2.000 Liter
PP-H Hygienischer Tank
für Reinstwasser

Art.Nr.: T-PP-H2000

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Produktbeschreibung

Hygienischer PP-H-Reinstwassertank mit 2.000 Litern

PP-H Tank im Krankenhausbetrieb

Der hygienisch ausgeführte PP-H-Rundbehälter dient zur Bevorratung von VE-Wasser, Reinstwasser und geeignetem Prozesswasser. Mit einem Nenninhalt von 2.000 Litern bietet diese Ausführung ein ausgewogenes Puffervolumen für Wasseraufbereitungsanlagen mit mittlerer Produktionsleistung oder schwankender Wasserentnahme.

Der Tank ist größer als die kompakte 1.000-Liter-Ausführung, bleibt mit einem Außendurchmesser von ca. 1.300 mm jedoch vergleichsweise platzsparend. Dadurch eignet er sich für Anwendungen, bei denen ein höherer Wasservorrat benötigt wird, ohne direkt auf einen Tank mit 3.000 Litern oder mehr auszuweichen.

Das zentrale hygienische Merkmal ist der integrierte Schrägboden. Er führt das Wasser gezielt zum tiefliegenden Entnahmestutzen und unterstützt eine weitgehende Restentleerung. Dadurch verbleibt bei Entleerungs-, Spül-, Reinigungs- und Desinfektionsvorgängen weniger Wasser im Behälter.

Totraumarme Innenflächen und innen möglichst bündig ausgeführte Stutzen reduzieren Bereiche, in denen Wasser stehen bleiben oder sich Ablagerungen bilden können. Diese Konstruktion ist insbesondere bei VE- und Reinstwasser wichtig, da stagnierendes Restwasser und schwer zugängliche Bereiche die Wasserqualität und Reinigbarkeit beeinträchtigen können.

Vorteile des 2.000-Liter-PP-H-Tanks

  • hygienische Tankausführung für VE- und Reinstwasser

  • 2.000 Liter Nenninhalt für mittlere Speicher- und Pufferanforderungen

  • integrierter Schrägboden mit Gefälle zum Entnahmestutzen

  • weitgehende Restentleerung bei Spülung, Reinigung und Desinfektion

  • geringere Restwassermenge gegenüber Behältern mit ebenem Boden

  • totraumarme Innenausführung

  • innen möglichst bündig ausgeführte Anschlüsse

  • ca. 1.300 mm Außendurchmesser

  • ca. 1.800 mm Zylinderhöhe

  • zusätzlicher äußerer Flachboden für eine standsichere Aufstellung

  • Mannloch im Tankdach für Sichtkontrolle und Reinigungsarbeiten

  • Anschlüsse für Befüllung, Entnahme, Belüftung, Rücklauf und Sensorik

  • Ausführung in Anlehnung an DVS 2205

  • projektbezogene Material- und FDA-Nachweise verfügbar

Hygienischer Vorteil des Schrägbodens

Bei einem Tank mit ebenem Boden kann nach dem Abpumpen oder Ablassen eine größere Restwassermenge zurückbleiben. Dieses Wasser kann sich mit Ablagerungen, Verunreinigungen oder Resten von Reinigungs- und Desinfektionslösungen vermischen.

Der eingeschweißte Schrägboden besitzt ein Gefälle in Richtung des unteren Entnahmestutzens. Das Wasser wird dadurch beim Entleeren gezielt zum tiefsten Bereich des Tanks geführt.

Dies unterstützt:

  • eine weitgehende Entleerung des Behälters

  • kontrollierte Spülvorgänge

  • das Entfernen von Reinigungs- und Desinfektionslösungen

  • einen möglichst vollständigen Wasseraustausch

  • eine geringere Vermischung von altem und neu erzeugtem Wasser

  • die Reduzierung länger stehender Restwassermengen

  • eine hygienisch günstigere Betriebsführung

Der Schrägboden verbessert die Voraussetzungen für Reinigung und Hygiene. Er ersetzt jedoch keine regelmäßige Kontrolle, geeignete Desinfektionsverfahren oder eine auf die Anwendung abgestimmte Betriebsweise.

Totraumarme Innenausführung

Bei hygienisch sensiblen Tanks sollen Bereiche vermieden werden, in denen Wasser dauerhaft stehen bleibt oder die bei Reinigungsmaßnahmen nur unzureichend erreicht werden.

Die Innenausführung des PP-H-Tanks ist deshalb auf möglichst geringe Toträume ausgelegt. Die Stutzen werden innen glatt und möglichst bündig mit der Tankwand beziehungsweise der Dachinnenseite ausgeführt. Innenliegende Schweißverbindungen werden so gefertigt, dass unnötige Kanten und Schweißwülste reduziert werden.

