Mietanlage
Doppel-Enthärtungsanlage
Leistung 4.400 l/h
Art.Nr.: LA-EH-DSP050-CL
EUR 61,88
Preis netto: EUR 52,00
inkl. 19 % USt
Zahlungsweisen
Doppel-Enthärtungsanlage
Leistung 4.400 l/h 5
Datenblätter
Technische Beschreibung S 1567.pdf (0.07 MB)
LEWATIT S 1567 Sicherheitsdatenblatt.pdf (0.11 MB)
Produktbeschreibung
Mietanlage Doppel-Enthärtungsanlage 4,4 m³/h
Die Mietanlage Doppel-Enthärtungsanlage wird eingesetzt, wenn zeitlich begrenzt Weichwasser benötigt wird. Sie eignet sich für Versuchsbetrieb, Umbau, Pilotierung, kurzzeitige Systembefüllung oder als Ersatzanlage bei Ausfall einer vorhandenen Enthärtungsanlage.
Die Anlage ist als Doppelanlage in einer Euro-Gitterbox aufgebaut. Durch zwei Druckbehälter mit jeweils eigenem Zentralsteuerventil kann die Anlage im Wechselbetrieb arbeiten. Während ein Behälter erschöpft ist und regeneriert, kann der andere Behälter die Weichwasserversorgung übernehmen. Dadurch steht im passenden Betriebszustand kontinuierlich Weichwasser zur Verfügung.
Einsatzbereich
Die Leih-Enthärtungsanlage ist für temporäre Einsätze vorgesehen, bei denen Calcium und Magnesium aus dem Wasser reduziert werden sollen. Das Verfahren arbeitet nach dem Ionenaustauscherprinzip und erzeugt Weichwasser für technische Anwendungen.
Typische Anwendungen:
- temporäre Weichwassererzeugung
- Ersatzversorgung bei Ausfall einer Enthärtungsanlage
- Überbrückung während Wartung oder Umbau
- Versuchsanlagen und Pilotierungen
- kurzzeitige Befüllung technischer Systeme
- Prozesswasser mit begrenztem Mietzeitraum
- Vorbehandlung vor technischen Verbrauchern
- Schutz vor Kalkablagerungen bei geeigneter Anwendung
- temporäre Versorgung bei Produktions- oder Serviceeinsätzen
Die Eignung hängt von Rohwasseranalyse, Rohwasserhärte, gewünschter Resthärte, Durchfluss, Tagesmenge, Betriebsdauer und Anschlussmöglichkeiten vor Ort ab.
Funktionsweise der Enthärtung
Die Enthärtung erfolgt über Kationenaustauscherharz. Calcium- und Magnesium-Ionen werden im Harz gebunden und gegen Natrium-Ionen ausgetauscht. Dadurch sinkt die Wasserhärte. Die Leitfähigkeit wird dabei nicht wesentlich reduziert, weil die Härtebildner nicht entfernt, sondern gegen Natrium ausgetauscht werden.
Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird das Harz mit Kochsalzlösung regeneriert. Die Regeneration besteht aus Rückspülen, Besalzen und Waschen. Danach steht der Druckbehälter wieder für den nächsten Betriebszyklus bereit.
Die Regeneration wird mengengesteuert über die Zentralsteuerventile ausgelöst. Dafür muss die Rohwasserhärte korrekt parametriert werden.
Doppelanlage mit zwei Zentralsteuerventilen
Die Anlage ist als Doppel-Enthärtungsanlage aufgebaut. Beide Druckbehälter besitzen jeweils ein eigenes Clack-WS1-Zentralsteuerventil. Zusätzlich ist ein 3-Wege-Umschaltventil vorhanden.
Der Vorteil dieser Bauweise liegt in der höheren Betriebssicherheit. Bei einem Problem an einem Steuerkopf kann die Anlage eingeschränkt auch im Einzelbetrieb gefahren werden. Außerdem kann der Wechselbetrieb genutzt werden, um während der Regeneration weiterhin Weichwasser bereitzustellen.
Wichtige Merkmale:
- zwei GFK-Druckbehälter
- zwei Zentralsteuerventile
- zwei Netzteile
- zwei Salzlöseventile
- Wasserzähler in den Ventilen
- integrierte Verschneideeinrichtung
- gemeinsamer Solebehälter
- interne Verrohrung in der Gitterbox
Kapazität und Regeneration
Die Enthärtungsanlage besitzt eine Kapazität von 300 m³ × °dH. Die tatsächlich erzeugbare Weichwassermenge hängt direkt von der Rohwasserhärte und der eingestellten Resthärte ab.
Beispiel:
Bei 20 °dH Rohwasserhärte und Enthärtung auf 0 °dH ergibt sich rechnerisch:
300 m³ × °dH ÷ 20 °dH = 15 m³ Weichwasser bis zur Regeneration
Je höher die Rohwasserhärte ist, desto kürzer ist die Laufzeit bis zur nächsten Regeneration. Wird eine Resthärte über die Verschneideeinrichtung eingestellt, verändert sich die nutzbare Menge entsprechend.
