PFAS Entfernung Wasserfilter
für max. 5.400 l/h

Typ PFAS125

Art.Nr.: PFAS125

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Produktbeschreibung

PFAS-Wasserfilter PFAS125 – bis 5.400 l/h mit 125 Liter Selektivharz

Der PFAS125 ist ein leistungsstarker und wartungsarmer Wasserfilter zur gezielten Reduzierung von PFAS aus Brunnenwasser, Grundwasser, Trinkwasser und technischen Wasserströmen.

Mit 125 Litern selektivem Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW und einer maximalen Durchflussleistung von 5.400 l/h eignet sich diese Baugröße besonders für größere Gebäude, Gewerbebetriebe und zentrale Wasserversorgungen mit entsprechendem Wasserbedarf.

Das belastete Wasser strömt durch das Harzbett. Die PFAS werden dort gebunden und im Filter zurückgehalten. Eine regelmäßige Regeneration mit Salz oder Chemikalien ist nicht erforderlich.

Technische Daten PFAS125

Technische Daten PFAS125
Typ PFAS125
Harzfüllung 125 Liter
Filtermaterial Lewatit TP 108 DW
Max. Durchflussleistung 5.400 l/h
Anschluss Eingang / Ausgang 2"
Temperaturbereich +5 bis +35 °C
Max. Betriebsdruck 8 bar
Differenzdruck max. 1 bar
Durchmesser ca. 406 mm
Gesamthöhe ca. 2.100 mm
Regeneration im normalen Betrieb nicht erforderlich
Stromanschluss für die Filterpatrone nicht erforderlich
Kontinuierlicher Abwasseranfall nein
Standzeit Berechnung anhand der Wasseranalyse; bei durchschnittlicher PFAS-Belastung bisher ca. 8–18 Jahre berechnet

Die wichtigsten Vorteile des PFAS125

  • 125 Liter selektives Spezialharz zur PFAS-Reduzierung

  • bis zu 5.400 l/h Durchflussleistung

  • große 2"-Anschlüsse

  • geeignet für kurz- und langkettige PFAS

  • hohe PFAS-Aufnahmekapazität

  • sehr lange mögliche Standzeit des Filtermaterials

  • bei durchschnittlicher PFAS-Belastung wurden bei von uns geprüften Rohwasserwerten bereits Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren berechnet

  • keine regelmäßige Regeneration erforderlich

  • kein Regeneriersalz notwendig

  • keine permanente Chemikaliendosierung

  • kein kontinuierlicher Abwasser- oder Konzentratstrom

  • kein Stromanschluss für die eigentliche Filterpatrone erforderlich

  • sehr geringer Bedienaufwand

  • keine komplizierte Steuerung erforderlich

  • sehr gut mit einer Aktivkohle-Vorstufe kombinierbar

  • mehrere Filter können bei größeren Wassermengen parallel betrieben werden

  • einfacher Harzwechsel nach Erreichen der berechneten Kapazität

Der PFAS125 ist damit eine interessante Baugröße für Anwendungen, bei denen bereits größere Wassermengen behandelt werden müssen, gleichzeitig aber ein einfaches Filtersystem ohne aufwendige Regeneration gewünscht wird.

Wie funktioniert die PFAS-Entfernung?

Der PFAS125 arbeitet mit dem speziell für diese Anwendung entwickelten Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW im Shop.

Lewatit TP 108 DW ist ein stark basisches, selektives Anionenaustauscherharz zur gezielten Aufnahme von PFAS.

Das belastete Wasser durchströmt die 125 Liter Harzfüllung. Dabei werden PFAS am Harz gebunden und im Filterbett zurückgehalten.

Das Harz eignet sich unter anderem zur Reduzierung von:

  • PFOA

  • PFOS

  • PFNA

  • PFHxA

  • PFHxS

  • PFBS

  • PFBA

Damit werden sowohl langkettige als auch kurzkettige PFAS erfasst.

Warum 125 Liter Harz?

Das größere Harzbett bietet gegenüber den kleineren PFAS-Ausführungen eine zusätzliche Kapazitätsreserve.

Mehr Harz bedeutet gleichzeitig mehr verfügbare Aufnahmekapazität für PFAS.

Der PFAS125 eignet sich besonders, wenn:

  • bis zu 5,4 m³/h benötigt werden

  • mehrere Verbraucher gleichzeitig versorgt werden

  • größere Jahreswassermengen anfallen

  • gegenüber PFAS100 zusätzliche Harzkapazität gewünscht wird

  • längere Standzeiten angestrebt werden

  • eine zentrale gewerbliche oder technische Wasserversorgung vorhanden ist

Damit bildet der PFAS125 eine leistungsstarke Zwischenstufe zwischen dem PFAS100 und den größeren PFAS150- und PFAS200-Anlagen.

