Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser
Art.Nr.: KW-4000-LA
EUR 446,25
Preis netto: EUR 375,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Produktbeschreibung
Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser 4 m³/h bei 5 bar
Das Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser wird eingesetzt, wenn kurzfristig aufbereitetes Wasser für Kesselanlagen, Dampferzeuger oder technische Heißwassersysteme benötigt wird. Typische Einsatzfälle sind Wartung, Umbau, Störung, Produktionsspitzen, Übergangsbetrieb oder die temporäre Versorgung bis zur Inbetriebnahme einer stationären Wasseraufbereitung.
Die Leihanlage stellt eine Leistung von 4 m³/h bei 5 bar bereit. Sie ist damit für Anwendungen vorgesehen, bei denen nicht nur aufbereitetes Wasser erzeugt, sondern dieses auch mit geeignetem Druck an den Verbraucher abgegeben werden muss.
Einsatzbereich
Kesselspeisewasser muss zur jeweiligen Kesselanlage passen. Je nach Kesseltyp, Betriebsdruck, Herstelleranforderung und Konditionierung können unterschiedliche Anforderungen an Härte, Leitfähigkeit, Kieselsäure, Sauerstoff, pH-Wert und weitere Wasserwerte bestehen.
Typische Anwendungen:
- temporäre Kesselspeisewasser-Versorgung
- Ersatzversorgung bei Ausfall einer Wasseraufbereitungsanlage
- Überbrückung während Wartung oder Umbau
- Versorgung von Dampferzeugern
- Versorgung technischer Heißwassersysteme
- Übergangsbetrieb bis zur stationären Anlage
- Testbetrieb oder Pilotierung
- Produktionsspitzen mit zeitlich begrenztem Wasserbedarf
- Notfallversorgung zur Reduzierung von Stillstandszeiten
Die konkrete Ausführung muss anhand von Rohwasseranalyse, gewünschter Wasserqualität, Kesselanforderung, Verbrauchsprofil und vorhandener Infrastruktur geprüft werden.
Systemlösung statt Einzelanlage
Bei Kesselspeisewasser reicht häufig nicht eine einzelne Aufbereitungsstufe aus. Je nach Rohwasserqualität und Zielwerten können mehrere Verfahren kombiniert werden. Dazu gehören zum Beispiel Enthärtung, Umkehrosmose, Mischbetttechnik, Tank, Druckerhöhung und Dosierung.
Das Mietanlagensystem ist deshalb als technische Lösung zu verstehen, die auf den konkreten Einsatzfall abgestimmt werden muss. Die Auswahl hängt davon ab, ob Weichwasser, salzarmes Wasser, VE-Wasser oder zusätzlich konditioniertes Kesselspeisewasser benötigt wird.
Mögliche Anlagenkombinationen
Für Kesselspeisewasser können unterschiedliche mobile Anlagen kombiniert werden. Die passende Kombination hängt von Rohwasseranalyse, Zielqualität und Anlagenbetrieb ab.
Mögliche Bausteine:
- mobile Enthärtungsanlage zur Reduzierung von Härte
- mobile Umkehrosmoseanlage zur Reduzierung der Salzfracht
- mobile Mischbettanlage zur weiteren Leitfähigkeitsreduzierung
- Tanklösung zur Pufferung von Verbrauchsspitzen
- Druckerhöhung für definierten Versorgungsdruck
- Dosiertechnik zur Konditionierung nach technischer Vorgabe
Wenn nur die Härte reduziert werden muss, kann eine Miet-Enthärtungsanlage ausreichen. Wenn niedrige Leitfähigkeit erforderlich ist, wird eine Umkehrosmoseanlage oder eine Mischbettanlage benötigt. Bei höheren Anforderungen kann eine Kombination aus mehreren Stufen erforderlich werden.
Abgrenzung zur Miet-Enthärtungsanlage
Die Miet-Enthärtungsanlage erzeugt Weichwasser durch Ionenaustausch. Calcium und Magnesium werden gegen Natrium ausgetauscht. Dadurch sinkt die Wasserhärte, die Leitfähigkeit wird jedoch nicht wesentlich reduziert.
Für Anwendungen, bei denen nur Kalkschutz erforderlich ist, kann die Mietanlage Enthärtungsanlage ausreichend sein. Für Kesselspeisewasser mit Anforderungen an niedrige Leitfähigkeit oder geringe Salzfracht reicht eine reine Enthärtung jedoch häufig nicht aus.
