verlängern.

Beispiel Salzverbrauch bei 20 °dH

Die Anlage benötigt ca. 3,7 kg Regeneriersalz je Regeneration.

Bei einer Rohwasserhärte von 20 °dH ergibt sich:

  • Kapazität: 78 m³×°dH

  • Rohwasserhärte: 20 °dH

  • Wassermenge je Regeneration: 78 ÷ 20 = ca. 3,9 m³

  • Salzbedarf je Regeneration: ca. 3,7 kg

  • rechnerischer Salzverbrauch: ca. 0,95 kg pro m³ aufbereitetem Wasser

Bei 20 °dH werden damit rechnerisch knapp 1 kg Regeneriersalz pro m³ aufbereitetem Wasser benötigt.

Bei höherer Rohwasserhärte verkürzt sich die Laufzeit entsprechend. Salzverbrauch und Regenerationshäufigkeit sollten deshalb insbesondere bei größeren Tagesmengen in die Auslegung einbezogen werden.

Passende Regeneriersalztabletten können für den Betrieb der Anlage verwendet werden.

Kein sinnvoller Verschnitt auf Mischwasserhärte

Ecomix enthärtet das Wasser praktisch vollständig auf etwa 0 °dH.

Bei einer klassischen Enthärtungsanlage wird häufig ein Anteil unbehandeltes Rohwasser zugemischt, um eine gewünschte Resthärte einzustellen.

Bei Ecomix-Anwendungen mit Eisen- oder Manganbelastung ist ein solcher Verschnitt nicht sinnvoll.

Mit dem Rohwasser würden gleichzeitig wieder zuvor entfernte Wasserinhaltsstoffe zugemischt, beispielsweise:

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • weitere im Rohwasser vorhandene Belastungen

Eine übliche Mischwasserhärte kann deshalb nicht wie bei einer normalen Enthärtungsanlage durch Rohwasserverschnitt eingestellt werden.

Vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist dies normalerweise kein Nachteil, da hier möglichst weitgehend enthärtetes Zulaufwasser gewünscht ist.

Calcitlösekapazität bei Trinkwasser beachten

Wird das Ecomix-behandelte Wasser unmittelbar als Trinkwasser genutzt, muss berücksichtigt werden, dass die Anlage praktisch auf 0 °dH enthärtet und kein sinnvoller Rohwasserverschnitt möglich ist.

Bei Trinkwasseranwendungen sollte deshalb die resultierende Wasserbeschaffenheit beurteilt werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • pH-Wert

  • Säurekapazität

  • Natriumgehalt

  • Calcitlösekapazität

  • vorhandene Rohrleitungswerkstoffe

Sehr weiches Wasser ist nicht automatisch für jede Trinkwasserinstallation optimal.

Wird Ecomix dagegen als Voraufbereitung vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage eingesetzt, ist die weitgehende Enthärtung gerade der gewünschte technische Effekt.

Einzelanlage oder Doppelanlage?

Diese Einzelanlage ist sinnvoll, wenn während der Regeneration vorübergehend kein aufbereitetes Wasser benötigt wird oder ausreichende Betriebsunterbrechungen vorhanden sind.

Während der Regeneration der Einzelanlage steht kein aufbereitetes Wasser zur Verfügung.

Für Anwendungen mit kontinuierlichem Wasserbedarf ist die Ecomix-Doppelanlage 1,3 m³/h die technisch geeignetere Ausführung.

Die Doppelanlage arbeitet als Pendelanlage:

  • eine Filterflasche befindet sich in Betrieb

  • nach Erreichen der Kapazität erfolgt die Umschaltung auf die zweite Filterflasche

  • die erschöpfte Filterflasche regeneriert

  • anschließend steht sie wieder für den nächsten Wechsel bereit

  • während der Regeneration bleibt aufbereitetes Wasser verfügbar

Die beiden Filterflaschen arbeiten nicht parallel.

Wichtig ist auch hier die Laufzeit. Bei 20 °dH besitzt jede Filterflasche rechnerisch etwa 3,9 m³ Kapazität. Die Regeneration einer Flasche muss abgeschlossen sein, bevor die zweite Filterflasche ihre Kapazität erreicht.

Das ist insbesondere bei kontinuierlich betriebenen UO- und NF-Anlagen bei der Dimensionierung zu berücksichtigen.

