EUR 198,06 - EUR 212,36
Preis netto: EUR 178,45
EUR 8,49 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 123,85 - EUR 136,23
Preis netto: EUR 114,48
EUR 5,45 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 146,49 - EUR 161,14
Preis netto: EUR 135,41
EUR 6,45 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 194,42 - EUR 200,44
Preis netto: EUR 168,44
EUR 8,02 pro Packung / Pack
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 196,99 - EUR 203,09
Preis netto: EUR 170,66
EUR 8,12 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 196,78 - EUR 225,48
Preis netto: EUR 189,48
EUR 9,02 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 122,93 - EUR 183,06
Preis netto: EUR 153,83
EUR 7,32 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 832,69 - EUR 858,45
Preis netto: EUR 721,39
EUR 17,17 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
EUR 1.014,02 - EUR 1.045,39
Preis netto: EUR 878,48
EUR 20,91 pro Liter
inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten
Mischbettharz richtig auswählen
Wie Mischbettharz funktioniert
Mischbettharz besteht aus einem stark sauren Kationenaustauscher und einem stark basischen Anionenaustauscher. Beide Harze sind im Behälter gemischt. Beim Durchströmen werden Kationen und Anionen aus dem Wasser entfernt. Dadurch entsteht vollentsalztes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit.
Typische entfernte Ionen sind Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Sulfat, Nitrat und weitere gelöste Salze. Je nach Rohwasserqualität, Harztyp, Durchfluss und Betriebsweise können sehr niedrige Restleitfähigkeiten erreicht werden.
VE-Wasser und Reinstwasser
Mischbettharze werden eingesetzt, wenn salzarmes oder nahezu salzfreies Wasser benötigt wird. Für einfache VE-Wasser-Anwendungen reicht häufig eine Leitfähigkeit im unteren µS/cm-Bereich aus. Für empfindlichere Anwendungen wie Reinstwasser, Labor, Spülprozesse oder technische Endspülungen können deutlich niedrigere Leitfähigkeiten erforderlich sein.
Die Begriffe VE-Wasser und Reinstwasser sollten nicht gleichgesetzt werden. VE-Wasser beschreibt vollentsalztes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit. Reinstwasser kann zusätzliche Anforderungen an Leitfähigkeit, TOC, Partikel, Keime, Silikat oder organische Belastungen stellen. Dafür reicht Mischbettharz allein nicht in jeder Anwendung aus.
Mischbettharz als Polisher nach Umkehrosmose
Mischbettharz wird häufig nach einer Umkehrosmoseanlage eingesetzt. Die Umkehrosmose reduziert bereits den größten Teil der gelösten Salze. Das Mischbettharz entfernt anschließend die verbleibende Restleitfähigkeit und dient als Polisherstufe.
Bei Umkehrosmose-Permeat ist häufig noch gelöstes Kohlendioxid (CO₂) enthalten. Dieses belastet vor allem den Anionenaustauscher, während für den Kationenaustauscher ohne vorgeschaltete Entgasung vergleichsweise wenig Austauschkapazität benötigt wird. Deshalb können Mischbettharze mit erhöhtem Anionenanteil, wie pH+-Harze, nach Umkehrosmoseanlagen besonders lange Standzeiten erreichen.
Diese Kombination ist wirtschaftlich sinnvoll, wenn größere Mengen VE- oder Reinstwasser benötigt werden. Die Umkehrosmose entlastet das Harz deutlich. Dadurch steigt die Standzeit des Mischbettharzes im Vergleich zum direkten Betrieb mit Rohwasser.
Mischbettharz als alleinige Entsalzung
Bei kleineren Wassermengen kann Mischbettharz auch ohne vorgeschaltete Umkehrosmose eingesetzt werden. Das ist typisch bei mobilen Anwendungen, Serviceeinsätzen, Laborbedarf, Heizungsbefüllung, kleinen Spülprozessen oder gelegentlichem VE-Wasser-Bedarf.
