Edelstahl-Kerzenfiltergehäuse 10"

Länge 10"

Art.Nr.: SFK-V4A-9

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Produktbeschreibung

Edelstahl-Kerzenfiltergehäuse für 10-Zoll-Filterkerzen

Das Edelstahl-Kerzenfiltergehäuse 1FUC1-25/25-A2F ist für die Fein- und Endfiltration von Wasser und chemisch geeigneten Prozessmedien ausgelegt. Es nimmt eine 10-Zoll-Filterkerze auf und kann wahlweise mit einer beidseitig offenen DOE-Filterkerze oder einer Adapterfilterkerze mit Code-8-Anschluss bestückt werden.

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl 1.4301 und ist für einen Betriebsdruck bis 25 bar bei 80 °C ausgelegt. Die Rp-1-Zoll-Anschlüsse ermöglichen die Einbindung in industrielle Wasseraufbereitungs-, Reinstwasser- und Prozessanlagen.

Anschlüsse für Manometer oder Entlüftung sowie ein separater Ablass erleichtern die Betriebsüberwachung, Druckentlastung und Wartung.

Typische Einsatzbereiche

  • Feinfiltration von Prozess- und Betriebswasser

  • Endfiltration von aufbereitetem Wasser

  • Filtration in Reinstwasseranlagen

  • Schutz nachgeschalteter Verbraucher und Anlagenkomponenten

  • Filtration vor Abfüll- und Entnahmestellen

  • industrielle Produktions- und Spülprozesse

  • Anwendungen mit erhöhtem Betriebsdruck

  • Anlagen mit Differenzdrucküberwachung

Technische Daten

Parameter Ausführung
Artikelnummer SFK-V4A-9
Bestellcode 1FUC1-25/25-A2F
Gehäusetyp Edelstahl-Kerzenfiltergehäuse
Anzahl Filterkerzen 1
Filterkerzenlänge 10 Zoll
Zulässige Kerzenlänge 248 bis 254 mm
Filterkerzenaufnahme DOE oder Adapter Code 8
Gehäusewerkstoff Edelstahl 1.4301 / AISI 304
Dichtungsmaterial FPM
Anschluss Eingang Rp 1 Zoll
Anschluss Ausgang Rp 1 Zoll
Entlüftung/Manometer 2 × Rp 1/4 Zoll mit Stopfen
Ablass Rp 3/8 Zoll
Maximaler Betriebsdruck 25 bar bei 80 °C
Gesamthöhe A 367 mm
Abstand B 22 mm
Maß C 120 mm
Gehäusedurchmesser D 88,9 mm
Maß E 62 mm
Maß F 42 mm
Maß G 68 mm
Maß H 146 mm

Die Eignung von Edelstahl 1.4301 und FPM für das eingesetzte Medium muss anhand der Wasserzusammensetzung, Chemikalienkonzentration, Temperatur und Betriebsbedingungen geprüft werden.

Aufnahme unterschiedlicher Filterkerzentypen

Das Filtergehäuse kann mit zwei unterschiedlichen Anschlussausführungen betrieben werden.

Beidseitig offene DOE-Filterkerzen

DOE steht für „Double Open End“. Diese Filterkerzen sind an beiden Enden offen und werden über die Gehäuseaufnahme positioniert und abgedichtet.

Diese Bauform bietet:

  • einfache und weit verbreitete Filterkerzenausführung

  • große Auswahl unterschiedlicher Filtermaterialien

  • verschiedene nominale oder absolute Filterfeinheiten

  • einfache Kontrolle der Filterlänge

  • schneller Filterwechsel

Adapterfilterkerzen mit Code 8

Code-8-Filterkerzen besitzen einen Adapter mit Dichtung und werden definiert in der Gehäuseaufnahme positioniert. Der Adapter trennt die Roh- und Filtratseite voneinander.

Diese Ausführung bietet:

  • definierte Positionierung im Filtergehäuse

  • reproduzierbare Abdichtung

  • sichere Trennung von Roh- und Filtratseite

  • geringe Gefahr einer fehlerhaften Ausrichtung

  • Eignung für anspruchsvolle Fein- und Endfiltration

Vor der Bestellung müssen Filterlänge, Anschlussausführung, Dichtungsmaterial und Filterfeinheit mit dem vorgesehenen Gehäuse und dem Anwendungsfall abgeglichen werden.

Passende 0,2-µm-Adapterfilterkerze

Für eine besonders feine Endfiltration kann das Gehäuse mit der Sterilfilterkerze APG-10PN-F5Q-002 mit 0,2 µm bestückt werden.