Vergleich der Ecomix-Einzelanlagen

Anlagenleistung Kapazität Rechnerische Wassermenge bei 20 °dH
1,0 m³/h 52 m³×°dH ca. 2,6 m³
1,3 m³/h 78 m³×°dH ca. 3,9 m³
1,9 m³/h 104 m³×°dH ca. 5,2 m³
2,5 m³/h 156 m³×°dH ca. 7,8 m³
3,4 m³/h 208 m³×°dH ca. 10,4 m³
4,6 m³/h 260 m³×°dH ca. 13,0 m³
6,0 m³/h 312 m³×°dH ca. 15,6 m³

Die 1,3-m³/h-Ausführung ist vor allem dann interessant, wenn gegenüber der 1,0-m³/h-Anlage ein höherer Durchfluss oder längere Regenerationsabstände benötigt werden.

Regeneration und Filtermaterial

Das Ecomix-Filtermaterial wird mit Natriumchlorid bzw. Regeneriersalz regeneriert. Die Regeneration erfolgt automatisch über das mengengesteuerte Clack-Zentralsteuerventil.

Das verwendete Ecomix A Filtermaterial kombiniert mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten zur Enthärtung sowie zur Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen.

Für Regeneration und Rückspülung ist ein geeigneter Abwasseranschluss erforderlich.

Wartung und Kontrolle der Wasserqualität

Für eine zuverlässige Anlagenfunktion sollten Zentralsteuerventil und Wasserqualität regelmäßig kontrolliert werden.

Passendes Zubehör:

Gerade bei einer Ecomix-Anlage vor einer Membrananlage ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll. So kann ein Härte-, Eisen- oder Mangandurchbruch erkannt werden, bevor die nachgeschaltete UO- oder NF-Anlage unnötig belastet wird.

Die Rohwasserhärte sollte ebenfalls regelmäßig kontrolliert werden, da sie unmittelbar die verfügbare Wassermenge zwischen zwei Regenerationen beeinflusst.

Typische Einsatzbereiche

Die Ecomix-Filteranlage 1,3 m³/h eignet sich insbesondere für:

  • Brunnenwasseraufbereitung

  • Brunnenwasser mit Härte, Eisen und Mangan

  • Brunnenwasser mit zusätzlichem Ammonium

  • Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen

  • Voraufbereitung vor Nanofiltrationsanlagen

  • Stadt- und Trinkwasser mit zusätzlicher oder zeitweise auftretender Eisenbelastung

  • interne Werksnetze mit Eisenverschmutzungen aus der Verrohrung

  • technische Wasserversorgung

  • Prozesswasseraufbereitung

  • Eigenwasserversorgungen

  • Anwendungen bis maximal ca. 1.300 l/h Durchfluss

Bei einem reinen Härteproblem ohne Eisen, Mangan oder weitere relevante Belastungen ist eine klassische Enthärtungsanlage in der Regel die einfachere Lösung.

Wenn dagegen hauptsächlich Eisen und Mangan entfernt werden sollen und keine Enthärtung auf praktisch 0 °dH benötigt wird, kann ein anderes Aufbereitungsverfahren wirtschaftlicher sein.

Angaben für die richtige Auslegung

Für die Auswahl der passenden Ecomix-Anlage sollten insbesondere folgende Daten bekannt sein:

  • maximale benötigte Durchflussleistung

  • Wasserverbrauch pro Stunde und pro Tag

  • gewünschte tägliche Betriebszeit

  • Gesamthärte

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • pH-Wert

  • organische Belastung bei relevantem Brunnen- oder Prozesswasser

  • Nutzung als Trinkwasser, Brauchwasser oder Prozesswasser

  • Abwasseranschluss für Regeneration und Rückspülung

  • vorhandene bzw. nachgeschaltete Wasseraufbereitungsanlage

Bei einer Voraufbereitung vor Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlagen sind zusätzlich die erforderliche Zulaufwassermenge und die tägliche Betriebsdauer der Membrananlage entscheidend.

Wir prüfen dabei nicht nur, ob die Ecomix-Anlage den erforderlichen Durchfluss erreicht, sondern insbesondere auch die Laufzeit bis zur Regeneration und ob für den vorgesehenen Betrieb eine Einzel- oder Doppelanlage sinnvoll ist.

 

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: EMFZV37

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