Vollentsalzung
mit Enthärtung und Umkehrosmoseanlage
VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose
VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose erzeugen salzarmes Wasser für industrielle und gewerbliche Anwendungen. Die Anlagen kombinieren eine Doppelenthärtungsanlage mit einer Umkehrosmoseanlage und eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen eine zuverlässige Wasserqualität und ein kontinuierlicher Betrieb erforderlich sind.
Die kompakten Vollentsalzungsanlagen sind auf einem stabilen Rahmengestell aufgebaut, komplett verrohrt und verkabelt. Je nach Ausführung sind Leistungen von 250 l/h bis 4 m³/h sowie Varianten mit Tank und geregelter Druckerhöhung erhältlich.
EUR 535,50 - EUR 549,78
Preis netto: EUR 462,00
EUR 0,55 pro Kilogramm
inkl. 19 % USt versandkostenfrei
EUR 3.123,75
Preis netto: EUR 2.625,00
inkl. 19 % USt versandkostenfrei
VE-Anlagen zur Wasseraufbereitung mit Enthärtung und Umkehrosmose
Kompakte Anlagen für salzarmes Prozesswasser
VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose werden eingesetzt, wenn aus Stadtwasser salzarmes Wasser für technische Prozesse erzeugt werden soll. Die Kombination aus Enthärtung und Umkehrosmose reduziert zuerst die Wasserhärte und anschließend einen großen Teil der gelösten Salze.
Die vorgeschaltete Doppelenthärtung schützt die Umkehrosmosemembranen vor Härteablagerungen. Dadurch kann die Umkehrosmoseanlage stabiler betrieben werden, die Membranbelastung sinkt und die Betriebssicherheit der gesamten Anlage steigt.
Aufbau der VE-Anlage
Die Anlagen sind als kompakte, betriebsbereite Systeme auf Rahmengestell ausgeführt. Die Vorbehandlung, Umkehrosmose, Verrohrung und elektrische Verdrahtung sind bereits aufeinander abgestimmt.
| Komponente | Funktion |
|---|---|
| Doppelenthärtungsanlage | kontinuierliche Versorgung der Umkehrosmose mit Weichwasser |
| Umkehrosmoseanlage | Reduzierung von Leitfähigkeit, Salzen und gelösten Inhaltsstoffen |
| Rahmengestell mit Rollen | kompakte Aufstellung und flexible Positionierung |
| Verrohrung und Verkabelung | anschlussfertiger Anlagenaufbau |
| Steuerung | Betrieb und Überwachung der Anlagenfunktion |
| Membrantechnik | eigentliche Entsalzungsstufe der Umkehrosmose |
| Optionaler Tank | Zwischenspeicherung von Permeat |
| Optionale Druckerhöhung | Versorgung nachgeschalteter Verbraucher mit konstantem Druck |
Verfügbare Leistungen
Die VE-Anlagen sind in mehreren Leistungsgrößen erhältlich. Dadurch können unterschiedliche Wasserbedarfe von kleinen technischen Anwendungen bis zu größeren gewerblichen Verbrauchern abgedeckt werden. Größere Anfragen werden auf Anfrage gerne bearbeitet, wir bauen Anlagengrößen bis 100 m³/h.
Wasserqualität und Ausbeute
Die erreichbare Wasserqualität hängt von Rohwasserqualität, Temperatur, Betriebsdruck, Membranzustand und Anlageneinstellung ab. Bei Stadtwasser liegt die typische Wasserqualität der VE-Anlage im Bereich von etwa 10 bis 15 µS/cm. Die Weichwasserqualität nach der Enthärtung liegt bei < 0,05 °dH.
| Parameter | Typischer Wert |
| Wasserqualität bei Stadtwasser | ca. 10–15 µS/cm |
| Weichwasserqualität | < 0,05 °dH |
| Ausbeute | ca. 75–80 % |
| Rohwasserbasis | Stadtwasser, abhängig von Analyse und Betriebsbedingungen |
Die genaue Permeatqualität sollte anhand der Rohwasseranalyse berechnet werden. Bei anderen Rohwasserqualitäten, zum Beispiel bei Brunnenwasser oder stark schwankenden Wasserwerten, muss die Vorbehandlung gesondert geprüft werden.