Die Kapazität hängt dann direkt von der Rohwasserleitfähigkeit ab. Je höher die Salzfracht im Eingangswasser ist, desto schneller ist das Harz erschöpft. Bei größeren Mengen oder dauerhaftem Betrieb sollte geprüft werden, ob eine vorgeschaltete Umkehrosmose wirtschaftlicher ist.
Mischbettharz für Heizungswasser nach VDI 2035
Für Heizungswasser werden spezielle Mischbettharze eingesetzt, um Füll- und Ergänzungswasser zu entsalzen. Dadurch sinkt die Leitfähigkeit und das Risiko von Steinbildung und Korrosionsproblemen kann reduziert werden.
Auf der Seite sind auch Mischbettharze mit pH-Anhebung für Heizungswasser sichtbar. Diese Harze sind auf Heizungswasseranwendungen ausgelegt und können durch einen erhöhten Anionenanteil zu einem leicht alkalischen pH-Wert beitragen. Trotzdem müssen die Anforderungen der Heizungsanlage, Werkstoffe und Herstellervorgaben berücksichtigt werden.
Regenerierbares Harz oder Einwegharz
Mischbettharze können je nach Anwendung regenerierbar oder als Einwegharz eingesetzt werden. Regenerierbare Harze werden vor allem in stationären Anlagen oder größeren Systemen verwendet. Einwegharze werden häufig in Patronen, Kartuschen oder kleineren Anwendungen eingesetzt.
Bei Einwegharz wird das erschöpfte Harz ausgetauscht oder die Patrone ersetzt. Das ist einfach, aber bei größeren Wassermengen weniger wirtschaftlich. Bei regenerierbaren Harzen ist die technische Handhabung aufwendiger, kann bei höherem Verbrauch aber wirtschaftlicher sein.
Harzqualität und Mischungsverhältnis
Mischbettharze unterscheiden sich in Harzqualität, Mischungsverhältnis, Korngröße, Reinheit und Einsatzbereich. Typische Mischungsverhältnisse sind zum Beispiel A50/K50, A55/K45 oder A60/K40. Dabei steht A für Anionenaustauscher und K für Kationenaustauscher.
Das Mischungsverhältnis beeinflusst pH-Verhalten, Kapazität und Anwendung. Für Reinstwasser, Heizungswasser oder allgemeines VE-Wasser können unterschiedliche Harztypen sinnvoll sein. Ein beliebiges Mischbettharz ist deshalb nicht automatisch für jede Anwendung geeignet.
Leitfähigkeit als Kontrollwert
Die Leitfähigkeit ist der wichtigste Betriebswert bei Mischbettharz. Sie zeigt, wie viele gelöste Ionen noch im Wasser vorhanden sind. Steigt die Leitfähigkeit am Ausgang, ist das Harz erschöpft oder die gewünschte Wasserqualität wird nicht mehr sicher erreicht.
Für den Betrieb sollten Leitfähigkeitsmessgeräte oder Leitfähigkeitsmesszellen eingesetzt werden. Bei kritischen Anwendungen ist eine kontinuierliche Messung sinnvoll. Bei einfachen Anwendungen kann eine regelmäßige manuelle Kontrolle ausreichen.
Kapazität und Harzwechsel
Die Kapazität eines Mischbettharzes hängt von Rohwasserleitfähigkeit, Salzfracht, Harzvolumen, Ziel-Leitfähigkeit und Durchfluss ab. Bei hoher Rohwasserleitfähigkeit ist die Kapazität deutlich geringer als bei vorgeschaltetem Umkehrosmose-Permeat.
Der Harzwechsel sollte nicht erst erfolgen, wenn die Wasserqualität bereits deutlich überschritten ist. Bei empfindlichen Anwendungen sollte ein Grenzwert für die Ausgangsleitfähigkeit festgelegt werden. Wird dieser erreicht, muss das Harz gewechselt oder die Patrone ersetzt werden.
