Einzelanlage
Ecomix 6,0 m³/h

Art.Nr.: EMFZV150

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Ecomix Filteranlage 6,0 m³/h für Brunnenwasser, Eisen, Mangan und Härte

Die Ecomix-Filteranlage mit einer Aufbereitungsleistung von bis zu 6.000 l/h kombiniert Enthärtung und Filtration in einer Anlage. Mit 150 Litern Ecomix-Filtermaterial ist sie die größte Ausführung dieser Einzelanlagen-Serie und für größere Brunnenwasser-, Gewerbe- und Prozesswasseranwendungen ausgelegt.

Das Mehrkomponenten-Filtermaterial Ecomix übernimmt mehrere Aufgaben gleichzeitig:

  • Enthärtung des Wassers auf praktisch 0 °dH

  • Reduzierung von Eisen

  • Reduzierung von Mangan

  • Reduzierung von Ammonium

  • Reduzierung bestimmter natürlich vorkommender organischer und metallorganischer Verbindungen

Eine besonders geeignete Anwendung ist die Voraufbereitung vor Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen.

Technische Daten

Merkmal Wert
Anlagentyp EMFZV150
Aufbereitungsleistung max. 6.000 l/h
Kapazität 312 m³×°dH
Ecomix-Füllung 150 Liter
Salzbedarf je Regeneration ca. 15 kg
Wasserverbrauch je Regeneration ca. 1.400 Liter
Drucktank GFK
Zentralsteuerventil Clack WS 1,25" CI
Steuerung mengen- und zeitabhängig programmierbar
Wasserzähler integriert
Hauptanschluss Ventil 1,25"
Steuerspannung über Transformator 230 V
Betriebsdruck Anlage ca. 2,5–7,0 bar
Eisen im Zulauf max. 8 mg/l
Mangan im Zulauf max. 2 mg/l
Ammonium im Zulauf < 4 mg/l
TOC im Zulauf < 10 mg/l
TDS < 4.000 mg/l
freies Chlor max. 0,2 mg/l
Öl 0 mg/l
Platzbedarf L × B × H ca. 1.700 × 1.000 × 1.950 mm

Brunnenwasseraufbereitung mit Ecomix

Ecomix eignet sich besonders für Brunnenwasser, wenn mehrere Wasserprobleme gleichzeitig auftreten.

Typische Kombinationen sind:

  • hohe Wasserhärte und Eisen

  • hohe Wasserhärte, Eisen und Mangan

  • Eisen, Mangan und Ammonium

  • Härte in Verbindung mit organischen Wasserinhaltsstoffen

  • mehrere dieser Belastungen gleichzeitig

Dadurch können mehrere Aufbereitungsaufgaben in einem Filterbehälter miteinander kombiniert werden.

Mit 150 Litern Filtermaterial und bis zu 6.000 l/h Leistung ist diese Ausführung insbesondere für größere Eigenwasserversorgungen und gewerbliche Brunnenanlagen interessant.

Die Eignung muss anhand der Wasseranalyse beurteilt werden. Für die Auslegung sind insbesondere Härte, Eisen, Mangan, Ammonium, pH-Wert und organische Belastung wichtig.

Bei einem überwiegenden Eisen- und Manganproblem ohne gewünschten Enthärtungseffekt kann ein gezieltes Enteisenungs- und Entmanganungsverfahren wirtschaftlicher sein.

Optimal als Voraufbereitung vor UO- und NF-Anlagen

Eine besonders sinnvolle Anwendung für Ecomix ist die Voraufbereitung vor größeren Membrananlagen.

Vor einer Umkehrosmose- oder Nanofiltrationsanlage ist eine weitgehende Enthärtung des Zulaufwassers erwünscht. Gleichzeitig können bereits geringe oder zeitweise auftretende Eisen- und Manganbelastungen die nachgeschaltete Membranstufe ungünstig beeinflussen.

Ecomix verbindet mehrere Aufgaben in einer Aufbereitungsstufe:

  • Härtebildner werden weitgehend entfernt

  • Eisen wird reduziert

  • Mangan wird reduziert

  • Ammonium kann mit reduziert werden

  • bestimmte organische Bestandteile können reduziert werden

Damit kann Ecomix eine klassische Enthärtungsanlage ersetzen, wenn vor einer Membrananlage zusätzlich Eisen oder Mangan berücksichtigt werden muss.