Damit eignet sich der Tank insbesondere für Anwendungen, bei denen Reinigbarkeit, kontrollierter Wasseraustausch und Restentleerung wichtiger sind als bei einem einfachen Vorratsbehälter.

Typische Einsatzbereiche

Der 2.000-Liter-Tank kann als Vorlage-, Puffer- oder Reinwasserspeicher eingesetzt werden, beispielsweise:

  • nach Umkehrosmoseanlagen

  • nach Vollentsalzungsanlagen

  • nach Elektrodeionisationsanlagen

  • nach Mischbett- oder Polishing-Stufen

  • für VE-Wasser und Reinstwasser in industriellen Prozessen

  • für geeignete Prozess- und Spülwasseranwendungen

  • zur Pufferung unterschiedlicher Produktions- und Entnahmeleistungen

  • für sensible Trinkwasserbevorratung nach technischer Prüfung

  • für pharmazeutische, kosmetische und lebensmittelnahe Anwendungen nach technischer Prüfung

  • für Anlagen mit regelmäßigen Spül- oder Desinfektionsvorgängen

  • für Anwendungen mit regelmäßigem Wasserwechsel

Passende Systeme zur kontinuierlichen Erzeugung niedriger Leitfähigkeiten finden Sie unter Reinstwasseraufbereitung mit EDI.

Größenvergleich der hygienischen PP-H-Reinstwassertanks

Die hygienischen PP-H-Reinstwassertanks sind in fünf Standardgrößen erhältlich. Werkstoff, hygienische Grundkonstruktion und grundlegende Ausstattung sind innerhalb der Serie vergleichbar. Die Ausführungen unterscheiden sich hauptsächlich durch Speichervolumen und Behälterabmessungen.

Tankgröße Nenninhalt Außendurchmesser Zylinderhöhe
PP-H-Reinstwassertank 1.000 Liter 1.000 l ca. 950 mm ca. 1.750 mm
PP-H-Reinstwassertank 2.000 Liter 2.000 l ca. 1.300 mm ca. 1.800 mm
PP-H-Reinstwassertank 3.000 Liter 3.000 l ca. 1.500 mm ca. 2.000 mm
PP-H-Reinstwassertank 4.000 Liter 4.000 l ca. 1.750 mm ca. 1.950 mm
PP-H-Reinstwassertank 5.000 Liter 5.000 l ca. 1.900 mm ca. 2.000 mm

Tankgröße und tatsächlich nutzbares Volumen

Die Tankgröße sollte nicht nur nach dem maximal benötigten Wasservolumen ausgewählt werden. Das Nennvolumen entspricht nicht automatisch dem tatsächlich verfügbaren Nutzvolumen.

Bei einer nachgeschalteten Druckerhöhung muss die Pumpe über eine Niveauschaltung gegen Trockenlauf geschützt werden. Die Pumpe wird deshalb abgeschaltet, bevor der Tank vollständig entleert ist.

Das Wasservolumen unterhalb des Trockenlauf- beziehungsweise Abschaltniveaus steht im normalen Betrieb nicht als Nutzvolumen zur Verfügung. Dieses Restvolumen muss bei der Dimensionierung vom Nenninhalt abgezogen werden.

Soll beispielsweise ein tatsächlich nutzbares Wasservolumen von 2.000 Litern zur Verfügung stehen, ist ein Tank mit 2.000 Litern Nenninhalt in der Regel nicht ausreichend. Der Behälter muss entsprechend größer gewählt oder das Trockenlaufniveau so geplant werden, dass nach Abzug des nicht nutzbaren Restvolumens noch die gewünschte Wassermenge verfügbar bleibt.

Das tatsächlich nutzbare Volumen wird unter anderem beeinflusst durch:

  • Höhe des Trockenlaufniveaus

  • Position des Entnahmestutzens

  • Geometrie des Schrägbodens

  • erforderliche Mindestüberdeckung der Entnahme

  • Ausführung der Saugleitung

  • verwendeten Niveausensor

  • Schalthysterese der Niveausteuerung

  • notwendige Sicherheitsreserve der Pumpe

Auswahl der passenden Tankgröße

Bei der Tankauswahl sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Leistung der vorgeschalteten Wasseraufbereitung