Durchfluss und Kontaktzeit
Mischbettharz benötigt ausreichende Kontaktzeit. Wird das Wasser zu schnell durch das Harzbett geführt, kann die gewünschte Leitfähigkeit nicht sicher erreicht werden. Besonders bei sehr niedrigen Zielwerten ist die Fließgeschwindigkeit wichtig.
Zu hoher Durchfluss kann außerdem zu ungleichmäßiger Durchströmung, Kanalbildung oder schlechter Ausnutzung des Harzes führen. Deshalb müssen Harzvolumen, Patronengröße, Durchfluss und Zielqualität zusammenpassen.
Inertmaterial und Einfülltrichter
Auf der Seite ist auch Inertmaterial sichtbar. Es kann als Abdeck- oder Sperrschicht eingesetzt werden, je nach Patronen- oder Anlagenaufbau. Ob Inertmaterial erforderlich ist, hängt von Behälter, Strömungsführung und Harzfüllung ab.
Einfülltrichter erleichtern das saubere Befüllen von Drucktanks, Patronen oder Behältern mit Harz. Beim Befüllen sollte darauf geachtet werden, dass Steigrohr, Verteilsystem und Dichtflächen nicht verschmutzt oder beschädigt werden.
Abgrenzung zu Kationen- und Anionenaustauschern
Ein einzelner Kationenaustauscher entfernt nur positiv geladene Ionen. Ein Anionenaustauscher entfernt negativ geladene Ionen. Mischbettharz kombiniert beide Funktionen in einer Füllung und erzeugt dadurch vollentsalztes Wasser.
Für bestimmte industrielle Anlagen kann eine getrennte Kationen- und Anionenaustauscherstufe sinnvoll sein. Für kompakte VE-Wasser-Anwendungen, Patronen und Polisherstufen ist Mischbettharz häufig die einfachere Lösung.
Grenzen von Mischbettharz
Mischbettharz entfernt gelöste Ionen, aber keine Partikel, keine Keime und keine organischen Stoffe in beliebigem Umfang. Wenn Rohwasser Trübung, Eisen, Mangan, organische Belastung oder mikrobiologische Probleme enthält, können Vorbehandlung oder andere Verfahren erforderlich sein.
Bei Brunnenwasser sollte Mischbettharz nicht ohne vollständige Wasseranalyse eingesetzt werden. Eisen, Mangan, Trübstoffe oder organische Belastungen können das Harz belasten und die Standzeit deutlich reduzieren. Für größere Mengen ist außerdem eine vorgeschaltete Umkehrosmose häufig wirtschaftlicher.
Angaben für die Auswahl
Für die Auswahl eines passenden Mischbettharzes sind folgende Angaben hilfreich:
- Anwendung: VE-Wasser, Reinstwasser, Heizungswasser, Labor, Spülprozess oder Polisherstufe
- Rohwasserleitfähigkeit
- gewünschte Ausgangsleitfähigkeit
- Wasseranalyse, insbesondere Härte, Leitfähigkeit, Silikat, Chlorid und TOC
- benötigter Durchfluss
- Tagesmenge oder Gesamtmenge pro Einsatz
- vorhandene Patrone, Kartusche oder Anlage
- Harzvolumen und Behältergröße
- gewünschte Betriebsweise: Einweg, Austausch, Regeneration oder stationärer Betrieb
- vorgeschaltete Umkehrosmose oder direkte Rohwasserentsalzung
- Temperatur und Betriebsdruck
- Anforderungen an pH-Wert, insbesondere bei Heizungswasser
- vorhandene Leitfähigkeitsmessung
- gewünschtes Wechsel- oder Kontrollintervall
Ohne Rohwasserleitfähigkeit und Zielwert lässt sich die Standzeit des Harzes nicht sinnvoll abschätzen. Bei Reinstwasser- oder Heizungsanwendungen sollten zusätzlich die Anforderungen der jeweiligen Anwendung geprüft werden.
