Aktivkohlefilter 1 m³/h
Zeitgesteuert
Art.Nr.: AKFZV10-Z
EUR 809,20
Preis netto: EUR 680,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Zeitgesteuert 5
Datenblätter
Produktbeschreibung
Aktivkohlefilter 1 m³/h mit zeitgesteuerter Rückspülung
Der Einzel-Aktivkohlefilter AKFZV10-Z dient zur adsorptiven Aufbereitung von Trinkwasser, Prozesswasser und Kreislaufwasser bei einem Durchfluss bis 1,0 m³/h. Die Anlage ist mit 35 Litern Aktivkohle FA 100, einer Quarzkies-Stützschicht und einem automatischen Clack-Zentralsteuerventil ausgestattet.
Die Rückspülung wird zu fest programmierten Zeitpunkten ausgelöst. Diese Ausführung eignet sich für Anwendungen mit gleichmäßigen Betriebsbedingungen, bei denen ein fester Rückspülrhythmus ausreicht und die Wasserentnahme während der Rückspülung unterbrochen werden kann.
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kompakte Einzelanlage für maximal 1,0 m³/h
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automatische zeitgesteuerte Rückspülung
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35 Liter wasserdampfaktivierte Kornaktivkohle FA 100
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Clack-WS1-Zentralsteuerventil
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GFK-Druckbehälter mit oberer und unterer Düse
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obere Düse mit 0,2 mm Schlitzweite gegen Aktivkohleaustrag
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Quarzkies als hydraulische Stützschicht
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Anschlüsse in 1"
Technische Daten
| Technische Angabe | Wert |
|---|---|
| Artikelnummer | AKFZV10-Z |
| Durchfluss bei 20 m/h Filtergeschwindigkeit | max. 1,0 m³/h |
| Durchfluss bei 10 m/h Filtergeschwindigkeit | ca. 0,5 m³/h |
| Durchfluss bei 5 m/h Filtergeschwindigkeit | ca. 0,25 m³/h |
| Zulaufdruck | 2,5–7 bar |
| Maximale Betriebstemperatur | 30 °C |
| Maximale Umgebungstemperatur | 40 °C |
| Rückspülvolumenstrom | ca. 1,9 m³/h |
| Wasserbedarf je Rückspülung | ca. 0,42 m³ |
| Aktivkohlefüllung | 35 Liter FA 100 |
| Quarzkies-Stützschicht | 25 kg, Körnung 1,0–2,0 mm |
| Druckbehälter | GFK |
| Obere Düse | Schlitzweite 0,2 mm |
| Zentralsteuerventil | Clack WS1 |
| Ein- und Ausgang | 1" BSP Innengewinde |
| Abwasseranschluss | 1" Schlauchanschluss |
| Elektrischer Anschluss | 230 V, 50/60 Hz |
| Behälterdurchmesser | 258 mm |
| Gesamthöhe mit Ventil | ca. 1.800 mm |
| Aufstellfläche | ca. 400 × 500 mm |
| Erforderliche Tragfähigkeit | ca. 110 kg |
Der bauseitige Wasseranschluss muss den Rückspülvolumenstrom von ca. 1,9 m³/h beim erforderlichen Mindestdruck bereitstellen können. Zusätzlich wird ein ausreichend dimensionierter, freier Abwasserablauf benötigt.
Filtergeschwindigkeit und Anlagenauswahl
Der maximale Durchfluss von 1,0 m³/h entspricht einer Filtergeschwindigkeit von 20 m/h und ist für Standardanwendungen ausgelegt. Bei höheren Anforderungen an die Adsorptionsleistung muss die Filtergeschwindigkeit reduziert oder eine größere Anlage gewählt werden.
Eine niedrigere Filtergeschwindigkeit verlängert die Kontaktzeit zwischen Wasser und Aktivkohle. Dies kann beispielsweise erforderlich sein bei:
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organischen Spurenstoffen
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erhöhten oder schwankenden TOC-Belastungen
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PFAS und anderen schwer adsorbierbaren Stoffen
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besonders niedrigen geforderten Ablaufkonzentrationen
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Prozesswasser mit stark schwankender Belastung
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Anwendungen mit vorgegebener Mindestkontaktzeit
Bei einer Auslegung auf 10 m/h halbiert sich der zulässige Volumenstrom dieser Anlage auf ca. 0,5 m³/h. Bei 5 m/h beträgt er ca. 0,25 m³/h. Die Anlage darf deshalb nicht ausschließlich anhand des maximal angegebenen Durchflusses ausgewählt werden.