Wie lange hält die Harzfüllung?

Ein wesentlicher Vorteil des PFAS125 ist die sehr lange mögliche Standzeit der 125-Liter-Harzfüllung.

Bei durchschnittlichen PFAS-Belastungen haben wir anhand von uns geprüften Rohwasseranalysen bei bisherigen Auslegungen rechnerische Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren ermittelt.

Für eine erste Berechnung benötigen wir hauptsächlich:

  • PFAS-Werte des Rohwassers

  • ungefähren Wasserverbrauch

Aus diesen Angaben können wir die zu erwartende Standzeit abschätzen.

Während des normalen Betriebs muss das Harz nicht regeneriert werden. Der Betreiber muss auch keine regelmäßigen Programme starten oder Einstellungen verändern.

Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird die Harzfüllung ausgetauscht.

PFAS-Entfernung mit Aktivkohle kombinieren

Je nach Wasseranalyse kann eine Kombination aus Aktivkohle und anschließendem PFAS-Ionenaustauscher besonders sinnvoll sein.

Die bevorzugte Reihenfolge ist:

Rohwasser → Aktivkohlefilter → PFAS125

Für diese Leistungsklasse steht beispielsweise ein Aktivkohlefilter mit bis zu 6,1 m³/h zur Verfügung.

Die Aktivkohle kann bereits vor dem Selektivharz:

  • organische Begleitstoffe reduzieren

  • adsorbierbare Verbindungen zurückhalten

  • einen Teil bestimmter PFAS aufnehmen

  • das nachgeschaltete PFAS-Harz entlasten

Der PFAS125 übernimmt anschließend die gezielte PFAS-Feinreinigung.

Warum kann eine größere Aktivkohlestufe sinnvoll sein?

Bei Aktivkohle ist nicht nur der maximale Wasserdurchfluss entscheidend. Für eine gute Adsorptionswirkung spielt auch die Kontaktzeit zwischen Wasser und Aktivkohle eine wichtige Rolle.

Gerade bei PFAS und anderen schwer adsorbierbaren Stoffen kann deshalb eine größere Aktivkohlestufe sinnvoll sein.

Die AKF-Auslegung prüfen wir anhand von:

  • Wasseranalyse

  • gewünschtem Durchfluss

  • vorhandenen Begleitstoffen

  • benötigter Kontaktzeit

Dadurch wird die Aktivkohlestufe nicht unnötig knapp dimensioniert.

Einfacher Betrieb trotz hoher Leistung

Auch mit 125 Litern Harz und bis zu 5,4 m³/h arbeitet der PFAS125 nach einem sehr einfachen Prinzip.

Im normalen Betrieb muss der Betreiber:

  • kein Salz nachfüllen

  • keine Regeneration starten

  • keine Chemikalien dosieren

  • keine täglichen Einstellungen vornehmen

Das Wasser wird durch das Harzbett geführt und die PFAS werden dort gebunden.

Die eigentliche PFAS-Filterpatrone benötigt keinen Stromanschluss und erzeugt während der normalen Filtration kein kontinuierliches Abwasser.

Muss der PFAS125 regelmäßig rückgespült werden?

Nein.

Bei sauberem beziehungsweise ausreichend vorgefiltertem Wasser ist normalerweise keine regelmäßige Rückspülung erforderlich.

Sollte sich das Harzbett durch eingetragene Partikel verschmutzen und dadurch beispielsweise der Druckverlust ansteigen, kann der Filter vorsichtig entgegen der normalen Fließrichtung mit Wasser rückgespült werden.

Dabei muss die Wassermenge begrenzt werden.

Bei zu hohem Durchfluss kann das Ionenaustauscherharz stark aufgewirbelt und aus dem Druckbehälter ausgespült werden.

Die Rückspülung dient ausschließlich dazu, ein verschmutztes Harzbett zu reinigen. Sie regeneriert das PFAS-Harz nicht.

Entsteht beim PFAS125 Abwasser?

Im normalen Filterbetrieb entsteht kein kontinuierlicher Abwasser- oder Konzentratstrom.

Das ist insbesondere bei größeren Wassermengen ein Vorteil gegenüber Verfahren, bei denen dauerhaft Konzentrat anfällt.