Die Filterkerze besitzt:

  • 10-Zoll-Baulänge

  • absolute Filterfeinheit von 0,2 µm

  • plissierte Polypropylen-Filtermatrix

  • Code-8-Adapteranschluss

  • definierte Abdichtung im Edelstahlgehäuse

  • hohe wirksame Filterfläche

Bei erhöhter Partikelbelastung sollte vor der 0,2-µm-Filterkerze eine geeignete Vorfiltration vorgesehen werden. Dadurch lässt sich die Belastung der feinen Filtermatrix reduzieren und die Standzeit verlängern.

Edelstahl 1.4301 für industrielle Anwendungen

Der Gehäusekörper besteht aus Edelstahl 1.4301, auch als AISI 304 bezeichnet. Dieser Werkstoff bietet eine gute mechanische Stabilität und Korrosionsbeständigkeit für zahlreiche Wasser- und Prozessanwendungen.

Typische Vorteile der Edelstahlausführung:

  • hohe Druckfestigkeit

  • robuste mechanische Konstruktion

  • widerstandsfähige Gehäuseoberfläche

  • für anspruchsvolle Anlagenbedingungen geeignet

  • kompakte Bauform

  • für wiederkehrende Filterwechsel ausgelegt

  • geeignet für feste Rohrleitungsinstallationen

Edelstahl 1.4301 ist nicht für jedes chemische Medium uneingeschränkt geeignet. Besonders bei erhöhten Chloridkonzentrationen, starken Säuren, Laugen oder oxidierenden Chemikalien muss die Werkstoffbeständigkeit geprüft werden.

FPM-Dichtung

Das Filtergehäuse ist mit einer FPM-Dichtung ausgestattet. FPM besitzt eine gute Beständigkeit gegenüber zahlreichen Chemikalien, Ölen und erhöhten Temperaturen.

Die tatsächliche Eignung hängt jedoch vom Medium und den Betriebsbedingungen ab. Zu prüfen sind insbesondere:

  • chemische Zusammensetzung

  • Konzentration

  • Betriebstemperatur

  • Betriebsdruck

  • Einwirkdauer

  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel

  • mögliche Druck- und Temperaturwechsel

Andere Dichtungsmaterialien können projektbezogen erforderlich sein.

Anschlüsse für Drucküberwachung und Entlüftung

Das Filtergehäuse besitzt zwei Rp-¼-Zoll-Anschlüsse. Diese können abhängig vom Anlagenkonzept zur Entlüftung oder für die Montage von Manometern verwendet werden.

Durch eine Druckmessung vor und nach der Filterkerze lässt sich der Differenzdruck bestimmen. Ein zunehmender Differenzdruck zeigt die fortschreitende Beladung der Filterkerze an.

Eine Differenzdrucküberwachung unterstützt:

  • zustandsabhängige Filterwechsel

  • Erkennung einer zunehmenden Filterbeladung

  • Überwachung des verfügbaren Volumenstroms

  • Vermeidung unnötig früher Filterwechsel

  • Schutz der Filterkerze vor unzulässiger Belastung

  • planbare Wartungsintervalle

Die erforderlichen Manometer beziehungsweise eine Differenzdruckanzeige müssen passend zum Druckbereich der Anlage ausgewählt werden.

Ablass zur kontrollierten Entleerung

Der Rp-⅜-Zoll-Ablass ermöglicht die kontrollierte Entleerung des Filtergehäuses vor Wartungsarbeiten.

Vor dem Öffnen muss das Gehäuse:

  • von der Anlage abgesperrt werden

  • vollständig drucklos sein

  • über die Entlüftung druckentlastet werden

  • kontrolliert entleert werden

  • auf ausreichende Abkühlung geprüft werden

Das Gehäuse darf niemals unter Druck oder bei unzulässig hoher Medientemperatur geöffnet werden.

Einbau des Filtergehäuses

Das Gehäuse muss spannungsfrei in die Rohrleitung eingebaut werden. Rohrleitungskräfte, Versatz und das Gewicht nicht abgestützter Leitungen dürfen nicht auf die Gehäuseanschlüsse übertragen werden.

Beim Einbau sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Fließrichtung prüfen

  • Rohrleitungen ausreichend abstützen

  • spannungsfreie Montage sicherstellen

  • Absperrarmaturen vor und nach dem Filter vorsehen

  • ausreichenden Platz zum Öffnen einplanen

  • Entlüftung am höchsten Punkt ermöglichen

  • Ablass sicher und kontrolliert ableiten

  • Zugang für Filterwechsel und Wartung freihalten

  • Betriebsdruck und Temperatur überwachen

  • Medienverträglichkeit aller Werkstoffe prüfen

Der mitgelieferte Edelstahl-Befestigungswinkel ermöglicht die feste Montage an einer geeigneten Wand oder Unterkonstruktion.