Warum die Doppelenthärtung vor der Umkehrosmose sinnvoll ist
Eine Umkehrosmosemembran reagiert empfindlich auf Härteablagerungen. Calcium und Magnesium können bei ungünstigen Betriebsbedingungen auf der Membran ausfallen und die Leistung reduzieren. Eine vorgeschaltete Enthärtung entfernt diese Härtebildner vor der Umkehrosmose.
Die Doppelenthärtung hat dabei einen wichtigen Vorteil: Eine Enthärtersäule kann in Betrieb bleiben, während die andere regeneriert. Dadurch steht der Umkehrosmoseanlage kontinuierlich Weichwasser zur Verfügung. Das ist besonders bei gewerblichen Anwendungen sinnvoll, bei denen die VE-Anlage nicht während jeder Regeneration unterbrochen werden soll.
Umkehrosmose als Entsalzungsstufe
Die Umkehrosmoseanlage reduziert gelöste Salze, Mineralien und viele weitere Wasserinhaltsstoffe. Das Ergebnis ist salzarmes Permeat mit deutlich reduzierter Leitfähigkeit.
Eine Umkehrosmose ist jedoch keine Reinstwasserstufe. Wenn sehr niedrige Leitfähigkeiten benötigt werden, zum Beispiel < 1 µS/cm oder < 0,1 µS/cm, kann eine nachgeschaltete Reinstwasseraufbereitung mit EDI oder eine Mischbettanlage erforderlich sein.
Tank und Druckerhöhung
Bei schwankendem Verbrauch oder kurzzeitigen Spitzen ist ein Vorratsbehälter sinnvoll. Der Tank speichert das erzeugte Permeat und entkoppelt die Erzeugung vom Verbrauch. Dadurch muss die Umkehrosmoseanlage nicht jede kurzfristige Entnahme direkt abdecken.
Eine Druckerhöhung wird eingesetzt, wenn das aufbereitete Wasser mit konstantem Druck zu Verbrauchern gefördert werden soll. Das ist besonders bei mehreren Entnahmestellen, längeren Leitungswegen oder technischen Verbrauchern mit Mindestdruck relevant.
Für Anwendungen mit höherem Spitzenbedarf können VE-Anlagen mit integriertem Tank und geregelter Druckerhöhung eingesetzt werden.
Salztabletten und Betrieb der Enthärtung
Die vorgeschaltete Doppelenthärtung benötigt Salztabletten zur Regeneration des Ionenaustauscherharzes. Während der Regeneration wird das Harz wieder mit Natriumionen beladen, damit es erneut Calcium und Magnesium aus dem Wasser entfernen kann.
Der Salzverbrauch hängt von Rohwasserhärte, Wassermenge, Anlagengröße und Regenerationseinstellung ab. Bei regelmäßigem Betrieb sollte der Salzvorrat kontrolliert und rechtzeitig nachgefüllt werden.
Membranen, Wartung und Betriebssicherheit
Die Membranen sind die zentrale Komponente der Umkehrosmose. Sinkt die Permeatleistung, steigt die Leitfähigkeit oder verändert sich der Differenzdruck, kann das auf Verschmutzung, Scaling oder Alterung der Membranen hinweisen.
Für Ersatz oder Auslegung stehen passende Membranelemente zur Verfügung. Bei unklaren Schadensbildern kann eine Membranautopsie helfen, die Ursache einer Verblockung oder Leistungsminderung zu prüfen.
Eine regelmäßige Wartung ist wichtig, damit Enthärtung, Umkehrosmose, Steuerung, Druckwerte und Wasserqualität zuverlässig funktionieren. Besonders die Ausbeute sollte korrekt eingestellt sein, da sie direkten Einfluss auf Wasserverbrauch, Abwassermenge und Membranbelastung hat.