  • durchschnittliche Entnahmemenge

  • maximale Entnahmespitzen

  • gewünschtes tatsächlich nutzbares Wasservolumen

  • Nenninhalt des Tanks

  • Trockenlaufniveau der nachgeschalteten Pumpe

  • nicht nutzbares Volumen unterhalb des Abschaltniveaus

  • zulässige Verweilzeit des Wassers

  • gewünschte Häufigkeit des Wasseraustauschs

  • erforderliche Pufferzeit bei Stillstand der Aufbereitungsanlage

  • verfügbare Raumhöhe

  • erforderliche Tür- und Transportbreite

  • Platzbedarf für Rohrleitungen und Armaturen

  • Zugang zum Mannloch für Kontrolle und Reinigung

Ausgewogenes Puffervolumen für mittlere Anwendungen

Der 2.000-Liter-Tank liegt zwischen der besonders kompakten 1.000-Liter-Ausführung und dem deutlich größeren 3.000-Liter-Tank. Er eignet sich deshalb für Anlagen, bei denen ein mittleres Puffervolumen benötigt wird, die Verweilzeit des Wassers jedoch weiterhin begrenzt bleiben soll.

Bei der Dimensionierung sollten Produktionsleistung und Verbrauch aufeinander abgestimmt werden:

  • Ein zu kleiner Tank kann zu häufigem Starten und Stoppen der Aufbereitungsanlage führen.

  • Ein zu großer Tank kann unnötig lange Verweilzeiten verursachen.

  • Ein zu hoch eingestelltes Trockenlaufniveau reduziert das nutzbare Volumen.

  • Ein ungünstiger Füllstandsbetrieb kann dazu führen, dass nur ein Teil des Tankinhalts regelmäßig ausgetauscht wird.

  • Stark schwankende Entnahmen benötigen eine ausreichende Pufferreserve.

Für hygienisch sensible Anwendungen sollte das gespeicherte Wasser bedarfsgerecht und möglichst regelmäßig ausgetauscht werden.

Technische Daten

Parameter Ausführung
Nenninhalt 2.000 l
Auslegungsmedium VE-Wasser und Reinstwasser
Auslegungsdichte 1,0 kg/dm³
Außendurchmesser ca. 1.300 mm
Zylinderhöhe ca. 1.800 mm
Betriebsdruck +5 bis −3 mbar
Betriebstemperatur 20 °C, kurzzeitig bis 30 °C
Aufstellbereich im Gebäude
Bauform stehender Rundbehälter
Tankboden eingeschweißter Schrägboden mit ca. 2 % Gefälle und zusätzlichem Flachboden
Werkstoff PP-H-Plattenmaterial, grau
Statische Ausführung in Anlehnung an DVS 2205

Werkstoff PP-H

Der Tank wird aus homogen verschweißtem, grauem PP-H-Plattenmaterial gefertigt. PP-H besitzt eine gute Beständigkeit gegenüber vielen wässrigen Medien und wird häufig für Reinwasser-, Prozesswasser- und hygienisch anspruchsvollere Behälteranwendungen eingesetzt.

Für entsprechende Projekte können Materialnachweise und FDA-Materialzertifikate bereitgestellt werden. Die konkrete Eignung muss auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • Medium und Wasserqualität

  • Betriebstemperatur

  • eingesetzte Reinigungs- und Desinfektionsmittel

  • geforderte Materialnachweise

  • Hygieneanforderungen

  • Betriebsbedingungen

  • Umgebungsbedingungen

PP-H ist licht- und UV-empfindlich. Der Tank ist daher für die geschützte Aufstellung im Gebäude vorgesehen und muss vor direkter Sonneneinstrahlung sowie künstlicher UV-Bestrahlung geschützt werden.

Ausrüstung und Anschlüsse

Ausstattung oder Anschluss Ausführung
Mannloch d 315 mit Spannring im Dach
Typenschild Träger mit graviertem Typenschild
Prozessanschlüsse im Zylinder 2 × Innengewindestutzen 3/4 Zoll
Anschluss im Dach Innengewindestutzen 1 1/2 Zoll
Befüllung d 63 / DN 50 mit Verschraubung und Einlaufkrümmer
Entnahme d 75 / DN 65 mit Losflansch im unteren Zylinderbereich
Be- und Entlüftung d 63 / DN 50 mit Verschraubung und EPDM-Dichtung
Rücklauf d 20 / DN 15 mit Verschraubung und Einlaufbogen im Dach

Der Einlaufkrümmer führt das zulaufende Wasser kontrolliert an der Tankwand entlang und reduziert unnötige Verwirbelungen mit der Umgebungsluft.

Der Entnahmestutzen befindet sich im unteren Zylinderbereich. In Verbindung mit dem Schrägboden unterstützt diese Anordnung die weitgehende Entleerung des Tanks.