Gerade in diesem Einsatzfall ist die Enthärtung auf praktisch 0 °dH technisch erwünscht.

Auch bei Eisen im Trink- und Stadtwasser sinnvoll

Ecomix-Anlagen setzen wir auch im Trinkwasserbereich anstelle einer reinen Enthärtungsanlage ein, wenn zusätzlich Eisen auftreten kann.

Der Eisenwert muss nicht dauerhaft erhöht sein. Auch nur zeitweise oder stoßweise auftretende Eisenbelastungen können vor einer nachgeschalteten Membrananlage relevant sein.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • interne Werksverrohrungen

  • ältere Stahlleitungen

  • Korrosionsprodukte aus Rohrleitungssystemen

  • zeitweise Ablösung vorhandener Eisenablagerungen

  • Schwankungen innerhalb größerer Betriebs- oder Versorgungsnetze

Eine klassische Enthärtungsanlage reduziert die Wasserhärte, behandelt eine zusätzliche Eisenbelastung jedoch nicht gezielt.

Ecomix verbindet die erforderliche Enthärtung mit einer zusätzlichen Eisen- und Manganreduzierung und eignet sich damit besonders als Voraufbereitung vor größeren UO- und NF-Anlagen.

Clack WS 1,25" CI für bis zu 6 m³/h Anlagenleistung

Bei der 6,0-m³/h-Ausführung wird das größere Clack WS 1,25" CI Zentralsteuerventil eingesetzt.

Das Ventil verfügt über einen größeren hydraulischen Querschnitt als die kompaktere 1"-Ausführung und eignet sich damit für Anlagen mit höherer Betriebs- und Rückspülleistung.

Der integrierte Wasserzähler erfasst die tatsächlich behandelte Wassermenge und ermöglicht eine bedarfsgerechte Regeneration.

Das Ventil ermöglicht unter anderem:

  • volumenabhängige Regeneration

  • Zeitvorrangschaltung

  • manuelle Regeneration

  • frei programmierbare Regenerationsschritte

  • automatisches Rückspülen

  • Besalzen und Langsamspülen

  • Schnellspülen

  • Befüllen des Solebehälters

Die mögliche Durchflussleistung des Ventils liegt oberhalb der maximalen Anlagenleistung von 6.000 l/h und bietet damit die notwendige hydraulische Reserve für diese Baugröße.

150 Liter Ecomix – größte Einzelanlage der Serie

Mit 150 Litern Filtermaterial verfügt diese Ausführung über:

312 m³×°dH Kapazität

Die Anlage ist insbesondere für Anwendungen interessant mit:

  • großen Brunnenwasserversorgungen

  • hohen Tageswassermengen

  • größeren UO- und NF-Anlagen

  • langen täglichen Betriebszeiten

  • industrieller und gewerblicher Wasseraufbereitung

  • höherer Rohwasserhärte

  • größerem Kapazitätsbedarf zwischen zwei Regenerationen

Auch wenn nicht dauerhaft 6.000 l/h benötigt werden, kann die 150-Liter-Ausführung aufgrund ihrer höheren Kapazität die technisch sinnvollere Wahl sein.

Kapazität und Laufzeit unbedingt berücksichtigen

Die theoretisch aufbereitbare Wassermenge ergibt sich vereinfacht aus:

Kapazität ÷ Rohwasserhärte = Wassermenge je Regeneration

Beispielwerte

Rohwasserhärte Rechnerische Wassermenge je Regeneration
10 °dH ca. 31,2 m³
15 °dH ca. 20,8 m³
20 °dH ca. 15,6 m³
25 °dH ca. 12,5 m³
30 °dH ca. 10,4 m³

Bei 20 °dH stehen rechnerisch etwa 15,6 m³ Wasser bis zur nächsten Regeneration zur Verfügung.

Wird die Anlage dauerhaft mit 6.000 l/h betrieben, wäre diese Wassermenge rechnerisch bereits nach etwa 2,6 Stunden erreicht.

Damit zeigt sich auch bei der größten Ecomix-Einzelanlage, dass die Nenndurchflussleistung alleine kein ausreichendes Auswahlkriterium ist.