Wasser wird nur benötigt, wenn der PFAS-Filter bei einer Verschmutzung vorsichtig gereinigt wird oder vorgeschaltete Filteranlagen rückgespült werden.

Benötigt der PFAS125 Strom?

Die eigentliche PFAS125-Filterpatrone benötigt keinen Stromanschluss.

Der vorhandene Leitungsdruck oder eine bauseitige Pumpe fördert das Wasser durch das Harzbett.

Elektrische Anschlüsse sind nur für eventuell vorhandene Zusatzkomponenten wie Pumpen, automatische Vorfilter oder Überwachungseinrichtungen erforderlich.

PFAS125 und Trinkwasser – aktueller Stand

Für die PFAS-Aufbereitung von Trinkwasser steht inzwischen Lewatit TP 108 DW als speziell für Trinkwassersysteme vorgesehene Ausführung des Selektivharzes zur Verfügung.

Was ist bereits vorhanden?

  • spezielle Trinkwasserausführung Lewatit TP 108 DW

  • für kurz- und langkettige PFAS entwickelt

  • Zertifizierung nach NSF/ANSI/CAN Standard 61

  • vom Hersteller für Trinkwassersysteme vorgesehen

  • spezielles Inbetriebnahmeverfahren für Trinkwasseranwendungen

  • länderspezifische Trinkwassernachweise können über den Hersteller bereitgestellt werden

Was ist für Deutschland zusätzlich zu beachten?

Für Deutschland gelten zusätzlich die Vorgaben der Trinkwasserverordnung und insbesondere § 20 TrinkwV.

Für Ionenaustauscher bestehen derzeit entsprechende Übergangs- und Fortschreibungsregelungen.

Bei einer konkreten Trinkwasseranwendung prüfen wir deshalb vor Lieferung den zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen deutschen Zulassungs- und Nachweisstand und wählen die passende Harzausführung.

Welche PFAS-Grenzwerte gelten im Trinkwasser?

Seit dem 12. Januar 2026 gilt in Deutschland:

Summe PFAS-20: maximal 100 ng/l

Ab dem 12. Januar 2028 gilt zusätzlich:

Summe PFAS-4: maximal 20 ng/l

Zur PFAS-4-Gruppe gehören:

  • PFOA

  • PFNA

  • PFHxS

  • PFOS

Bei einer Trinkwasseranwendung empfehlen wir eine geeignete Laboranalyse des aufbereiteten Wassers zur Kontrolle.

Muss der PFAS125 ständig kontrolliert werden?

Nein.

Die erwartete Standzeit wird anhand der PFAS-Belastung und der behandelten Wassermenge berechnet.

Dadurch lässt sich der spätere Harzwechsel langfristig planen.

Eine Laboranalyse in geeigneten Abständen ist insbesondere bei Trinkwasser sinnvoll. Eine tägliche Kontrolle oder laufende Bedienung des Filters ist dagegen nicht erforderlich.

Was passiert nach Erreichen der Harzkapazität?

Das PFAS-Harz wird im normalen Anlagenbetrieb nicht regeneriert.

Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird die Harzfüllung ausgetauscht.

Für den PFAS125 werden insgesamt 125 Liter Ionenaustauscherharz benötigt:

5 × 25 Liter Lewatit TP 108 DW

Das beladene Filtermaterial wird anschließend entsprechend der aufgenommenen Belastung fachgerecht entsorgt.

Lieferumfang PFAS125

  • GFK-Druckbehälter

  • PE-Innenbehälter

  • Verteilerkopf

  • Anschlussarmatur

  • 125 Liter Lewatit TP 108 DW Ionenaustauscherharz

Die Filterpatrone wird aus Transportgründen nicht bereits mit eingefülltem Harz versendet. Die fünf 25-Liter-Gebinde werden bei der Installation in den Druckbehälter eingefüllt.

Welche PFAS-Filtergröße ist die richtige?

Unsere PFAS-Filter sind in mehreren Baugrößen erhältlich.

Ausführung Harzvolumen Max. Durchfluss Anschluss Durchmesser ca. Höhe ca.
PFAS50 50 l 2,0 m³/h ¾" 257 mm 1.400 mm
PFAS75 75 l 3,2 m³/h ¾" 334 mm 1.550 mm
PFAS100 100 l 4,5 m³/h 2" 376 mm 2.100 mm
PFAS125 – aktuelle Ausführung 125 l 5,4 m³/h 2" 406 mm 2.100 mm
PFAS150 150 l 8,4 m³/h 2" 469 mm 2.100 mm
PFAS200 200 l 10,0 m³/h 2" 469 mm 2.000 mm

Ein größerer PFAS-Filter bietet nicht nur eine höhere mögliche Durchflussleistung, sondern auch mehr Harz und damit zusätzliche PFAS-Aufnahmekapazität.