Einsatzbereiche
VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose eignen sich für viele technische und gewerbliche Anwendungen, bei denen salzarmes Wasser benötigt wird.
| Einsatzbereich | Typischer Nutzen |
| Kesselspeisewasser | Reduzierung von Härte und Salzfracht |
| Dampferzeuger | Schutz vor Ablagerungen und erhöhter Salzbelastung |
| Prozesswasser | gleichmäßige Wasserqualität für technische Prozesse |
| Spülwasser | geringere Rückstände nach Spül- oder Reinigungsprozessen |
| Kühlkreisläufe | reduzierte Härte- und Salzfracht im Zusatzwasser |
| Labor- und Technikbereiche | salzarmes Wasser als Vorstufe oder Betriebswasser |
| Reinigungsanlagen | geringere Flecken- und Rückstandsbildung |
| Produktion | stabile Wasserqualität für definierte Prozesse |
Auswahl der passenden VE-Anlage
Die passende VE-Anlage sollte nicht nur nach der Literleistung ausgewählt werden. Entscheidend sind Rohwasserqualität, gewünschte Leitfähigkeit, Wasserhärte, Tagesbedarf, Spitzenverbrauch, Betriebszeiten und die Frage, ob ein Tank mit Druckerhöhung benötigt wird.
| Angabe | Bedeutung |
| Rohwasseranalyse | Grundlage für Auslegung und Permeatqualität |
| Wasserhärte | wichtig für Enthärtung und Salzverbrauch |
| Rohwasserleitfähigkeit | Grundlage für erwartete Permeatqualität |
| Gewünschte Leitfähigkeit | bestimmt, ob Umkehrosmose ausreicht |
| Benötigte Leistung | Grundlage für Anlagengröße |
| Tagesverbrauch | wichtig für Ausbeute, Laufzeit und Betriebskosten |
| Verbrauchsspitzen | relevant für Tankgröße und Druckerhöhung |
| Betriebszeiten | wichtig für Auslegung und Regeneration |
| Abwasseranschluss | erforderlich für Konzentrat und Regeneration |
| Platzverhältnisse | relevant für Rahmengestell, Tank und Servicezugang |
Abgrenzung zu VE-Anlagen mit Antiscalant
Diese VE-Anlagen arbeiten mit Doppelenthärtung vor der Umkehrosmose. Alternativ gibt es Umkehrosmoseanlagen mit Antiscalant-Dosierung, bei denen Härtebildner durch Dosierung stabilisiert werden.
Die Doppelenthärtung ist besonders sinnvoll, wenn eine sehr geringe Resthärte vor der Umkehrosmose gewünscht ist oder die Anlage kontinuierlich mit Weichwasser betrieben werden soll. Antiscalant kann dagegen bei bestimmten Anwendungen eine platzsparende Alternative sein, entfernt die Härtebildner aber nicht aus dem Wasser.
Für Kesselspeisewasser ist die Enthärtungsvariante häufig besser zu bewerten, weil Antiscalant die Härte nicht entfernt und nach der Umkehrosmose je nach Anforderung zusätzliche Enthärtung oder Polishing-Stufen notwendig sein können.
Hinweise zur Planung
Für eine belastbare Auslegung sollte die Rohwasserqualität bekannt sein. Besonders Leitfähigkeit, Härte, Eisen, Mangan, Trübung, organische Belastung und Temperatur können die Auslegung beeinflussen.
Bei Stadtwasser sind VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose in vielen Fällen gut einsetzbar. Bei Brunnenwasser muss vorab geprüft werden, ob zusätzliche Filtrationstechnik, Entsäuerung oder eine andere Vorbehandlung notwendig ist.
Häufige Fragen zu VE-Anlagen mit Doppelenthärtung und Umkehrosmose
Auswahl und Auslegung
Welche VE-Anlage ist für meine Anwendung passend?