Bei kontinuierlich betriebenen UO- und NF-Anlagen müssen gemeinsam betrachtet werden:

  • erforderliche Zulaufwassermenge

  • tägliche Betriebsstunden

  • Rohwasserhärte

  • Tageswasserbedarf

  • Regenerationszeit

  • erforderliche Unterbrechungsfreiheit

Beispiel Salzverbrauch bei 20 °dH

Die Anlage benötigt ca. 15 kg Regeneriersalz je Regeneration.

Bei 20 °dH ergibt sich:

  • Kapazität: 312 m³×°dH

  • Rohwasserhärte: 20 °dH

  • Wassermenge je Regeneration: 312 ÷ 20 = ca. 15,6 m³

  • Salzbedarf je Regeneration: ca. 15 kg

  • rechnerischer Salzverbrauch: ca. 0,96 kg/m³

Damit werden bei 20 °dH rechnerisch knapp 1 kg Regeneriersalz pro m³ aufbereitetem Wasser benötigt.

Der Vorteil der 150-Liter-Ausführung liegt vor allem in der größeren Wassermenge zwischen zwei Regenerationen und nicht in einem wesentlich geringeren spezifischen Salzverbrauch.

Passende Regeneriersalztabletten können für die Regeneration verwendet werden.

Kein sinnvoller Verschnitt auf Mischwasserhärte

Ecomix enthärtet das Wasser praktisch vollständig auf etwa 0 °dH.

Bei einer klassischen Enthärtungsanlage wird häufig unbehandeltes Rohwasser zugemischt, um eine gewünschte Resthärte einzustellen.

Bei einer Ecomix-Anlage mit Eisen- oder Manganbelastung ist dies nicht sinnvoll.

Mit dem Rohwasser würden gleichzeitig wieder zuvor entfernte Wasserinhaltsstoffe zugemischt, beispielsweise:

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • weitere vorhandene Belastungen

Eine gewünschte Mischwasserhärte kann deshalb nicht wie bei einer klassischen Enthärtungsanlage durch Rohwasserverschnitt eingestellt werden.

Bei einer nachgeschalteten UO- oder NF-Anlage ist dies normalerweise kein Nachteil, da möglichst weitgehend enthärtetes Zulaufwasser gewünscht ist.

Calcitlösekapazität bei Trinkwasser beachten

Wird das Ecomix-behandelte Wasser unmittelbar als Trinkwasser genutzt, muss berücksichtigt werden, dass praktisch auf 0 °dH enthärtet wird und ein sinnvoller Rohwasserverschnitt bei vorhandener Eisen- oder Manganbelastung nicht möglich ist.

Bei Trinkwasseranwendungen sollte deshalb die resultierende Wasserbeschaffenheit beurteilt werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • pH-Wert

  • Säurekapazität

  • Natriumgehalt

  • Calcitlösekapazität

  • vorhandene Rohrleitungswerkstoffe

Sehr weiches Wasser ist nicht automatisch für jede Trinkwasserinstallation optimal.

Bei einer nachgeschalteten Membrananlage ist die weitgehende Enthärtung dagegen der gewünschte technische Effekt.

Einzelanlage oder Doppelanlage?

Diese Einzelanlage eignet sich, wenn während der Regeneration zeitweise kein aufbereitetes Wasser benötigt wird oder ausreichende Betriebsunterbrechungen vorhanden sind.

Während der Regeneration steht bei der Einzelanlage kein aufbereitetes Wasser zur Verfügung.

Bei kontinuierlichem Wasserbedarf sollte eine entsprechende 6,0-m³/h-Pendelanlage eingesetzt werden.

Bei einer Pendelanlage:

  • befindet sich eine Filterflasche in Betrieb

  • wird nach Erreichen der Kapazität auf die zweite Filterflasche umgeschaltet

  • regeneriert anschließend die erschöpfte Filterflasche

  • steht nach Abschluss der Regeneration wieder eine vollständig regenerierte Filterflasche bereit

Die beiden Filterflaschen arbeiten nicht parallel.

Bei 20 °dH stehen je Filterflasche rechnerisch etwa 15,6 m³ Kapazität zur Verfügung.

Bei kontinuierlich arbeitenden UO- oder NF-Anlagen ist sicherzustellen, dass die Regeneration einer Filterflasche abgeschlossen ist, bevor die zweite Filterflasche ihre verfügbare Kapazität erreicht.

