Steuerung OS 3030 230V
Inklusive IF-Steckkarte

Art.Nr.: OS3030-230V

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Produktbeschreibung

Steuerung OS 3030 230V

Die OS 3030 230V ist eine Kompaktsteuerung für Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen. Sie übernimmt die automatische Steuerung und Überwachung zentraler Anlagenfunktionen und eignet sich für industrielle Wasseraufbereitungsanlagen, bei denen Betriebszustände, Grenzwerte und Schutzfunktionen zuverlässig überwacht werden müssen.

Diese Ausführung wird inklusive IF-Steckkarte geliefert. Dadurch stehen ein zusätzlicher Eingang und zwei zusätzliche Ausgänge zur Verfügung, die für anlagenspezifische Funktionen genutzt werden können.

Steuerung für Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen

Die OS 3030 ist für den Betrieb von Membrananlagen ausgelegt. Sie steuert die Prozessabläufe und überwacht wichtige Betriebsparameter wie Leitfähigkeit, Behälterstände, Drucksignale, Stoppsignale und Anlagenzustände.

Typische Anwendungen:

  • Steuerung von Umkehrosmoseanlagen
  • Steuerung von Nanofiltrationsanlagen
  • Ersatzsteuerung für bestehende Anlagen
  • Neubau von Kompaktanlagen
  • Permeatüberwachung über Leitfähigkeit
  • Steuerung von Spülphasen
  • Überwachung von Behälter voll / leer
  • Einbindung von Wassermangel- oder Überdrucksignalen
  • Stopp-Signal bei Regeneration einer Enthärtungsanlage
  • Service, Wartung und Anlagenmodernisierung

Die Eignung sollte anhand der vorhandenen Anlage, der Ein- und Ausgänge, der Messzellen, der Schaltfunktionen und des gewünschten Prozessablaufs geprüft werden.

Inklusive IF-Steckkarte

Die OS 3030 ist mit IF-Steckkarte ausgestattet. Damit kann die Steuerung um einen zusätzlichen Eingang und zwei zusätzliche Ausgänge erweitert werden.

Das ist sinnvoll, wenn neben den Standardfunktionen weitere Signale oder Schaltfunktionen eingebunden werden sollen. Je nach Anlagenkonzept können damit zusätzliche Überwachungen, Freigaben oder Meldungen realisiert werden.

Typische Einsatzmöglichkeiten:

  • zusätzlicher Freigabeeingang
  • zusätzliche Störmeldung
  • zusätzliche Spülfunktion
  • externe Betriebsfreigabe
  • Signal für Permeatqualität
  • anlagenspezifische Verriegelung
  • Erweiterung bestehender Anlagenfunktionen

Die genaue Belegung muss zur Anlage und zur Programmierung der Steuerung passen.

Prozessphasen der OS 3030

Die Steuerung ist für verschiedene Betriebsphasen einer Membrananlage ausgelegt. Dadurch können Betrieb, Bereitschaft, Spülung, Stopp und Wartung strukturiert abgebildet werden.

Wichtige Prozessphasen:

  • Entnahme: Förderung von Permeat mit Überwachung von Leitwert, Behälterständen und Drucksignalen
  • Bereitschaft: Standby-Betrieb ohne Wasserförderung, Sensorüberwachung bleibt aktiv
  • Spülen nach Entnahme: Verdrängung von Konzentrat nach dem Anlagenbetrieb
  • Spülen während Entnahme: Intervallspülung bei langer Betriebsdauer
  • Spülen während Bereitschaft: Hygienespülung zur Reduzierung von Stillstandsproblemen
  • Stopp bei Entnahme: Anlagenstopp über externes Stoppsignal
  • Stopp beim Spülen: separat programmierbarer Spülstopp
  • Bereitschaft Stopp: Sicherheitszustand, z. B. nach Spannungswiederkehr
  • Wartung: manuelle Reinigung mit Reinigungschemikalien

Damit ist die OS 3030 nicht nur ein einfacher Schaltkasten, sondern eine kompakte Steuerung für typische Betriebsabläufe von RO- und NF-Anlagen.

Leitfähigkeitsüberwachung

Die OS 3030 verfügt über eine integrierte Leitfähigkeitsüberwachung. Damit kann die Permeatqualität überwacht und über programmierbare Grenzwerte bewertet werden.