Bei noch höheren Wassermengen können mehrere Behälter parallel betrieben werden.

Häufige Fragen zum PFAS125

Für welche Wassermenge ist der PFAS125 geeignet?

Der maximale Durchfluss beträgt 5.400 l/h beziehungsweise 5,4 m³/h.

Damit ist der Filter insbesondere für größere Gebäude, Gewerbe und zentrale Wasseraufbereitungen geeignet.

Wann sollte ich den PFAS125 statt PFAS100 wählen?

Wenn der benötigte Spitzenvolumenstrom über 4,5 m³/h liegt oder wenn bewusst zusätzliche Harzkapazität für eine längere Standzeit gewünscht wird.

Warum kann eine größere Harzmenge sinnvoll sein?

Mehr Harz stellt mehr Aufnahmekapazität für PFAS zur Verfügung. Dadurch kann bei gleicher Belastung und gleichem Wasserverbrauch eine längere Standzeit erreicht werden.

Ist der PFAS125 für Brunnenwasser geeignet?

Ja.

Weitere Belastungen wie Eisen, Mangan oder Trübstoffe sollten vorher geprüft und gegebenenfalls mit einer geeigneten Vorbehandlung entfernt werden.

Entfernt der PFAS125 auch Eisen und Mangan?

Nein. Der Filter ist gezielt für PFAS vorgesehen.

Eisen, Mangan und größere Mengen an Schwebstoffen sollten möglichst vor der PFAS-Stufe behandelt werden.

Sollte Aktivkohle vorgeschaltet werden?

Je nach Wasseranalyse kann dies sehr sinnvoll sein.

Aktivkohle kann organische Begleitstoffe und weitere adsorbierbare Belastungen reduzieren und damit den nachgeschalteten PFAS-Ionenaustauscher entlasten.

Reicht ein Aktivkohlefilter mit 6,1 m³/h aus?

Hydraulisch liegt diese Baugröße über den maximal 5,4 m³/h des PFAS125.

Bei anspruchsvollen Adsorptionsaufgaben kann jedoch eine größere Aktivkohlemenge beziehungsweise geringere Filtergeschwindigkeit sinnvoll sein. Deshalb sollte die endgültige AKF-Auslegung anhand der Wasseranalyse erfolgen.

Muss das Harz jedes Jahr gewechselt werden?

Nein.

Bei durchschnittlichen PFAS-Belastungen wurden bei von uns geprüften Rohwasserwerten bisher rechnerische Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren ermittelt.

Muss der Filter regeneriert werden?

Nein. Eine regelmäßige Regeneration ist nicht erforderlich.

Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird das Harz ausgetauscht.

Benötigt der PFAS125 Salz?

Nein.

Benötigt der PFAS125 Strom?

Die eigentliche Filterpatrone benötigt keinen Stromanschluss.

Entsteht dauerhaft Abwasser?

Nein. Im normalen Filterbetrieb entsteht kein kontinuierlicher Abwasser- oder Konzentratstrom.

Kann der PFAS125 rückgespült werden?

Falls sich Schmutz oder Partikel im Harzbett angesammelt haben, kann der Filter vorsichtig entgegen der normalen Betriebsrichtung gespült werden.

Die Wassermenge muss dabei begrenzt werden, damit das Harz nicht aus dem Behälter ausgespült wird.

Kann ich mehrere PFAS125 parallel betreiben?

Ja.

Bei größeren Wassermengen können mehrere Filter hydraulisch parallel betrieben werden.

Wie kontrolliere ich die PFAS-Werte?

PFAS müssen über eine geeignete Laboranalyse bestimmt werden. Normale Leitfähigkeits-, Härte- oder Schnelltests können PFAS nicht zuverlässig messen.

Welche Angaben benötigen Sie für eine Auslegung?

Für eine erste Auslegung benötigen wir hauptsächlich:

  • aktuelle PFAS-Analyse

  • ungefährer Wasserverbrauch

  • maximal benötigter Durchfluss

  • Nutzung als Trinkwasser, Brunnenwasser, Brauchwasser oder Prozesswasser

Damit können wir die geeignete Filtergröße und die voraussichtliche Standzeit abschätzen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zur PFAS-Entfernung mit Ionenaustauschern.

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: PFAS125

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