Das Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser ist daher breiter zu betrachten. Es kann je nach Anforderung zusätzlich Umkehrosmose, Mischbetttechnik, Tank und Druckerhöhung einbeziehen.
Abgrenzung zu mobilen Umkehrosmoseanlagen
Mobile Umkehrosmoseanlagen reduzieren die Salzfracht und Leitfähigkeit des Rohwassers über Membrantechnik. Sie sind ein wichtiger Baustein, wenn für Kesselspeisewasser salzarmes Wasser benötigt wird.
Je nach benötigter Menge können die mobile Umkehrosmoseanlage 2.000 l/h, die mobile Umkehrosmoseanlage 4.000 l/h oder die mobile Umkehrosmoseanlage 8.000 l/h geprüft werden.
Für Kesselspeisewasser kann die Umkehrosmose allein ausreichend sein, wenn die Zielwerte passen. Wenn sehr niedrige Leitfähigkeit oder zusätzliche Polisherqualität erforderlich ist, kann eine nachgeschaltete Mischbettanlage notwendig werden.
Abgrenzung zu mobilen Mischbettanlagen
Mobile Mischbettanlagen erzeugen vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit. Sie können als eigenständige VE-Wasser-Erzeugung oder als Polisher nach einer Umkehrosmoseanlage eingesetzt werden.
Für temporäre Einsätze stehen die mobile Mischbettanlage 15 m³, die mobile Mischbettanlage 31 m³ und die mobile Mischbettanlage 46 m³ zur Verfügung.
Bei Kesselspeisewasser ist Mischbetttechnik vor allem dann relevant, wenn eine sehr niedrige Leitfähigkeit gefordert ist. Bei hoher Wassermenge oder hoher Rohwasserleitfähigkeit ist eine vorgeschaltete Umkehrosmose meist wirtschaftlicher, weil sie das Mischbettharz deutlich entlastet.
Tank und Druckerhöhung
Das Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser wird mit 4 m³/h bei 5 bar geführt. Damit steht nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die hydraulische Versorgung im Vordergrund.
Wenn der Verbraucher schwankende Mengen abnimmt oder ein definierter Druck erforderlich ist, kann ein Tank mit geregelter Druckerhöhung sinnvoll sein. Dafür kann der IBC-Rechtecktank mit geregelter Druckerhöhung eingesetzt werden.
Ein Tank entkoppelt Erzeugung und Verbrauch. Die Wasseraufbereitung kann gleichmäßiger arbeiten, während der Verbraucher über die Druckerhöhung mit passendem Druck versorgt wird.
Dosierung und Konditionierung
Kesselspeisewasser muss je nach Anlage nicht nur entsalzt oder enthärtet, sondern auch konditioniert werden. Welche Dosierung erforderlich ist, hängt von Kesseltyp, Betriebsdruck, Werkstoffen, Betreiberanforderungen und Wasserqualität ab.
Für eine gezielte Konditionierung können passende Produkte aus den Bereichen Dosiertechnik und Konditionierung von Kühl- und Kesselwasser relevant sein.
Eine Dosierung sollte nicht pauschal erfolgen. Art und Menge der Chemikalien müssen zur Anlage und zur Wasserqualität passen.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkt | Mietanlagensystem für Kesselspeisewasser |
| Anlagenart | Leihanlage / Mietanlage |
| Funktion | temporäre Kesselspeisewasser-Aufbereitung |
| Leistung | 4 m³/h bei 5 bar |
| Einsatz | Kesselanlagen, Dampferzeuger, technische Heißwassersysteme |
| Mögliche Bausteine | Enthärtung, Umkehrosmose, Mischbetttechnik, Tank, Druckerhöhung, Dosierung |
| Preisbasis | Tagespreis |
| Lieferzeit | auf Anfrage |
Weitere technische Details zur konkreten Ausführung sollten projektbezogen abgestimmt werden, da Kesselspeisewasser je nach Anlage unterschiedliche Anforderungen stellt.
Anschluss und Aufstellung
Vor dem Einsatz muss geprüft werden, ob die Anlage am Standort sicher betrieben werden kann. Neben der Wasserqualität sind auch Anschlussbedingungen, Platzbedarf und Versorgungssicherheit entscheidend.
