Avista VITEC 4000 Antiscalant
Antiscalant VITEC 4000
Vitec 4000 ist ein flüssiges Antiscalant und Dispergiermittel für Membrananlagen mit besonderem Schwerpunkt auf Silica-Scaling. Das Produkt wird in Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen eingesetzt, wenn Speisewässer mit erhöhtem Silikatgehalt behandelt werden und Ablagerungen auf Membranoberflächen vermieden werden sollen.
Vitec 4000 ist laut Datenblatt eine Multikomponenten-Formulierung, die Silica-Ausfällungen bei höheren Konzentrationen verhindert als typische Antiscalants. Dadurch kann bei Speisewässern mit hohem Silikatgehalt eine höhere Systemausbeute möglich werden. Passende Antiscalant-Dosiersysteme, allgemeine Dosiertechnik, Filtereinsätze und Membranelemente sind ebenfalls erhältlich.
EUR 160,70 - EUR 190,83
Preis netto: EUR 160,36
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Vitec 4000 richtig einsetzen
Antiscalant für hohe Silikatbelastung
Vitec 4000 ist besonders für Membrananlagen ausgelegt, bei denen Silikat beziehungsweise Silica ein limitierender Faktor für die Anlagenfahrweise ist. Bei hoher Ausbeute kann Silica im Konzentratstrom stark aufkonzentriert werden und als Belag auf Membranoberflächen ausfallen.
Das Produkt wurde entwickelt, um Silica-Scaling zu hemmen und dadurch höhere Systemausbeuten bei speisewässern mit hohem Silikatgehalt zu ermöglichen. Damit unterscheidet sich Vitec 4000 deutlich von Antiscalants, die allgemein auf Härte und mineralische Trübstoffe ausgerichtet sind.
Wirkung gegen mehrere Ablagerungsarten
Der klare Schwerpunkt von Vitec 4000 liegt auf Silica-Scale-Inhibition. Zusätzlich wird das Produkt im Datenblatt als wirksam gegen Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Bariumsulfat, Strontiumsulfat und Calciumfluorid beschrieben.
Diese Stoffe können bei Umkehrosmose und Nanofiltration durch Aufkonzentrierung im Retentat ausfallen. Vitec 4000 reduziert die Ablagerungsneigung und unterstützt gleichzeitig die Dispergierung von Partikeln, die Membranoberflächen belasten können.
Wirkung bei Eisen im RO-Konzentrat
Eine besondere Angabe im Datenblatt ist, dass Vitec 4000 seine Leistung auch in Umkehrosmose-Konzentratströmen mit bis zu 4 mg/l zweiwertigem Eisen beibehält. Das ist für bestimmte Rohwässer relevant, bei denen geringe Eisenanteile in der Konzentrataufkonzentrierung berücksichtigt werden müssen.
Diese Aussage ersetzt jedoch keine Enteisenung bei eisenhaltigem Rohwasser. Eisen kann Membranen weiterhin belasten, oxidieren, Partikel bilden und Fouling verursachen. Wenn Eisen im Speisewasser vorhanden ist, muss die Vorbehandlung separat bewertet werden.
Dosierstelle nach Multimediafilter
Die besten Ergebnisse werden laut Datenblatt erreicht, wenn Vitec 4000 nach Multimediafiltern und vor Patronenfiltern dosiert wird. Dadurch wird das Produkt nach der gröberen Vorfiltration in den Feedstrom eingebracht und kann vor dem Patronenfilter und vor der Membranstufe gleichmäßig verteilt werden.
Diese Dosierstelle ist besonders wichtig, wenn Partikel, Kolloide oder feine Trübstoffe im Rohwasser vorhanden sind. Multimediafilter, Patronenfilter, Dosierstelle und Mischstrecke sollten zusammen betrachtet werden, damit die Membrananlage gleichmäßig und stabil versorgt wird.