Vergleich der Ecomix-Einzelanlagen

Anlagenleistung Kapazität Wassermenge bei 20 °dH
1,0 m³/h 52 m³×°dH ca. 2,6 m³
1,3 m³/h 78 m³×°dH ca. 3,9 m³
1,9 m³/h 104 m³×°dH ca. 5,2 m³
2,5 m³/h 156 m³×°dH ca. 7,8 m³
3,4 m³/h 208 m³×°dH ca. 10,4 m³
4,6 m³/h 260 m³×°dH ca. 13,0 m³
6,0 m³/h 312 m³×°dH ca. 15,6 m³

Die 6,0-m³/h-Ausführung bietet die höchste Durchflussleistung und die größte Kapazität der Ecomix-Einzelanlagen-Serie.

Regeneration und Filtermaterial

Das Ecomix-Filtermaterial wird mit Natriumchlorid bzw. Regeneriersalz regeneriert.

Das verwendete Ecomix A Filtermaterial kombiniert mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten zur Enthärtung sowie zur Reduzierung von Eisen, Mangan, Ammonium und bestimmten organischen Wasserinhaltsstoffen.

Für Regeneration und Rückspülung ist ein ausreichend dimensionierter Abwasseranschluss erforderlich.

Wartung und Kontrolle der Wasserqualität

Für die 6,0-m³/h-Ausführung mit Clack WS 1,25" ist das passende Wartungsset für das Clack Zentralsteuerventil zu verwenden.

Für die Kontrolle der Wasserqualität empfehlen wir:

Gerade bei einer Ecomix-Anlage vor einer Membrananlage ist die regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Ein Härte-, Eisen- oder Mangandurchbruch kann so frühzeitig erkannt werden.

Die Rohwasserhärte sollte ebenfalls regelmäßig überprüft werden, da Änderungen unmittelbar die Wassermenge zwischen zwei Regenerationen beeinflussen.

Typische Einsatzbereiche

Die Ecomix-Filteranlage 6,0 m³/h eignet sich insbesondere für:

  • große Brunnenwasseraufbereitungen

  • größere Eigenwasserversorgungen

  • Brunnenwasser mit Härte, Eisen und Mangan

  • Brunnenwasser mit zusätzlichem Ammonium

  • Voraufbereitung vor größeren Umkehrosmoseanlagen

  • Voraufbereitung vor größeren Nanofiltrationsanlagen

  • Trink- und Stadtwasser mit zeitweise auftretender Eisenbelastung

  • interne Werksnetze mit Eisenbelastungen aus der Verrohrung

  • gewerbliche und industrielle Wasserversorgung

  • Prozesswasseraufbereitung

  • hohe Tageswassermengen

Bei einem reinen Härteproblem ohne Eisen, Mangan oder weitere relevante Belastungen ist eine klassische Enthärtungsanlage in der Regel die einfachere Lösung.

Wenn hauptsächlich Eisen und Mangan entfernt werden sollen und keine Enthärtung auf praktisch 0 °dH benötigt wird, kann ein anderes Aufbereitungsverfahren wirtschaftlicher sein.

Angaben für die richtige Auslegung

Für die Auswahl der passenden Anlage sollten insbesondere bekannt sein:

  • maximale benötigte Durchflussleistung

  • Wasserverbrauch pro Stunde und pro Tag

  • tägliche Betriebszeit

  • Gesamthärte

  • Eisen

  • Mangan

  • Ammonium

  • pH-Wert

  • organische Belastung bei relevantem Brunnen- oder Prozesswasser

  • Nutzung als Trinkwasser, Brauchwasser oder Prozesswasser

  • verfügbare Rückspülleistung

  • Abwasseranschluss

  • vorhandene oder nachgeschaltete Wasseraufbereitungsanlage

Bei einer Voraufbereitung vor UO- oder NF-Anlagen sind zusätzlich die erforderliche Zulaufwassermenge und die tägliche Betriebsdauer der Membrananlage entscheidend.

Wir prüfen dabei nicht nur den maximalen Durchfluss, sondern insbesondere auch die Laufzeit bis zur Regeneration und ob für den vorgesehenen Betrieb eine Einzel- oder Doppelanlage sinnvoll ist.

 

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: EMFZV150

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