Füllstandsmessung und Trockenlaufschutz

Für den sicheren Betrieb mit einer nachgeschalteten Pumpe sind geeignete Füllstandssignale erforderlich. Abhängig von der Anlagensteuerung können folgende Schaltpunkte vorgesehen werden:

  • maximaler Füllstand zur Beendigung der Tankbefüllung

  • Startniveau der vorgeschalteten Wasseraufbereitung

  • Stoppniveau der vorgeschalteten Wasseraufbereitung

  • Mindestniveau für die Freigabe der Druckerhöhungspumpe

  • Trockenlaufniveau zur Abschaltung der Pumpe

  • optionaler Überfüllalarm

  • optionaler Mindestfüllstandsalarm

Die Lage des Trockenlaufniveaus bestimmt das tatsächlich verfügbare Nutzvolumen. Das unterhalb dieses Schaltpunkts verbleibende Wasser darf bei der Auslegung nicht als regulär nutzbare Speichermenge angesetzt werden.

Kein Druckbehälter

Der PP-H-Tank ist für geringe Über- und Unterdrücke im mbar-Bereich ausgelegt. Er ist kein Druckbehälter und darf nicht als geschlossener Druckspeicher betrieben werden.

Bei Pumpenbetrieb, schneller Befüllung, hoher Entnahmeleistung, Rücklaufbetrieb oder gefilterter Belüftung muss sichergestellt werden, dass die Be- und Entlüftung ausreichend dimensioniert ist. Unzulässiger Überdruck oder Unterdruck kann den Tank beschädigen.

Belüftung bei VE- und Reinstwasser

Beim Befüllen und Entnehmen muss Umgebungsluft in den Tank hinein- oder aus ihm herausströmen. Diese Luft kann Kohlendioxid, Partikel und Mikroorganismen eintragen.

Bei VE- und Reinstwasser kann insbesondere die Aufnahme von CO₂ die Leitfähigkeit erhöhen und den pH-Wert beeinflussen. Ungefilterte Umgebungsluft kann außerdem die hygienische Wasserqualität beeinträchtigen.

Abhängig von der geforderten Wasserqualität stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung:

Die erforderliche Größe der Be- und Entlüftung richtet sich nicht allein nach dem Tankvolumen. Maßgeblich sind die maximale Befüll- und Entnahmeleistung sowie der daraus entstehende Luftvolumenstrom.

Reinigung und Desinfektion

Reinigung und Desinfektion müssen zum Medium, zum Werkstoff PP-H und zur jeweiligen Anwendung passen. Dabei sind insbesondere folgende Punkte festzulegen:

  • geeignetes Reinigungs- oder Desinfektionsmittel

  • zulässige Konzentration

  • Einwirkzeit

  • Temperatur

  • notwendige Umwälzung

  • Spülwassermenge

  • Entsorgung der Reinigungslösung

  • Kontrolle der Tankinnenflächen

  • vollständige Entfernung von Reinigungsmittelresten

  • Freigabe zur Wiederinbetriebnahme

Der Schrägboden unterstützt die Entleerung der Reinigungs- und Spüllösung. Nach Abschluss der Maßnahme muss geprüft werden, ob der Tank ausreichend gespült wurde und wieder für den vorgesehenen Betrieb freigegeben werden kann.

Planung und Aufstellung

Vor der Bestellung sollten folgende Punkte geprüft werden:

  • notwendiges Nennvolumen

  • gewünschtes tatsächlich nutzbares Volumen

  • nicht nutzbares Volumen unterhalb des Trockenlaufniveaus

  • Leistung der vorgeschalteten Wasseraufbereitung

  • maximale und durchschnittliche Entnahmemenge

  • zulässige Verweilzeit des Wassers

  • gewünschte Ziel-Leitfähigkeit

  • Hygiene- und Dokumentationsanforderungen

  • maximale Befüll- und Entnahmeleistung

  • benötigte Belüftungsfilter oder CO₂-Absorber

  • Anschlusspositionen und Rohrleitungsführung

  • Niveaumessung und Trockenlaufschutz

  • Druckerhöhung hinter dem Tank

  • Reinigungs- und Desinfektionskonzept

  • Raumhöhe, Türbreite und Transportweg

  • tragfähige und ebene Aufstellfläche

  • Zugang zum Mannloch für Wartung und Reinigung

Abweichende Medien, Temperaturen, Dichten, Anschlusspositionen oder Aufstellbedingungen erfordern eine projektspezifische Prüfung und gegebenenfalls eine angepasste statische Auslegung.

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