Typische Dosierung
Die typische Dosierung von Vitec 4000 liegt laut Datenblatt bei 2 bis 5 mg/l. Die standortspezifische Dosierung kann mit Avista Advisor berechnet werden.
Diese Dosierangabe ist eine Orientierung. Die tatsächliche Einstellung hängt von Rohwasseranalyse, Silikatgehalt, Ausbeute, pH-Wert, Temperatur, Konzentrataufkonzentrierung und Membrantyp ab. Besonders bei Silica-Scaling sollte die Ausbeute nicht pauschal erhöht werden, sondern auf Basis der Wasserchemie geprüft werden.
Anwendung unverdünnt oder verdünnt
Vitec 4000 ist für die unverdünnte Dosierung formuliert. Wenn eine Verdünnung erforderlich ist, sollte deionisiertes Wasser oder Umkehrosmose-Permeat verwendet werden. Falls beides nicht verfügbar ist, kann enthärtetes Wasser eingesetzt werden.
Die Verdünnung sollte laut Datenblatt nicht zu einer Lösungskonzentration unter 10 % führen. Diese Vorgabe schützt die Wirkung des integrierten Bakteriostatikums, das Bakterienwachstum in Produktverpackung und Vorratsbehälter hemmt. Bei verdünnten Lösungen müssen daher Dosierpumpenleistung, Standzeit der Lösung und hygienische Bedingungen berücksichtigt werden.
Kompatibilität mit RO- und NF-Membranen
Vitec 4000 ist laut Datenblatt mit Polyamid- und Celluloseacetat-RO/NF-Membranen großer Hersteller kompatibel. Das ist relevant, weil die Membranmaterialien je nach Anlagentyp und Hersteller unterschiedlich sein können.
Vor dem Einsatz sollte trotzdem geprüft werden, welche Membranelemente tatsächlich verbaut sind. Membranmaterial, Reinigungschemie, pH-Bereich, Temperatur, Konservierungsmittel und bisherige Betriebsweise können Einfluss auf die Produktwahl haben.
Dispergierung von Kolloiden, Schluff und Aluminium-Partikeln
Neben der Antiscalant-Wirkung besitzt Vitec 4000 dispergierende Eigenschaften. Laut Datenblatt können diese Eigenschaften kolloidales Fouling und Schluffbelastungen auf Membranoberflächen reduzieren. Zusätzlich wird Vitec 4000 als sehr guter Dispergator für Alum-Partikel beschrieben.
Das ist besonders bei Anlagen relevant, bei denen Flockung, Koagulation oder entsprechende Vorbehandlungsschritte im Einsatz sind. Die Dosierung muss jedoch zur Vorbehandlung passen. Eine unpassende Kombination von Koagulant, Filterstufe und Antiscalant kann Membranen belasten.
Chemische und physikalische Kenndaten
Vitec 4000 ist eine klare, bernsteinfarbene Flüssigkeit. Der pH-Wert im Lieferzustand liegt laut Datenblatt bei 4,5 bis 6,5. Das spezifische Gewicht bei 25 °C beträgt 1,1 bis 1,2.
Diese Kenndaten sind für Dosiertechnik, Lagerung und Arbeitssicherheit relevant. Bei der Auswahl von Dosierpumpe, Saugleitung, Druckleitung, Impfventil, Vorratsbehälter und Dichtungen müssen Medium, Konzentration und Sicherheitsdatenblatt berücksichtigt werden.
Zulassungen und gewerbliche Abgabe
Vitec 4000 ist laut Datenblatt für den Einsatz in Systemen zur Trinkwassererzeugung in Großbritannien zugelassen, entspricht DIN 15040 und ist gemäß NSF/ANSI Standard 60 durch NSF International zertifiziert.
Die Shopseite weist darauf hin, dass die Abgabe des Produkts nur an gewerbliche Kunden erfolgt. Außerdem ist Vitec 4000 gemäß CLP als Eye Irrit. 2 eingestuft und kann schwere Augenreizung verursachen. Bei Lagerung, Dosierung und Umgang sind Sicherheitsdatenblatt, persönliche Schutzausrüstung und betriebliche Arbeitsschutzvorgaben zu beachten.