Die passende VE-Anlage richtet sich nach benötigter Permeatleistung, Rohwasserqualität, gewünschter Leitfähigkeit, Tagesverbrauch, Spitzenbedarf und Betriebszeit.
Wenn der Verbrauch gleichmäßig ist, kann die Anlage näher am tatsächlichen Durchfluss ausgelegt werden. Bei stark schwankendem Verbrauch ist häufig eine Ausführung mit Tank und Druckerhöhung sinnvoll.
Welche Angaben werden für die Auslegung benötigt?
Für eine belastbare Auslegung sind vor allem folgende Angaben wichtig:
| Angabe | Bedeutung |
| Rohwasseranalyse | Grundlage für Vorbehandlung und erwartete Wasserqualität |
| Rohwasserhärte | wichtig für Enthärtung und Salzverbrauch |
| Leitfähigkeit | Grundlage für Permeatqualität |
| Benötigte Wassermenge pro Stunde | bestimmt die Anlagengröße |
| Tagesbedarf | wichtig für Laufzeit und Betriebskosten |
| Gewünschte Wasserqualität | entscheidet, ob Umkehrosmose ausreicht |
| Anwendung | Kessel, Prozess, Spülung, Kühlung oder sonstige Nutzung |
| Betriebszeiten | relevant für Regeneration und Verfügbarkeit |
| Platz und Anschlüsse | wichtig für Aufstellung und Installation |
Reicht eine Umkehrosmose für VE-Wasser immer aus?
Nein. Eine Umkehrosmose reduziert die Leitfähigkeit deutlich, erzeugt aber nicht automatisch Reinstwasser. Bei Stadtwasser sind mit diesen Anlagen typischerweise etwa 10–15 µS/cm erreichbar.
Wenn deutlich niedrigere Leitfähigkeiten benötigt werden, muss eine nachgeschaltete EDI-Anlage oder Mischbettanlage geprüft werden.
Wann ist eine Anlage mit Tank und Druckerhöhung sinnvoll?
Eine Anlage mit Tank und Druckerhöhung ist sinnvoll, wenn Verbraucher kurzfristig mehr Wasser benötigen, als die Umkehrosmose direkt erzeugt. Der Tank speichert Permeat, die Druckerhöhung versorgt die Verbrauchsstellen mit konstantem Druck.
Das ist besonders bei schwankenden Entnahmen, mehreren Verbrauchern oder technischen Anlagen mit Mindestdruck sinnvoll.
Enthärtung und Umkehrosmose
Warum wird vor der Umkehrosmose eine Doppelenthärtung eingesetzt?
Die Doppelenthärtung entfernt Calcium und Magnesium vor der Umkehrosmose. Dadurch wird das Risiko von Härteablagerungen auf der Membran reduziert.
Da zwei Enthärtersäulen vorhanden sind, kann eine Säule regenerieren, während die andere weiter Weichwasser liefert. Dadurch steht der Umkehrosmose kontinuierlich Weichwasser zur Verfügung.
Welche Wasserhärte wird nach der Enthärtung erreicht?
Die Weichwasserqualität liegt bei < 0,05 °dH. Damit wird die Umkehrosmosemembran wirksam vor Härteablagerungen geschützt.
Die tatsächliche Stabilität hängt zusätzlich von korrekter Einstellung, Salzversorgung, Regeneration und Rohwasserqualität ab.
Benötigt die VE-Anlage Salztabletten?
Ja. Die Doppelenthärtung benötigt Salztabletten für die Regeneration des Ionenaustauscherharzes.
Der Salzvorrat sollte regelmäßig kontrolliert werden. Ohne ausreichende Salzversorgung kann die Enthärtung nicht zuverlässig regenerieren, wodurch die Umkehrosmosemembranen belastet werden können.
Was passiert, wenn die Enthärtung nicht richtig arbeitet?
Wenn die Enthärtung nicht richtig arbeitet, kann Härte zur Umkehrosmose gelangen. Dadurch steigt das Risiko von Scaling auf den Membranen. Die Folgen können sinkende Permeatleistung, steigende Leitfähigkeit, höherer Druckverlust und kürzere Membranstandzeiten sein.