Verschneidung und Weichwasserqualität
In jedem Zentralsteuerventil ist eine Verschneideeinrichtung integriert. Damit kann die gewünschte Weichwasserqualität eingestellt werden. Das ist wichtig, wenn nicht vollständig auf 0 °dH enthärtet werden soll.
Eine vollständige Enthärtung auf 0 °dH ist nicht für jede Anwendung sinnvoll. Je nach Werkstoffen, Prozess und technischen Vorgaben kann eine definierte Resthärte erforderlich sein. Die gewünschte Zielhärte sollte deshalb vor Mietbeginn festgelegt werden.
Bei technischen Prozessen muss zusätzlich beachtet werden, dass eine Enthärtungsanlage keine Entsalzungsanlage ist. Natrium steigt durch den Ionenaustausch an, während die Leitfähigkeit weitgehend erhalten bleibt.
Abgrenzung zu Umkehrosmose- und Mischbett-Mietanlagen
Eine Enthärtungsanlage reduziert Härtebildner und schützt dadurch vor Kalkablagerungen. Sie erzeugt jedoch kein salzarmes Wasser und kein VE-Wasser.
Wenn eine niedrige Leitfähigkeit benötigt wird, ist eine mobile Umkehrosmoseanlage oder eine mobile Mischbettanlage zu prüfen. Eine mobile Umkehrosmoseanlage reduziert die Gesamtsalzbelastung über Membrantechnik. Eine Mischbettanlage erzeugt vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit.
Die Miet-Enthärtungsanlage ist daher die passende Lösung, wenn Weichwasser benötigt wird. Sie ist nicht die passende Lösung, wenn VE-Wasser, Reinstwasser oder stark reduzierte Leitfähigkeit gefordert ist.
Abgrenzung zu stationären Enthärtungsanlagen
Die Mietanlage ist für zeitlich begrenzte Einsätze vorgesehen. Bei dauerhaftem Weichwasserbedarf ist eine stationäre Enthärtungsanlage meist wirtschaftlicher und besser auf den Betrieb anpassbar.
Für dauerhafte Anwendungen kann eine Enthärtungsanlage als Pendelanlage geprüft werden. Eine stationäre Anlage lässt sich auf Rohwasserhärte, Tagesbedarf, Spitzenentnahme, Resthärte, Salzverbrauch, Regenerationszeitpunkt und Einbausituation auslegen.
Die Mietanlage ist dagegen sinnvoll, wenn kurzfristig eine betriebsbereite Lösung benötigt wird oder wenn ein Einsatz zeitlich begrenzt ist.
Anschluss und Aufstellung
Die Anlage wird in einer Euro-Gitterbox geliefert. Die Gitterbox kann mit einem LKW mit Hebebühne angeliefert und mit einem normalen Hubwagen bewegt werden, sofern der Aufstellort dafür geeignet ist.
Vor Ort zu prüfen:
- geeigneter Rohwasseranschluss
- geeigneter Weichwasseranschluss
- Abwasseranschluss für Regeneration und Spülwasser
- Stromversorgung 230 V
- ausreichend Stellfläche
- tragfähiger Boden
- Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
- frostfreier Aufstellort
- Zugang für Bedienung und Service
- Salzbevorratung während der Mietdauer
Der Anschluss der Anlage muss bauseits durchgeführt werden.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkt | Mietanlage Doppel-Enthärtungsanlage |
| Artikelnummer | LA-EH-DSP050-CL |
| Anlagenart | Leihanlage / Mietanlage |
| Max. Weichwasserleistung | 4 m³/h |
| Titelangabe | Leistung 4.400 l/h |
| Kapazität | 300 m³ × °dH |
| Regeneration | mengengesteuert über Zentralsteuerventile |
| Ionenaustauscherharz | Lewatit S1567 |
| Harzmenge | 2 × 75 l |
| Druckbehälter | 2 × GFK |
| Druckbehälter-Durchmesser | 333 mm |
| Druckbehälter-Höhe | 1.392 mm |
| Zentralsteuerventile | 2 × Clack WS1 |
| Umschaltung | 1 × 3-Wege-Umschaltventil |
| Salzlöseventile | 2 Stück |
| Solebehälter | PE-Behälter mit Siebboden |
| Solebehälter-Volumen | 200 l |
| Salzbedarf je Regeneration | 15 kg NaCl |
| Spülwasser je Regeneration | 1.125 l |
| Zulaufdruck | 3–8 bar |
| Rohwasseranschluss | 1" BSP innen |
| Weichwasseranschluss | 1" BSP innen |
| Abwasseranschluss | min. 1/2" |
| Elektrischer Anschluss | 2 × 230 V, 50/60 Hz, inkl. Netzteil je Ventil |
| Aufstellfläche | 1.240 × 835 mm |
| Höhe | ca. 1.800 mm |
| Tragkraft / Betriebsgewicht | ca. 500 kg |
| Gewicht laut Produktseite | 155 kg |
| Mietpreis | Tagespreis |
| Mindestmietdauer | 2 Wochen |
| Lieferzeit | auf Anfrage |
Mietkosten und Verbrauchsmaterial
Der ausgewiesene Mietpreis gilt pro Tag. Zusätzlich sind Einrichtung, Verbrauchsmaterial und gegebenenfalls Transport zu berücksichtigen.