Entscheidend sind der zu entfernende Stoff, dessen Konzentration, der gewünschte Ablaufwert, die Aktivkohlemenge und die erforderliche Kontaktzeit. Bei definierten Ziel- oder Grenzwerten ist eine Auslegung anhand der Wasseranalyse erforderlich.
Ausstattung
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ein GFK-Druckbehälter
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obere und untere Düsen
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obere Düse mit 0,2 mm Schlitzweite
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35 Liter Aktivkohle FA 100
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25 kg Quarzkies als Stützschicht
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zeitgesteuertes Clack-WS1-Zentralsteuerventil
Die obere Düse verhindert mit ihrer Schlitzweite von 0,2 mm, dass die vergleichsweise leichte Aktivkohle während der Rückspülung aus dem Druckbehälter ausgetragen wird.
Alle Aktivkohlefilter dieser Anlagenfamilie werden mit der wasserdampfaktivierten Kornaktivkohle FA 100 auf Steinkohlebasis ausgeführt.
Wirkung der Aktivkohle
Das Wasser durchströmt das Aktivkohlebett im normalen Betrieb von oben nach unten. Adsorbierbare Wasserinhaltsstoffe lagern sich an der großen inneren Oberfläche der Aktivkohle an.
Typische Einsatzbereiche sind die Reduzierung von:
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Chlor und Ozon
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Geruchs- und Geschmacksstoffen
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organischen Wasserinhaltsstoffen
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Huminstoffen
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bestimmten Lösemittel- und Chemikalienrückständen
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Ölen und organischen Prozessrückständen
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bestimmten Pestiziden und Halogenkohlenwasserstoffen
Welche Stoffe tatsächlich reduziert werden und welche Standzeit erreicht wird, hängt von Wasserzusammensetzung, Belastung, Durchfluss, Kontaktzeit und gewünschtem Ablaufwert ab.
Aktivkohle entfernt keine Wasserhärte und ist nicht das geeignete Hauptverfahren zur gezielten Entfernung von Eisen oder Mangan.
Chlorentfernung vor Umkehrosmoseanlagen
Aktivkohlefilter werden häufig zur Entfernung von freiem Chlor vor Umkehrosmoseanlagen eingesetzt. Chlor kann empfindliche Umkehrosmosemembranen oxidativ schädigen. Die Aktivkohlestufe muss deshalb so ausgelegt und überwacht werden, dass am Zulauf der Membrananlage der zulässige Chlorwert sicher eingehalten wird.
Bei Chloraminen oder stark schwankender Chlorbelastung sind Aktivkohletyp, Kontaktzeit und erforderliche Standzeit gesondert zu prüfen. Ein regelmäßiger Wechsel der Aktivkohle und eine Kontrolle des Ablaufwassers bleiben erforderlich.
Zeitgesteuerte Rückspülung
Das Zentralsteuerventil startet die Rückspülung in einem fest programmierten Zeitintervall. Dabei wird das Filterbett von unten nach oben durchströmt, aufgelockert und von eingetragenen Partikeln sowie Ablagerungen befreit. Anschließend erfolgt eine Klarspülung in Betriebsrichtung.
Die Rückspülung reinigt das Filterbett mechanisch, stellt jedoch die verbrauchte Adsorptionskapazität der Aktivkohle nicht wieder her. Erschöpfte Aktivkohle muss ausgetauscht werden.
Das Rückspülintervall ist an die Belastung und den Anlagenbetrieb anzupassen. Besonders nach der Erstbefüllung muss die Aktivkohle gründlich gespült und aufgelockert werden.
Rohwasserdurchtritt während der Rückspülung
Während der Rückspülung kann unbehandeltes Rohwasser über den internen Bypass des Zentralsteuerventils zum Ausgang gelangen. Deshalb darf während dieser Phase hinter der Anlage kein Wasser entnommen werden.
Kann die Wasserentnahme nicht sicher ausgeschlossen werden, verhindert ein Clack No-Bypass-Ventil 1" den Durchtritt von unbehandeltem Wasser. Während der Rückspülung steht dann hinter der Einzelanlage kein Wasser zur Verfügung.
Wird auch während der Rückspülung kontinuierlich gefiltertes Wasser benötigt, ist eine Pendelanlage die geeignete Ausführung. Dabei übernimmt der zweite Filterbehälter automatisch die Wasseraufbereitung.