Bei Abweichungen sollten Resthärte, Salzvorrat, Regeneration, Bypassstellung und Einstellungen geprüft werden.
Wasserqualität und Leitfähigkeit
Welche Leitfähigkeit erreicht die VE-Anlage?
Bei Stadtwasser liegt die typische Leitfähigkeit des Permeats bei etwa 10–15 µS/cm. Die genaue Wasserqualität hängt von der Rohwasseranalyse, Temperatur, Betriebsdruck, Membranzustand und Ausbeute ab.
Für eine genaue Bewertung sollte die Rohwasseranalyse herangezogen werden.
Warum ist die Rohwasseranalyse wichtig?
Die Rohwasseranalyse zeigt, welche Inhaltsstoffe im Wasser vorhanden sind und wie stark die Anlage belastet wird. Besonders Härte, Leitfähigkeit, Eisen, Mangan, Trübung, organische Stoffe und pH-Wert sind für die Auslegung wichtig.
Ohne Rohwasseranalyse lässt sich die erreichbare Wasserqualität nur grob abschätzen.
Entfernt die VE-Anlage alle Salze vollständig?
Nein. Die Umkehrosmose reduziert die Salzfracht deutlich, entfernt aber nicht alle gelösten Stoffe vollständig. Für sehr niedrige Leitfähigkeiten ist eine nachgeschaltete Reinstwasserstufe erforderlich.
Je nach Zielwert kommen EDI, Mischbetttechnik oder andere Polishing-Stufen infrage.
Ist die Anlage für Reinstwasser geeignet?
Die Anlage kann als Vorstufe für Reinstwasser eingesetzt werden. Für Reinstwasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit ist jedoch eine nachgeschaltete Reinstwasseraufbereitung notwendig.
Typische nachgeschaltete Verfahren sind EDI oder Mischbetttechnik.
Betrieb und Installation
Ist die VE-Anlage anschlussfertig?
Ja. Die Anlagen sind auf Rahmengestell aufgebaut, komplett verrohrt und verkabelt. Dadurch wird die Installation vereinfacht.
Vor Ort müssen Rohwasser, Abwasser, Strom und Reinwasseranschluss passend vorbereitet sein.
Welche Anschlüsse werden benötigt?
Für den Betrieb werden in der Regel Rohwasseranschluss, Reinwasseranschluss, Abwasseranschluss und Stromanschluss benötigt. Zusätzlich muss bei Anlagen mit Tank und Druckerhöhung ausreichend Platz für Aufstellung, Wartung und Bedienung vorhanden sein.
Die genauen Anschlussbedingungen hängen von Anlagengröße und Ausführung ab.
Kann die Anlage mobil eingesetzt werden?
Die Anlagen sind auf einem Rahmengestell mit Rollen aufgebaut und können dadurch flexibel positioniert werden. Für einen häufig wechselnden Einsatz müssen Anschlüsse, Aufstellfläche, Entwässerung und Transportbedingungen geprüft werden.
Für temporäre Anwendungen können alternativ mobile Anlagen oder Mietlösungen sinnvoll sein.
Muss die Anlage bauseits programmiert werden?
Die Anlage wird im Werk vorbereitet und auf die Anwendung abgestimmt. Trotzdem müssen Betriebsparameter und Wasserqualität bei der Inbetriebnahme geprüft werden.
Je nach Rohwasseranalyse können Einstellungen wie Ausbeute, Regeneration und Überwachung angepasst werden.
Wartung und Kontrolle
Welche Werte sollten regelmäßig kontrolliert werden?