Kostenbestandteile:
- Tagesmiete
- Mindestmietdauer 2 Wochen
- Einrichtungspauschale
- Salztabletten nach Verbrauch
- Anlieferung und Abholung nach Abstimmung
- gegebenenfalls weiteres Zubehör oder Serviceaufwand
Salztabletten und Rohwasser sind vom Kunden bereitzustellen bzw. werden nach Absprache berechnet. Der tatsächliche Salzverbrauch hängt von Rohwasserhärte, Weichwassermenge, Zielhärte und Regenerationshäufigkeit ab.
Salztabletten und Betrieb
Die Anlage regeneriert mit handelsüblichen Salztabletten. Der Solebehälter muss während des Betriebs ausreichend mit Salz befüllt sein. Ohne ausreichende Solebildung kann das Ionenaustauscherharz nicht korrekt regenerieren.
Für den störungsarmen Betrieb ist auf geeignete Salzqualität zu achten. Verunreinigtes oder ungeeignetes Salz kann die Solebildung, Salzlöseventile oder Zentralsteuerventile beeinträchtigen.
Während der Mietdauer sollten Salzstand, Betriebszustand, Weichwasserhärte und Regenerationsverhalten regelmäßig geprüft werden.
Rohwasserhärte und Parametrierung
Die Parametrierung der Anlage erfolgt anhand der Rohwasserhärte. Die Rohwasserhärte kann vor Auslieferung einprogrammiert werden, wenn sie bei der Bestellung angegeben wird.
Für die Kontrolle der Wasserhärte kann ein Messbesteck sinnvoll sein. Geeignete Produkte finden sich in der Kategorie Wasseranalyse und Messbestecke.
Wird die Rohwasserhärte falsch angesetzt, kann die Anlage zu spät oder zu früh regenerieren. Zu späte Regeneration führt zu Härtedurchbruch. Zu frühe Regeneration erhöht Salz- und Wasserverbrauch.
Zubehör und ergänzende Produkte
Je nach Einsatzfall können Zubehör und ergänzende Produkte sinnvoll sein. Dazu gehören Messbestecke zur Kontrolle der Rohwasser- und Weichwasserhärte, Regeneriersalz, Anschlussmaterial sowie Zubehör für Clack-Zentralsteuerventile.
Für stationäre oder eigene Anlagen können außerdem Enthärtungsharze, GFK-Drucktanks, Clack-Zentralsteuerventile, Wartungssets und Montagezubehör relevant sein. Die Auswahl hängt davon ab, ob eine Mietanlage eingesetzt, eine bestehende Anlage gewartet oder eine dauerhafte Enthärtungslösung aufgebaut werden soll.
Grenzen der Miet-Enthärtungsanlage
Die Mietanlage entfernt Härtebildner, aber keine gelösten Salze im Sinne einer Entsalzung. Leitfähigkeit, Chlorid, Sulfat, Nitrat und andere gelöste Ionen werden durch Enthärtung nicht wesentlich reduziert.
Nicht geeignet oder nur nach zusätzlicher Prüfung geeignet ist der Einsatz bei:
- fehlender Rohwasseranalyse
- ungeeigneter Rohwasserqualität
- stark eisen- oder manganhaltigem Wasser
- Trübung oder Feststoffbelastung
- fehlendem Abwasseranschluss
- unzureichendem Rohwasserdruck
- fehlender Stromversorgung
- Frostgefahr
- Anforderungen an VE-Wasser oder Reinstwasser
- Anforderungen an niedrige Leitfähigkeit
- ungeklärter Zielhärte
Bei Prozesswasseranwendungen sollte vorab geklärt werden, ob Weichwasser ausreichend ist oder ob eine Umkehrosmose- oder Mischbettanlage erforderlich wird.
Angaben für die Anfrage
Für die technische Prüfung und Verfügbarkeit der Miet-Enthärtungsanlage sind folgende Angaben hilfreich:
- Einsatzort
- gewünschter Mietzeitraum
- Anwendung oder Prozess
- benötigte Weichwassermenge
- gewünschter Durchfluss
- gewünschte Resthärte
- Rohwasseranalyse
- vorhandener Rohwasseranschluss
- vorhandener Weichwasseranschluss
- vorhandener Abwasseranschluss
- Stromversorgung
- Aufstellbedingungen
- Zugang für LKW mit Hebebühne
- Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
- gewünschter Liefertermin
- Anforderungen an Dokumentation oder Wasserqualitätskontrolle
Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto sicherer lässt sich beurteilen, ob die Miet-Enthärtungsanlage passend ist oder ob eine stationäre Enthärtungsanlage, Umkehrosmoseanlage oder Mischbettanlage sinnvoller ist.
Bewertungen
Angaben zum Hersteller
WHGFachbetrieb