Gebinde und Anlagenbetrieb
Auf der Shopseite wird Vitec 4000 als 20-kg-Kanister angeboten. Das Gebinde eignet sich für gewerbliche Membrananlagen mit überschaubarem bis mittlerem Antiscalantverbrauch oder für Anwendungen, bei denen zunächst ein definierter Produkteinsatz geprüft werden soll.
Die passende Gebindegröße hängt von Dosiermenge, Anlagenleistung, Betriebsstunden und Lagerbedingungen ab. Vor dem Einsatz sollten Dosierbehälter, Sauglanze, Auffangmöglichkeit und Füllstandskontrolle zur Anwendung passen.
Abgrenzung zu Vitec 3000 und anderen Vitec-Produkten
Vitec 4000 ist innerhalb der Vitec-Reihe besonders auf Silica-Scaling und hohe Silikatgehalte ausgerichtet. Vitec 3000 ist breiter als Antiscalant und Flüssigdispergator für unterschiedliche Speisewässer wie Brackwasser, Abwasser und Meerwasser positioniert. Vitec 4000 wird dagegen gezielt dort interessant, wo Silica die Ausbeute oder Betriebssicherheit der Membrananlage begrenzt.
Vitec 1200 unterscheidet sich durch seine phosphorfreie Formulierung auf Basis niedermolekularer Polycarbonsäuren. Vitec 1135 und 1141 sind stärker als Härtestabilisatoren mit hohem Dispergiervermögen im pH-Bereich 7,0 bis 10,0 beschrieben. Die Auswahl sollte deshalb immer nach Wasseranalyse, Scaling-Risiko und Anlagenfahrweise erfolgen.
Grenzen der Anwendung
Vitec 4000 reduziert Silica-Scaling und andere mineralische Ablagerungsrisiken, ersetzt aber keine vollständige Vorbehandlung. Mechanische Vorfiltration, Eisen- und Manganentfernung, Kontrolle von Biofouling, Aktivkohlefiltration, pH-Bewertung und Reinigungsstrategie müssen separat betrachtet werden.
Besonders bei Rohwässern mit Eisen, Mangan, organischer Belastung, Öl, Biofilm, hoher Trübung oder mikrobiologischer Belastung ist Antiscalant nur ein Baustein. Die Membrananlage kann nur dauerhaft stabil arbeiten, wenn Vorbehandlung, Dosierung, Ausbeute und Reinigung zusammenpassen.
Angaben für die Auslegung
Für die Auswahl und Dosierung von Vitec 4000 sind folgende Angaben hilfreich:
- aktuelle Rohwasseranalyse
- Silikatwert bzw. Silica-Belastung
- Verfahren: Umkehrosmose oder Nanofiltration
- Membrantyp und Membranmaterial
- geplante Ausbeute der Anlage
- Feed-, Permeat- und Retentatmenge
- pH-Wert, Temperatur und Leitfähigkeit
- Härte, Alkalität, Calcium, Sulfat, Barium, Strontium und Fluorid
- Eisenwert, insbesondere Bewertung der Konzentrataufkonzentrierung
- Trübung, SDI, kolloidale Belastung und vorhandene Vorfiltration
- vorhandene Multimediafilter und Patronenfilter
- vorhandene Dosiertechnik und Dosierstelle
- gewünschte Dosierung unverdünnt oder verdünnt
- bisherige Probleme mit Silica-Scaling, Druckanstieg, Fouling oder Membranreinigung
Ohne Rohwasseranalyse und Anlagendaten lässt sich die Dosierung nicht belastbar festlegen. Bei Silica-kritischen Anlagen sollte zusätzlich geprüft werden, welche Ausbeute dauerhaft ohne Ablagerungen gefahren werden kann.
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