Häufige Fragen zu Mischbettharz
Wofür wird Mischbettharz eingesetzt?
Mischbettharz wird zur Herstellung von vollentsalztem Wasser eingesetzt. Es entfernt Kationen und Anionen aus dem Wasser und reduziert dadurch die Leitfähigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Mischbettharz und Enthärtungsharz?
Enthärtungsharz tauscht hauptsächlich Calcium und Magnesium gegen Natrium aus und reduziert die Härte. Die Leitfähigkeit wird dabei nicht wesentlich gesenkt. Mischbettharz entfernt Kationen und Anionen und erzeugt dadurch vollentsalztes Wasser mit niedriger Leitfähigkeit.
Kann Mischbettharz nach einer Umkehrosmose eingesetzt werden?
Ja. Mischbettharz wird häufig als Polisher nach Umkehrosmoseanlagen eingesetzt. Die Umkehrosmose reduziert die Salzfracht, das Mischbettharz entfernt anschließend die Restleitfähigkeit.
Kann Mischbettharz direkt mit Leitungswasser betrieben werden?
Ja, bei kleineren Mengen ist das möglich. Die Standzeit ist dann aber deutlich abhängig von der Rohwasserleitfähigkeit. Bei größeren Mengen ist eine vorgeschaltete Umkehrosmose oft wirtschaftlicher.
Welche Leitfähigkeit ist mit Mischbettharz erreichbar?
Je nach Harztyp, Rohwasser, Durchfluss und Betriebsweise sind sehr niedrige Restleitfähigkeiten möglich. Die Seite nennt typische Bereiche von etwa 0,1 bis 10 µS/cm, abhängig von der Anwendung.
Wann ist das Mischbettharz erschöpft?
Das Harz ist erschöpft, wenn die Leitfähigkeit am Ausgang über den gewünschten Grenzwert steigt. Deshalb sollte die Ausgangsleitfähigkeit regelmäßig oder kontinuierlich gemessen werden.
Kann Mischbettharz regeneriert werden?
Je nach Harztyp und Anlagenkonzept kann Mischbettharz regenerierbar sein oder als Einwegharz eingesetzt werden. Bei Patronen und kleineren Anwendungen wird erschöpftes Harz häufig ausgetauscht.
Welches Mischbettharz ist für Heizungswasser geeignet?
Für Heizungswasser sollten spezielle Harze verwendet werden, die zur Befüllung nach VDI 2035 und zur gewünschten Wasserchemie passen. Auf der Seite sind Mischbettharze mit pH-Anhebung für Heizungswasser sichtbar.
Entfernt Mischbettharz Keime?
Nein. Mischbettharz ist keine Desinfektionsstufe. Es entfernt gelöste Ionen, aber tötet keine Keime ab. Bei mikrobiologischen Anforderungen müssen geeignete hygienische Maßnahmen oder UV-Desinfektion geprüft werden.
Entfernt Mischbettharz Eisen und Mangan?
Mischbettharz ist nicht als gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsanlage vorgesehen. Eisen und Mangan können das Harz belasten und die Standzeit reduzieren. Bei Brunnenwasser sollten diese Werte vorher geprüft und gegebenenfalls vorbehandelt werden.
Warum ist eine Leitfähigkeitsmessung wichtig?
Die Leitfähigkeit zeigt, ob das Harz noch ausreichend arbeitet. Steigt die Leitfähigkeit, ist die Kapazität erschöpft oder die Wasserqualität entspricht nicht mehr dem Zielwert.
Welche Angaben werden für eine technische Rückfrage benötigt?
Hilfreich sind Anwendung, Rohwasserleitfähigkeit, gewünschte Ausgangsleitfähigkeit, Wasseranalyse, Durchfluss, Tagesmenge, vorhandene Patrone oder Anlage, Harzvolumen, Betriebsweise und Anforderungen an pH-Wert oder Heizungsbefüllung.
WHGFachbetrieb