Die Leitfähigkeitsmessung kann je nach Zellkonstante in zwei Bereichen genutzt werden:

Messbereich Beschreibung
min. = Zellkonstante × 10 µS/cm unterer Bereich, z. B. für Reinwasser- oder Reinstwasserüberwachung
max. = Zellkonstante × 10.000 µS/cm oberer Bereich, z. B. für Wasser mit höherer Salzfracht

Für die Messung wird eine passende Leitfähigkeitsmesszelle benötigt. Die Leitfähigkeitsmesszelle SR25-1 für OS 3030 Steuerung ist das passende Zubehör für die Leitfähigkeitsmessung mit der OS 3030.

Technische Überwachung

Die OS 3030 kann je nach Anlagenaufbau mehrere technische Zustände überwachen. Dadurch werden Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit verbessert.

Mögliche Überwachungen:

  • Leitfähigkeitsgrenzen
  • Behälter voll
  • Behälter leer
  • Wassermangel
  • Überdruck
  • Motorschutzschalter
  • externe Meldeschalter
  • Konzentrat-Rückfluss
  • Stopp-Eingang
  • Regeneration einer vorgeschalteten Enthärtungsanlage
  • Anlagenzustand nach Spannungswiederkehr

Welche Funktionen genutzt werden, hängt von der angeschlossenen Anlage, Sensorik und Programmierung ab.

Stoppsignal bei Enthärtungsregeneration

Ein wichtiger Praxisfall ist die Verriegelung der Umkehrosmoseanlage während der Regeneration einer vorgeschalteten Enthärtungsanlage. Während der Regeneration steht das Speisewasser nicht in der normalen Qualität zur Verfügung oder der Betrieb soll aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.

Über einen Stopp-Eingang kann die OS 3030 die Membrananlage anhalten, wenn die vorgeschaltete Enthärtungsanlage regeneriert. Dadurch wird verhindert, dass die RO-Anlage während eines ungeeigneten Betriebszustands läuft.

Passende Anlagenbereiche:

Spülfunktionen für Membrananlagen

Spülphasen sind bei Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen ein wichtiger Bestandteil des Betriebs. Sie können helfen, Konzentrat aus der Anlage zu verdrängen, Stillstandszeiten zu verbessern und ungünstige Betriebszustände zu reduzieren.

Die OS 3030 kann verschiedene Spülphasen abbilden:

  • Spülen nach Entnahme
  • Spülen während längerer Entnahme
  • Spülen während Bereitschaft
  • separater Spülstopp

Die tatsächliche Wirkung der Spülung hängt vom hydraulischen Anlagenaufbau, der Ventilschaltung, der Rohwasserqualität und der Betriebsweise ab.

Passwortschutz und nullspannungssichere Ausführung

Die Steuerung ist mit Passwortschutz ausgestattet. Dadurch können sicherheitsrelevante Einstellungen vor unbefugten Eingriffen geschützt werden.

Zusätzlich ist die OS 3030 nullspannungssicher. Einstellungen und relevante Zustände bleiben auch bei einer Netzunterbrechung erhalten. Das ist bei technischen Anlagen wichtig, weil nach einem Spannungsausfall ein definierter Anlagenzustand wiederhergestellt werden muss.

Betriebsstundenzähler

Die OS 3030 verfügt über einen Betriebsstundenzähler bis 65.000 Stunden. Das erleichtert Wartung, Serviceplanung und Bewertung der Anlagenlaufzeit.

Typische Nutzung:

  • Wartungsintervalle planen
  • Laufzeit der Anlage dokumentieren
  • Betriebsstunden bei Störungen bewerten
  • Membran- und Pumpenlaufzeiten einordnen
  • Anlagenzustand bei Serviceeinsätzen prüfen

Abgrenzung zur Leitfähigkeitsmesszelle SR25-1

Die OS 3030 ist die Steuerung der Anlage. Sie verarbeitet Signale, steuert Ausgänge und überwacht Betriebszustände.

Die Leitfähigkeitsmesszelle SR25-1 ist dagegen nur die passende Messzelle für die Leitfähigkeitsmessung. Sie besitzt keine eigene Steuerfunktion und keine vollständige Auswerteeinheit.

Kurz gesagt:

  • OS 3030: Steuerung für RO- und NF-Anlagen
  • SR25-1: Leitfähigkeitsmesszelle als Zubehör zur Steuerung
  • analoges Leitfähigkeitsmessgerät: eigenständige Sichtanzeige für niedrige Leitfähigkeiten

Wenn eine bestehende OS-3030-Steuerung vorhanden ist und nur die Messzelle ersetzt werden soll, ist die SR25-1 ausreichend. Wenn eine Anlagensteuerung benötigt wird, ist die OS 3030 die passende Komponente.

Abgrenzung zu einfachen Leitfähigkeitsmessgeräten

Ein einfaches analoges Leitfähigkeitsmessgerät zeigt die Leitfähigkeit direkt an einer Messstelle an. Es steuert jedoch keine Membrananlage und bildet keine Prozessphasen ab.