Filterkerze einsetzen und wechseln

Vor dem Einsetzen müssen Filterkerzenlänge, Anschlussausführung und Dichtungen geprüft werden.

Vorgehensweise beim Filterwechsel:

  • Anlage abschalten

  • Filtergehäuse beidseitig absperren

  • Gehäuse über die Entlüftung drucklos schalten

  • Medium über den Ablass entleeren

  • ausreichende Abkühlung sicherstellen

  • Gehäuse kontrolliert öffnen

  • gebrauchte Filterkerze entnehmen

  • Innenraum und Dichtflächen reinigen

  • Gehäusedichtung kontrollieren

  • passende 10-Zoll-Filterkerze einsetzen

  • Filterkerze korrekt positionieren

  • Gehäuse ordnungsgemäß verschließen

  • Anlage langsam befüllen

  • Filtergehäuse vollständig entlüften

  • Dichtheit unter Betriebsdruck prüfen

  • Anfangsdifferenzdruck dokumentieren

Bei einer Adapterfilterkerze muss der Adapter vollständig in der vorgesehenen Aufnahme sitzen. Eine fehlerhafte Positionierung kann einen Bypass zwischen Roh- und Filtratseite verursachen.

Filterwechsel nach Differenzdruck

Die Standzeit der Filterkerze hängt von Filterfeinheit, Filterfläche, Partikelbelastung, Volumenstrom, Temperatur und Betriebsdauer ab.

Geeignete Wechselkriterien sind:

  • Erreichen des betrieblich festgelegten Differenzdrucks

  • deutlicher Rückgang des Volumenstroms

  • festgelegtes Wartungsintervall

  • hygienisch erforderlicher Austausch

  • Abschluss eines Produktionszyklus

  • sichtbare Beschädigung der Filterkerze

  • Abweichung von der geforderten Filtratqualität

Der maximal zulässige Differenzdruck der eingesetzten Filterkerze darf nicht mit dem maximalen Betriebsdruck des Gehäuses verwechselt werden. Die Filterkerze kann eine deutlich niedrigere Druckdifferenz zulassen als das Gehäuse.

Einordnung als Sterilfiltergehäuse

Das Edelstahlgehäuse ermöglicht den Einsatz einer Filterkerze mit sehr feiner, absoluter Filterfeinheit. Die Bezeichnung „Sterilfiltergehäuse“ stellt allein jedoch keine Garantie für ein steriles Filtrat dar.

Für mikrobiologisch kritische Anwendungen müssen das vollständige Verfahren und die Betriebsbedingungen berücksichtigt werden:

  • Zulaufqualität

  • Filterfeinheit und validierte Rückhalteleistung

  • hygienischer Einbau

  • Zustand der Dichtungen

  • Reinigungs- und Desinfektionsverfahren

  • Stillstandszeiten

  • Wechselintervalle

  • Probenahme und Qualitätsüberwachung

  • anwendungsspezifische Validierung

Eine Filterkerze ersetzt keine aktive Desinfektionsstufe, wenn der Prozess eine gezielte Keiminaktivierung erfordert.

Lieferumfang

  • Edelstahl-Kerzenfiltergehäuse 1FUC1-25/25-A2F

  • Gewindeanschlüsse Rp 1 Zoll

  • FPM-Gehäusedichtung

  • Stopfen für die Anschlüsse N3 und N4

  • Befestigungswinkel aus Edelstahl 1.4301

  • Befestigungsschrauben für den Winkel

Die benötigte Filterkerze wird passend zur gewünschten Filterfeinheit und Anschlussausführung ausgewählt.

Vorteile des Edelstahl-Kerzenfiltergehäuses

  • für 10-Zoll-Filterkerzen

  • Aufnahme von DOE- und Code-8-Filterkerzen

  • maximaler Betriebsdruck 25 bar bei 80 °C

  • Gehäuse aus Edelstahl 1.4301

  • FPM-Dichtung

  • Rp-1-Zoll-Anschlüsse

  • Anschlüsse für Entlüftung oder Manometer

  • Differenzdrucküberwachung nachrüstbar

  • separater Ablassanschluss

  • kompakte industrielle Bauform

  • Befestigungswinkel im Lieferumfang

  • einfacher Filterwechsel

  • geeignet für Fein- und Endfiltration

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