Vor Ort zu prüfen:
- geeigneter Rohwasseranschluss
- Anschluss zum Kessel- oder Speisewassersystem
- Abwasseranschluss für Spül-, Regenerations- oder Konzentratwasser
- Stromversorgung
- geeigneter Aufstellort
- Frostschutz
- Zugang für Transport und Service
- Möglichkeit zur Wasserqualitätskontrolle
- Druckanforderung am Verbraucher
- vorhandener Speisewasserbehälter oder Vorlagebehälter
Der Anschluss der Anlage erfolgt bauseits oder nach projektbezogener Abstimmung.
Betrieb und Kontrolle
Während des Betriebs sollte die Wasserqualität regelmäßig kontrolliert werden. Bei Kesselspeisewasser sind Abweichungen kritisch, weil ungeeignetes Wasser zu Ablagerungen, Korrosion, Schaumbildung, Störungen oder Schäden an Kesselanlagen führen kann.
Wichtige Kontrollpunkte:
- erzeugte Wasserqualität
- Durchfluss
- Betriebsdruck
- Füllstand in Vorlagebehältern
- Verbrauchsmaterialien
- Störmeldungen
- Dichtheit der Anschlüsse
- Zustand von Schläuchen und Kupplungen
- Anforderungen des Kesselbetreibers
Bei kritischen Anwendungen sollte die Wasserqualität dokumentiert werden.
Zubehör und ergänzende Produkte
Je nach Anlagenkonzept können Zubehör und ergänzende Produkte erforderlich sein. Dazu gehören Messgeräte, Dosiertechnik, Chemikalien, Tanklösungen und Verbindungstechnik.
Sinnvolle Zubehörbereiche:
- Wasseranalyse und Messbestecke zur Kontrolle der Wasserqualität
- analoges Leitfähigkeitsmessgerät zur Leitfähigkeitskontrolle
- Dosiertechnik für Konditionierung und Chemikaliendosierung
- Konditionierung von Kühl- und Kesselwasser für passende Betriebsmittel
- IBC-Zubehör für temporäre Tank- und Anschlusslösungen
- Tanks und Lagerbehälter für stationäre oder projektbezogene Vorlagebehälter
Die Auswahl des Zubehörs hängt davon ab, welche Aufbereitungsstufen im konkreten Mietsystem eingesetzt werden.
Grenzen des Mietanlagensystems
Das Mietanlagensystem ist keine pauschale Standardlösung für jede Kesselanlage. Kesselspeisewasser muss immer zur konkreten Anlage passen.
Nicht geeignet oder nur nach zusätzlicher Prüfung geeignet ist der Einsatz bei:
- fehlender Rohwasseranalyse
- nicht definierter Zielqualität
- unklaren Kesselanforderungen
- fehlendem Rohwasseranschluss
- fehlender Stromversorgung
- ungeeignetem Abwasseranschluss
- Frostgefahr
- unzureichender Aufstellfläche
- fehlender Möglichkeit zur Wasserqualitätskontrolle
Anforderungen, die mit der gewählten Anlagenkombination nicht erreichbar sind
Wenn sehr niedrige Leitfähigkeit, definierte Resthärte, Konditionierung oder kontinuierliche Versorgung erforderlich sind, muss das Mietsystem entsprechend zusammengestellt werden.
Angaben für die Anfrage
Für die technische Prüfung und Verfügbarkeit des Mietanlagensystems sind folgende Angaben hilfreich:
- Einsatzort
- gewünschter Mietzeitraum
- Anwendung und Kesseltyp
- benötigte Wassermenge
- gewünschter Durchfluss
- gewünschter Betriebsdruck
- gewünschte Wasserqualität
- Rohwasseranalyse
- vorhandene Anschlussmöglichkeiten
- Stromversorgung
- Abwasseranschluss
- vorhandener Speisewasser- oder Vorlagebehälter
- Verbrauchsprofil
- Aufstellbedingungen
- gewünschter Liefertermin
- Anforderungen an Dokumentation oder Wasserqualitätskontrolle
Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto sicherer lässt sich beurteilen, welche Kombination aus Enthärtung, Umkehrosmose, Mischbetttechnik, Tank, Druckerhöhung und Dosierung erforderlich ist.
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