Die OS 3030 geht deutlich weiter. Sie überwacht Leitfähigkeit, Betriebszustände, Spülphasen, Stoppsignale und Anlagenfreigaben. Sie ist damit für den automatisierten Betrieb einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage vorgesehen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Steuerung OS 3030 230V
Artikelnummer OS3030-230V
Ausführung Kompaktsteuerung inklusive IF-Steckkarte
Anwendung Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen
Netzanschluss 230 V ±10 %, 50–60 Hz
Sicherung 4AT
Leistungsaufnahme 9 VA
Spannungsführende Ausgänge 230 V, gesamt bis 4 A belastbar
Potentialfreie Relaisausgänge max. 250 V, 4 A
Eingänge max. 9 V, 8 mA
Schutzart IP65
Umgebungstemperatur 0–40 °C
Abmessungen 211 × 185 × 95 mm
Gewicht ca. 1,3 kg
Besonderheit nullspannungssicher
Erweiterung IF-Steckkarte mit 1 zusätzlichem Eingang und 2 zusätzlichen Ausgängen

Hauptmerkmale

  • vollelektronische Steuerung für Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen
  • phasenbasierte Prozesssteuerung
  • integrierte Leitfähigkeitsüberwachung
  • programmierbare Grenzwerte
  • Überwachung von Behälterständen, Wassermangel und Drucksignalen
  • Spülphasen für Betrieb und Bereitschaft
  • Stopp-Eingang, z. B. für Enthärtungsregeneration
  • Wartungsmodus für manuelle Reinigung
  • Betriebsstundenzähler bis 65.000 Stunden
  • Passwortschutz gegen unbefugte Eingriffe
  • nullspannungssichere Ausführung
  • IF-Steckkarte mit zusätzlichem Eingang und zwei zusätzlichen Ausgängen

Hinweise zur Anwendung

Die OS 3030 muss passend zur jeweiligen Anlage verdrahtet und programmiert werden. Ein- und Ausgänge, Sensoren, Ventile, Pumpen, Schutzfunktionen und Prozessphasen müssen zur Anlagenhydraulik passen.

Hinweise:

  • Schaltplan und Anlagenfunktion vor Einbau prüfen
  • Spannungsversorgung beachten
  • Ein- und Ausgänge passend belegen
  • Leitfähigkeitsmesszelle passend auswählen
  • Grenzwerte an Anwendung und Wasserqualität anpassen
  • Spülzeiten passend zur Anlage einstellen
  • Stoppsignale korrekt einbinden
  • Passwortschutz dokumentieren
  • Inbetriebnahme durch fachkundiges Personal durchführen
  • Betriebszustände nach Programmierung prüfen

Bei bestehenden Anlagen sollte vor dem Austausch geprüft werden, ob die vorhandene Steuerung, Verdrahtung und Parametrierung zur OS 3030 230V passt.

Grenzen der Steuerung

Die OS 3030 ist eine Anlagensteuerung, ersetzt aber keine verfahrenstechnische Auslegung der Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage.

Grenzen:

  • keine eigenständige Wasseraufbereitung
  • keine Pumpe, Ventile oder Sensorik enthalten
  • Leitfähigkeitsmessung nur mit passender Messzelle
  • Funktion abhängig von Verdrahtung und Programmierung
  • Ein- und Ausgänge müssen zur Anlage passen
  • Grenzwerte müssen an Wasserqualität und Prozess angepasst werden
  • fachgerechter elektrischer Anschluss erforderlich

Wenn eine komplette Anlage benötigt wird, sollte eine Umkehrosmoseanlage oder eine projektspezifische Anlagenlösung geprüft werden.

Angaben für Rückfragen

Für Rückfragen zur passenden Steuerung sind folgende Angaben hilfreich:

  • vorhandene Anlagenart
  • vorhandene Steuerung
  • gewünschte Funktion: Ersatz, Neuaufbau oder Erweiterung
  • Umkehrosmose oder Nanofiltration
  • Anzahl Pumpen und Ventile
  • vorhandene Sensoren
  • Leitfähigkeitsmessung vorhanden oder geplant
  • gewünschte Grenzwerte
  • Behältersteuerung vorhanden
  • Stopp-Signal einer Enthärtungsanlage erforderlich
  • vorhandener Schaltplan
  • gewünschte Zusatzfunktionen über IF-Steckkarte

So lässt sich prüfen, ob die OS 3030 230V zur Anlage passt oder ob eine andere Steuerungs- bzw. Automatisierungslösung erforderlich ist.

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