Regelmäßig kontrolliert werden sollten:
| Wert | Bedeutung |
| Resthärte nach der Enthärtung | Schutz der Umkehrosmosemembran |
| Leitfähigkeit des Permeats | Kontrolle der Wasserqualität |
| Rohwasser- und Betriebsdruck | Hinweis auf Filterzustand und Membranbelastung |
| Durchfluss Permeat/Konzentrat | Kontrolle von Ausbeute und Anlagenleistung |
| Salzvorrat | Voraussetzung für Regeneration der Enthärtung |
| Regenerationsfunktion | wichtig für kontinuierliches Weichwasser |
| Differenzdruck | Hinweis auf Verschmutzung oder Verblockung |
| Tankfüllstand | wichtig bei Anlagen mit Vorratsbehälter |
Wie oft sollte eine VE-Anlage gewartet werden?
Für gewerbliche und industrielle Anwendungen ist eine regelmäßige Wartung sinnvoll. In der Praxis sollte mindestens eine Wartung pro Jahr eingeplant werden. Bei hoher Laufzeit, kritischen Prozessen oder schwieriger Rohwasserqualität können kürzere Intervalle sinnvoll sein.
Wichtig sind die Kontrolle von Enthärtung, Membranen, Drücken, Durchflüssen, Leitfähigkeit, Ausbeute, Dichtheit und Verbrauchsmaterialien.
Wann müssen Membranen gewechselt werden?
Membranen müssen nicht nach einer festen Zeit gewechselt werden. Entscheidend sind Permeatleistung, Leitfähigkeit, Differenzdruck, Betriebsstunden und Rohwasserqualität.
Wenn die Leitfähigkeit steigt, die Leistung sinkt oder der Druckverlust zunimmt, sollte geprüft werden, ob eine Reinigung, Ursachenanalyse oder ein Membranwechsel erforderlich ist.
Was ist eine Membranautopsie?
Eine Membranautopsie untersucht eine ausgebaute Umkehrosmosemembran, um Ursachen für Verblockung, Belagbildung oder Leistungsminderung zu erkennen.
Das kann sinnvoll sein, wenn wiederholt Membranprobleme auftreten oder unklar ist, ob Scaling, Fouling, biologische Belastung oder chemische Schädigung vorliegt.
Einsatzgrenzen und Hinweise
Ist Brunnenwasser für diese VE-Anlagen geeignet?
Brunnenwasser kann grundsätzlich aufbereitet werden, muss aber vor dem Einsatz einer VE-Anlage geprüft werden. Eisen, Mangan, Trübstoffe, organische Belastung oder ein ungünstiger pH-Wert können Enthärtung und Umkehrosmose beeinträchtigen.
In solchen Fällen kann eine zusätzliche Vorbehandlung erforderlich sein.
Können diese Anlagen Kesselspeisewasser erzeugen?
Ja, die Anlagen können für Kesselspeisewasser eingesetzt werden, wenn die geforderte Wasserqualität zur erreichbaren Leitfähigkeit und Resthärte passt.
Je nach Kesseltyp und Betriebsdruck können zusätzliche Anforderungen gelten. Wenn sehr niedrige Leitfähigkeit oder weitere Grenzwerte gefordert sind, muss eine zusätzliche Reinstwasserstufe geprüft werden.
Was ist der Unterschied zu einer klassischen Enthärtungsanlage?
Eine Enthärtungsanlage reduziert die Wasserhärte, senkt aber die Leitfähigkeit nicht wesentlich. Eine VE-Anlage mit Umkehrosmose reduziert zusätzlich die Salzfracht und erzeugt salzarmes Wasser.
Für Anwendungen, bei denen nur Kalkschutz benötigt wird, kann eine Enthärtungsanlage ausreichend sein. Für Prozesswasser, Kesselspeisewasser oder salzarmes Spülwasser ist häufig eine VE-Anlage erforderlich.
Was ist der Unterschied zu einer Reinstwasseranlage mit EDI?
Eine VE-Anlage mit Umkehrosmose erzeugt salzarmes Wasser im Bereich von typischerweise 10–15 µS/cm bei Stadtwasser. Eine Reinstwasseranlage mit EDI kann deutlich niedrigere Leitfähigkeiten erreichen.
EDI oder Mischbetttechnik wird eingesetzt, wenn die Wasserqualität der Umkehrosmose nicht ausreicht.
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