Rückspülung mit separatem Klar- oder Trinkwasser
Soll die Rückspülung nicht mit dem vorhandenen Roh- oder Kreislaufwasser, sondern über eine separate Klarwasser- oder Trinkwasserleitung erfolgen, ist eine entsprechend ausgelegte hydraulische Umschaltung mit zusätzlichen Ventilen erforderlich.
Das Clack Alternatorventil 1" übernimmt dabei als 3-Wege-Ventil die Umschaltung der Wasserzuführung. Wird gleichzeitig ein Alternatorventil und ein No-Bypass-Ventil eingesetzt, muss die Anlage mit einem Clack WS1 IA Zentralsteuerventil ausgeführt werden.
Diese Sonderausführung bieten wir bei Bedarf abgestimmt auf die vorhandene Rohrleitung, die Spülwasserquelle und den benötigten Rückspülvolumenstrom an.
Anlagenvergleich: Einzel- und Pendelanlagen
Alle aufgeführten Anlagen sind mit FA 100 gefüllt. Der angegebene maximale Durchfluss gilt bei einer Filtergeschwindigkeit von 20 m/h. Bei 10 m/h halbiert sich der Volumenstrom.
| Max. Durchfluss | Einzelanlage | Pendelanlage | FA 100 Einzel / Pendel | Rückspülvolumenstrom |
|---|---|---|---|---|
| 1,0 m³/h | aktuelle Ausführung | 1,0 m³/h Pendelanlage | 35 l / 2 × 35 l | ca. 1,9 m³/h |
| 1,8 m³/h | 1,8 m³/h Einzelanlage | 1,8 m³/h Pendelanlage | 50 l / 2 × 50 l | ca. 2,2 m³/h |
| 2,0 m³/h | 2,0 m³/h Einzelanlage | 2,0 m³/h Pendelanlage | 70 l / 2 × 70 l | ca. 2,6 m³/h |
| 2,7 m³/h | 2,7 m³/h Einzelanlage | 2,7 m³/h Pendelanlage | 100 l / 2 × 100 l | ca. 3,4 m³/h |
| 3,7 m³/h | 3,7 m³/h Einzelanlage | 3,7 m³/h Pendelanlage | 150 l / 2 × 150 l | ca. 4,6 m³/h |
| 4,8 m³/h | 4,8 m³/h Einzelanlage | 4,8 m³/h Pendelanlage | 210 l / 2 × 210 l | ca. 6,0 m³/h |
| 6,1 m³/h | 6,1 m³/h Einzelanlage | nicht als Standard-Pendelanlage | 275 l / – | ca. 7,7 m³/h |
| 9,5 m³/h | 9,5 m³/h Einzelanlage | nicht als Standard-Pendelanlage | 425 l / – | ca. 11,0 m³/h |
Einzelanlage oder Pendelanlage?
Eine Einzelanlage ist geeignet, wenn die Wasserentnahme während der Rückspülung unterbrochen werden kann. Mit einem No-Bypass-Ventil wird verhindert, dass in dieser Zeit unbehandeltes Wasser zum Verbraucher gelangt.
Eine Pendelanlage besitzt zwei Filterbehälter. Während ein Behälter rückgespült wird, übernimmt der zweite die Aufbereitung. Dadurch steht auch während der Rückspülung gefiltertes Wasser zur Verfügung. Die Pendelanlage ist deshalb für kontinuierliche Prozesse und Anwendungen ohne zulässige Versorgungsunterbrechung vorgesehen.
Anschluss und Betrieb
Für eine kompakte hydraulische Einbindung ist ein Montageblock 1" mit flexiblen Anschlussschläuchen erhältlich.
Der Wechsel der Aktivkohle sollte anhand der Ablaufqualität und nicht ausschließlich nach einer festen Betriebszeit festgelegt werden. Bei definierten Zielwerten empfiehlt sich eine regelmäßige analytische Kontrolle vor und nach dem Aktivkohlefilter.
Bei Trinkwasseranwendungen müssen hygienische Betriebsbedingungen, Stillstandszeiten, regelmäßige Rückspülungen und die mikrobiologische Überwachung berücksichtigt werden. Bei längeren Stillständen ist vor der erneuten Nutzung eine geeignete Spülung und gegebenenfalls eine hygienische Prüfung erforderlich.
Weitere technische Informationen zum Verfahren und zur individuellen Auslegung finden Sie auf unserer Homepage unter Aktivkohlefilter zur Wasseraufbereitung.
Bewertungen
Angaben zum Hersteller
WHGFachbetrieb